Stellungnahme vom Kinderhilfswerk Plan International Deutschland e.V. zur Jungenbeschneidung

  • Ja klar ist es unterschiedlich, aber in absolut jedem Fall geht sensibles Gewebe verloren. Die Eichel wird auch meistens an Empfindlichkeit einbüßen, das muss so sein, weil der Schutz fehlt.

    Der eine meinte, seitdem sein Frenulum weg ist, ist das ganze Gefühl in die Eichel gegangen
    Ka wie das funktionieren soll (vlt wie bei Blinden deren Geschmackssinn dann stärker ist?)
    er war jedenfalls zufrieden

  • Kann es nicht auch sein, dass hier der psychologische Abwehrmechanismus wirksam wird? (Kognitive Dissonanz) Es wird versucht, sich den Zustand schön zu reden, zumal man ihn sowieso nicht ändern kann. Die Auseinandersetzungen mit der Realität wäre frustrierend!?

  • Kann es nicht auch sein, dass hier der psychologische Abwehrmechanismus wirksam wird? (Kognitive Dissonanz) Es wird versucht, sich den Zustand schön zu reden, zumal man ihn sowieso nicht ändern kann. Die Auseinandersetzungen mit der Realität wäre frustrierend!?

    hm habe schon einige Videos gesehen wo Beschnittene bei leichter Stimulation einen Orgasmus + Samenerguss hatten.
    Ich denke mal bei den ein oder anderen scheint die empfindlichkeit wirklich vorhanden zu sein.
    Interessant wäre da zu wissen, wieso das so ist

  • hm in "jeden Fall" würde ich so nicht sagen, habe schon mit einigen Männern geschrieben die sich im Erwachsenen alter Beschneiden liesen (teilweise 2 mal, erst High und dann auf Low runter)


    Leute, die sich zwei Mal hintereinander beschneiden lassen. Da steht schon der Verdacht im Raum, dass es sich hier um Fetisch-motivierte Eingriffe handelt.

  • hm habe schon einige Videos gesehen wo Beschnittene bei leichter Stimulation einen Orgasmus + Samenerguss hatten.Ich denke mal bei den ein oder anderen scheint die empfindlichkeit wirklich vorhanden zu sein.
    Interessant wäre da zu wissen, wieso das so ist

    Naja die originale Empfindlichkeit sicherlich nicht. Die Videos sind auch keine gute Quelle. Vielleicht hatte sich da seit Wochen was angestaut, da kanns doch evtl. auch bei Beschnittenen schnell gehen.

  • Weil es bisher keine Antwort gibt und ich selbst die Anfrage geöffnet habe, habe ich jetzt eine Antwort verfasst. Den Link hier in diesem Forum habe ich allerdings auch an Plan gesendet, damit alles transparent sein soll.

  • Meine Antwort vom 10.07.2022:

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrte Frau Y,

    Ihre Stellungnahme hat mich enttäuscht, insbesondere, weil viele Behauptungen aufgestellt wurden, die nicht korrekt sind. Ich versuche einmal bei ein paar Aspekten einen Anfang zu finden:

    Es wurde in Ihrer Antwort der Eindruck erweckt, dass eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) existiere, wonach man Kinder (bis 13 Jahre) beschneiden solle. Dies ist nicht zutreffend. Die WHO empfiehlt tatsächlich männliche Beschneidungen für schwere Krisenregionen. Das sind Regionen mit katastrophalen Hygienezuständen, in denen ein Trinkwassermangel herrscht, es also auch kaum Möglichkeiten gibt, eine angemessene Körperpflege zu betreiben. Das Vorgehen der WHO ist dabei allerdings alles andere als unumstritten. Die WHO betonte jedenfalls in diesem Zusammenhang, dass sie den Eingriff ausschließlich für Personen anbietet, die diesen Eingriff verstehen und in ihn einwilligen können. Dies kann aller frühestens mit Beginn der Strafmündigkeit / mit Beginn der Jugend der Fall sein, also nicht unter 14 Jahren. Dieser häufig verbreitete Irrtum wurde beispielsweise vor 10 Jahren in einer Anne Will Sendung richtiggestellt, wie man in diesem Auszug sieht:

