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    fremdbestimmt: Welche Art von Silikonhülle verwendest du (genaues Produkt). Ich bin immer noch auf der Suche nach was, das bei einem "Blutpenis" besser hält als Senslip oder. Manhood.

    P.S.: Ich muss leider feststellen, wenn man auf die 50 zugeht, so rund 40 Jahre nach der Beschneidung, wird es mit dem Empfindungsmangel so gravierend, dass es schon schwierig wird überhaupt noch zu kommen. Der Sensibilitätsverlust war ein kontinuierlicher Prozess über Jahrzehente, aber mit zunehmendem Alter beschleunigt sich der Prozess. So jedenfalls mein Eindruck. Ist das bei anderen, bei denen die Beschneidung rund 40 Jahre zurückliegt auch so ein Problem?

    Njein. Ganz weg hab ich die Furchen nicht mehr bekommen. Es verbessert sich aber sehr.
    Ich benutze tatsächlich aktuell Urea 40 medizinische Salbe und das hatte einen enormen Effekt auf die Sensibilität.

    Manhood an sich finde ich teilweise unpraktisch. Deshalb nutze ich zeitweise eine Silikon-Hülle (Amazon).

    Manhood und Senslip funktionieren bei einem stark ausgeprägten Blutpenis leider überhaupt nicht - man verliert die Dinger einfach sehr schnell.
    Ich finde ehrlich gesagt auch, dass dieses doppellagige Prinzip von Senslip ziemlich unsinnig ist; das soll wohl die 2 Lagen der Vorhaut immitieren. Ideal wäre aus meiner Sicht eine weiche anschmiegsame Silikonhülle (z.B. Material wie Fleshlight), die man über die Eichel ziehen kann. Aber leider scheint der Markt seit Jahren nichts Innovatives mehr für beschnittene Männer zu entwickeln...

    Daher Frage an SOSAMMA: Könntest du das Produkt "Silikon-Hülle", das du bei Amazon gefunden hast, hier mal verlinken?

    Hallo zusammen, hallo Sokrates,
    wäre es möglich die obigen Ausführungen nicht nur hier im Forum, sondern auch offiziell per Brief od. E-Mai mit Bitte um Berichtigung (und ggf. um Stellungnahme) an die Bundeszentrale zu senden? Am besten auch die aktuelle Phimose als Anlage beifügen.
    Das erschiene mir wichtig. Vielleicht kann das ja auch intaktiv e.V. auf einem offiziellen Briefkopf machen.
    LG, Logo

    Nur nebenbei - weil man deine Aussage durchaus als provozierend auffassen kann:
    Die "Horror-Erfahrungen im Internet" - wie du es nennst - also ein massiver Verlust von Sensibilität und sexuellem Empfinden als Folge der Beschneidung, werden dir gerade hier im Forum viele Männer aus eigener Erfahrung bestätigen können!

    Dass bei einer Knie-OP auch der Penis mit Iod-Lösung behandelt wurde, klingt erst mal ungewöhnlich. Dass die Jodlösung dabei sogar unter die Vorhaut gelangt ist, noch viel mehr. Wie haben das die Ärzte begründet? Letzten Endes hilft dir die Antwort darauf allerdings nicht bei der Lösung deines Problems...

    Ich bin kein Arzt, glaube aber nicht, dass die einmalige Anwendung von Jod-Lösung auf der Eicheloberfläche einen bleibenden Schaden verursachen kann. Denn Povidon-Jod wird auch als Mund-Antiseptikum (z.B. Betaisodona) verwendet und findet somit auf der Mundschleimhaut Anwendung. Die äußerliche Anwendung als OP-Desinfektion erfolgt vermutlich in höheren Konzentrationen als auf der Mundschleimhaut, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass die Eichelschleimhaut bei einmaliger Anwendung bleibend geschädigt werden kann.

