Posts by Selbstbestimmung

    Diese dummen Kritiker aber auch!


    Critics of circumcision frequently frame the issue as one of children’s rights or bodily autonomy...

    Framing? Das Baby wird "geframed", wird festgeschnallt, damit es sich nicht wehren kann!

    Quote

    Critics of circumcision frequently frame the issue as one of children’s rights or bodily autonomy, but this framing overlooks the reality that parents routinely make irreversible decisions on behalf of their children in many contexts, including vaccination, medical treatment, and education.

    Immer die selben, abstrusen Vergleiche. Gebetsmühlenartig, seit 2012.


    Quote

    Critics further argue that that medical procedures should be regulated for safety reasons, but Jewish leaders responded that trained mohels have performed circumcisions safely for centuries...

    Sicher? Man möchte fast sagen: tod-sicher

    Selbstbestimmung
    April 1, 2026 at 12:26 PM






    Und dann noch all die Fälle, wo das zuvor unauffällige Baby "ganz zufällig" nach der Verstümmelung blau angelaufen und gestorben ist. Wo dann x-mal versichert wird, dass das mit der Verstümmelung selbstverständlich rein gar nix zu tun hatte.:rolleyes:

    Der Verstümmler heißt Moshe Deri.


    It is suspected that he contracted a bacteria during the procedure, and after three weeks in which doctors fought for his life, he was pronounced dead.

    Bakterien? Oder Herpes-Viren?

    Quote

    Anyone who was harmed by the suspect named Moshe Deri or knows anything about other cases in which the suspect was involved is asked to call 050-5065976 or send a WhatsApp message to the same number and come and file a complaint with the Ramat Gan-Bnei Brak police

    "Harmed"? Also alle, die von ihm genitalverstümmelt wurden?

    That’s the best thing my grandmother did for me


    Und sie ist bei weitem nicht die einzige afrikanische Frau die sich derart äußerte.

    Es gibt Männer und Frauen, die es gut finden, dass sie "beschnitten" wurden und es gibt Männer und Frauen, die darunter leiden.

    Und es gibt keinen Grund, das eine als etwas prinzipiell anderes als das andere darzustellen. So, wie es der dt. Bundestag mit den Paragraphen 226a StGB und 1631d BGB mehrheitlich getan hat.

    Dass es Menschen gibt, die unter ihrer körperliche Beraubung leiden (oder dadurch sogar versterben) reicht völlig aus um zu bestimmen, dass solche Eingriffe erst im Alter der Zustimmungsfähigkeit ausgeführt werden dürfen.

    Pablo Moraga beschäftigt sich mit der Geschichte von BGM und der seltsamen und wendigen Verfassungsauslegung des US-Supreme Courts mit Blick auf die Frage eines BGM-Verbots.


    This Note evokes the circumcision ban hypothetical to expose the history-and-tradition test as an
    attempt to mask what has always been a value-laden methodology that requires
    us to harken to a dark and ugly past.

    Das wird Donald Trump wohl nicht schmecken. Denn seiner Meinung nach ist die Geschichte der USA ja glorreich und unbefleckt (und so sollen es auch die Schulen lehren).

    Quote

    When the Nebraska Legislature deliberated their gender-
    affirming care prohibition in 2023, one legislator did. State Senator Carol
    Blood asked: "how come we're not talking about circumcision?"

    Weil das Thema tabuisiert wird.

    Quote

    This Note challenges these assumptions about circumcision and uses it to
    pull back the hood of history-and-tradition and expose it for what it is: a value-
    laden and ends-driven methodology disguised as a value-neutral and
    determinant one.

    Die Entwicklung in den USA:

    Wobei erhebliche regionale Unterschiede bestehen:


    Die US-Sonderstellung:

    Operateure müssten dazu verpflichtet werden, ihren Patienten zu raten, vor der OP einen unabhängigen Kollegen zu konsultieren. Das zielt zum Beispiel auf Mandel- und Gallenblasenentfernungen, auf Linksherzkatheter, auf künstliche Hüft- und Kniegelenke. Nach einer Zweitmeinung sagten 85 Prozent ihre Knie-OP ab und ließen sich erfolgreich konservativ behandeln, hieß es. Das spare Geld und reduziere Operationsrisiken.

    Hm. Fehlt da nicht eine zigtausendfach jährlich vorgenommene OP?

