Der Termin ist fest, doch jetzt bin ich mir unsicher

  • Zitat von Das Etwas

    Ich habe generell ein Problem damit, jemandem zu einer Behandlung zu raten, BEVOR er überhaupt weiß ob er eine braucht.

    So ist es. Das kann man nur unterstreichen.

    karli. Ich bin auch der Auffassung, dass dein konkreter Fall ein anderer war. Wir sollten uns davor hüten, die eigene Erfahrung auf alle zu verallgemeinern.

    Es ist auch völlig in Ordnung, wenn du für die Salbenbehandlung Webung machst – aber nur dann, wenn es eine medizinische Notwendigkeit dafür gibt, und auf den konkreten Fall bezogen.

    Dein Beitrag war sicher gut gemeint, aber du stiftest damit Verwirrung.

    3 Mal editiert, zuletzt von Sokrates (5. April 2017 um 10:19)

  • Ich bin auch der Auffassung, dass dein konkreter Fall ein anderer war. Wir sollten uns davor hüten, die eigene Erfahrung auf alle zu verallgemeinern.

    Es ist auch völlig in Ordnung, wenn du für die Salbenbehandlung Webung machst – aber nur dann, wenn es eine medizinische Notwendigkeit dafür gibt, und auf den konkreten Fall bezogen.

    Dein Beitrag war sicher gut gemeint, aber du stiftest damit Verwirrung.

    Ich bin nicht glücklich mit solchen absoluten Aussagen.
    karli hat seine Erfahrung nicht verallgemeinert, sondern aufgrund seiner eigenen Erfahrung eine Empfehlung gegeben. Dies ist durchaus legitim und ich kann nicht sehen, dass er damit Verwirrung gestiftet hätte.
    Vielleicht sollten wir bedenken, dass es sich gerade in unserem Bereich um keine fest definierte Wissenschaft handelt, bei der man nur mit schwarz und weiß, 0 und 1 antworten kann.

    Ich habe ebenfalls unbekannts Eintrag so verstanden, dass es ihm wirklich wichtig ist, seine Phimose zu behandeln. Was ist demnach an einem Ratschlag, wie er das ohne OP hinbekommt schlechter als an einem, dass er es doch besser lassen solle?

    Auch ich bin der Meinung, dass eine gute Hygiene bei verengter Vorhaut schwierig ist, mir persönlich wäre auch gelegen, dort regelmäßig wirklich sauber machen zu können. Ob nun mit Seife oder milder Waschlotion oder 2 mal täglich mit Wasser sei nun dahingestellt.
    Unbekannt hat nun zwei Möglichkeiten: Er kann alles so lassen, wie es ist oder es mit Salbe und Dehnen versuchen. Beides ist legitim, beides ist möglich, beides ist gut.

    In meinen Augen ist es unabdingbar, auf chirurgische, irreversible Eingriffe so lange zu verzichten, solange es eine unbedingte, medizinische Notwendigkeit gibt. Wir sprechen hier auch nicht von einem Kind, dessen Schamgrenzen verletzt werden, weil Erwachsene sich an seinem Genital zu schaffen machen und es ohne Not mit Medikamenten behandeln, anstatt den natürlichen Verlauf der Dinge abzuwarten. In diesem Falle wäre ich absolut Eurer Meinung, erstmal die Füße still zu halten.

    Ich sehe aber nicht, dass man einem Jugendlichen, der sich mit dem Problem befasst, von einer Salbenbehandlung abraten sollte.
    Er sieht ein Problem, er will es schonend beseitigen. So what?

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Ich habe wirklich nur versucht, meine eigenen Erfahrungen darzulegen. Sie sind keinesfalls als Dogma gedacht, es soll jeder selbst sehen, wie viel er von sich darin wiederfindet. Mir ist klar, daß jedermann anders ist, anders empfindet.

    Prinzipiell befinden wir uns doch (hoffentlich) auf der selben Seite, wir möchten anderen Jungs / Männern dabei helfen, möglichst ein intaktes Genital zu behalten oder etwas Trost spenden, wenn das Kind schon in den Brunnen gefallen ist.

    insofern: Peace :)

  • Ich kann es allerdings nachvollziehen, daß der "Serviceaufwand" für ein männliches Glied gern übertrieben dargestellt wird, deswegen hier eine kleine Umfrage in die Runde:

    • Wie haltet Ihr das mit dem Waschen ? Wie oft und mit oder ohne Waschmittel ? Das würde mich mal sehr interessieren - auch wenn das eine sehr intime Frage ist. Hier sind tatsächlich alle gefragt, die Männer mit enger Vorhaut, die Männer mit zurückziehbarer Vorhaut, die Beschnittenen und die Restorer.


