Posts by Hickhack

    Achso, ja bei mir auch. Ich habe 5-6 Spritzen bekommen. Am Anfang 4 und während der OP hatte ich wieder was gespürt, da dann nochmal mindestens eine. Das ist gut zu hören.

    Ja, die Naht ist sehr nah bei der Eichel. Ich mach’s mal so mit den Kompressen.

    Nochmal vielen Dank, ich kann gar nicht genug danken. Dass du dir so Zeit nimmst ist wirklich super nett!!! Das hat mich schon ordentlich beruhigt!

    Ich frage nochmal falls was sein sollte

    <3

    Immer gerne.

    Wenn das Gedankenkarussell durchdreht oder noch was mit der Wunde ist, komm gerne auf mich zu.

    Einfach an der Vorhaut und insgesamt kurz unter der Eichel. Oder was meinst du?

    Ich hab’s jetzt immer an der Luft gehalten. Im liegen/sitzen mit dem Penis nach oben, das hat auch gut funktioniert. Manchmal ein oder zwei Kompressen drauf oder drunter zum fixieren sonst nix

    Ich meinte den ungefähren Abstand zwischen Eichel und Naht.

    Wenn die Naht bei Dir direkt unter der Eichel sitzt, kann man ja ziemlich leicht die Kompresse drumwickeln.

    Ist es eigentlich normal, dass der Penis an sich auch geschwollen ist? Ich glaube der Arzt hat es auch gesehen, hat aber nichts dazu gesagt.

    Die Schwellung ist normal, ist aber bei jedem etwas anders.

    Bei mir war es heftig bzw. hat sehr lange gedauert, bis es weg war, weil ich zum einen sehr high beschnitten wurde und die innere Vorhaut zum stärkeren anschwellen neigt, zum anderen mehrere Spritzen Lokalbestäubung reingejagt bekommem habe, weil das Zeug nicht lange genug vorhielt.

    Hickhack Vielen Dank!

    Der Druckverband wurde gestern morgen erst vom Arzt abgenommen. Er meinte eine Naht würde sich mit Sicherheit noch öffnen, das sei aber nicht schlimm. Hoffentlich weiß er sehr genau was er tut, er war jetzt nicht so der Arzt der viele Tipps oder sowas gibt.

    Wenn Du mit Betaisodona/Jodsalbe hantierst (das zu verwenden war die Empfehlung meines Beschneiders), solltest Du so oder so eine oder zwei Kompressen drumwickeln um zu verhindern, daß Du dir die Klamotten, Bett und Couch einsaust.

    Einfach etwas fester wickeln und fixieren hilft meiner Erfahrung schon ganz gut.


    Wo sitzt Deine Naht?

    angsthase : keine Panik klingt alles normal.

    Das Hämatom wird sich zurückbilden, kann aber bis zu 3-4 Wochen dauern.

    Die Nachterektionen und Morgenlatten können sehr schmerzhaft sein. Einfache Lösung: direkt aufstehen und Pinkeln gehen. Das sollte eigentlich schnell helfen (im Zweifelsfall in einen Eimer oder die Dusche...)

    Wenn es immer noch blutet, solltest Du zu Deinem Nachsorgearzt gehen um zu schauen, ob die Naht wirklich zuhält.

    Aus der Ferne würde ich empfehlen, bis die Fäden sich aufgelöst haben, die Narbe mit Betaisodona einzucremen und einen Druckverband (Kompresse + Leukoplast) drum zu machen.

    Je nachdem wie sichtbar die Narbe liegt, kann es ggf sinnvoll sein die Fäden an Tag 10-12 zu ziehen (wenn die Naht zu ist!) um Stichmarken zu vermeiden.

    Grundsätzlich solltest Du schon wieder duschen könnem, ABER ohne Seife oder Duschgel an den Penis kommen zu lassen. Wenn Du selbstauflösemde Fäden hast, kann es außerdem helfen, den Genitalbereich 2x täglich mit klarem Wasser abzuduschen (weicher Strahl, nicht direkt auf die Naht!). Die Fäden brauchen Feuchtigkeit um sich zu zersetzen.

    Wenn die Fäden raus sind, kann die Narbe mit Bepanthen weitergepflegt werden. Eincremen ist gut, Narbenroller noch besser.