    Grundsätzlich solltest du daher auch andere Ursachen für die Veränderung deiner Eichel-Schleimhaut in Betracht ziehen. Der Fachmann für dein Problem wäre ein Arzt für Haut- und Geschlechtskrankheiten (Facharzt für Dermatologie und Venerologie). So eine Abklärung solltest du aus meiner Sicht auf jeden Fall durchführen lassen - in dem Kontext kannst du auch beiläufig nochmal fragen, ob die Joddesinfektionslösung damit im Zusammenhang stehen kann. Die Abklärung einer Hautveränderung (und das ist es ja nach deiner Schilderung) halte ich durchaus für wichtig!
    Wenn die OP erst 3 Monate zurückliegt und tatsächlich ein Zusammenhang mit dem Jod bestehen sollte, dann dauert es vielleicht auch einfach noch gewisse Zeit, bis sich die Schleimhaut regeneriert hat. Aber auch das wäre ein Grund den Rat eines Dermatologen einzuholen!

    Falls die Ursache des Sensibilitätsverlustes nicht an der Eichelschleimhaut liegt, könnte man theoretisch auch neurologische Erkrankungen in Betracht ziehen. Außerdem habe ich einmal gelesen, dass es Psychopharmaka gibt (ich glaube ein bestimmtes Antidepressivum), das zu bleibenden sexuellen Störungen führen kann. Das von dir genannte Opiat meine ich damit nicht! Aber, da du andeutest eine Vielzahl von Medikamenten eingenommen zu haben, dachte ich, ich erwähnte das der Vollständigkeit halber.

    Der Verantwortliche für die Webseite hat seinen Sitz in Madrid. Warum zum Teufel betreibt einer in Madrid eine Beschneidungs-Empfehlungsseite auf Deutsch und nicht auf Spanisch? Im Disclaimer wird direkt mit Anwälten gedroht. Wirklich eine sehr vertrauenswürdige Seite! ;)

    Vielleicht einfach mal mit einer eigens dafür angelegten Fake-E-Mailadresse über das Kontaktformular der Webseite nach Arztempfehlungen fragen. Auf die Weise erfährt man dann vielleicht, wer oder was dahinter steckt....

    Kann ich auch sehr empfehlen. Das ist übrigens aus meiner Sicht das einzige Produkt, dass auch hält, wenn man einen sehr ausgeprägten "Blutpenis" hat, der permanent seine Größe ändert. Alle anderen Produkte wie z.B. der TLC Tugger Retainer oder auch Manhood verliere ich innerhalb kurzer Zeit. Dieser Anbieter auf etsy hat auch Artikel zum Restoring im Sortiment.

    Ein anderes gutes, aber sehr teures Produkt, zum Restoring für Männer mit Blutpenis ist meiner Ansicht nach FOREGESTALT (http://www.foregetalt.com).

    @sowosamma

    Circlist.de scheint mir ein Abklatsch einer amerikanischen Seite zu sein - liest sich teilweise auch wie eine Übersetzung aus dem Englischen. Und die dortigen Informationen sind nach meinem Eindruck eindeutig kontra Vorhaut. Z.B. steht da, dass sich ein Unbeschnittener am besten mehrmals täglich unter der Vorhaut waschen müsste, weil sonst "Tonnen von Smegma" entstehen, was potenziell krankmachend sei. Untermauert wird das ganze noch mit einem sehr ekligen Foto, das eine völlig mit Smegma verschmierte Eichel zeigt.

    Fazit:
    Da werden die typischen amerikanischen Mythen über die Vorhaut verbreitet, die man auch im O-Ton oft von amerikanischen Männern (und Frauen) hört, um die eigene Beschneidungspraxis zu rechtfertigen.

    P.S.: Auch unter Pro & Contra steht unglaublich viel Bullshit, wie ich gerade sehe. Es handelt sich dort definitiv NICHT um fundierte Informationen!

    Flocky: Das liest sich als ob du empfiehlst die Salbe auf die Eichel aufzutragen. Auftragen auf der Vorhaut wäre richtig.