    Mindestens einmal am Tag und i.d.R. nehme ich sogar etwas Duschgel dazu. Mit anderen Worten gleicht der "Serviceaufwand" dem Waschen hinter den Ohren, den Achseln oder was auch immer. Und da gibt es tatsächlich "weltfremde Gläubige" oder einige stupide Frauenrechter (Alice Schwarzer, etc.), denen gar nicht bewusst ist, was für einen Unsinn sie hier in Bezug auf die Hygiene vom Stapel lassen.

    Nachtrag: Wie Nickname erkennen lässt: no cut

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • @Weguer hat meine Meinung in seinem letzten Beitrag schon ziemlich gut ausgedrückt: Ich will eine Veränderung, solange sie Vorhauterhaltend ist. Auch wenn es 2 Jahre dauert, ich möchte mich dort einfach wie jeder andere Mann ohne Phimose waschen können. Egal ob mit Duschgel, Lotion oder Wasser - das spielt momentan keine Rolle.

    Zur kleinen Umfrage:
    Ich versuche soviel Wasser wie möglich an die Eichel zu lassen, wie gut das im Verhältnis reinigt kann ich nicht beurteilen.

    :) :) :)

  • Zur kleinen Umfrage:

    Ich versuche soviel Wasser wie möglich an die Eichel zu lassen, wie gut das im Verhältnis reinigt kann ich nicht beurteilen.


    Auch wenn ich dies selbst falsch mache, sollt man eigentlich nur Wasser nehmen oder ph-neutrale Pflegemittel.

    Hier mal ein Link zu dem Thema:
    http://www.gesund.at/a/intimpflege-mann

    Wenn es Dich aber beruhigt, war ich "etwa" auch erst in Deinem Alter als ich mit der richtigen Intimpflege begonnen habe / beginnen konnte.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Ich glaub, was alles für Möglichkeiten bestehen, die sind hier angesprochen worden...von "damit leben" (heut würde ich auch sagen, lieber mit Phimose leben und Sex haben, als das was ich jetzt habe...wobei ich als junger Mann ein absolutes Problem damit vor Frauen hatte, da ich ja nicht "normal" funktionierte...), oder dehnen (bin überzeugt das dies IMMER funktioniert, auch bei Narben, sofern keine andere Probleme wie Entzündungen oder Krankheiten vorliegen) bis hin zu den ganzen operativen Möglichkeiten, allen voran Erweiterungsplastiken OHNE was zu entfernen...

    Phimose muss nicht sein...Beschneidung aber schon gar nicht. Hoffentlich findest du das passende, vor allem einen Arzt, der dich ernst nimmt und dir hilft. Berichte bitte weiter ;)

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • ...wobei ich als junger Mann ein absolutes Problem damit vor Frauen hatte, da ich ja nicht "normal" funktionierte...

    Man(n) wundert sich, wie viele Frauen heutzutage keine Ahnung haben, was beim Mann die "normale Funktion" ist.
    Penis muss hart und gerade sein für'n Sex, da enden bei nicht wenigen schon die Kenntnisse. Wie das Teil beim Jungen und im Gegensatz dazu beim Mann zu funktionieren hat, was wann wie gehen muss oder eben nicht muss, ob die Vorhaut bei der Erektion automatisch nach hinten gehen "muss", oder ob sie genauso gut drüber bleiben darf etc. etc. - da steigen ganz viele Frauen wissensmäßig schon aus.

    Und das in unserer ach so aufgeklärten Gesellschaft.

    Ich sag' ja, in Zeiten wo schon die Hände überm Kopf zusammen geschlagen werden, wenn zwei Kindergartenkinder sich im Plantschbecken nackig sehen (würden), und im Falle eines händischen gegenseitigen "Erkunden" derselben einander schon von Übergriffigkeit gesprochen wird 8o 8o , ist das doch auch kein Wunder. :thumbdown: :thumbdown:

    Mittlerweile verlangen die Jungs doch schon im Grundschulalter für den Schwimmunterricht bei ihren Eltern nach einer "Schlabber"-Badeshort, damit ja kein anderer - und erst recht die Mädchen nicht - sieht, dass "da unten" noch "etwas" ist... :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown: :thumbdown:

    Das nur beiläufig.