    Wenn die Eichel jetzt permanent freiliegt, solltest Du die Eichel regelmäßig eincremen. Bodylotion wäre das simpelste, aber da gibt es auch noch andere Produkte. Durchprobieren, was für Dich funktioniert.


    Gute Besserung und gerne immer nachfragen!

    Das wird von den meisten vorhautlosen Männern allerdings anders gesehen. Es geht auch nicht nur um Physik, sondern auch um die psychischen Auswirkungen. Eine Vergewaltigung ist extrem traumatisierend.

    Sex kann schön und angenehm sein, wenn er in einem bestimmten Rahmen passiert - Sex kann eine traumatische Erfahrung sein, wenn der Rahmen nicht stimmt.

    Nach meinen vielen Gesprächen mit beschnittenen Männern, scheint mir der Rahmen auch der entscheidende Faktor für den Umgang mit den Folgen der Zirkumzision zu sein. Je "entspannter" die Zirkumzision erlebt wird, umso toleranter ist der Umgang mit den negativen Folgen bzw. umso höher ist die Bereitschaft, die neuen Gegebenheiten in etwas Positives zu deuten Leid ist ab einem gewissen Punkt etwas subjektives und ich kann verstehen, daß jemand nicht in einer "Opferrolle" oder sich nicht als "verstümmelt" etc. verstehen will - wir hatten diese Diskussionen ja auch hier schon.

    Die "Kultur" um einen herum kann dabei helfen muss aber nicht. Ich kenne viele Amerikaner und Muslime, für die ihre Zirkumzision zu ihrem Verständnis vom Mannsein gehört, also als Identitätsmarker. Ich kenne allerdings aus den gleichen Gruppen Beispiele, die ihre Zirkumzision aus sehr verschiedenen Gründen hassen.

    Diese Theorie ist absurd. Die gängigen Formen der Zirkumzision ändern nichts an der Fortpflanzungsfähigkeit. Es gibt ein ganzes Bündel von einleuchtenderen Erklärungen für diesen Missbrauch von Kindern.

    Die gängigen Formen sicher nicht, aber die Australischen Ureinwohner haben schon ein paar "speziellere" Maßnahmen für deren Entstehung diese Theorie eine gewisse Plausibilität hat. Was nicht heißt, daß sie zutrifft.

    Ich habe allerdings nie recherchiert, wie verbreitet die extremeren Formen der Genital-Modifikation bei den Aborigines tatsächlich waren.

    ich bin deiner Meinung, aber ich habe schon öfters - auch hier im Forum - den Tipp gelesen, dass man eine Phimose so lassen kann, wenn sie keine Problem macht und dass eine Beschneidung sinngemäß das Ende der Welt ist. 🤷

    Grundsätzlich kann man eine Phimose natürlich so lassen - solange sie keine Probleme macht.

    Man muss sich eben nur im Klaren sein, daß es uU sehr schnell gehen muss und man dann eben keine Wahl mehr hat.

    Und man gestatte mir noch ein Statement in eigener Sache:

    Wenn mit ü30 noch immer eine primäre Phimose besteht oder eine sekundäre Phimose anfängt sich zu entwickeln: KÜMMERT EUCH VERDAMMT NOCH MAL DARUM BEVOR(!!!) ES SO AKUT WIRD, DASS IHR KEINE ALTERNATIVEN MEHR HABT.


    Ja, auch eine High-Beschneidung ist eine Beschneidung, aber sie ist meiner Meinung nach, für den, der eigentlich nicht beschnitten werden will, immer noch die bessere Alternative.

    Urologie an der Uniklinik oder Urologie am Ring (letztere war die Praxis wo ich beschnitten wurde).


    Warum auch immer Du gewartet hast, bis das Problem so akut wurde, aber zwei Anmerkungen von mir: Ja, eine Beschneidung ändert den Sex, aber sie muss nicht das Ende des aktiven Sexlebens bedeuten. Nicht mal des guten Sex. Insofern, wenn der Leidensdruck zu groß ist, sollte es die Hauptsache sein, die Schmerzen loszuwerden.