    XWalker47:
    Was die erforderlichen Kortisongehalt und die Art der Salbe betrifft sowie die genaue Anwendungsweise bei einer Phimose betrifft, würde ich an deiner Stelle ärztlichen Rat einholen. Sonst wird der Versuch möglicherweise von vorn herein scheitern. In der Phimose-Leitlinie steht dazu Folgendes:

    [...] In diesen Studien wurden Glukokortikosteroide unterschiedlicher Potenz und in unterschiedlicher Zubereitung verwendet, am häufigsten Betamethason. Die Dauer der Behandlung war ebenso verschieden wie die Häufigkeit der täglichen Applikation. Die Erfolgsrate dieser Behandlungen betrug in Beobachtungsstudien bis zu 90% (Kumar 2020). Es gibt Hinweise, dass es bei Betamethason günstiger ist, das Präparat zweimal anstatt einmal aufzutragen (Zampieri 2007). [...] Eine unterschiedliche Effektivität einzelner topischer Steroide lässt sich aus den Studien nicht ableiten. [...] Da die Wirkstoffe aus Salben üblicherweise besser aufgenommen werden, sind Salben aus pharmazeutischen Gründen einer Creme vorzuziehen (Promm 2020). Unter anderen wurden in Studien folgende Steroidkonzentrationen erfolgreich topisch verwendet: Betamethason 0,05%, 0,1% und 0,2%, Clobetasol proprionat 0,05%, Fluticason proprionat 0,05%, Mometason fuorat 0,05% (Moreno 2014, Sookpotarom 2010, Zavras 2009).
    Weitet sich bei einer topischen Behandlung die Vorhaut nicht oder nur teilweise, kann eine zweite Behandlung mit topischen Steroiden noch in bis zu 60% der Fälle einen Therapieerfolg bringen (Pileggi 2007, Iken 2002). Für darüberhinausgehende, weitere Behandlungen, insbesondere für eine Langzeitbehandlung, gibt es keine Studien, Erfahrungsberichte oder Empfehlungen. Rezidive sind mit 0 - 2,4% selten (Nascimento 2011, Iken 2002), häufig sind sie auf eine mangelnde Adhärenz zurückzuführen (Orsola 2000). Zur Behandlung von Rezidiven mit topischen Glucocorticoiden liegen keine Daten vor. Im Einzelfall muss vor der Wiederaufnahme einer Therapie immer geprüft werden, ob eine Pathologie im Sinne dieser Leitlinie vorliegt. Die Behandlung einer Phimose gehört nicht zu den zugelassenen Anwendungen von Glukokortikoidhaltigen Externa. Diese Behandlung erfolgt daher off-label. Die Sorgeberechtigten müssen hierauf hingewiesen werden. Clobetasol-Propionat darf bei Kindern unter drei Jahren und Mometason darf bei Kindern unter sechs Jahren nicht angewendet werden. Bei ausbleibendem Therapieerfolg ist an das Vorliegen eines Lichen sclerosus zu denken, der klinisch nicht immer sicher zu diagnostizieren ist (Ghidini 2021). [...]
    Empfehlung 10: Die topische Behandlung soll mit einer kortikoidhaltigen Salbe 1-2 x täglich über vier Wochen vorgenommen werden. Belastbare Evidenz liegt u.a. für den Einsatz von Betamethason, Mometason-Fuorat, Fluticason-Propionat und Clobetasol-Propionat vor. Besteht der Verdacht auf das Vorliegen eines Lichen sclerosus, soll mit dem potentesten Agens Clobetasol-Propionat begonnen werden. (10/10)
    Empfehlung 11: Eine Evidenz aus klinischen Studien für die Behandlungsdauer jenseits von 3 Monaten und für mehr als zwei Behandlungszyklen liegt nicht vor. Sie sollte deshalb unter Berücksichtigung potentieller Nebenwirkungen maximal drei Monate betragen und sich auf zwei Zyklen beschränken. Klinische Kontrollen sollen während der Therapie wenigstens alle vier Wochen erfolgen. Bei erreichter Beschwerdefreiheit bzw. freier Retrahierbarkeit der Vorhaut soll die Therapie beendet werden. (11/11) [...]

