Posts by zuka

    Das entbehrt tatsächlich nicht einer Ironie, dass eine Dokumentation über einen operativen Eingriff an Kindern, (darum geht es ja) für Kinder nicht geeignet sein soll.

    In einer zensierten Version wäre ein Kompromiss gewesen, auch als erwachsener muss ich zugeben das einige Bilder die gezeigt wurden als beschnittener kaum auszuhalten waren.
    Das heißt nicht, dass es falsch war es zu zeigen, aber man hätte meiner Meinung nach auch eine zensierte Version anbieten können, die nicht nur Kindern geholfen hätte.

    selbst mit Narkose war das ganze kein Spaß als Kind.

    Leider vergessen viele dabei, dass einer der widerwärtigsten Schmerzerfahrungen unmittelbar nach der Beschneidung erst beginnt, die Offenlegung der schutzlosen sensiblen Eichel.
    Als müsste man mehrere Wochen mit permanent offenen Auge herumlaufen und dabei wird das Auge mit leichten Berührungen immer wieder gereizt.

    "Ich habe meine Kinder mit einem neutralen Geschlecht erzogen. Sie werden entscheiden ob sie Männer oder Frauen sein wollen."

    Diese Judith Butler Ideologie ist doch nur ein neuer Vorwand um als Eltern wieder Gott spielen zu dürfen.
    Hauptsache ich kann der Welt beweisen wie "woke" mein Erziehungsziel ist und was ihr anderen alle die letzten Jahrtausende falsch gemacht habt.
    Leidtragende dabei sind natürlich wieder die Kinder, obwohl es ja schon recht widersprüchlich klingt, wenn Pink als stolze Mutter von 2 „neutralen“ Kindern fast
    nur von der Tochter berichtet.

    Hallo Marv,
    wenn du schreibst, du warst in einem Bordell gehe ich mal davon aus, dass du Kondome benutzt hast.
    Die sorgen neben der unempfindlichen Eichel noch verstärkt dazu bei, so gut wie gar nichts zu spüren.
    Da Sexarbeit richtigerweise nur als Safer-Sex angeboten wird, hat man dort zusätzlich als beschnittener Schwierigkeiten.
    Auf lange Sicht wäre wahrscheinlich etwas Langfristigeres auf Vertrauensbasis ohne Schutz besser für dich, weil es kaum Hilfsmittel
    dafür gibt, als beschnittener Safer-Sex angenehm auszuführen.

    Seht es doch mal so: Wenn die Eltern noch ein Kind bekommen, ueberlegen sie sich dreimal ob sie ihn beschneiden lassen wollen. Sie sind dann hoffentlich schlauer als vorher. Manche lernen es halt nur auf die harte Tour. Natuerlich tun mir die Kinder trotzdem Leid.

    Könnte man meinen, aber diese Fälle gab es doch auch schon in der Vergangenheit und es hat sich trotzdem nicht viel getan.
    Es wird meistens auf individuelle Fehler (Arzt hat nicht richtig beschnitten oder sonstiges) runtergespielt während der Elefant im Raum, die Beschneidung an sich, ignoriert wird.

    naja ich habe mich jetzt dazu entschlossen mein Leben SEXLOS zu verbringen.. halt Selbstbefriedigung als einzigstes Ventil...
    Kann mir intimität nichtmal vorstellen... und wenn die Frau mir Dumm kommen würde, da wüsste ich dass ich danach in den Knast gehen kann..
    Bin mittlerweile durchtrieben von Wut..

    Dafür können die anderen Personen doch genauso wenig was wie du selbst.
    Dass du diese Gefühle, ich nenne es jetzt mal Wut, bei denjenigen verspürst, die dir das angetan haben verstehe ich zu 100 %, das habe ich auch und diese Momente kommen immer mal wieder hoch, auch nach einiger Zeit noch.
    Aber diese Gefühle solltest du nicht auf andere projizieren, die damit nichts zu tun haben. Damit schadest du nur deinem Umfeld und schlussendlich dir selber.