    Wann hört endlich der Beschiss der Solidargemeinschaft durch um-etikettierte traditionsmotivierte Zirkumzisionen (aka Genitalverstümmelungen) von nicht zustimmungsfähigen Jungen auf?


    Selbstbestimmung
    December 19, 2016 at 1:46 PM

    Ja, diese Missachtung von Gerichten, ganz furchtbar, da sind wir und doch wohl alle einig! ;)

    Interview mit der Bundesjustizministern Stefanie Hubig im dlf:

    Zu einem anderen Thema: Da geht es allerdings auch um die Geltung und Verteidigung von Recht und zwar gegenüber dem Staat selbst.
    Eigentlich sollte es das nicht geben aber es gibt diese Fälle in denen die staatliche Verwaltung sich weigert Gerichtsentscheidungen zu akzeptieren. Klassische Beispiele sind etwa die Stadt Wetzlar, die eine Halle par tout nicht an die AfD vermieten wollte oder die Abschiebung eines [ehemaligen] bin Laden Leibwächters nach Tunesien... wie gravierend ist das Problem?

    Quote from Stefanie Hubig

    Aus meiner Sicht ist es in Deutschland nicht in dem Maß ein Problem wie wir das in anderen Staaten sehen, aber wir sollten uns eben bei Zeiten gut aufstellen und wir sehen, dass der Staat, dass der Rechtsstaat, dass die Gerichte, dass die Justiz immer stärker unter Druck geraten und dass es ich sag mal so insgesamt eine Haltung gibt, dass man das, was Richterinnen und Richter entscheiden in ihrer richterlichen Unabhängigkeit, die aus meiner Sicht zu achten ist und zu respektieren ist von jedem und von jeder von uns [aber doch nicht von Angela Merkel?] mal einfach so bei Seite gelegt werden und das kann eben auch für staatliche Institutionen gelten und deshalb halte ich es immer für klug, in einer Situation Regelungen zu treffen, Vorkehrungen zu treffen in der quasi das Kind noch nicht in den Brunnen gefallen [oder noch nicht genitalverstümmelt?] ist sondern in dem man noch mal klar sagt: "So, bis hier hin und nicht weiter!"

    Aber wirklich! Nicht weiter mit einem kinderfeindlichen, diskriminierenden, mehrfach grundgesetzwidrigen, archaischen Täter-Opfer-Kreislauf!

    Quote from Moderatorin

    Das versuchen sie jetzt mit einem Entwurf, der das ändern soll, der solches Verhalten schwieriger machen soll mit einem deutlich höheren Zwangsgeld...

    Ach ja, das wäre eigentlich sehr passend gewesen. Ein deftiges Zwangsgeld gegen Thomas Heilmann (Berlin) (der trotz seines Namens nicht dafür war, dass kleine Jungen heil bleiben), Beate Merk (Bayern) und Rainer Stickelberger (Baden-Württemberg) die die ihnen unterstehenden Staatsanwaltschaften nach dem Urteil des Kölner Landgerichts angewiesen hatten das Kölner Urteil einfach zu missachten und Anzeigen wegen Genitalverstümmelung von jungen einfach in die Tonne zu treten.

    When we apply the four central principles of bioethics—autonomy, beneficence, non-maleficence, and justice—we are confronted with a critical question: Does routine infant circumcision meet the ethical standards medicine claims to uphold?

    Quote

    Proponents of routine circumcision often cite potential health benefits, including reduced risks of certain infections. Bioethics, however, demands that such claims be evaluated in context. Many of the conditions referenced—such as urinary tract infections or sexually transmitted infections—can be addressed through less invasive means, including hygiene, education, and medical treatment.

    This is reflected in the positions of many healthcare systems globally. Medical organizations in Europe, Canada, and other regions have concluded that the potential benefits of routine infant circumcision are insufficient to justify performing surgery on healthy children.

    Quote

    One potential approach is to defer the decision until the individual is capable of participating in it. When a person is mature enough to understand the medical, ethical, cultural, and personal implications, they can make an informed choice aligned with their own values.

    Was für ein Unterschied zu unserem Ethik(ver)rat 2012!

    Ferner haben manche Befürworter einer Kriminalisierung der Knabenbeschneidung ein sehr unangenehmes Argument in die Debatte eingeführt: Sie behaupteten wiederholt, mit dem Verzicht auf eine Kriminalisierung reagiere man auf die Schoah.