    (zurück zum Thema)

  • Mein bisheriger Urologe hat mir versichert, dass die Vorhaut vernarbt sei und man deswegen schneiden müsse. Ich habe mich ein bisschen gewundert, es sieht nicht nach Narben aus, aber er ist ja der Experte. Nun ja, aus dem heutigen Arztbesuch ist hervorgegangen, dass dort überhaupt keine Narben sind..
    Genauere Details sind eigentlich unwichtig, mein "neuer Arzt" für die Phimose hat mir eine Salbe gegeben, die ich jetzt drei Wochen lang auftragen soll. Diese soll die Haut "einweichen". Einen Folgetermin habe ich auch schon bekommen. Dann schauen wir, ob wir mit dem Dehnen beginnen können, oder noch ein bis vier Wochen warten müssen. Das wird wahrscheinlich der Fall sein, aber es wird denke ich mal trotzdem alles klappen.

    Ich bin zuversichtlich, der Doktor hat sich Zeit genommen und ist nett. Danke vielmals @Weguer für die Empfehlung. Danke auch nochmal an alle anderen, mit denen ich bisher das Vergnügen hatte hier zu schreiben, ihr seid wirklich eine große Hilfe für mich. Ich halt' euch auf dem Laufenden.

    :) :) :)

  • Super, ich freue mich sehr für Dich und dass ich Dir - wahrscheinlich - helfen konnte. Halt uns bitte weiterhin auf dem Laufenden, ja?

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Wenn ich euch auf dem Laufenden halten soll, kann ich die Salben-Therapie doch einfach erläutern dachte ich mir. Die Salbe ist Ovestin Vaginalcreme (übrigens verschreibungspflichtig). Dementsprechend für etwas völlig anderes gedacht, aber trotzdem wirksamer als Alles andere - so zumindest der Doktor.

    Die Tube ist nicht alt, sie ist hinten nur zusammengetackert, weil man viel Kraft aufwenden muss, um da etwas rauszubekommen - damit sie eben nicht platzt. Der Verschluss vorne ist dünn genug, um ihn zwischen innere Vorhaut und Eichel zu bewegen. Wenn man dann die Vorhaut dann dem Anschluss entlang hochwickelt, muss man die Salbe aus der Tube bekommen. Das ist gar nicht so leicht mit einer Hand. Dann zieht man die Vorhaut so weit es ohne Aufwand geht zurück und verteilt die Salbe, die zu viel ist, über die äußere Vorhaut. Die muss schließlich auch noch weicher werden, sonst bringt das Ganze ja nichts.

    Das Prozedere macht man dann jeden Abend, damit man beim Wasserlassen nicht alles wieder wegspült.

    Es kann sehr gut sein, dass es sich jetzt um den Placebo-Effekt handelt, aber ich habe das Gefühl, es hat sich bei der Öffnung schon minimal etwas getan. Ich warte einfach mal ab, Geduld und Zeit hab' ich genug.

    Grüße

    :) :) :)

  • Drei Wochen nach dem Letzten war heute mein zweiter Arztermin. Ich war ja schon zwei Tage vorher gespannt, wusste ja nicht was auf mich zukommt. Zuerst musste man das Ganze ja untersuchen. Nach ein bis zwei Griffen da unten analysierte der Doktor: Das Loch in der Vorhaut (Fachbegriff?) hat sich tatsächlich, nur durch eine Vaginalcreme, um das dreifache vergrößert!
    Waren ja erstmal gute Neuigkeiten, aber der Hauptteil der heutigen Untersuchung sollte noch spannender werden. Und spannender ist wortwörtlich gemeint, denn der Arzt hat die Vorhaut gedehnt.
    Das Procedere ist jetzt schwer zu beschreiben, aber wer etwas in die Richtung schonmal gemacht hat, weiß, von welchen unangenehmen und verwirrenden Gefühlen ich hier gar nicht erst sprechen möchte. Vergleichbar ist es mit der Zunge: Stellt euch einfach mal vor, nach über 5 Jahren ohne Zunge bekommt ihr einfach eine und spürt völlig neue Nervenbahnen - so ungefähr war das, nur in unangenehm.

    Meine "Hausaufgabe" ist ab jetzt über die nächsten drei Wochen nicht nur die Salbe, sondern auch das essenziell wichtige Dehnen der Vorhaut, sodass ein Drittel der Eichel sichtbar wird - verdammt viel bei meinem Alter nach drei Wochen Salbentherapie. Ich glaube mein Arzt war etwas überrascht, bei den "Fortschritten", die meine Haut gemacht hat, wenn nicht sogar mehr als ich.