    Meine Therapeutin kam mir auch so.. von wegen das gute drann sehen etc...
    Hat mich auch zur weißglut gebracht..
    Hätte da fast zugeschlagen.

    Ja ich kann mir sehr gut vorstellen wie sich das für dich angefühlt haben muss, so ähnlich hat mein Androloge damals (sozusagen ein Sexspezialist für Männer) mir doch, nachdem ich ihm alle meine intimsten Probleme offen gelegt habe , dazu geraten einfach mal eine Kerze anzuzünden oder erotische Musik aufzulegen. Als bestünde mein einziges Problem darin, nicht richtig in Stimmung zu kommen…
    So etwas hinterlässt ein Gefühl der Verlassenheit, weil die Experten, den man sich anvertraut hat, nicht mutig genug sind, das zu sagen, was Sache ist: Man wurde verstümmelt und das auf Lebenszeit.
    Die Therapeutin wird davon wahrscheinlich noch weniger Ahnung haben, weswegen sie dir diesen absurden Satz gesagt hat.

    Scheiss Menschheit scheiss gesellschaft
    Einen das Leben versauen und dann Erwarten dass man *Normal* ist...

    Es klingt hart, aber: Du wirst noch ein paar Jahre auf dieser Erde verweilen.
    Wenn du wie oben erwähnt deine negativen Erfahrungen mit einigen Menschen auf ALLE projizierst wirst du damit kein Glück im Leben finden können.
    Den ohne Mitmenschen wird es definitiv nicht leichter.

    Würde sich ihre „Fachkraft“ auch zutrauen, das Ganze am weiblichen Gegenstück zu demonstrieren?
    Man muss sich echt mal vorstellen, dass 2021 das Vorzeigen einer Genitalverstümmelung salonfähig ist, solange es sich nur um den Penis handelt.
    Das Ganze unter dem Deckmantel Sexualaufklärung.
    Gerade als Sexualpädagogin sollte sie es doch besser wissen, müsste man meinen.

    Ich empfinde den Begriff Amputation als negativen und abschätzigen Sprachgebrauch. Medizinisch spricht man von einer Beschneidung oder Zirkumzision.

    Und ich empfinde es als maßlose Relativierung eine Verstümmelung der Genitalien als einfache Beschneidung/Zirkumzision oder was auch immer zu bezeichnen, wenn in der Realität
    nüchtern betrachtet einfach hochsensible, einmalige und funktionale Organe für immer amputiert werden.
    Amputation ist noch sehr milde ausgedrückt im Gegensatz zu dem was wirklich passiert.
    Ich als radikal beschnittener bezeichne es deshalb bewusst, als Verstümmelung um den Ernst der Konsequenzen klar auszudrücken.
    Und damit höre ich nicht auf, nur, weil sich jemand wie du damit unwohl fühlt. Es ist die Realität, ob wir es hören wollen oder nicht.

    Wenn Frauen sich auf eigenen Wunsch und im Bewusstsein der Folgen an Ihren Genitalien operieren lassen, dann ist das deren Entscheidung.

    Das Gleiche gilt für Männer genauso, und es tritt in der Realität nicht auf.
    Menschen, die sich" freiwillig" zu einer Beschneidung entscheiden, tun dies in der Regel auf Basis einer falschen und intransparenten Aufklärung der Konsequenzen.
    Empfindlichkeit und erogene Intensität kann man nun mal nicht simulieren.
    Noch schlimmer wird es, wenn Menschen sich zu einer Selbstverstümmelung auf Basis falscher gesellschaftlicher Körperideal motiviert fühlen, um diesen Anspruch zu genügen.
    Und das darf man ja wohl kritisieren.

    Und auch wenn das gegen Dein Verständnis ist: Ich habe hier und da auch eine Backpfeife oder einen auf den Arsch bekommen und kann Dir mit Bestimmtheit sagen, dass mir das nicht geschadet hat (zumindest nicht dass ich wüsste).
    Aber auch das ganze hat nichts mit dem Thema Respekt und Toleranz zu tun.