    Siehe:

    Selbstbestimmung
    April 7, 2026 at 5:56 PM

    Es ist ja immer mal ganz witzig, die Argumente von Verstümmelungsrechtfertigern gegenüber zu stellen:


    Quote from Sven Großmann

    Als unmittelbare Folge der unmenschlichen Verbrechen des Holocausts ergibt sich die historisch einzigartige politische und gesellschaftliche Pflicht der BRD, den Wiederaufbau des jüdischen Lebens in Deutschland in besonderem Maße zu schützen und zu fördern. Alles, was dem entgegensteht, muss durch den deutschen Staat zwingend verhindert werden. Dies steht außer Frage und bedarf an dieser Stelle sicherlich auch keiner weiteren Vertiefung

    Ferner haben manche Befürworter einer Kriminalisierung der Knabenbeschneidung ein sehr unangenehmes Argument in die Debatte eingeführt: Sie behaupteten wiederholt, mit dem Verzicht auf eine Kriminalisierung reagiere man auf die Schoah.

    Nanu, was denn jetzt? Sven Großmann ein Befürworter von Kinderrechten?

    Oder ist Shoah etwas anderes als der Holocaust? :/

    Aber "unangenehm" ist das auf alle Fälle, vor allem für die betroffenen Jungen!

    Gelungener Ausgleich zwischen Grundrechten und Staatsräson?


    Ein Diskurs, der einzig auf verfassungsrechtliche Garantien und staatliche Pflichten abstellt, würde dem vorliegenden Problem aber nicht umfassend gerecht werden. Denn völlig losgelöst von den jeweils betroffenen grundrechtlichen Schutzbereichen und den ggf. bestehenden Möglichkeiten, in verfassungsrechttps://http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/archiv/13-…z=8#_ftn1htlich gerechtfertigter Form in diese einzugreifen, stellt sich eine entscheidende Frage: Ist es dem deutschen Staat überhaupt möglich, ein für das Judentum so bedeutsames Ritual zu verbieten?

    Als unmittelbare Folge der unmenschlichen Verbrechen des Holocausts ergibt sich die historisch einzigartige politische und gesellschaftliche Pflicht der BRD, den Wiederaufbau des jüdischen Lebens in Deutschland in besonderem Maße zu schützen und zu fördern. Alles, was dem entgegensteht, muss durch den deutschen Staat zwingend verhindert werden. Dies steht außer Frage und bedarf an dieser Stelle sicherlich auch keiner weiteren Vertiefung.

    Völlig losgelöst - auf das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit geschissen...

    Die kleinen Jungen 80 Jahre danach (99% davon nicht Kinder jüdischer Eltern) sind rückwirkend Schuld an den entsetzlichen Nazi-Verbrechen, dafür sollen die kleinen Ranger verdammt noch mal büßen! Deshalb müssen sie alle entrechtet werden! Ohne Ausnahme!

    Quote

    Auch wenn der Gesetzgeber es nicht explizit benennt, ist es offensichtlich, dass es im Kern dieses Gesetzgebungsaktes um die bundesdeutschen Staatsräson, sowie um die Wahrung des internationalen Ansehens Deutschlands ging.

    Es ging um so einiges, wie in Dänemark und in Island auch (Drohungen mit "wirtschaftliche Interessen", Wegfall militärischem Beistands etc). Bloß nicht um die Betroffenen, die Jungen. Die haben die Arschkarte gezogen. Nein nicht selbst, die wurde ihnen zugeschoben.

    Opjepaas, jetzt wird's tragikomisch:

    Quote

    Vieles spricht dafür, dass § 1631d BGB insgesamt nicht mit geltendem Verfassungsrecht vereinbar ist. Insbesondere die Menschenwürde, die körperliche Unversehrtheit, aber auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Kindes, sowie dessen Recht auf eine gewaltfreie Erziehung sind durch diese enorme Ausdehnung der Einwilligungskompetenzen der Eltern in einem Maße betroffen, das im Sinne eines umfassenden Schutzes des Kindes nicht hinnehmbar ist.

    Am saubersten wäre es daher, wenn der Gesetzgeber § 1631d BGB, als Resultat eines völlig überstürzten gesetzgeberischen Aktionismus, schlicht wieder aufheben würde.

    Ah, so desu ka! :thumbup::thumbup::thumbup:(Ironie)


    "Nicht hinnehmbar", capisce? Ist ja wohl klar!