    Du schreibst, du hast einen Narbenring. Ich verstehe das so, dass du keine physiologische Phimose (kindliche Phimose) hast, sondern die Phimose bei dir erst im Laufe der Zeit entstanden ist (erworbene Phimose). Richtig?

    Wenn das so zutrifft, würde ich an deiner Stelle, erst mal abklären, warum bei dir ein Narbenring entstanden ist, bzw. wieso es bei dir immer wieder zu Einrissen kommt. Was ist die Ursache dafür, dass du dieses Problem hast? Stichworte wären in diesem Zusammenhang z.B. Lichen Sclerosus oder Diabetes.

    Ich bin zwar kein Arzt, glaube aber, dass es wichtig ist, die Ursache zu kennen um die richtige Behandlungsform zu wählen.

    Bei einem Lichen Sclerosus könnte z.B. eine plastische Beschneidung möglicherweise nicht ausreichen um die Erkrankung zum Stillstand zu bringen. Ein Lichen Sclerosus kann mit der Zeit auf die Eichel übergreifen. Andererseits kann man bei Lichen eine dauerhafte Anwendung von Kortisonsalben erwägen, so wie das beim Befall von weiblichen Genitalien m. W. häufig erfolgt.

    Bei einem Schnürring ist m. W. eine Triple Incision als vorhauterhaltende OP möglich - ob das auch im Falle einer Vernarbung (Narbenring) möglich ist, müsstest du mit einem Arzt klären, der mit dieser OP Erfahrung hat. Da kenne ich aber keine konkrete Adresse. Frag mal Dr. Google!

    Meine persönliche Meinung ist daher, dass erst mal die Ursache gewissenhaft geklärt sein sollte.
    Was die Abklärung und Behandlung eines Lichen Sclerosus betrifft, könntest ebenso bei Google nach einem Spezialisten suchen.

    @cutick
    "das innere Vorhautblatt ist bis auf 5-8mm entfernt."

    ---> Die verbliebenen 5-8 mm werden einen positiven Effekt für das Empfinden haben. In einem anderen Post schreibst du, dass dein äußeres Vorhautblatt sehr lang gelassen wurde, so dass die Eichel im schlaffen Zustand teilweise bedeckt bleibt. Auch dieser Umstand wird sich langfristig vermutlich positiv auswirken, was die Desensibilisierung der Eichel betrifft. Der bedeckte Teil der Eichel bleibt dadurch geschützt und wird dann einen großen Teil der Sensibilität behalten. Bei mir war es anfangs auch so, dass die Eichel noch zur Hälfte mit Vorhaut bedeckt war. Im Laufe des Wachstums und der Pubertät hat sich der Vorhautrest immer weiter hinter die Eichel zurückgezogen. Zumindest für meinen Fall kann ich schlussfolgern, dass eine beschnittene Kindervorhaut nicht im gleichen Maße wächst wie es der Rest des "Peniskörpers" tut. D.h. eine sparsame ("plastische") Beschneidung beim Kind, kann sich im Laufe des Wachstums trotzdem zu einer permanent freiliegenden Eichel entwickeln. Auch dieser Aspekt spricht dafür, alle anderen Behandlungswege, die zur Verfügung stehen auszuschöpfen und nur wenn nichts hilft eine Beschneidung durchzuführen. Und unterm Strich kann man sagen: Je mehr Vorhaut bleibt, desto besser ist es für das Empfindungsvermögen.

    "Ich bin selber der Meinung, dass ich nicht so radikal beschnitten wurde wie manch ein anderer, da meine Haut noch viel Bewegung zulässt"
    ---> In den Fotos sieht es für mich so aus, als ob zumindest das innere Vorhautblatt radikal entfernt wurde.

