Dass im englischen Königshaus seit Königin Victorias/ Benjamin Disraelis Zeiten alles Männliche beschnitten wird, was das Zeug hält, kann man in anglo-amerikanischer Literatur durchaus immer wieder finden. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts war es der Londoner Rabbiner Dr. Snowman, der im Buckingham-Palast zu diesem Zwecke aus- und einging. Beispielsweise verdankt Prinz Charles diesem Mann seine reduzierte penile Sensitivität.
Seit viktorianischen Zeiten sieht sich das engl. Königshaus nicht mehr gerne als (abstammungsmäßig korrekt) Sachsen-Coburg-Gotha, dafür lieber als Haus David, also ein Königshaus mit ganz besonderem Segen für alle seine (Un-)Taten.
In dieser Betrachtungsweise wird das Volk Englands als der zunächst verloren geglaubte, jedoch wiedergefundene zehnte Stamm Israels gesehen.
Demzufolge war die Vorhautamputation im britischen Empire vor allem eine Sache der Mittel- und Oberschicht, kaum der Arbeiterschicht (falls nicht eine Strafe für zu sehr am eigenen Genital interessierte Jungen, überwiegend in Kinderheimen/ Waisenhäusern).
Prinzessin Diana alleine konnte sich, wie oftmals zu lesen, zur Geburt von Andrew und William gegen die Beschneidungstradition und gegen Prinz Charles mit seiner Rückendeckung durch das Königshaus durchsetzen, sodass erstmals seit über hundert Jahren männliche britische Königskinder wieder intakt blieben. Inzwischen soll sich William (als Erwachsener) allerdings in die Tradition eingereiht haben und sich beschneiden haben lassen.