    Äh, hm... ?( Wie kriegt der Mann jetzt bloß wieder die Kurve? Kein Problem! Für einen Ingenieur der Jurisprudenz ist nichts zu schwör!


    Quote

    Mit § 1631d BGB hat der Gesetzgeber versucht, durch eine Art Generalerlaubnis dieses Problem nonchalant beiseite zu schieben....

    A Problem iss es scho?

    Quote

    ..und ist damit weit über das Ziel hinausgeschossen.

    Das Ziel war und ist tabula rasa, Vorhaut ab und für immer zerstört. Da ist der 1631d doch ein Volltreffer! Keine Chance für den Jungen zu entkommen.

    Quote

    Vielmehr war das LG Köln mangels einer dahingehenden Regelung im StGB darauf angewiesen, im Zivilrecht nach etwaigen Rechtfertigungsgründen zu suchen, wo es jedoch insbesondere aufgrund der ausdrücklichen Wertung aus § 1631 Abs. 2 S. 1 BGB (Recht des Kindes auf gewaltfreie Erziehung) nicht fündig wurde

    Na, so ein Pech aber auch! Ja, dieser §1631 (ohne "d"), der ist schon ärgerlich! ;)


    Und jetzt heißt es "Hose runter! Katze aus dem Sack!"

    Quote

    Es erscheint um einiges sinnvoller, das Problem dort zu regeln, wo es aufgetreten ist, nämlich im Strafrecht selbst. Daher sollte im StGB eine Regelung geschaffen werden, die klarstellt, unter welchen Voraussetzungen die Vornahme einer medizinisch nicht indizierten Beschneidung keine Körperverletzung gem. § 223 Abs. 1 StGB darstellt.

    Wie hieß es weiter oben noch bei Großmann?

    Quote

    Menschenwürde, die körperliche Unversehrtheit, aber auch das allgemeine Persönlichkeitsrecht des Kindes, sowie dessen Recht auf eine gewaltfreie Erziehung...

    Drauf geschissen! Solche lästigen "Probleme" kann man doch ganz einfach regeln!

    Dieses Grundgesetz, alles Trallala!

    Was geht denn uns das an? Das geht uns gar nichts an! Es lebe nur die TRADITION!

    Und es sterbe die Jungen-Vorhaut!


    Dann kommt Großman mit einigen "Voraussetzungen", und dann:


    Quote

    Wenn diese Voraussetzungen erfüllt sind, wäre zumindest sichergestellt, dass die Risiken für die Gesundheit des Kindes durch den Eingriff selbst auf ein Minimum reduziert wären. Dies hätte zur Folge, dass kein sanktionierungswürdiges Unrecht mehr vorläge...

    Auf die Art kann man alles Unrecht wegdefinieren.

    Das Unrecht ist der lebenslang nachwirkende Raub eines gesunden und funktionalen Körperteils ohne Einwilligung des Betroffenen. Mehr Unrecht braucht es nicht.

    Quote

    Gleichzeitig würde ein solch schlichter Tatbestandsausschluss die Normierung mit dem geringsten Regelungsgehalt darstellen. Sie sähe nämlich davon ab, die offensichtlich verfassungsrechtlich kaum aufzulösende Frage, ob den Eltern generell ein dahingehendes Einwilligungsrecht zustehen sollte, beantworten zu wollen.

    Auf gut Deutsch: man kneift! Man hat Angst, sich mit dieser Frage auch nur zu beschäftigen. Das ist der rechtsstaatliche Offenbarungseid.


    Quote

    Gerade die Implementierung eines solchen Tatbestandsausschlusses in das StGB selbst, würde die Beschneidung am effektivsten vor einer Bewertung durch das StGB bewahren.

    Warum in aller Welt sollte man Genitalverstümmelung von Kindern vor dem StGB bewahren?

    Quote

    ...die Mohalim dazu zu verpflichten, anstelle der von ihnen bislang zur Schmerzlinderung üblicherweise verwendeten Kombination aus EMLA-Cremes, Zäpfchen und eines in süßen Wein getunkten Schnullers,[70] eine tatsächliche Lokalanästhesie durchzuführen.

    Als ob es nur "Mohalim" gäbe und nicht auch muslimische nicht-ärztliche Kinderverstümmler, die in Deutschland ihr Unwesen treiben!