    "zu den Salben, ich habe 10 Jahre lang von meinem Kinderarzt und Urologen viele Salben bekommen, alle absolut nutzlos. Jeden Tag beim duschen gedehnt, aber die Vorhaut war durch eine Art Schnürring undehnbar"
    ---> Entsprechend deiner Schilderung hat es in DEINEM FALL nicht funktioniert. Eine Verallgemeinerung wäre aber falsch. Denn statistisch ist eine hohe Erfolgsrate dieser Behandlung belegt (s. auch Phimose-Leitlinie).

    "[...]wenn jemand Beschnitten wurde vor Jahren, als Kind, kann man z.B. 20 Jahre später nicht mehr beurteilen ob eine Beschneidung falsch entschieden wurde."

    ---> Ja, das kann man. Ich weiß, dass ich keinerlei Beschwerden hatte, nur ein "dummer" Kinderarzt (sorry!) war der Meinung, die Vorhaut müsse im Alter von 9 Jahren retrahierbar sein. Deshalb wurde ich beschnitten. Und genauso erging und ergeht es immer noch vielen Jungen, weil sich viele Ärzte nach wie vor nicht nach der aktuellen Leitlinie richten.

    "Angenommen jemand hat eine etwas zu enge Vorhaut, und der Arzt sagt es ist zu eng oder es gibt keine Möglichkeit außer eine Beschneidung, das Vorhautband muss auch weg, weil es mit der Eichel ungünstig verwachsen ist. [...]"

    ---> Ein Arzt der auf dieser Basis eine Beschneidung empfiehlt, handelt gegen die aktuelle Leitlinie. Lies bitte mal die aktuell Phimose-Leitlinie. Eine Indikation zur Behandlung besteht immer nur wenn Beschwerden vorliegen (z.B. wiederkehrende Entzündungen) und auch dann ist keine Beschneidung indiziert sondern erst mal eine kortisonhaltige Salbe mit vorsichtigen "Dehnübungen". Und in den meisten Fällen führt das auch zum Erfolg. Sollte das nicht helfen, gibt es vorhauterhaltende OP's wie z.B. Triple Incision. Die Vorhaut muss nur in seltenen Fällen entfernt werden, die in der Leitlinie definiert sind (z.B. ein Lichen sclerosus). Es dürfte wohl eine absolute Rarität sein, dass eine medizinische Notwendigkeit besteht das Bändchen zu entfernen. Da gerade dort eine hohe Konzentration an Nerven vorliegt ("männlicher G-Punkt") ist es keine gute Idee, hier ohne Notwendigkeit herumzuschneiden. Sollte es wirklich zu kurz sein, gibt es die Möglichkeit das Frenulum operativ zu verlängern.

    "[...] Zu eng, was ist zu eng ? Was ist zu eng, aber beschwerdefrei. Bei zu eng, sodass die Vorhaut nicht zurück geht egal in welchem Zustand, wie ist dann die Hygiene eingeschränkt?"
    ---> Wie oben geschrieben, Enge ist kein Kriterium. Beschwerden wären z.B. wiederkehrende Entzündungen. Ab der Pubertät mag das anders sein, wenn z.B. die Enge Vorhaut Schmerzen beim Sex bereitet. Vor der Pubertät ist das aber kein Grund zu beschneiden, weil sich in der überwiegenden Zahl der Fälle eine kindliche Phimose im Laufe der Pubertät von alleine löst.

    "Ich hätte schon mit 6 beschnitten werden sollen, im Nachgang hätte ich mir unzählige Entzündung an der Eichel erspart."
    ---> Wie gesagt, in deinem Fall mag eine Indikation zur Behandlung vorgelegen haben, weil es wiederkehrende Entzündungen gab. Der erste Schritt hätte eine Behandlung mit Kortisonsalbe sein müssen. Eine so radikale Beschneidung, wie in deinem Fall, ist aber nach meinem Verständnis sicherlich nicht notwendig. Ausnahme: ggf. Lichen Sclerosus.

    "Besser wäre, wie man Menschen helfen kann. Und positiv denken wäre immer ein Anfang"
    ---> Positiv denken ist immer gut, keine Frage. Aber man muss es klar und deutlich sagen: Sehr viele Männer haben sexuelle Probleme durch die Beschneidung. Und durch positives Denken kommt das verlorene Empfindungsvermögen im Penis nicht zurück!

