Wie habt ihr es angenommen

  • Subjektive Erfahrungen...kann...darf man die vergleichen?

    Darum geht es ja, wir reden häufig von "der Beschneidung", die aber je nach Stil völlig unterschiedliche Auswirkungen haben kann.
    Die Daten dazu sind meistens viel zu pauschalisiert, von denen die keinerlei Beeinträchtigungen verspüren weiß man meistens nie
    wie radikal sie beschnitten worden sind und wann, im Gegensatz zu den Personen die über schwerwiegende Probleme berichten und in der Regel
    sehr radikal beschnitten worden sind. In den meisten Diskussionen darüber werden aber beide Fälle so behandelt als würden sich beide in der gleichen
    Situation befinden, was nun mal nicht stimmt.
    Und das verwässert den Konsens.

  • @zuka Konsens...was wäre für dich einer, ein "unverwässerter"?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Differenzierung, gerade wenn es um die möglichen Folgen einer Beschneidung geht.
    Nicht nur liegen zwischen Intakt und beschnitten große Unterschiede, sondern schon zwischen Teil- und radikal beschnitten.
    Und das wird zumindest in der öffentlichen Diskussion nie gemacht.
    Ich für meinen Teil würde sogar so weit gehen die low and tight Variante gänzlich zu verbieten, den sie stellt nichts weiter als
    eine Verstümmelung da, was nicht heißen soll das die weniger radikale Varianten nicht ähnlich schlimme Konsequenzen mit sich ziehen können.

  • Hallo zusammen,

    ich hab mich hier schon länger nicht mehr gemeldet, ich guck zwar regelmäßig rein aber ich hab probiert das ganze so gut es geht anzunehmen und zu verarbeiten und ich muss sagen die letzten Monate ging es mir psychisch relativ gut und ich hab die Zeit und den Alltag mit den Kindern einfach genossen! Klar war das Thema immer mal in meinen Gedanken... eigentlich täglich...aber ich hatte das Gefühl ich bin an einem guten Punkt!

    Jetzt gab es leider die letzten 2 Wochen 3 Vorfälle in Folge die mich sehr getriggert haben... ich bin zwar sehr stolz auf mich wie gut ich in den Situatinoen reagiert habe (nicht weinen müssen etc.) aber beschäftigen tut es mich natürlich trotdzem, es ist schließlich mein Kind und es tut mir trotzdem wahnsinnig weh und leid für ihn!!

    Die ersten zwei Situationen waren in der Schule... bis jetzt hatten wir ja nie das Problem das er deswegen aufgezogen wird oder sich geschämt hat... aber jetzt so mit 9 fangen die Jungs halt wohl langsam an zu vergleichen und er war im Stehklo mit seinem Freund und der hat wohl geschaut und meinte dann so in die Richtung das sein Penis eklig aussieht! und die Woche davor hatte schon ein Klassenkamerad am Pausenhof rumgerufen: L*** ist beschnitten!
    Er kam heim und hat es mir beidemale sofort erzählt, er hat nich total traurig gewirkt , eher verunsichert .... mein Mann und ich haben viel mit ihm gerdet, ihn probiert so gut es geht zu bestärken! Aber er fühlt sich glaub ich einfach Anders gerade, er betont das auch immr so: ich bin der Einzige, wenn wir ihm sagen das es noch mehr Jungs und Männer gibt und das es nicht Anders oder komisch ist beschnitten zu sein! Es scheint ihn jetzt nicht weiter nachhaltig zu belasten, er ist gut drauf etc. ... aber ich kann natürlich nicht in seinen Kopf gucken!

    Das Andere Thema war gestern... wir waren bei der Oma Schwimmen und aufeinmal so nach 30 Minuten kam er raus und meinte sein Penis tut weh bzw. es sticht alle Paar Minuten rein... ich konnte mir da nichts vorstellen und hab gefragt ob ich mal nachgucken soll ob was entzündet etc. ist .... er hat dann gesagt: ja bitte... aber ich konnte nichts sehen... er hat dann auf die Unterseite gezeigt wo die Frenelum Region ist.... meine eizige Vermutung ist das des Netz in der Badehose da was gereizt oder irritiert hat.. habt ihr ne idee??? Ne Stunde später war es dann weg... ich hab das Netzt jetzt mal rausgeschnitten!