    Immerhin, Emla-Quacksalbe war nur das Feigenblatt von Schnarrernberger, wenigstens das hat Großmann kapiert. Aber anästhesistischer Standard für medizinisch-indizierte Genitaloperationen bei Kindern ist Generalanästhesie (bei Zirkumzisionen zusätzlich Peniswurzelblock) - plus Schmerzmedikamentation. Und Generalanästhesie ist bei Kindern unter einem Jahr riskant. Weswegen man aufschiebbare Operationen aufschieben würde bis eine Narkose risikoärmer ist. Dagegen wird dann wieder mit "Tradition", nicht mit dem Kindeswohl argumentiert.

    Eine Person, die kein Arzt ist darf in Deutschland überhaupt keine Betäubungsspritzen setzen - und das ist gut so! Denn eine falsch gesetzte oder falsch dosierte Spritze ist lebensgefährlich. Jetzt will Großmann die Befugnisse von nichtärztlichen Kinderverstümmlern noch weiter ausdehnen! X/


    Quote

    Auch wenn es verfassungsrechtlich betrachtet, auf erhebliche Bedenken stößt, kommt man nicht umhin festzustellen, dass alles andere als eine unmissverständliche Erlaubnis der traditionellen Beschneidung im jüdischen Glauben in Deutschland undenkbar wäre.

    Für Großmann vielleicht undenkbar, lt. Infratest-Umfrage für 70% der Deutschen nicht nur denkbar. Und zwar nicht nur für Jungen jüdischer Eltern, sondern für alle Jungen. Alle haben das Recht auf körperliche Unversehrtheit, nicht nur Mädchen und Erwachsene.

    Quote

    Gleichwohl darf aber auch von den Religionsgemeinschaften verlangt werden, sich der verfassungsrechtlichen Wirklichkeit zu stellen.

    Wie denn? In dem man weiter Jungen genitalverstümmelt?


    Letztlich begründet Großmann alles damit, dass man angeblich Juden wegen des Holocaust die "Beschneidung" von Jungen nicht verbieten könne. Das sind aber vielleicht 1% der Jungen, die es erwischt. Und längst nicht alle jüdischen Eltern machen das überhaupt.

    Warum dann allen Eltern dieses Unrecht zugestanden werden soll begründet er in keiner Weise. Das ist aber nach dem §1631d der Fall und auch nach seinem vergurkten Vorschlag der niemals umgesetzt werden wird.

    Realsatire oder unfreiwilliger Humor?

    Kinder- und Jugendschutzkonzept beim TV Liebersbronn


    Rechtliche Grundlage


    Die rechtliche Grundlage für den Kinderschutz in Vereinen ist in Deutschland vor allem im Kinder- und Jugendhilfegesetz (SGB VIII), im 2012 in Kraft getretenen Bundeskinderschutzgesetz (BKiSchG), sowie in verschiedenen weiteren Gesetzen und Verordnungen verankert. Besonders relevant sind auch die Bestimmungen zum Schutz von Kindern vor Gewalt und Missbrauch, wie sie in den §§ 1631d und 8a des Bürgerlichen Gesetzbuches (BGB) sowie im Strafgesetzbuch (StGB) enthalten sind.

    Ob beim TV Liebersbronn Jungen "zum Schutz vor Gewalt und Missbrauch" die Vorhaut abgeschnitten wird?

    Zum Film "Girls don't cry" gibt es beim SWR einen Kommentar:


    Komisch, warum sich niemand für die ca. 50.000 Genitalverstümmelungen von männlichen Baby und minderjährigen Jungen in Deutschland aus religiösen Gründen aufregt aber man andere Länder, andere Kontinente und andere Kulturen für ihre religiösen Abartigkeiten kritisiert oder jede Genitalbeschneidung bei Frauen/Mädchen, eine Straftat in Deutschland darstellt, oder?

