Guten Abend!
Die letzten 6 Wochen habe ich die vom Arzt verschriebene Salbe benutzt, seit 3 Wochen habe ich meine Vorhaut außerdem jeden Tag gedehnt, was 5-10 Minuten in Anspruch genommen hat.
Ich war heute (bzw. gestern, 30.05.) mal wieder beim Arzt. Auch wenn wir uns um eine Stunde verspätet haben, bin nach einer weiteren Stunde Wartezeit zwischen zwei Termine geschoben worden. Nach der Begrüßung ging die Hose also wieder runter und die Fortschritte wurden analysiert. Die Ergebnisse waren wieder überraschend: letztes Mal war eine 3-fache Vergrößerung feststellbar, heute konnte eine doppelte Vergrößerung der Vorhautöffnung (den Fachbegriff werde ich wohl nie finden, falls es einen geben sollte) verzeichnet werden. Das ist hochgerechnet die 6-fache Öffnung der Vorhaut in 6 Wochen mit wirklich wenig Aufwand und so gut wie keinen Beschwerden - und ich wollte mich vor zwei Monaten ernsthaft beschneiden lassen.
Nun, die Vorhaut ist jetzt im Grunde soweit, dass die Phimose grundsätzlich entfernt ist. Aber ein kleines Hindernis gibt es noch, sonst würde das Ganze ja zu einfach sein. Ich meine damit eine durch die jahrelange Nicht-Bewegung der unteren inneren Vorhaut entstandene Vorhautverklebung. Die habe ich übrigens, als ich der einzige war, der von der Phimose wusste, schon gaaanz am Anfang meiner Reise, also November letzten Jahres, vermutet - wahrscheinlich aber wirklich nur aus Zufall.
Warum ist die Verklebung ein Problem für die weitere Behandlung? Der vernarbte Teil der Vorhaut kann nicht mit Verklebung behandelt werden. Die Verklebung ist jedoch nicht mit noch bestehender Phimose behandelbar - eigentlich ein Teufelskreis.
Die Betonung liegt auf eigentlich, denn die Verklebung der Vorhaut kann einfach entfernt werden, indem man seinen Finger "dazwischen drückt". Man kann sich das ein bisschen wie Klebeband vorstellen, was sich wieder an der Rolle festgeklebt hat. Also los gehts dachte ich, aber nach kurzer Zeit kommt das, was Kenner sicherlich erwartet haben: Schmerzen. Und nicht aushaltbare Schmerzen, die man beim normalen Dehnen hat, sondern Schmerzen, die die Augen feucht werden lassen und den ganzen Körper zum zittern bringen. Das habe sowohl ich, als auch mein Arzt gemerkt, deswegen haben wir aufgehört. Er wusste natürlich von Anfang an, dass es wehtun würde.
Aber das Problem wäre kein Problem, wenn es keine passende Lösung dazu gäbe. Und hier muss ich jetzt gerade grinsen: Die Lösung heißt Lachgas. Mein Penis wird natürlich nicht in eine Gashülle gesteckt, sondern ich werde beim nächsten Termin eine Betäubung durch Lachgas bekommen. Während diese aktiv ist, werde ich, beziehungsweise meine Vorhaut, dann von der Vorhautverklebung befreit. Die "Operation" mit einer Länge von ungefähr 15 Minuten geschieht aber erst in etwa drei Wochen, beim nächsten Arztbesucht.
Meine Aufgabe bis dahin ist weiterhin das Benutzen der Salbe und das weiter Dehnen, welches zur Sicherheit einfach noch fortgeführt werden soll. Außerdem ist ein Teil der Verklebung ja schon unter Schmerz entfernt worden, welcher wieder elastische Haut bietet, die natürlich gedehnt werden kann. Die Dehnung dieser Haut mach den Eingriff unter Gas dann einfacher für den Doktor. Umso weiter gedehnt, desto einfacher und schneller.
Das wars erstmal von mir, ich denke, ich habe alles Wichtige geschrieben. Fragen und so weiter könnt ihr wieder im Thread posten. Falls sich einige Vorhaut-"Spezialisten" fragen, warum ich Vergleiche wie Vorhaut und Klebeband nutze: Es geht mir darum, dass jeder Außenstehende versteht, was ich meine. Obwohl man sich eigentlich ja jederzeit bei mir melden kann, aber man weiß ja nie.
Nochmals ein tausendfaches Danke an alle und speziell nochmal @Weguer , was die Vorhaut bin ich optimistischer und motivierer denn je - durch den meiner Meinung nach besten (Kinder-)Arzt in meinem Umfeld.
Grüße