    DAs sind echt wieder solche Momente wo das Thema einfach hoch kommt und ich wieder kleine Durchhänger habe... aber zum Glück keine Depressiven Episoden mehr, ich bin da echt auf einem guten Weg.... was es aber führ ihn natürlich nciht weniger schlimm macht und es mir von Herzen leid tut!

  • Aber er fühlt sich glaub ich einfach Anders gerade, er betont das auch immr so: ich bin der Einzige, wenn wir ihm sagen das es noch mehr Jungs und Männer gibt und das es nicht Anders oder komisch ist beschnitten zu sein! Es scheint ihn jetzt nicht weiter nachhaltig zu belasten, er ist gut drauf etc. ... aber ich kann natürlich nicht in seinen Kopf gucken!

    Es ist aber anders und komisch. Zum einen ist es gut, dass es anders ist, weil das heißt wir leben nicht in einer mehrheitlich beschnittenen Gesellschaft. Komisch fand ich es auch schon immer und es fehlt einfach was. Ich hatte damals als Kind auch solche Momente und auch als Erwachsener fühle ich mich nicht gut damit.

  • Es ist aber anders und komisch. Zum einen ist es gut, dass es anders ist, weil das heißt wir leben nicht in einer mehrheitlich beschnittenen Gesellschaft. Komisch fand ich es auch schon immer und es fehlt einfach was. Ich hatte damals als Kind auch solche Momente und auch als Erwachsener fühle ich mich nicht gut damit.

    Mir ist auch klar bzw. empfinde ich es auch nicht als Normal.. aber es ist schon so das ich viele kenne die beschnitten sind und was bringt es mir dem 9jährigen Jungen jetzt zu sagen: ja dub ist der einzige und bist anders und das ist scheiße.... ich glaub nicht das dies psychologisch der richtige Weg ist! Auch wenn ich anders empfinden und ihm gerne sagen würde: ja ich finde das auch absolut scheiße das uns die ärzte dazu geraten haben und wir zugestimtm haben und ich finde auch es sieht komisch und unnatürlich aus!
    Aber irgendwie müssen wir ihn ja trotzdem bestärken und selbstbewusst machen ... für mich gibt es keine andere Option!
    Ich geb ihm trotzdem immer das Gefüh ldas seine Gefühle Raum haben und von uns gehört werden!

    Es ist als Eltern wirklcih eine schwierige und schmale Gradwanderung zwischen: auf ihn eingehen und ernst nehmen aber anderseits nicht das gefühl von : mit mir ist was falsch, noch anzuschüren!

    Was hättest du dir als Betroffener gewünscht das deine Eltern zb. zu dir gesagt hätten? Kannst du dir im Nachgang vorstellen was dir geholfen hätte?

  • Ich habe damals mich damals mit Händen und Füßen dagegen gewehrt meinen Sohn ans Messer zu liefern, insofern kann ich Deine @LiLi1316 Seelenqual schon nachvollziehen.

    Was ich aber für sehr viel entscheidender halte:
    Deine Verzweiflung darf nicht das Problem Deines Sohnes werden.
    Er ist garantiert nicht der einzige Junge an seiner Schule, der geschnitten wurde (und unter Garantie wird es auch unter seinen Lehrern welche geben). Es ist im Moment etwas Besonderes, in ein paar Wochen spielt das keine Rolle mehr.
    Mir wäre wichtig, daß mein Sohn ein so unkompliziertes Verhältnis wie möglich zu seinem Körper entwickelt. Ja, er hat keine Vorhaut mehr - aber kein Mensch kann im Moment beurteilen, wie es ihm in 10, 15 oder 50 Jahren damit geht. Vielleicht hat er Glück und die Auswirkungen sind nicht so extrem, wie man es hier manchmal zu lesen bekommt.
    Mach Deine Ängste nicht zu seinen Ängsten.

    Sorge dafür, daß er mit Dir (und seinem Vater oder anderen männlichen Bezugsperson) reden kann. Über alles (was mit der Mutter immer etwas schwierig sein kann).

    Ich habe keine Ahnung ob man einen gesunden, halbweg intelligenten Teenager darauf stoßen muss, daß in der Küche Olivenöl steht und es Gleitgel in der Drogerie gibt - wenn das Thema Mädchen mal akut wird stellen sich die Fragen nach Kondomen, Gleitmitteln, etc. ohnehin nochmal in einem etwas größeren - eher besprechbaren - Kontext.