    Da wird er subito vom SWR abgewatscht:


    Quote from SWR Kultur

    Die Beschneidung von Jungen ist in Deutschland unter bestimmten Voraussetzungen ausdrücklich gesetzlich geregelt (§ 1631d BGB). Der Gesetzgeber hat sie als grundsätzlich zulässig eingeordnet, sofern sie fachgerecht durchgeführt wird und dem Kindeswohl nicht widerspricht.
    Demgegenüber ist die weibliche Genitalverstümmelung in Deutschland ausdrücklich strafbar (§ 226a StGB) und wird als schwere Körperverletzung verfolgt. International wird sie von Organisationen wie der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als schwere Menschenrechtsverletzung eingestuft. Sie umfasst regelmäßig Eingriffe, die deutlich weitergehend und gesundheitlich gravierender sind als eine männliche Beschneidung.
    Unabhängig davon, wie einzelne Personen die männliche Beschneidung moralisch bewerten, ist es rechtlich nicht korrekt, beide Praktiken gleichzusetzen. Der deutsche Gesetzgeber behandelt sie bewusst unterschiedlich. Wir bitten dich darum, zwischen persönlicher Haltung und geltender Rechtslage zu unterscheiden und auf sachliche Vergleiche zu achten.

    Also was soll diese moralisierende Miesepeterei? Alles korrekt - Boys shall cry! *Brech*

    Quote from The Jersusalem Post

    A 66-year-old mohel from Bnei Brak was arrested on Tuesday on suspicion of causing death by negligence after an infant died approximately two weeks after the man conducted a circumcision.

    Quote

    The mohel is well-known in Bnei Brak, having performed thousands of circumcisions and worked there for over 40 years.

    Sources familiar with the matter have said that previous allegations were made against him regarding medical complications following circumcisions he performed in the past.

    Additionally, it is claimed that complaints on the matter were forwarded to officials in both the Health Ministry and the Chief Rabbinate, but no action was taken, and he was allowed to continue his work.

    "..for over 40 years." - Na bitte, jener Verstümmler war doch höchst erfahren!

    Gibt es in Israel so etwas wie ein "staatliches Wächteramt" gegenüber Kindern?

    Oder geht es nach dem Motto "Shit happens"? "Muss sein, Augen zu und durch!?


    Aber so etwas kann ja nur In den USA, in Israel, in GB oder Frankreich passieren, in Deutschland nicht, da waren sich Ethikrat, Rechtsausschuss und Bundestag 2012 ja ganz sicher.


    Aus dem Gesetzentwurf 2012:


    Quote

    Medizinische Risiken und Folgen der Beschneidung...

    ... wird aus Israel von geringeren Komplikationsraten bei der Durchführung durch speziell ausgebildete
    Beschneider berichtet.

    Verdammt, der Kleine könnte noch quicklebendig und quietschfidel sein!


    Quote from Gesetzentwurf

    Der Eingriff wird traditionell durch einen Beschneider (heb-
    räisch: Mohel) durchgeführt; ein Berufsstand, der sich im
    Judentum entwikkelt hat und dessen Angehörige sowohl
    eine fachliche wie religiöse Ausbildung besitzen.

    Die medizinisch-chirurgische Qualifikation wird vom Staat überhaupt nicht überprüft. Der Staat kneift alle Augen und Hühneraugen zu. "Wird schon gut gehen!" (es geht nie gut, zumindest die Vorhaut überlebt das nicht, im Pechfall auch die Eichel, der komplette Penis - oder eben das Kind)


    Listig, nicht wahr? Und schön manipulativ! Wenn man das so liest, hört sich das so an als sei das Verstümmelungs-Unwesen in Israel streng reglementiert. In Wahrheit darf jeder Hanswurst der meint er könne das verstümmeln, der muss keine "Lizenz" haben. Und so ist das In Deutschland auch, es sei denn "das Kind fällt in die Grube". Erst dann kommt die Frage nach der Qualifikation auf.


    Quote from Leo Latasch vorm Ethikrat

    In der angesehenen Fachzeitschrift New England Journal of Medicine wird festgestellt (gerade was die Blutungen betrifft, auf die sich alle stürzen) 0,19 Prozent bei Durchführung durch einen Arzt und 0,13 bei Durchführung durch einen Mohel. Das wundert mich nicht, denn der eine macht es sagen wir mal, 10 mal im Jahr und der andere 150 Mal oder noch häufiger. Und hier ist natürlich Erfahrung gefragt.

    Erfahrung sollte jener Verstümmler nach 40 Jahren Verstümmeln ja eigentlich genug gehabt haben? Und es ist ja offensichtlich schon vorher etliches übel ausgegangen.

    Latasch vergleicht zum wiederholten mal Äpfel mit Birnen. Ärzte beschneiden i.d.R. aus anderen Gründen und einen anderen Altersdurchschnitt (sogar Erwachsene). Der Vortrag von Latasch bog sich vor Manipulation, Widerspruch gab es nicht, wurde vom Rat alles brav geschluckt.

