# brokendream
# Erweiterungsplastik
- sicherlich ist eine Erweiterungsplastik einer Zirkumzision vorzuziehen.
Sobald ich das Wort Erweiterungsplastik höre, möchte ich allerdings anmerken, dass jeder unnötige Skalpellschnitt am Penis (am menschlichen Körper überhaupt, ob männlich oder weiblich) vermieden werden sollte.
Man freue sich nicht pauschal über eine angebotene Erweiterungsplastik, man empfehle sie nicht pauschal. Denn nicht, dass bisher Jungen zur Beschneidung gedrängt worden sind und künftig "großzügigerweise" nur noch ein bisschen operativ vorhauterweitert werden.
Beschneidungskritiker oder Beschneidungsgegner, anders gesagt: Intaktivisten sollten auch die Triple Inzision bzw. der operativen Vorhauterweiterung kritisch sehen und ggf. zum Dehnen raten oder - bei Kindern und Jugendlichen - generell zum Abwarten.
Es gibt einen - ja, vergleichsweise geringen - Gewebsverlust und Sensitivitätsverlust auch bei Triple Inzision bzw. der operativen Vorhauterweiterung. Es kann zu Komplikationen kommen wie bei der Zirkumzision auch.
Es gibt ggf. für den Jungen ein Beschneidungstrauma, das sich von dem einer radikalen Beschneidung nicht unterscheidet.
Selbst die Präputiolyse - Vorhautlösung - ist u. U. seelisch sehr traumatisierend, zumal, wenn der Junge ahnt, dass sie medizinisch letztlich nicht notwendig war (Kinder bekommen das mit).
"Eine Vorhautlösung mittels Knopfsonde ist daher nicht notwendig und sogar wegen der Verletzungsgefahr unbedingt zu vermeiden."
https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/kin/oh-mann.pdf