    Du hast mein Argument nicht verstanden.
    Egal inwieweit dich dies subjektiv negativ oder auch nicht beeinträchtigt hat, ändert doch nichts daran, dass generelle Gewalt in der Pädagogik falsch ist oder?

    Aber es zeigt sich, dass es beim Thema Beschneidung nur die Extremen gibt. Entweder die, die nur Vorteile sehen, oder die die nur negatives sehen.

    Objektiv ist es nur negativ zu betrachten, wir sprechen hier von Amputationen hochsensibler Organe, unabhängig davon wie die subjektiven Erfahrungen dazu sind.
    Das scheinst du leider nicht auseinander halten zu können, die objektiven Tatsachen und deine subjektiven Erfahrungen/Beweggründe, die du vor deiner Entscheidung vielleicht nicht genug hinterfragt hast.


    Vielleicht solltet Ihr noch die Domain "antibeschneidungsforum.de", "Beschneidungsgegner.de" usw. sichern. Ich finde der Forumsname suggeriert etwas anderes, als man schlussendlich vorfindet.

    Es gibt keine Plattform auf welcher man neutral seine Erfahrungen wiedergeben kann, unvoreingenommen und ohne zu wissen in welche Richtung diese gehen werden.
    Das Fehlen einer solch neutralen Berichterstattung führt dazu, dass Männer, welche sich interessieren, keine ehrlichen Meinungen und Erfahrungen bekommen und somit jeder für sich den Sprung ins kalte Wasser machen muss.

    Anders gefragt: wie neutral stehst du den zur weiblichen Beschneidung? Sollen wir diese auch neutral behandeln, weil es irgendeine beschnittene Frau gibt, die eine positive Erfahrung berichten wird?
    Das ist so ähnlich absurd als würde man sich über Pädagogik unterhalten und jemand sagt: also die Schläge meines Vaters haben mir nie geschadet, sondern Respekt und Gehorsam beigebracht.

    was machst du dagegen?

    Habe mehr oder weniger viel ausprobiert, also Hilfsmittel von Gleitcreme bis Ringe, auch spezielle dünne Kondome usw.
    Manches hilft etwas, manches bringt einfach nichts wie die Kondome, egal wie dünn oder feucht, wenn man über etwas schon unempfindliches was
    drüber stülpt ist es ja nur logisch, dass es noch unempfindlicher wird.
    Über das Thema Restoring habe ich auch schon nachgedacht, weiß aber nicht inwieweit das bei meiner doch sehr radikalen Beschneidungsart hoffnungsvoll ist.
    Ansonsten halt Ablenkung durch Hobbys und versuchen durch meine negative Erfahrung etwas Positives hervorzubringen wie beispielsweise hier anderen davon zu berichten oder
    mich politisch dafür einzusetzen durch Vereine oder Parteien.
    Aber klar hadert man immer mal wieder mit den negativen Konsequenzen und Beeinträchtigungen, die ein Leben lang bleiben werden.

    Hast du dir schon einen manhood bestellt?

    Werde ich mir demnächst mal bestellen und ausprobieren.

    Ich glaub enthaltsamkeit für eine gewisse Zeit lang kann einem ganz gut tun.

    Das habe ich auch versucht und mich danach mit einer Freundin getroffen.
    Im Endeffekt war der Druck und die Lust immens hoch, aber es hat sich nichts an
    der Empfindlichkeit der Genitalien getan.

    Also wie gesagt, nach 14 Tagen hatte ich wieder Sexuelle Gefühle die mich stark an meiner Jugend erinnerten (extase usw)
    Jedoch bin ich leider wieder in meine alten Masturbations verhaltensmuster gekommen..