    Zum anderen: Wenn Du dir absolut unsicher bist, und dem Arzt nicht wirklich traust oder Du dich nicht ordentlich aufgeklärt und abgeholt fühlst, verschieb den Termin. Es gibt keinen OP-Zwang hierzulande.


    Noch zwei anekdotische Berichte aus meinem Bekanntenkreis:

    Fall 1: kurzfristige Entzündung von Bändchen und Vorhaut mit Narbenbildung. OP im Krankenhaus. Mit dem Arzt wurde besprochen soviel innere Vorhaut wie möglich zu erhalten. Im Ergebnis hat er noch ca. 1cm innere Vorhaut (d.h. mehr als doppelt soviel wie normalerweise bei einer Standardzirkumzision bleibt) und wurde insgesamt relativ locker geschnitten mit reichlich Spiel bei Erektion. Er braucht länger als vorher zum kommen, ist aber pudelglücklich.


    Fall 2: langfristige Verengung mit starken Verklebungen, immer wieder Entzündungen. Hat sich Ewigkeiten gequält bis er sich zur Beschneidung durchgerungen hat. Hat es dann vor nicht allzu langer Zeit machen lassen. Auch hier war mit dem Arzt vereinbart worden, so viel innere Haut wie möglich zu erhalten. In diesem Fall stellte sich aber in der OP heraus, daß die innere Vorhaut schon so geschädigt war, daß es hier keine Alternative zur vollständigen Entfernung mehr gab. Das Ergebnis ist entsprechend "low" und relativ stramm, aber nach seiner Aussage hat sich sein Sexleben deutlich entspannt und verbessert.

    Ich denke, dass die high Beschneidung auf Grund der bestehenden sensiblen inneren Vorhaut noch der gefühlsmäßig "beste" Schnitt ist.

    Aber in Deutschland ist der Standard halt low, was zu großen Gefühlseinbußungen führt.

    Deutsche Gründlichkeit :/?

    Bei meiner Beschneidung wurde die innere Vorhaut im Prinzip vollständig erhalten. Für mich hat sich tatsächlich nicht viel verändert.

    Der Standard ist allerdings zum einen die Form bei der die medizinischen Indikationen vollständig beseitigt werden und die Technik ist relativ simpel, vorallem weil Klemmen hierzulande meines Wissens nach kaum eingesetzt werden. Das Vorherrschen der Freihandtechnik hat aber noch eine andere Folge: Eine low-Beschneidung macht Dir ein trainierter Urologe in 20 höchstens 30 Minuten. Eine high Beschneidung dauert mindestens 45 Minuten meistens aber 60 oder länger (meine eigene hat glaube ich fast 1,5 Stunden gedauert). Die Krankenkasse zahlt aber nur einen Pauschalbetrag, der in meinen Augen völlig lächerlich ist. Ich weiß von einer Beschneidung im Krankenhaus mit Vollnarkose und Überwachung, die mit unter 400 € von der Kasse erstattet wurde. Und der Patient hatte noch Glück, weil der Urologe auf Nachfrage hin tatsächlich zugesehen hat, daß er die innere Vorhaut soweit wie möglich erhalten hat, was nicht viel war, aber deutlich mehr als normalerweise). Ich kann durchaus nachvollziehen, daß die beschneidenden Ärzte die monetäre Seite im Blick halten.

    Dazu kommt meiner Meinung nach aber auch, daß viele Männer entweder gar nicht nachfragen und den Arzt einfach machen lassen oder aber von sich aus nach einer low-Beschneidung fragen, weil ihnen high optisch nicht gefällt (wo mir dann allerdings ehrlich gesagt das Mitleid fehlt).

    Wichtig ist mir aber, dass durch die radikale Beschneidung die Orgasmusintensität stark zurück gehen kann. Das darf nicht verschwiegen werden.

    Paradoxerweise ist dieser Effekt unter denen, die sich aus sexuellen Gründen mit dem Thema befassen, völliger Konsens.

    Nur ist das anscheinend bei den akademisch-trainierten Operateuren nicht Konsens.

