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Die deutsche Vergangenheit...
Ayşe Demir, stellvertretende Bundesvorsitzende der Türkischen
Gemeinde in Deutschland, erklärt in einem Interview mit dem ZDF, es sei fraglich, ob dieselben Maßnahmen seitens der Bundesregierung getroffen worden wären, würde die religiös motivierte Zirkumzision nur Muslime tangieren
Was können die kleinen Jungen heute, zumeist Söhne muslimischer Eltern, für die "deutsche Vergangenheit"? Was haben die verbrochen, dass sie dafür durch eine schmerzhafte Genitalverstümmelung bestraft gehörten?
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Volker Zastrow, Journalist, bemerkte in einem Artikel der FAZ, die Legislative wolle
die „Genitalverstümmelung von Jungen erlauben, weil es politisch opportun erscheint (…)“
Damit macht er dem Gesetzgeber den schwerwiegenden Vorwurf, „er wolle eine Straftat (‚Genitalverstümmelung‘) legalisieren
Genauso war es! Zastrows Mund tat Wahrheit kund.
Danke, Volker Zastrow!
Und der Kinderverrat, den die Bundestagsmehrheit 2012 beging wiegt in der Tat schwer.
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In bekannt populistischem Ton äußert sich Holm Putzke in einem Interview...
Ausgerechnet Birgit Stampfl macht Holm Putzke tonale Vorwürfe. Wo ihre Arbeit vor "Religionspopulismus" trieft! Muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!
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Im Laufe des öffentlichen und medial inszenierten Diskurses
stellt sich die Frage, ob es dabei um mehr geht, als um das Kindeswohl und die körperliche Unversehrtheit.
Ja, jetzt kommt diese Leier wieder! "Denen geht es doch um ganz was anderes!"
Die Diffamierung derer, die sich einfach dafür einsetzen dass die Genitalien von Kindern - von allen Kindern, nicht nur Mädchen - in Frieden gelassen werden. Die Unterstellung unlauterer Motive.
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So hat eben auch die Beschneidungsdebatte gezeigt, dass Religion nicht reine
„Privatsache“ ist....
Doch, das ist Religion. Kann man glauben oder auch nicht. Aber die Genitalverstümmelung von Kindern ist keine "Privatsache" der Eltern. Wer selbstbestimmt sich aus religiösen Gründen von Teilen seines Körpers trennen möchte hat jedes Recht dazu. Das ist Privatsache.
Und dann kommt länglich die Verwechselung vom elterlichen Erziehungsrecht (was natürlich religiöse Erziehung einschließt) und Körperverletzung. Körperverletzung, kaputt machen hat mit Er-ziehung nichts zu tun.
Stampfl geißelt "Polemik" und zerfließt selbst vor Polemik und Diffamierung gegenüber jenen, die sich für Selbstbestimmung und genitale Autonomie einsetzen.
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Im Anhang verschiedener Online-Artikel zur Beschneidungsdebatte bzw. zum Kölner Urteil (von Zeitungen wie etwa der Zeit, der FAZ
oder der Welt) finden sich oftmals mehrere hundert Leserkommentare.
Das ist ja unerhört! Das ist ja geradezu Meinungsäußerung! 
Klappe halten, weitergehen!
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Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Frage, wer die eigentlichen Akteure dieser Debatte sind.
Wer ist „die Öffentlichkeit“? Und wer ist in dieser Debatte überhaupt „berechtigt“,
mitzusprechen?
Ach, braucht man dafür einen "Berechtigungsschein"? 
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So debattieren mehrheitlich Menschen über die Beschneidung,
die von diesem Eingriff selbst in keiner Weise betroffen sind.
Komisch, das ist bei der Debatte um die Mädchenverstümmelung in der westlichen Welt ganz genau so!
Hierzulande sind halt ca. 90% der Männer und vermutlich 99% der Frauen genital vollständig. Und kennen die Vorzüge vollständiger Genitalien. Und die sollen nicht mitreden dürfen wenn es um das Kinderrecht auf unbeschädigte Genitalien geht?