    Die Frage ist doch wieso musste man sich vor der Beschneidung nie darüber einen Kopf zerbrechen wie oft man masturbiert oder Sex hat?
    Jeden Tag zu masturbieren ist normal und nicht die Ausnahme, wer kann hat auch jeden Tag Sex.
    Ob dir die Enthaltsamkeit etwas bringt, musst du für dich wissen, anatomisch gesehen sehe ich da keine Vorteile von.

    Also klappt Sex bei dir garnicht mehr?
    nur noch SB?

    Sex, Naja in gewissen Positionen und viel Vorspiel was den ein oder anderen auf Dauer zu anstrengend wird.
    Während die einen den Kopf ausschalten wollen, muss ich meinen krampfhaft anbehalten, sonst warst das mit der Erektion.

    Aber safer Sex definitiv von meiner Seite aus nicht möglich, was der schlimmste aller Punkte es, weil dadurch
    viele ONS, spontane Sachen oder auch potenzielle Partner ins Wasser fallen, was ich niemanden übel nehmen kann, ich selber aber
    auch nicht ändern kann, selbst, wenn ich wollte. Selbst eine Vasektomie, worüber ich mit Mitte 20 schon drüber nachdenke, ändert
    ja nichts an der Gefahr von Geschlechtskrankheiten bzw. die meisten wollen dann trotzdem verständlicherweise das Kondom.
    Ironischerweise kann ich dadurch nicht mal mehr Sexarbeit kaufen, da dort natürlich safer Sex Vorschrift ist.

    Beschnitten (radikal, low and tight)
    -Stimulierung erfolgt nur noch durch harte schnelle Bewegungen, entweder
    "trocken" mit einem Taschentuch/Boxershorts oder viel Gleitmittel
    (Spucke trocknet ein)
    -Erektion muss deshalb permanent mit harten, schnellen Bewegungen
    stimuliert werden, weil langsamer und weicher gar nicht mehr spürbar
    ist.
    -Man ist quasi immer kurz vor dem Höhepunkt oder wieder am Abschlaffen.
    -Orgasmus ist kürzer, weniger intensiv und es wird weniger abgespritzt
    -Gefühl nach dem Höhepunkt ist leicht unbefriedigend, statt entspannt
    eher leicht passiv aggressiv oder "schlecht gelaunt" weil man
    unterbewusst spürt, das man irgendwas
    verpasst haben muss. Die Eichel wird von Orgasmus zu Orgasmus immer
    "tauber" und man hat ein leichtes ziehen an den Hoden aufgrund der
    langen Zug/Stoßbewegungen

    Aus meinem Beitrag:
    Meine negativen Erfahrungen mit der Beschneidung als vorher Intakter

    Ich tue mich aber ehrlich gesagt schwer, mit pauschalen moralischen Verurteilungen historischer Persönlichkeiten wie ("Sexist und Rassist, Kastensystem"). Man muss hier auch immer den Kontext ihrer Zeit berücksichtigen.

    Für ihn standen Schwarze eine Stufe unter den Weißen und Indern, das Kastensystem hat er befürwortet und vergewaltigte Frauen sah er nicht mehr als Menschen an.
    Sie seien für ihr Schicksal selbst verantwortlich gewesen.
    Mag sein das er zu damaligen Zeit nicht der einzige war, der diese Sichtweise inne trug nur ändert das nichts daran das es glasklarer Rassismus bzw Sexismus ist.
    Und es macht nun mal einen erheblichen Unterschied, ob ich mich den damaligen Zeitgeist anpasse oder mich sogar politisch dafür einsetzte das dieser so bleibt.

    Adolf Eichmann = Deutscher
    Deswegen bedient sich der Autor (wahrscheinlich jüdische Wurzeln) des diskriminierenden Stereotypes der
    schmutzigen, hässlichen Vorhaut des Deutschen. Ein Vorurteil, was gerne in jüdischen/muslimischen Communitys völlig
    sozialverträglich verbreitet wird. Da aber auch der heutige Deutsche eine anscheinend ewige Schuld zu tragen hat
    darf er dies natürlich nicht kritisieren.