Anzeige gegen Rabbi Teichtal wegen der Durchführung einer Metzitzah b'Peh Beschneidung

  • [quote='Joeye',index.php?page=Thread&postID=16286#post16286

    Ich geh' dann weiter Holz hacken...

    [/quote]

    Dann schwitz' mal schön! Ist bei Euch so kalt? Hier ist 20°C.

    Ob der Hirnschaden nun vom Zucker, oder vom Nichtwirken des Zuckers kommt - ist das so wichtig? Hirnschäden möchte man gerade bei Babys nicht gerne haben. (Im hohen Alter kommt er ja oft ganz von selbst)

    Allerdings: "..the pain which a baby feels when its heel is pricked to yield a blood sample.." - das soll schon für einen Hirnschaden reichen? Seltsam!

    Es gibt kein Gewohnheitsrecht die eigene Ehefrau zu schlagen (gab es mal)

    Es gibt kein Gewohnheitsrecht die eigenen Kinder zu züchtigen (gab es mal)

    Es gibt kein Gewohnheitsrecht andere Menschen vollzuqualmen (gab es mal)

    Es gibt kein Gewohnheitsrecht auf geschlechtliche Diskriminierung (gibt es leider in einer Form immer noch, §1631d BGB)

    Es gibt kein Gewohnheitsrecht auf Körperverletzung (gibt es leider in einer Form immer noch, §1631d BGB)

  • Gibt es für diese (erschreckende) Feststellung einen Beleg?

    A. Einfluss,
    B. Zahlen


    A.
    Zunehmender Einfluss der Orthodoxie in Israel:


    Z.B. Rößler HC. Nicht alle diese Frauen sind meschugge. Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung 19.05.2013:11 || Steinringer R. Totengräber der Demokratie. FAZ 29.04.2013 über das Buch Peter Beinhart: Die amerikanischen Juden und Israel.

    Durch die Freistellung Orthodoxer Männer und Frauen von Militärdienst sowie durch Bezahlung des Lebensunterhaltes von 66% der Familien finanziert die Regierung Israels deren durchschnittlich acht Kinder. Der Bevölkerungsanteil wurde dadurch von 13% auf 20% gesteigert.

    USA: Zunahme der Zahl durch staatlich subventionierten Kinderreichtum, z.B. Kiryat Joel. New York State. Die Region des Hauptquartiers der Chabad-Lubawitscher Gaithersburg neben Washington D.C., beherbergt die schnellst wachsende jüdische Gemeinde in den USA. Politischer Einfluss siehe “Snippits and Snappits”: Male Circumcision Part Two: Blood Ritual: Talmud Style. June 6, 2011.

    Deutschland: 90% der jüdischen Personen hier sind seit 1990 aus den Nachfolgestaaten der USSR eingewandert. Sie sind vorrangig Chabad-Lubawitsch-Mitglieder, für die das Mund-Penis-Blutsaugen bei der Brit Milah Pflicht ist. Teichtal, Rabbiner der größten jüdischen Gemeinde, ist Chabad-Lubawitsch Mitglied.

    Er stellte mit Israels Oberrabbiner Yonah Metzger am 22.8.2012 – nach Gesprächen mit Bundesministerin Leutheuser-Schnarrenberger, mit der Grünen-Vorsitzenden Renate Künast und mit SPD-Frank Walter Steinmeier – in der Bundespressekonferenz „unverhandelbare“ Aktivitäten der „Brit Milah“ dar.

    Chabad-Lubawitsch wird von der politischen Führung in Deutschland geschätzt. (Werner. Dankschreiben an Rabbi Teichtal.) Der Ärztliche Leiter des Instituts für Kinderheilkunde der Uni Köln, Prof. Bernhard Roth, bestätigte während des Internationalen Kongresses Jüdischer Mediziner am 30.09.2012 in Düsseldorf auf meine Frage, daß er an „würdigen“ Beschneidungen auch der Lubawitscher, teilgenommen hätte.