    Übrigens: Ich hatte in meinem Beitrag vom 10. April über die Narben geschrieben, und auch da gibt es was Neues. Nämlich sind ca. 50% des Vorhautrandes vernarbt, höchstwahrscheinlich durch Entzündungen, die dort mal entstanden sind. Aber so wie es aussieht, stellen diese Narben kein besonders Großes Problem dar, weil der Rest der Haut dehnbar genug ist.

    Das wars dann soweit mit den Neuigkeiten. Ich bin zuversichtlich, dass ich meine Vorhaut wohl behalten darf. :)

    :) :) :)

  • Ich bin, um ehrlich zu sein, überrascht, dass dir dein Arzt Ovestin-Salbe verschrieben hat.

    Ovestin enthält als Wirkstoff Östriol - ein Östrogen.

    Die Behandlung mittels Dehnung und Salben-Anwendung ist sehr gut erforscht. Es gibt über 30 Studien aus einer Vielzahl von Ländern, die die Wirksamkeit dieser Behandlung bestätigen. Allerdings mit Clucocorticoiden als Wirkstoff.

    Es gibt auch einige Studien über die Phimose-Behandlung mittels Östrogen-haltiger Salben – eine davon aus Deutschland aus den frühen 1990ern. Ich habe in einer kurzen Pubmed-Suche drei Studien gefunden.

    1. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/841334
    2. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/15188613
    3. https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/10701883

    Östrogene gehören wie die Glucocorticoide zu den Corticosteroiden. Sie sollten - mit Bezug auf die Haut - also ähnlich wirken wie die Clucocorticoide.

    Ich will dich nicht verunsichern. Wenn die Behandlung bei dir bisher bereits zu großem Erfolg geführt hat, solltest Du sie auf alle Fälle weiterführen. Auch die wenigen Studien zur Östrogen-Therapie fanden eine ähnlich hohe Erfolgsquote bei den Östrogen-haltigen Salben wie bei den Clucocorticoid-haltigen Salben.

    Dennoch muss man festhalten, dass dieser Wirkstoff ist deutlich weniger erforscht als die Clucocorticoide.

    4 Mal editiert, zuletzt von Sokrates (9. Mai 2017 um 20:32)

  • Wenn ich es richtig im Kopf habe, wird Östriol kaum transdermal aufgenommen.
    Cortison (Predi etc.) schon.
    Vielleicht war das ausschlaggebend? Vllt auch Immunwirkung?

  • Hallo,

    es ist gut zu hören, daß Du schon erste Erfolge zu verzeichnen hast. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Geduld. Versuch´ es nicht zu übertreiben, es braucht eben alles seine Zeit :)
    Wäre cool, weiterhin zu hören, ob und wie es vorangeht. Vielleicht hilft dieser Erfahrungsbericht ja noch dem ein- oder anderen.

    Viel Erfolg

  • Guten Abend!
    Die letzten 6 Wochen habe ich die vom Arzt verschriebene Salbe benutzt, seit 3 Wochen habe ich meine Vorhaut außerdem jeden Tag gedehnt, was 5-10 Minuten in Anspruch genommen hat.

    Ich war heute (bzw. gestern, 30.05.) mal wieder beim Arzt. Auch wenn wir uns um eine Stunde verspätet haben, bin nach einer weiteren Stunde Wartezeit zwischen zwei Termine geschoben worden. Nach der Begrüßung ging die Hose also wieder runter und die Fortschritte wurden analysiert. Die Ergebnisse waren wieder überraschend: letztes Mal war eine 3-fache Vergrößerung feststellbar, heute konnte eine doppelte Vergrößerung der Vorhautöffnung (den Fachbegriff werde ich wohl nie finden, falls es einen geben sollte) verzeichnet werden. Das ist hochgerechnet die 6-fache Öffnung der Vorhaut in 6 Wochen mit wirklich wenig Aufwand und so gut wie keinen Beschwerden - und ich wollte mich vor zwei Monaten ernsthaft beschneiden lassen.