    "Aber wie viel Männer sind in Deutschland, Europa und auf der ganzen Welt beschnitten und haben keine spürbaren Verluste. In der muslimischen Welt sind 99% aller Männer beschnitten, wie sind da die Zahlen von Problemen ?"
    ---> Das ist eine Behauptung, die nicht nur meiner eigenen Erfahrung, sondern auch der inzwischen recht umfangreichen Literatur zu diesem Thema widerspricht. Ich habe irgendwo einen treffenden Spruch gelesen: "Es gibt Beschnittene, die gegen das kämpfen, was ihnen angetan wurde, und andere Beschnittene, die gegen Kinder kämpfen, um zu verteildigen, was ihnen selbst angetan wurde!". Es gibt erhebliche psychologische Abwehrmechanismen und auch sozialen Druck in manchen Gesellschaften, die verhindern, dass Beschnittene sich öffentlich zu ihren Problemen bekennen. Inzwischen gibt es aber auch Studien (z.B. Morten Frisch), die eine signifikant geringere Zufriedenheit beschnittener Männer belegen.

    Klar gibt es schlechte Ärzte, hier im Forum gibt es auch viele Männer bei denen das Ergebnis sehr verpfuscht wurde. Aber das steht und fällt mit der Qualität des Ergebnisses.
    ---> Da bei einer Beschneidung immer das Frenar-Band (auch Ridged Band), d.h. die stark innervierte Übergangsstelle zwischen innerem und äußerem Vorhautblatt entfernt wird, geht die empfindlichste Zone des Penis irreversibel verloren (siehe: Sorell-Studie). Hinzukommt, dass nach Jahren und Jahrzehnten oft eine sehr gravierende Desensibilierung der Eichel eintritt. Das hat nichts mit einer schlecht durchgeführten OP zu tun!

    "Mein Fazit, wir hier in dem Forum sind die absolute Minderheit von Männern."
    ---> Das ist eine Behauptung, die meiner Erfahrung widerspricht. Zumal sich zunehmend auch Männer muslimischen und jüdischen Glaubens kritisch äußern. Es gibt zahlreiche internationale Vereinigungen und Webseiten und nicht umsonst eine inzwischen riesige Szene an Männern, die sich mit Foreskin-Restauration auseinander setzen. Diese Männer tun das nicht, weil sie mit dem Ergebnis ihrer Beschneidung zufrieden sind, sondern im Gegenteil!

    Für mich entsteht leider der Eindruck, dass du dich noch nicht eingehend genug mit Literatur und Studien zu dem Thema befasst hast.
    Bedenke bitte eines: Deine Beschneidung liegt erst 8 Jahre zurück. Auch ich hatte nach 8 Jahren noch keine gravierenden Einbußen bei der Sensibilität. Ich wünsche es dir nicht - aber in 20 Jahren, wirst möglicherweise auch du spüren, dass du als Folge der jahrzehntelangen Desensibilisierung deutlich weniger beim Sex spürst.

    Deine Beweggründe hier im Forum sind für mich immer noch nicht klar. In einem anderen Post, schreibst du, dass du Versuche mit Foreskin-Restoration betreibst.... Warum tust du das??? Ich dachte, du hast mit dem Beschnitten-Sein keine Probleme?

    Bei einer low-Beschneidung wird das innere Vorhautblatt m. W. komplett entfernt. Wenn es wahr ist, dass du noch keine Einbußen beim Empfinden hast, hattest du großes Glück. Ansonsten ist eine starke Desensibilisierung nach 8 Jahren allerdings auch noch nicht zu erwarten, deshalb kannst du noch keine Aussage zu den langfristigen Effekten treffen!

    Du schreibst, dass du einige Männer/Freunde kennst, "die eine Beschneidung dringend nötig gehabt hätten".
    Was qualifiziert dich zu dieser Einschätzung? Bist du Urologe? Du bewegst dich scheinbar in einem speziellen sozialen Umfeld, wenn du häufig Einschätzungen über die Penisse von anderen Männern triffst.