    Übrigens, dem Ethikrat ist das Plenarprotokoll der Verhandlung so peinlich, dass die das verschlüsselt haben! =O

    "Kopieren durch digitale Rechteverwaltung (DRM) verboten" Soll man lachen oder weinen? :rolleyes:


    Eine staatliche Überwachung der Qualifikation von nicht-ärztlichen Kinderverstümmlern hat der Ethikrat nicht gefordert. War ihm offenbar schietegal. <X


    Quote from Stefan Kramer ZRdJ

    Die Aufklärung durch einen Mohel ist im Übrigen vollkommen ausreichend, da er
    durch die häufige Durchführung der Eingriffe auf Erfahrungswerte zurückgreifen
    kann, die dem Arzt oft fehlen. Zudem besteht die Gefahr, dass der Arzt versuchen
    wird, die Eltern umzustimmen, wenn seine persönliche Meinung einer Beschneidung
    entgegensteht.

    Ja, das wäre natürlich ganz schlimm, wenn einem Jungen diese Verstümmelung erspart bliebe! *Brech*

    Und auch das damit verbundene Risiko, auch des Todes! Wie man oben sieht trotz aller "Erfahrungswerte".

    Quote

    However, there is no legal prohibition on individuals performing circumcision without certification, and unlicensed practitioners operate in the field.

    Ist hierzulande leider auch so. Kinderschutz muss zurückweichen aus Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf.

    Schliesslich wandten sich die Grosseltern an mehrere Rabbiner, die das Paar umstimmen sollten. Einer dieser Rabbiner, so erinnerte sich Hadar, versprach den werdenden Eltern sogar eine Playstation im Gegenzug für ihre Einwilligung zur Beschneidung.

    Die "bestechende" Taktik ist auch von Chabad Lubawitsch bekannt. Erst wird bestochen, dann geschnitten.


    Der Furor der im Täter-Opfer-Kreislauf verhafteten legt die Macht und Stärke des Traumas offen. Auch vor Drohungen wird nicht zurückgeschreckt:

    Quote

    Viele Eltern berichten von groben Einmischungen, von emotionalem Druck bis hin zu offenen Drohungen.

    Der Druck auf Eltern die einfach nur ihre Söhne ganz lassen wollen ist enorm.


    Quote

    Die Entscheidung gegen die Beschneidung ist alles andere als leicht. Sie ist mit grossen emotionalen Herausforderungen und weitreichenden sozialen Konsequenzen verbunden.

    Es braucht überhaupt keine Entscheidung. Von selbst ist noch keine Vorhaut abgefallen, sondern sie wächst und gedeiht wie der gesamte Körper.

    Eltern unter Druck zu setzen ihre Kinder genital zu verstümmeln ist das allerletzte. *Brech*

    Quote

    Die Antwort der meisten Eltern ist eindeutig: nicht ohne Einwilligung meines Kindes. Sie beschreiben die Beschneidung als schmerzhaften, medizinisch unnötigen und dauerhaften Eingriff am Körper des Sohnes, für den es keine Dringlichkeit gibt. Diesen Eingriff wollen sie nur mit der Einwilligung des Sohnes vornehmen.

    «Mein Körper gehört mir»
    «Mein Körper gehört mir», sagt Galia, eine Mutter zweier Söhne aus Haifa, und fasst damit ihre Haltung in einem Satz zusammen. Ihr Sohn, so sagt sie, könne sich später immer noch beschneiden lassen – oder sich ein Tattoo stechen lassen; sie selbst sieht sich nicht berechtigt, diese Entscheidung für ihn zu treffen.

    Bravo, Bravo, Bravo! (nocut)

    Quote

    Ein Adoptivsohn eines interviewten Paares, dessen biologische Mutter keine Jüdin ist, wird in Israel beispielsweise nicht heiraten können, weil seine Eltern die Beschneidung verweigert haben.

    Doppelte Diskriminierung. Eine vorhautloser Mann darf heiraten - und eine Frau unabhängig vom Vorhandensein einer Vorhaut.

    Ist ja fast wie bei den Xhosa, wo nach Nelson Mandela ein intakter Mann weder heiraten noch Land erwerben darf.