    Mir ist der Schnitt zwar erspart geblieben, aber ich war auch immer "anders" (heute weiß ich warum, aber das würde hier den Rahmen sprengen). Dein Sohn hat das Glück, daß sein "anders sein" ein ziemlich diskretes ist, wobei ich keinen Grund sehe, wofür er sich schämen müsste. An der Größe, der Form, seines Penis, seiner Nase, seiner Finger wird er z.B. auch nichts ändern können, ebensowenig wie es seine Klassenkameraden können. Wer ihm jetzt versucht einzureden, daß ein zirkumzidierter Penis "eklig" sei, der hat noch ganz andere Probleme (fehlenden Respekt, keine Manieren und mich würde nicht wundern, wenn da so einiges an Unsicherheit mitspielt) aber das sind die Probleme den anderen und nicht die deines Sohnes.

    Ich weiß, daß negative Kommentare von anderen über den eigenen Körper Sch****-schwer zu ertragen sind. Ich bin selbst nur knappe 1.70, zu schwer und hab' noch ein paar Dinge an mir, die immer wieder das Potential haben, mich runterzuziehen. Aber ich glaube zumindest habe ich meinen Kindern beibringen können, niemanden wegen eines unveränderlichen körperlichen Merkmals zu bewerten oder gar zu beleidigen. Und ich habe selbst Jahrzehnte gebraucht um mich weitgehend so anzunehmen, wie ich nunmal bin.

    Von daher wäre mein Rat: vergiss nichts, aber vergiss Deinen Fokus auf diese eine Entscheidung und sorge stattdessen dafür, daß für deinen Sohn sein "anders" zu seinem "normal" werden kann.

    Wenn er später tatsächlich praktische Hilfe brauchen sollte, werden sich dann immer noch neue Türen finden.

    Gruß
    Hickhack

  • Ich habe damals mich damals mit Händen und Füßen dagegen gewehrt meinen Sohn ans Messer zu liefern, insofern kann ich Deine @LiLi1316 Seelenqual schon nachvollziehen.

    Was ich aber für sehr viel entscheidender halte:
    Deine Verzweiflung darf nicht das Problem Deines Sohnes werden.
    Er ist garantiert nicht der einzige Junge an seiner Schule, der geschnitten wurde (und unter Garantie wird es auch unter seinen Lehrern welche geben). Es ist im Moment etwas Besonderes, in ein paar Wochen spielt das keine Rolle mehr.
    Mir wäre wichtig, daß mein Sohn ein so unkompliziertes Verhältnis wie möglich zu seinem Körper entwickelt. Ja, er hat keine Vorhaut mehr - aber kein Mensch kann im Moment beurteilen, wie es ihm in 10, 15 oder 50 Jahren damit geht. Vielleicht hat er Glück und die Auswirkungen sind nicht so extrem, wie man es hier manchmal zu lesen bekommt.
    Mach Deine Ängste nicht zu seinen Ängsten.

    Das ist ja auch das was uns wichtig ist und was wir und vorallem mein Mann im immerwieder probiert zu vermitteln.. jeder ist anders...und das sowas eben auch kein Markel ist sondern jeder hat irgendwas (mein Mann hat ihm dann auch erzählt das er am hoden operiert werden musste oder das er ja weiß das seine Schwester in ein paar Jahren wahrscheinlich eine Herz OP braucht) .... und kinder finden immer was woran sie einen anderen aufziehen können (brille, kleiner penis, dick, schlechte noten) ... und wir sagen ihm auch ganz klar das wir sowas in der Richtung wenn es von ihm kommen würde auch nicht gut fänden oder dulden würden! Aber bis jetzt ist uns da auch noch nie was negatives zu Ohren gekommen, wir erziehen unsere Kinder sehr tolerant, offen und empathisch!
    Ich denke auch das es eine normale Phase gerade von den Jungs ist das sie halt Mal gucken und vergleichen und irgendwie war es klar das dieses Thema da auch wieder aufkommen wird, das wichtige ist wie wir jetzt damit so umgehen das er es gut annehmen kann und schafft selbstbewusst zu sein und seinen Körper zu akzeptieren!

    Und mir ist klar und bewusst das ich meine eigenen Ängste, Gedanken und Vorwürfe zu dem Thema nicht auf ihn übertrage! Ich halte das komplett von ihm fern.... als es mir letztes Jahr nicht gut ging , war das jetzt nichts Neues für ihn, ich hab immer wieder mit Depressiven Verstimmungen zu kämpfen und auch hier sind wir sehr offen mit unseren Kindern und versuchen ihnen Kindgerecht zu erklären warum Mamas/Papas auch nru MEnschen mit Grenzen sind und das Leben eben manchmal einfach zuviel wird und auch Mamas schwache und schlechte Zeiten haben. ER weiß bis heute nicht das meine letzte Depressive Phase mit durch Zweifel und Ängste zwecks der Beschneidung verursacht wurden! Alles was wir bis jetzt zu dem Thema besprochen haben wurde von ihm angestossen weil er konkret nachgefragt hat!