    Weiter schreibst du: "Ich finde persönlich ein Beschneidungsforum sollte informieren über gute, sowie schlechte Seiten."
    Mit diesem Thema sind wir hier durch. Das Geschwurbel von den guten Seiten einer Beschneidung kennt man zu Genüge (Hygiene, besserer Schutz vor STD's, Peniskrebs) - keine dieser Gründe halten einer kritischen Prüfung stand. Wenn ein erwachsener Mann aus freien Stücken für den Eingriff entscheidet, ist das sein gutes Recht. Er muss sich aber darüber im Klaren sein, dass er unter Umständen lebenslang mit negativen Auswirkungen auf seine Sexualität leben muss! Darüber wird meist nicht ausreichend informiert, weil viele Urologen in erster Linie an ihren Geldbeutet denken. Und natürlich gibt es medizinisch indizierte Fälle, in denen eine Beschneidung unumgänglich ist. Diese sind sehr selten und in der aktuellen "Phimoseleitlinie" definiert.

    Deine Aussage "Klar gibt es Komplikationen, aber hier wird viel Angst verbreitet. Und eine Beschneidung grundsätzlich schlecht geredet." ist schon ziemlich unverschämt! Es gibt viele Männer hier, die erheblich unter den Spätfolgen und lebenslang unter sexuellen Problemen als Folge der Beschneidung leiden. Und da muss sich jeder drüber im klaren sein, der sich ohne guten medizinischen Grund dieser OP unterzieht! Niemand schürt hier grundlos Angst! Hier berichten Männer von Ihrer negativen Erfahrung. Und in diesem Forum geht es nun mal um Männer, die damit Probleme haben!

    Unterm Strich kann ich dein Anliegen hier im Forum nicht nachvollziehen. Was bezweckst du eigentlich mit deinen Äußerungen?

    Wer mit seiner Beschneidung wirklich zufrieden ist, hat es im Normalfall nicht nötig in einem Forum quasi damit zu werben, dass bei ihm alles super ist. Wir als geschädigte Männer allerdings, die unter den Folgen leiden, haben guten Grund dazu, andere Männer vor leichtfertigen Beschneidungen zu warnen und andere Betroffene zu unterstützen!

    Hi, ich will hier garnicht gegen euch anreden, ich wurde selber auch beschnitten. Mein bester Freund z ebenfalls beschnitten. Ich unterhalte mich öfters mit Ihm, ich wurde mit 16 beschnitten und er mit 18, beide Entscheidungen waren medizinisch nicht 100% notwendig, und daher mehr oder weniger auch freiwillig getroffen.
    Ich lese hier immer wieder wie schlimm Beschneidungen sind. Bei mir und meinem besten Freund war es auch nach 1-2 Wochen problemlos verheilt und alles wieder in bester Ordnung.

    Ich möchte anfügen, dass ich keine Probleme mit Austrocknung oder Empfindungsverlust habe.
    Vielleicht hilft auch eine etwas positivere Einstellung.

    Hallo Cutdick,

    bitte den roten Kasten lesen. Trotzdem noch ein paar Anmerkungen von mir.

    An anderer Stelle schreibst du, dass du vor der Beschneidung Schmerzen hattest und das Gefühl jetzt super sei - in diesem Thread beschreibst du jedoch, dass es keine 100%ige medizinische Indikation bei dir gab. Das klingt etwas widersprüchlich, erklärt aber ein Stück weit, warum du den Eingriff für dich positiv wertest. Aus deinen bisherigen Posts ist leider nicht erkennbar, wie lange deine Beschneidung schon zurück liegt.
    Die Zeitspanne, wie lange eine Beschneidung zurückliegt, ist nach meiner Erfahrung jedoch ein maßgeblicher Parameter, wenn es um die Frage geht, ob die Beschneidung als Langzeitfolge einen Sensibilitätsverlust verursacht hat. Ein weiterer Parameter ist die "Radikalität" der Beschneidung, d.h. wie viel vom inneren Vorhautblatt (und ggf. Frenulum) entfernt wurde.