    https://deref-gmx.net/mail/client/B_…Bn60%3Ft%3D1753

    Sie geben an, dass mind. 30% der männlichen Weltbevölkerung beschnitten sei. Soll damit angedeutet werden, dass dieser Eingriff bei einer so hohen Anzahl an beschnittenen Männer dann wohl bei Kindern rechtens sein muss? Ich finde es sinnvoll, eine Tradition, die Jahrtausende alt ist und zu einem Zeitpunkt entstanden ist, als es noch keine Menschenrechte gab, kritisch zu hinterfragen. Vor wenigen Jahrzehnten war die Prügelstrafe noch üblich. Es wurden (bis zu 100% der) Mädchen und Jungen in der Schule, zu Hause etc. verprügelt. Falls also so argumentiert werden soll, nämlich dass es ja gar nicht so wenige sind, hätte man die Prügelstrafe niemals abschaffen dürfen. Die Idee, dass ein Kind ein Recht auf eine gewaltfreie Erziehung hat, löste damals bei vielen Menschen Empörung aus. Viele Frauen und vor allem Männer, die dies selbst in ihrer Kindheit am eigenen Körper erleben mussten, machten Aussagen wie: „Ich würde mein Kind am liebsten genauso verprügeln, wie es mit mir gemacht wurde.“ Oder: „Eine gehörige Tracht Prügel ist doch wohl die beste Erziehungsmethode, die es gibt!“ Die betroffenen Frauen und Männer ahmten das in der eigenen Kindheit Erlebte an ihren Kindern häufig nach.

    Sie sprachen auch von einem „Ende der männlichen Beschneidung“. Ich habe kein Verbot gefordert, dass ein erwachsener Mann eine selbstbestimmte Entscheidung über seinen eigenen Körper treffen darf und sich für eine Beschneidung entscheidet. Allerdings halte ich es nicht für rechtens, dass ein Erwachsener unnötigerweise über den Körper eines nicht urteils- und einsichtsfähigen Kindes verfügt. Letzteres ist immer mit einem erheblichen Machtgefälle verbunden.
    Auch die Behauptung, dass Beschneidungen im Kindesalter unproblematischer seien, halte ich für fraglich. Ich verweise hier nochmals beispielhaft auf die Position des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte:

    https://deref-gmx.net/mail/client/Ex…rfMgI%3Ft%3D178

    Mit freundlichen Grüßen
    Sebastian Kaiser

  • Hallo Sebastian,

    erstmal absolute klasse, dass du an PLAN zurückgeschrieben hast !!! :)

    Mir ist nur aufgefallen, dass die Videos leider nicht mehr ganz up to date sind.
    Holm Putze äußerte z.B., dass die Beschneidung für das Kind keine Vorteile habe - für den späteren Mann aber schon. Er sagt das auch in Bezug auf das HIV-Präventionsprogramm der WHO in Aftrika.
    Inzwischen gibt es aber m. W. sogar Studien, die eine Wirksamkeit des WHO-Programms in Aftrika widerlegen. Als Schutz vor sexuell übertragbaren Krankheiten muss man also niemanden beschneiden. Und gegen Gebärmutterhalskrebs gibt es Impfungen, d.h. es ist auch unsinnig deswegen zu beschneiden. Die sexuellen Probleme, die viele Männer in Folge der Beschneidung haben, kommen leider in den Videos nicht wirklich zur Sprache.

  • Mal schauen ob die Antwort von Beschneidungsforum so stehen bleibt ;)

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Shitter:

    Was soll diese blöde Anmache? Warum soll ich mich anmelden, wenn ich nur lesen will?
    LMAA, Shitter! xD
    Man muss voll meschugge sein wenn man für so was 44 Milliarden blecht. :FP01

    There is no skin like foreskin

  • Heute habe ich eine weitere Antwort von Plan erhalten, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Ich rechne es der Organisation immerhin hoch an, dass man gewillt ist, über Beschneidungen von Kindern zu sprechen. Ich hätte mir allerdings von Plan gewünscht, dass man die gemachten Aussagen zur Jungenbeschneidung noch einmal grundlegend überdenkt...

  • Antwort von Plan vom 18.07.2022:

    Sehr geehrter Herr Kaiser,

    ich würde gerne abschließend zur Ausgangsfrage zurückkommen, in der es um den Grund für unsere Projektarbeit gegen weibliche Genitalverstümmelung geht. Weibliche Genitalverstümmelung ist eine Form von geschlechtsspezifischer Gewalt und ein Verstoß gegen die Menschenrechte von Mädchen und Frauen. Sie ist tief in patriarchalen Normen verwurzelt, die versuchen, die weibliche Sexualität zu kontrollieren.