    Dein Sohn hat das Glück, daß sein "anders sein" ein ziemlich diskretes ist, wobei ich keinen Grund sehe, wofür er sich schämen müsste. An der Größe, der Form, seines Penis, seiner Nase, seiner Finger wird er z.B. auch nichts ändern können, ebensowenig wie es seine Klassenkameraden können. Wer ihm jetzt versucht einzureden, daß ein zirkumzidierter Penis "eklig" sei, der hat noch ganz andere Probleme (fehlenden Respekt, keine Manieren und mich würde nicht wundern, wenn da so einiges an Unsicherheit mitspielt) aber das sind die Probleme den anderen und nicht die deines Sohnes.

    Ich weiß, daß negative Kommentare von anderen über den eigenen Körper Sch****-schwer zu ertragen sind. Ich bin selbst nur knappe 1.70, zu schwer und hab' noch ein paar Dinge an mir, die immer wieder das Potential haben, mich runterzuziehen. Aber ich glaube zumindest habe ich meinen Kindern beibringen können, niemanden wegen eines unveränderlichen körperlichen Merkmals zu bewerten oder gar zu beleidigen. Und ich habe selbst Jahrzehnte gebraucht um mich weitgehend so anzunehmen, wie ich nunmal bin.

    Wie oben schon gesagt, ich denke jedem ist bewusst das solche situationen früher oder später auf jedes Kind zukommen, der eine eben wegen einem Beschnittenen Penis, der andere wegen einem kleinen Penis oder einen krummen Nase.... unsere Aufgabe als Eltern ist es eben die Kinder soweit zu unterstützen das sie trotzdem selbstbewusste werden! DAs ist nie einfach.....

    Der "Freund" um den es hier geht hat wirklich ein paar Auffäligkeiten in seinem Sozialverhalten, ist uns schon oft aufgefallen, gab schon Situationen wo sie zusammen Blödsinn angestellt haben und mein Sohn hat ihn in Schutz genommen und sein "Freund" hat ihn in die Pfanne gehauen ...aber auch hier muss er selbst lernen das er sich halt von solchen Leuten distanziert und andere Freunde suchen muss!

  • Sorry, bin zu blöd zum Zitieren...

    Wie alt ist Dein Sohn jetzt?

    Was ich schade fände wäre, wenn er zu der Ideen kommen würde, sich wegen der fehlenden Vorhaut verstecken zu müssen. Muss er nicht. Er ist genauso so richtig und perfekt, wie er ist. E Basta.

    Ja, Jungs gucken, Jungs vergleichen (mehr oder weniger offensichtlich) und auch wenn sie irgendwann lernen sollten weder am Pissoir noch in Gemeinschaftsduschen anderen Männern in den Schritt zu starren (was man mMn auch nur durch Übung lernt, aber das ist ein anderes Thema), tun Männer das glaube ich insgeheim auch noch im Erwachsenenalter nur, daß es da wegen der hoffentlich erworbenen Selbstsicherheit im Prinzip keine Rolle mehr spielt.

    Ich denke Eure Methode jede seiner Fragen ernstzunehmen und so zu beantworten, daß er damit leben kann, ist die einzige, die langfristig funktionieren kann. Solange die Antwort nicht überdramatisiert ist.

    Bei meinem Sohn habe ich damals (als die Phimose noch akut war) vielleicht auch eher zu oft gesagt, daß er zu mir kommen soll, wenn er ein Problem hat, aber heute hat er auch keine Hemmungen was zu sagen, wenn was ist. (Aber der ist jetzt auch schon 17.)

    Und was den "Freund" angeht: Ich fürchte durch den Kurs "Wie umgeht man die Idioten im eigenen Umfeld" müssen wir alle in der ein oder anderen Form durch.

    Gruß
    Hickhack

  • Wie alt ist Dein Sohn jetzt?

    Er ist 9 Jahre alt...


    Was ich schade fände wäre, wenn er zu der Ideen kommen würde, sich wegen der fehlenden Vorhaut verstecken zu müssen. Muss er nicht. Er ist genauso so richtig und perfekt, wie er ist. E Basta.