    Nun, die Vorhaut ist jetzt im Grunde soweit, dass die Phimose grundsätzlich entfernt ist. Aber ein kleines Hindernis gibt es noch, sonst würde das Ganze ja zu einfach sein. Ich meine damit eine durch die jahrelange Nicht-Bewegung der unteren inneren Vorhaut entstandene Vorhautverklebung. Die habe ich übrigens, als ich der einzige war, der von der Phimose wusste, schon gaaanz am Anfang meiner Reise, also November letzten Jahres, vermutet - wahrscheinlich aber wirklich nur aus Zufall.

    Warum ist die Verklebung ein Problem für die weitere Behandlung? Der vernarbte Teil der Vorhaut kann nicht mit Verklebung behandelt werden. Die Verklebung ist jedoch nicht mit noch bestehender Phimose behandelbar - eigentlich ein Teufelskreis.

    Die Betonung liegt auf eigentlich, denn die Verklebung der Vorhaut kann einfach entfernt werden, indem man seinen Finger "dazwischen drückt". Man kann sich das ein bisschen wie Klebeband vorstellen, was sich wieder an der Rolle festgeklebt hat. Also los gehts dachte ich, aber nach kurzer Zeit kommt das, was Kenner sicherlich erwartet haben: Schmerzen. Und nicht aushaltbare Schmerzen, die man beim normalen Dehnen hat, sondern Schmerzen, die die Augen feucht werden lassen und den ganzen Körper zum zittern bringen. Das habe sowohl ich, als auch mein Arzt gemerkt, deswegen haben wir aufgehört. Er wusste natürlich von Anfang an, dass es wehtun würde.

    Aber das Problem wäre kein Problem, wenn es keine passende Lösung dazu gäbe. Und hier muss ich jetzt gerade grinsen: Die Lösung heißt Lachgas. Mein Penis wird natürlich nicht in eine Gashülle gesteckt, sondern ich werde beim nächsten Termin eine Betäubung durch Lachgas bekommen. Während diese aktiv ist, werde ich, beziehungsweise meine Vorhaut, dann von der Vorhautverklebung befreit. Die "Operation" mit einer Länge von ungefähr 15 Minuten geschieht aber erst in etwa drei Wochen, beim nächsten Arztbesucht.

    Meine Aufgabe bis dahin ist weiterhin das Benutzen der Salbe und das weiter Dehnen, welches zur Sicherheit einfach noch fortgeführt werden soll. Außerdem ist ein Teil der Verklebung ja schon unter Schmerz entfernt worden, welcher wieder elastische Haut bietet, die natürlich gedehnt werden kann. Die Dehnung dieser Haut mach den Eingriff unter Gas dann einfacher für den Doktor. Umso weiter gedehnt, desto einfacher und schneller.

    Das wars erstmal von mir, ich denke, ich habe alles Wichtige geschrieben. Fragen und so weiter könnt ihr wieder im Thread posten. Falls sich einige Vorhaut-"Spezialisten" fragen, warum ich Vergleiche wie Vorhaut und Klebeband nutze: Es geht mir darum, dass jeder Außenstehende versteht, was ich meine. Obwohl man sich eigentlich ja jederzeit bei mir melden kann, aber man weiß ja nie.

    Nochmals ein tausendfaches Danke an alle und speziell nochmal @Weguer , was die Vorhaut bin ich optimistischer und motivierer denn je - durch den meiner Meinung nach besten (Kinder-)Arzt in meinem Umfeld.

    Grüße

    :) :) :)

  • Sehr, sehr gerne. Freut mich sehr, dass ich Dir helfen konnte und dass es Dir schon so viel besser geht.
    Ich wundere mich nur etwas über die Aussage, die Verklebung hätte sich durch die jahrelange Verengung quasi gebildet. Denn soweit ich informiert bin, bildet sich eine Präputialverklebung nicht im Laufe der Zeit, sondern besteht von Anfang an und sollte sich nach und nach durch Reifungsprozesse lösen...
    Aber egal. Hauptsache, Dir gehts gut :)

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Ich verstehe, was du meinst. Es war spät und meine Gedanken waren nicht mehr zu 100% klar, deswegen habe ich mich etwas falsch verständlich ausgedrückt.

    Eine Verklebung besteht in der Tat von Geburt an. Diese, und das ist der springende Punkt, wird aber mit der Bewegung der Vorhaut entfernt, also wenn die Verengung der Vorhaut mit fünf bis sieben Jahren verschwindet. Das heißt, dass man ohne Bewegung auch keine Verklebung weg bekommt. Und das war bei mir der Fall. Ist das nachvollziehbar, wie ich das erklärt habe? :D

    :) :) :)

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