    Weibliche Genitalverstümmelung ist traumatisch und schmerzhaft und führt häufig zu Komplikationen. Unmittelbare Folgen sind etwa Infektionen, Blutungen, psychologische Traumata und sogar der Tod. Zu den langfristigen Folgen gehören chronische Schmerzen, chronische Urinprobleme, Komplikationen bei der Geburt, Fisteln sowie sexuelle Probleme. Weibliche Genitalverstümmelung hat keinen bekannten gesundheitlichen Nutzen.

    Es geht uns als Kinderrechtorganisation mit dem besonderen Schwerpunkt auf Mädchen darum, auf eine grausame Praxis hinzuweisen, die Mädchen nur aus einem einzigen Grund angetan wird: weil sie Mädchen sind. Wir legen in unserer Programmarbeit den Fokus deshalb auf Mädchen, weil sie es sind, die unter geschlechtsspezifischer Ungerechtigkeit zu leiden haben.

    Wir verbleiben mit freundlichen Grüßen

    [Name einer weiteren Mitarbeiterin entfernt]

    Plan International Deutschland e.V.
    .....

  • Wir legen in unserer Programmarbeit den Fokus deshalb auf Mädchen, weil sie es sind, die unter geschlechtsspezifischer Ungerechtigkeit zu leiden haben.

    Komisch. In Deutschland ist das vom Gesetz her genau umgekehrt. Und Mädchenverstümmelung gibt es seltsamerweise nur dort, wo es auch Jungenverstümmelung gibt.
    Sollte man dann nicht gegen beides vorgehen?

    Nee, nee, das kaufe ich euch nicht ab! Wie ich bereits schrieb; €€€ - Spendenoptimierung


    Aber dass ihr das niemals zugeben würdet - schon klar!

    There is no skin like foreskin

  • Blindes Vertrauen in Organisationen wie die WHO, mit dem Strom schwimmen ist einfacher. Neulich habe ich erst eine Doku über einen Islamkritiker, der jetzt Polizeischutz braucht, gesehen. Wir haben ja auch 2012 erlebt, wie direkt die Nazi- und Antisemitismusbegriffe aufgetaucht sind.

  • Neulich habe ich erst eine Doku über einen Islamkritiker, der jetzt Polizeischutz braucht, gesehen

    Islamkritik und Reaktionen darauf sind hier nicht das Thema. Hier geht es u.a. um BGM-Kritik, BGM-Propaganda und wie mit BGM-Kritikern umgegangen wird.

    Und da erinnert man sich z.B. an einen deutschen Arzt, dem in einer jüdischen Zeitung von einem gewissen Herrn Stern gewünscht wurde, dass sich "ein paar beherzte Juden" fänden, die ihm eine Zwangs-Zirkumzision zufügten.
    Einen allgemeinen #Aufschrei unserer "Qualitätspresse" gab es darob nicht. Dass dieser Herr Stern wegen Aufforderung zu einer Straftat belangt wurde, davon hat man auch nichts gehört.

    There is no skin like foreskin

  • Einige Nazis und echte Antisemiten haben das Thema tatsächlich in den letzten 10 Jahren aufgegriffen.

    Das stimmt, bedauerlicherweise. Gegen Trittbrettfahrer können wir uns leider nicht wehren. Solche Leute greifen nach jedem Strohhalm mit dem sie meinen gegen ihr Feindbild punkten zu können.
    Allerdings wurde diese kleine Minderheit dann von Steinmeier und anderen Politbonzen immer herausgehoben und als quasi-repräsentativ für die BGM-Gegner hingestellt.

    There is no skin like foreskin

  • Islamkritik und Reaktionen darauf sind hier nicht das Thema. Hier geht es u.a. um BGM-Kritik, BGM-Propaganda und wie mit BGM-Kritikern umgegangen wird.
    Und da erinnert man sich z.B. an einen deutschen Arzt, dem in einer jüdischen Zeitung von einem gewissen Herrn Stern gewünscht wurde, dass sich "ein paar beherzte Juden" fänden, die ihm eine Zwangs-Zirkumzision zufügten.
    Einen allgemeinen #Aufschrei unserer "Qualitätspresse" gab es darob nicht. Dass dieser Her Stern wegen Aufforderung zu einer Straftat belangt wurde, davon hat man auch nichts gehör

    Naja hilft bloß nicht, wenn manche Gläubige es als Kritik an ihrem Glauben empfinden.

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