    Bis vor ein paar Moanten war das auch überhaupt kein Thema, er hat sich überhaupt nicht dafür geschämt, hat sich ohne Probleme vor anderen ausgezogen oder ist mit den anderen in den Busch oder aufs Stehklo zum pinkeln.... ich merk das sich das eben langsam etwas verändert und es ihm doch auch unangenehmer wird (z.b. meinte er als er neulich nach dem Schwimmbad alleine in die Männer dusche musste,dass es ihm unangenehm war und er seine Badehose angelassen hat weil es ihm vor den anderen Männern peinlich war - Zitat: " Naja weil das bei mir halt anders aussieht!" ... ich weiß halt nicht wieviel normals Schamgefühl da mit rein spielt was ab dem Alter ja auch ganz normal ist... z.b. darf die kleine Schwester garnicht mehr mit ins Bad und wir shcon noch aber er möchte eigentlich alleine Duschen... wird natürlich von uns so absolut respektiert!
    Ich denke er müsste halt mal andere Männern sehen bei denen das auch so ist... in seiner Klasse scheint er wohl wikrlich der einzige zu sein (was er halt so erzählt was er auf Klo etc. zu sehen bekommen hat) und es bringt ihm irgendwie nicths wenn wir ihm erzählen das es auch viele Andere gibt und wir kennen den und den .... ich hab immer das Gefühl das genügt ihm nicht um wirklich zu realisieren das er damit nicht alleine ist!


    Ich denke Eure Methode jede seiner Fragen ernstzunehmen und so zu beantworten, daß er damit leben kann, ist die einzige, die langfristig funktionieren kann. Solange die Antwort nicht überdramatisiert ist.

    Ich denk mein Mann und ich haben da beide ein ganz gutes Gespür aus dem Bauchraus das Richtige zu sagen.... aber es ist trotzdem ein schmaler Grad .. und man unterbewusst trotzdem etwas Sorge etwas falsches zu sagen .... aber an sich habn wir auch ein super gutes Vertrauensverhältnis ... bis jetzt kam er immer wenn ihn was bedrückt hat und ich war auch die Erste der er nach der Schule von den Erlebnisen berichtet hat! Mir ist klar das sich das die nächsten Jahre auch ändern kann und er mit solchen Themen eher zum Papa geht... aber da hab ich Vertrauen in meinen Mann das er richtig auf die Situatioen und Fragen reagiert!

  • Da müsste vielleicht Dein Mann mit ihm nochmal öfter schwimmen gehen, aber rein grundsätzlich bin ich mir sehr sicher, daß ihm in einem öffentlichen Raum mit erwachsenen Männern noch am wenigsten passieren kann. Im Hinblick auf Kommentare zu seinem Penis. Daß ein Erwachsener sich darüber Gedanken macht, halte ich für sehr unwahrscheinlich und daß jemand sichtbar darauf regiert erst recht.

    Die haben alle selber einen und sorry to say: "schön" ist ein seeeeeeehr dehnbarer Begriff in diesem Zusammenhang.

    Eine Trillerpfeife würde ich ihm, wenn er alleine unterwegs ist, trotzdem mitgeben, auch wenn er nicht geschnitten worden wäre.

    Gruß
    Hickhack

  • Gestern ist mir noch eine andere Überlegung gekommen... in der 4. Klasse steht jetzt ja dann Sexualkunde an! Ich hab etwas bedenken, dass einer dieser besagten Kinder vielleicht vor versammelter Klasse inklusive Mädchen meinen Sohn als beschnitten outet.... meint ihr es macht Sinn vorab mal der Lehrerin zu schreiben um sie auf diese evtl. Situation vorzubereiten?? Oder ist das übertrieben und ich mach mir jetzt zu arg Gedanken???
    Ich hab halt Angst, sollte es dazu kommen ,dass die Lehrerin nicht angemessen reagiert.... so könnte ich mit ihr halt vorab sprechen und wir könnten uns drüber austauschen was ich als richtig empfinde was sie sagen könnte ....
    Ideen / Gedanken von euch hierzu???

  • Ich dachte der ganze Pausenhof weiß es eh schon?!

    Laut Aussge meines Sohnes waren da nur ein paar Kinder dabei gestanden ... und ich finde es ist nochmal was anders wenn die ganze Klasse inklusvie der Mädchen zusammen in einem Raum ist....