    Ich befasse mich mit dem Thema Beschneidung schon seit vielen Jahren und wurde selbst als Kind (unnötigerweise) beschnitten - im Alter von ca. 10 Jahren.

    Die Erfahrung am eigenen Körper zeigt mir, dass Eichel und verbliebener Vorhautrest sukzessive mit den Jahren an Sensibilität verlieren. D.h. wenn diese empfindlichen und sensiblen Schleimhäute jahrelang ungeschützt den Umwelteinflüssen (Reibung, Austrocknung, Chemikalien, Sonnenlicht, Kälte....) ausgesetzt sind, kommt es zu einem "ungünstigen Alterungsprozess", den es so bei unbeschnittenen Männern nicht gibt. Wesentlicher Parameter ist, wie lange die Beschneidung schon zurück liegt. Ein erkennbarer Sensibilitätsverlust zeigte sich bei mir schon nach 5 Jahren - im Vergleich zu Gleichaltrigen war mehr Zeit erforderlich um "fertig" zu werden, als gravierendes Problem nimmt man das allerdings noch nicht wahr. Ein stärkerer Empfindungsverlust war nach 10 Jahren erkennbar (Alter ca. > 20 Jahre), von da an war stärkere Reizung notwendig um intensive Empfindungen zu erleben. Richtig gravierend wurde es ca. 30-35 Jahre nach der Beschneidung (Alter > 45). Kaum noch Gefühl und nur noch selten ein richtiges Orgasmusgefühl vor der Ejakulation. Mit der Zahnbürste über die Eichel fahren, ist für einen unbeschnittenen Mann kaum auszuhalten - 35 Jahre nach der Beschneidung ist aber die ungeschützte Eicheloberfläche so verdickt und unempfindlich geworden, dass man das nicht mehr als schmerzhaft empfindet! Inzwischen habe ich von vielen anderen Männern hier und in anderen Quellen vergleichbare Äußerungen gelesen und gehört. Es handelt sich also nicht um bedauerliche Einzelfälle oder nur durch eine "negative Einstellung" verursachte Auswirkungen! Unter anderem weisen auch Studien von Morten Frisch darauf hin, dass es sich nicht nur um Einzelfälle handelt, wenn Männer negative Auswirkungen auf die Sexualität beklagen.

    Ein weiterer Parameter ist die Radikalität der Beschneidung. Es gibt viele Männer, die schon unmittelbar nach der Beschneidung einen gravierenden Gefühlsverlust beklagen. Wenn man die Erläuterungen dieser Männer genau liest, erkennt man schnell, dass in diesen Fällen radikaler beschnitten wurden, d.h. das innere Vorhautblatt wurde (nahezu) vollständig entfernt und ggf. sogar das Frenulum. Wenn man sich die Sorell-Studie anschaut, versteht man, warum eine sehr radikale Beschneidung zwangsläufig schon unmittelbar nach der Beschneidung solche Auswirkungen hat.

    Zu Pekarek siehe: Ein evidenzbasierter Blick auf die Beschneidungsdebatte - Von Hendrik Pekárek, Berlin

    Ich wusste nicht, dass das obg. "Werk" von Pekarek schon im Jahre 2013 hier im Forum thematisiert wurde.

    Siehe auch meine Abrechnung mit dem "reformierten" WD: Wissenschaftlicher Dienst des Bundestages


    Erschreckend finde ich aber, dass der Wissenschaftliche Dienst unseres Gesetzgebers auch noch im Jahre 2018 für seine Argumentationen zu § 226a StGB versus § 1631d BGB diesen Herrn Pekarek als Quelle verwendet. Das ist wirklich schwer zu ertragen! X(
    Aber wie ich sehe, war auch das schon mal Thema hier im Forum.

    Was dazu damals dazu geschrieben hast, finde ich super. Danke. :)