Und selbst so, Frau Stampfl? Intakt oder genitalreduziert?
Aber mitreden bzw diffamieren möchten sie schon!
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Durch ein Urteil des Landgerichts Köln, welches die Zirkumzision eines muslimischen Jungen
als Körperverletzung wertete, wurde eine heftige, medial inszenierte und emotional
aufgeladene Debatte in der Öffentlichkeit ausgelöst.
Medial inszeniert? Wie bitte?
Der größte Teil der Medienberichte schlug sich auf die Seite der Jungenverstümmelung, z.T mit grotesker Polemik (Prantl, Bommarius, Zaimoglu u.v.a.) Praktisch kein Medienkommentar forderte einen konsequenten Schutz "auch sogar" von Jungen durch das Strafrecht. Da war erbärmlich!
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Ein deutsches Landgericht stellt plötzlich
ein viertausend Jahre altes Ritual infrage, an dem sich zuvor niemand gestört hatte
Das ist nicht wahr. Es gab schon etliche Jahre vor dem Kölner Urteil kritische Stimmen zur "Beschneidung" von Jungen. Es gab sogar in Kalifornien den Versuch, darüber eine Volksabstimmung durchzuführen, das wurde aber leider ganz undemokratisch vom Verfassungsgericht verboten. Das Kölner Urteil hätte ein Meilenstein in der Rechtsgeschichte der Kinderrechte sein können. Aber Angela Merkel, die ansonsten meint, dass Entscheidungen von unabhängigen Gerichten zu akzeptieren und auch umzusetzen sind....
Zitat von Stampfl
Obwohl man das Wohl des Kindes bzw. dessen physische und psychische Integrität zunächst in den Mittelpunkt der Debatte stellte, zeichnete sich nach und nach ab, dass es bei der Beschneidungsthematik doch um viel mehr geht, als um den Eingriff selbst.
Es geht nur um den medizinisch nicht notwendigen Eingriff, nein, den Übergriff, die Körperverletzung, die Genitalreduzierung und deren Folgen - und sonst nichts!
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Bei der Beschneidungsdebatte stehen sich drei Grundrechte gegenüber...
Es sind weitaus mehr. Und sie stehen sich in Wirklichkeit auch gar nicht gegenüber.
Die Religionsfreiheit endet, wie Reinhard Merkel einmal richtig sagte an der Nase des anderen. Oder an seinem "Johannes".
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Ein Schritt in die richtige Richtung wäre ein
Dialog zwischen säkularen und gläubigen Bürgerinnen und Bürgern...
Der fand ja zum Teil statt, z.B. in Leserkommentaren. Aber das war ja Stampfl anscheinend auch nicht recht.
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Im Anhang verschiedener Online-Artikel zur Beschneidungsdebatte bzw. zum Kölner Urteil (von Zeitungen wie etwa der Zeit, der FAZ
oder der Welt) finden sich oftmals mehrere hundert Leserkommentare.
Dialog ist immer gut. Solange man sich nicht gegenseitig ins Gesicht steigt.
Aaaber - der Satz ging ja noch weiter!
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Ein Schritt in die richtige Richtung wäre ein
Dialog zwischen säkularen und gläubigen Bürgerinnen und Bürgern sowie gegenseitige Toleranz.
Ei, und was bedeutet diese "gegenseitige Toleranz" jetzt konkret?
Wir tolerieren, dass Jungen genitalverstümmelt werden und ihr toleriert bitteschön, dass wir unsere Söhne und Töchter mit ein paar Tropfen Wasser beträufeln oder "jugendweihen" oder auch gar nichts machen?
Oder Toleranz gegenüber unserem Grundgesetz, gegenüber der körperlichen Unversehrtheit von Kindern? Toleranz für die Vorhaut!
Auch Toleranz gegenüber der "Beschneidung" von Mädchen, gegenüber der Züchtigung von Kindern, gegenüber dem betäubungslosen Kehledurchscheiden bei Kälbchen, Lämmern usw...? Toleranz gegenüber dem, was man mit Wehrlosen macht? Wäre das fair?