    Quote

    Ohne Beschneidung keine Konversion, ohne Konversion kein «Recht auf Rückkehr» und keine israelische Staatsbürgerschaft.

    Und eine Frau braucht nur in ein Tauchbad zu steigen, darf heil und ganz bleiben. Da sieht man, was der Staat Israel von "Gleichberechtigung der Geschlechter" hält.

    Quote

    Es geht um Identität, Macht und die Deutungshoheit darüber, wie Jüdischsein zu definieren ist.

    Es geht vor allem um Macht. Und um die Angst der Eltern vor Ohnmacht.

    Ohnmächtig zusehen zu müssen, dass der Sohn seinen Penis, so wie er von der Evolution nun mal aus sinnvollen Gründen entwickelt wurde belassen möchte und das auch durchsetzt. Sie haben Angst, dass sich das Zeitfenster der möglichen Fremdbestimmung schließt. Der vorhautlose Vater fasst den Gedanken als Kritik an seinem gefühlt supertollen Penis auf und als Verurteilung seiner geliebten Eltern, die ihm seine Vorhaut geraubt haben auf.


    Ich drücke allen israelischen Eltern, die das Recht ihres Sohnes auf deren genitale Autonomie achten wollen sämtliche Daumen, dass sie jeglichem Druck widerstehen! :thumbup::thumbup::thumbup:

    Zwischen "Mädchen" und "Frauen" ist ein großer Unterschied, genau wie zwischen "Jungen" und "Männern". Erwachsene sind in der Lage, selbstbestimmt und informiert über die Art der Behandlung vorhandener körperlicher Beschwerden zu entscheiden.

    Kinder können das nicht, müssen aber für den Rest ihres Lebens mit den Folgen einer fehlindizierten Operation und evtl. noch Behandlungsfehlern leben.

    Guten Tag,


    in dem Fall, der bei vielen Männern gegeben ist, dass die Vorhaut im schlaffen Zustand über die Eichel hinausragt ist der Penis nach Zirkumzision logischerweise kürzer - die Vorhaut ist ja Teil des Penis.

    Die Länge des Penis im schlaffen Zustand ist so eine Sache. Ich habe z.B. einen Blutpenis, da ist das mal so, mal so. Hängt auch von der Temperatur ab.

    Wenn ich nach einem längeren Bad in einem kalten See nach unten sehe kriege ich fast einen Schreck. :D Aber der erholt sich schnell wieder. :)

    Quote

    Ich will gar nicht wissen, wie viel cm mein Penis im harten Zustand hat.

    Warum willst du das nicht wissen? Kannst du doch einfach messen, und dann bist du vielleicht beruhigt?

    Quote

    Ich mache mir jetzt total Sorgen, dass zu viel Haut entfernt wurde.

    Das kann bei einer Zirkumzision tatsächlich manchmal passieren. Dann müsste das aber irgendwie spannen, nehme ich an.


    Warum hast du es nicht mit einer Vorhautplastik, Triple Incision o.ä. versucht?

    gibt es anscheinend auch, auch Beschwerden dadurch. Von irgend was abschneiden ist aber nicht die Rede:


    The clitoris is a homologous structure to the penis; the glans of the penis corresponds to the glans of the clitoris, and the penile foreskin corresponds to the clitoral prepuce. Like the foreskin, the clitoral prepuce should easily retract over the glans surface beyond the corona; however, when these tissues are adhered, the space beneath the prepuce can accumulate squamous cells, leading to keratin pearls, pain, discomfort, irritation, erythema, or infection.

    "and the penile foreskin corresponds to the clitoral prepuce" - ja, bloß leider rechtlich ist das total was anderes! ;(

    Quote

    This case report of a young child with complete clitoral phimosis will review her diagnosis and lengthy diagnostic course, highlighting the need for improved clitoral examination in pediatric populations and recognition of clitoral phimosis as a pediatric gynecologic condition.

    Wobei eine Phimose bei Jungen meistens keine Beschwerden verursacht und bis zur Pubertät meist von selbst verschwindet. Wenn man der Vorhaut diese Zeit zugesteht.

    José M. Campos MD a, Vanessa Ceballos MD et al.


    Topical corticosteroids are effective for treating phimosis in children, regardless of severity, age or other pre treatment variables studied. Altered preputial skin appearance may predict lower response rates. These findings support broader implementation of conservative management and may help reduce unnecessary surgical interventions.