    Interessanterweise wird in allen Gruppen, die routinemäßig beschneiden, eher "high" beschnitten, d.h. es bleibt idR wenigstens die Hälfte der inneren Vorhaut erhalten. Bei Beschneidungen durch Nichtmedizinern, bleibt meist sogar das Frenum erhalten. Es gibt jetzt zwar in Südostasien eine neue Klemme mit der die innere Vorhaut komplett entfernt wird, was zu dieser Erfindung geführt hat und wie verbreitet das Teil jetzt ist, weiß ich allerdings nicht.

    Paradoxerweise ist selbst die Standardbeschneidung in den USA high (teilweise sogar sehr high), obwohl es dort ja explizit seit den Tagen Harvey Kellogs (möge er sein warmes Plätzchen in der Hölle genießen) darum ging, die Empfindsamkeit drastisch zu reduzieren. Aber wie immer sind die deutschen Techniken auch hier sehr viel gründlicher. Die Beschneidung mit Dorsalschnitt unter Entfernung des Frenulums und der vollständigen inneren Vorhaut wird in manchen Teilen der Welt bewusst als "German Cut" bezeichnet.

    Ich kann dem zustimmen, was auch die Motivation war, mich hier anzumelden.

    Die Beschneidung war aufgrund einer Vorhautverengung notwendig. Die OP liegt gut 20 Jahre zurück und ich bin inzwischen 41. Das Empfinden davor war deutlich intensiver. Beim Selbstbefrieden weiß ich keine wirkliche "Technik", mit der ich intensiv etwas spüre. Der Höhepunkt auch mit Ejakulation passiert. Aber es fühlt sich eher nach einem Kraftakt an, weil ich davor wenig Reiz spüre.

    Es ist jetzt keine Lösung. Aber ich möchte dir damit rückmelden, dass du definitiv nicht alleine damit bist.

    Hast Du es mal mit verschiedenen Gleitmitteln probiert? Ich habe mit Olivenöl und Kokosnussöl sehr gut Erfahrungen gemacht (sowohl von der Stimulation her als auch vom Pflegeeffekt). Was auch bei dem ein oder anderen zu helfen scheint, sind "Spielzeuge" wie Hodenringe oder ähnliches.

    An "Techniken" kenne ich eigentlich nur die Eichelmassage und die Schaftmassage, wobei Schafthaut mehr auf Bewegung reagiert und innere Vorhaut auf Spannung. Hochziehen der Sackhaut um mehr Spiel am Schaft zu haben, bringt auch nichts?

    Wahrscheinlich haben doch nur ganz wenig Beschnittene verminderte, oder wie ich, keine Orgasmusintensität mehr.

    Ist wohl sehr individuell. Ich hätte gedacht, dass das viele Beschnittene betreffen würde.

    Die beschnittenen Männer mit denen ich normalerweise zu tun habe, sind häufig (oder sogar in der Mehrheit) aus Fetisch-Gründen beschnitten. Berichte über stark eingeschränkte Orgasmusintensität kenne ich zwar, allerdings ist diese Einschränkung häufig gewollt (nicht drüber nachdenken...) und wird vorallem durch die Wahl des Stils verursacht. Nach Entfernung des Frenulums und der inneren Vorhaut sowie einer extrem straffen Beschneidung wird die Orgasmuseinschränkung am häufigsten berichtet, wobei es auch hier wiedersprechende Berichte gibt und es genügend Männer mit Vergleichsmöglichkeit gibt, die keine Einschränkungen haben. Das sind natürlich immer individuelle Wahrnehmungen. Wie befriedigend Sex erlebt wird, scheint in diesen Fällen immer viel mit der persönlichen Einstellung und dem individuellen Verständnis von Männlichkeit bzw. Sexualität zu tun zu haben.

    Verbreitet ist z.B. die Idee, daß der Mann seine Befriedigung nicht aus seinem Orgasmus bezieht, sondern primär aus der Befriedigung seines Partners bzw. der Partnerin. Das ist sicherlich für andere Männer schwer nachzuvollziehen, erscheint mir aber ein gangbarer Weg für die Betroffnen und ihre Partner/Partnerinnen zu sein, sich mit dem Unabänderlichen zu arrangieren.

    Für mich selbst ist es auch kein Problem, mit einem Partner keinen Orgasmus zu haben, aber das hat bei mir andere Gründe als meine Beschneidung.