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Das Toleranzverständnis von liberal verfassten
pluralistischen Gesellschaften mutet nicht nur den Gläubigen im Umgang mit Ungläubigen und Andersgläubigen die Einsicht zu, dass sie vernünftigerweise mit dem Fortbestehen eines Dissenses zu rechnen haben.
Der religiöse Dissens ist doch völlig OK. Die einen glauben an G'tt, die anderen an einen dreifaltigen Gott, die anderen an Allah, noch andere an Buddha...
Es hat doch auch kaum jemand etwas dabei, dass Gläubige Gotteshäuser aufsuchen ob es nur Kirchen Moscheen oder Synagogen sind um dort zu beten. Dass manche Menschen meinen zu bestimmten Zeiten fasten zu müssen, oder Freitags kein Fleisch essen zu sollen oder kein Schweinefleisch, keine Blutwurst oder eine bestimmte Sehne. Oder täglich fünfmal in eine bestimmte Richtung beten zu müssen. Das ist den meisten Menschen egal.
Hier geht es um eine Körperverletzung begangen an wehrlosen Kindern und das ist der großen Mehrheit nicht egal. Hier geht es um ein geschlechtlich diskriminierendes Extrawurst-Gesetz.
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Bezogen auf die Beschneidungsdebatte bedeutet dies, dass den nicht religiösen Bürgerinnen und Bürgern in diesem Punkt mehr zugemutet wird als ihren religiösen Mitmenschen, denn durch das im elterlichen Sorgerecht verankerte Beschneidungsgesetz hat die säkulare Seite keinen Anspruch darauf, die Religionsfreiheit der Juden und Muslime zu limitieren und sie
strafrechtlich zu verfolgen.
Wenn etwas limitiert wird dann sind es die Genitalien von Jungen. Man vergeht sich am Eigentum des Jungen. Strafrechtliche Verfolgung von Körperverletzung ist überhaupt nichts besonderes, wer sich an den Genitalien von Mädchen vergreift dem drohen bis zu 15 Jahre Haft.
Dass das Gesetz eine Zumutung ist ist korrekt! Und zwar keineswegs nur für "nicht-religiöse" Menschen. Es ist die rechtsstaatliche Bankrotterklärung eines Staates, der das Recht auf körperliche Unversehrtheit für JEDEN, also auch für Jungen an zweiter Stelle seiner Verfassung führt.
Stampfl tut so, als ginge es hier um "nicht religiöse" Menschen vs. religiöse Menschen. Das ist falsch. Das ist schon rein mathematisch falsch. Wenn 2012 bei einer Infratest-Umfrage 70% der Deutschen das Jungenverstümmelungsgesetz ablehnten bedeutet das, dass unter den ablehnenden Menschen auch viele religiöse Menschen gewesen sein müssen.
Das Gesetz ist also für die große Mehrheit der Deutschen eine Zumutung. Aber 70% der Abgeordneten haben für dieses Gesetz gestimmt. Das ist keine repräsentative Demokratie (heißt ja Herrschaft des Volkes) sondern eine spiegelbildliche, antirepräsentative Demokratie. Demokratie "auf den Kopf gestellt".
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Um die Pluralität von Glaubens- und Wertvorstellungen innerhalb einer Gesellschaft überhaupt möglich zu machen, gilt es, Toleranz zu üben, denn „billiger ist eine solche Gesellschaft nicht zu haben
Das läuft dann aber auf Züchtigung von Kindern und Ehefrauen, auf Kinderehen und Zwangsverheiratungen, "Beschneidung" von Mädchen, Körperstrafen, Ausschluss von Mädchen vom Schwimmunterricht, Verfolgung von Homosexuellen, Kinderverblutenlassen u.v.a heraus. Auf den allerkleinsten gemeinsamen Nenner (vielleicht gerade noch Mordverbot? Oder soll das bei "Ehrverletzung" auch erlaubt sein?) von Menschen- Frauen- und Kinderrechten heraus.
Will Stampfl eine solche Gesellschaft wirklich?
Das wäre nicht billig, das wäre zu teuer!