    Ich glaub manche Kinder haben oder werden auch garnicht checken was damit gemeint ist.... aber ich kann mir vorstellen wie unangenehm es für ihn wäre .. gerade auch wegen der Mädchen und der Lehrerin

  • Habt Ihr vorher noch einen Elternabend/Elternsprechtag?

    Amsonsten lass Dir doch vorher zeigen, was gemacht werden soll - vielleicht sind die Themen Phimose und Zirkumzision ohnehin Teil des Programms.

    Ich würde mir allerdings dringend verbitten meinen Sohn im Rahmen des Unterrichts als "Quasifachmann" befragen zu lassen ("X, du bist ja beschnitten, erzähl der Klasse doch mal, wie es war und wie Du dich jetzt damit fühlst..." :thumbdown: )

    Die Lehrerin vorzuwarnen ist vielleicht keine ganz schlechte Idee, aber da solltet ihr ganz klar formulieren, was ihr von ihr erwartet.

    Gruß
    Hickhack

  • Habt Ihr vorher noch einen Elternabend/Elternsprechtag?

    Amsonsten lass Dir doch vorher zeigen, was gemacht werden soll - vielleicht sind die Themen Phimose und Zirkumzision ohnehin Teil des Programms.

    Ich würde mir allerdings dringend verbitten meinen Sohn im Rahmen des Unterrichts als "Quasifachmann" befragen zu lassen ("X, du bist ja beschnitten, erzähl der Klasse doch mal, wie es war und wie Du dich jetzt damit fühlst..." :thumbdown: )

    Die Lehrerin vorzuwarnen ist vielleicht keine ganz schlechte Idee, aber da solltet ihr ganz klar formulieren, was ihr von ihr erwartet.


    so in der Art hab ich es mir eben gedacht ,dass ich frage ob das eh Thema ist und das in dem Zusammenhang eben vielleicht was von klassenkamerdaen kommen könnte und das für ihn unangenehm sein könnte und wir uns eigetnlich nur wünschen das sie ihn in der Situation etwas schützt.. .auf keinen Fall vorführt .. .und wenn das sie dann der Klasse eben nur kurz sagt: solche Informationen sollte der jenige nur selbst preisgeben und das man sowas nicht laut herumposaunt und eben kurz erklärt das es viele Männer gibt die beschnitten sind eben aus medizinischen (und evlt. religiösen gründen!?) ....

  • Also vor 30 Jahren war die Vorhaut/Phimose meine ich kein Thema in der Sexualkunde. So sehr wird da nicht ins Detail gegangen.

    Da wurde es eher im Religionsunterricht angesprochen als man den Islam und das Judentum durchgenommen hat.

    Also ich würde abwarten ob das ein einmaliger Vorfall in der Schule war. Wenn nicht kann man die Lehrer ansprechen.
    Gibt auch Lehrer die dann tatsächlich es dann vor der ganzen Klasse erzählen:
    So nach dem Motto der XY ist beschnitten und ihr dürft ihn nicht deshalb hänseln.

  • LiLi1316, was ist eigentlich aus dem Gutachten des medizinischen Dienstes bezüglich der Beschneidung deines Sohnes herausgekommen?

    ich hab letzten Monat mal nachgefragt und die dem mdk haben wohl noch unterlagen von einem Arzt gefehlt die jetzt erst seit April vorliegen...ist also noch in Bearbeitung

  • Hallo LiLi1316, ich habe gerade angefangenen, mich mit meiner eigenen Geschichte zu beschäftigen und lese mich auch deshalb durch dieses Forum.
    Ich habe gesehen dass du hier noch aktiv bist, deshalb antworte ich auf dieses sehr alte Thema.

    Ich schreibe hier am Thema deines Eingangsposts vorbei aber ich bin ein Betroffener aus gleicher Perspektive wie dein Sohn und ich möchte dir diese schreiben in der Hoffnung dir zu helfen.

    Genau wie vermutlich du haben meine Eltern keine medizinische Ausbildung genossen. Niemals käme ich auf die Idee, ihnen vorzuwerfen, den Rat eines ausgewiesenen Experten angenommen und nicht hinterfragt zu haben.

    Diese Vorwürfe, die du dir machst, könnten sich die Ärzte berechtigter Weise selbst machen - sowohl deiner als auch meiner.
    Aber nicht ich meinen Eltern. Nicht sie sich selbst. Und auch nicht du.

    Ich denke dein Sohn wird das ähnlich sehen.

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