    B. Zahlen der mit Metzitza b’Peh behandelten Säuglinge:

    10.000 jährlich in Israel, 20% von 50.000 Beschneidungen (Rabbi Dr. Halperin. Metzitzah B’peh Controversy: The view from Israel/Orthox Union wwv). Aus dem Jahr 2006. Mordechai Halperin ist “Chief officer of medical ethics, Ministry of Health, Israel.”

    Da inzwischen mehr als 20% der neugeborenen Kinder den religiösen Vorstellungen Orthodox orientierter Eltern ausgeliefert sind, dürften die Metzitza b’Peh-Aktivitäten auf ca. 13.000 jährlich angestiegen sein.

    New York: 3.564 Metzitza b’Peh von den 6.197 jährlichen Beschneidungen von Säuglingen jüdischer Eltern (MMWR.Neonatal Herpes Simplex Virus Infection Following Jewish Ritual Circumcisions that Included Direct Orogenital Suction-New York City, 2000-2011.CDC 08-06,2012: 405-409), also 57% sind amtlich bekannt.

    In New York leben ca. 10% der jüdischen Personen der USA. Die geschätzte Zahl von 7.000 Metzitza b’Peh für die USA ist eine zurückhaltende Hochrechnung.

    Deutschland: Hier sollen 10 bis 14 Mohel tätig sein, vom Oberrabbinat in Israel seien vier ausgebildet und anerkannt. Z.B. Reuven Unger, Augsburg, David Goldberg, Hof sind bekannt.

    Jährlich würden lt. Angaben jüdischer Verantwortlicher 500 Beschneidungen an Säuglingen jüdischer Eltern vorgenommen, also ca. 42 von jedem Mohel, alle 9 Tage eine. Nach meinen Berechnungen sind es 700. Für den hiesigen überwiegenden Anteil Orthodoxer Lubawitscher Satmar-Bobov-AnhängerInnen ist ein Anteil von 10% Metzitza b’Peh der 500 Brit Milah = 50 Metzitza b’Peh jährlich in Deutschland sicher das Mindestmaß. 30% der 700 ~ 200 Metzitza b’Peh sind diskutabel.

  • Da Sucrosegaben bei Babies offensichtlich in der Ärzteschaft weit verbreitet sind (aufgrund mangelnder Alternativen, weil man "irgendetwas" tun möchte), kann man seriöserweise nicht cum grano salis sagen, dass Sucrose ausserhalb jeglicher ärztlichen Kunst liegt.

    Mir ist nicht ganz wohl bei dieser Aussage, werner. Nur, weil manche Ärzte "irgendwas" tun wollen, heißt das nicht, dass dieses "Tun" ärztlicher Kunst entspricht. Mein Hausarzt hat mir mal beim Entfernen einer Warze geraten, die Zähne zusammen zu beissen. Das gehört ja wohl deshalb nicht auch zur "ärztlichen Kunst"??? Nein, wir sollten hier schon Klartext sprechen und wer von den beteiligten Diskutanten hier nach einem Schluck, einem Glas oder meinetwegen nach einem 5-Liter-Kanister Zuckerlösung bereit ist, sich in die Hoden treten zu lassen, der hebe bitte die Hand. Rücksichtnahme auf exotische Kulturen und Riten sollte nicht so weit gehen müssen, dass wir uns hier selber belügen und Blödsinn verteidigen.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Quote

    Da Sucrosegaben bei Babies offensichtlich in der Ärzteschaft weit verbreitet sind (aufgrund mangelnder Alternativen, weil man "irgendetwas" tun möchte), kann man seriöserweise nicht cum grano salis sagen, dass Sucrose ausserhalb jeglicher ärztlichen Kunst liegt.

    Zucker und Stärke (= längerkettige Zuckermoleküle) finden Anwendung zur Herstellung von Plazebos:

    Quote

    Echte oder reine Placebos: Damit werden Scheinmedikamente bezeichnet, die nur Zucker oder Stärke enthalten.


    Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Placebo

    Wenn man die Gabe von Placebos als "ärztliche Kunst" ansehen möchte, bitte sehr. Allerdings helfen Placebos - wenn überhaupt - wohl nur jenen, die an deren Wirkung glauben. Und ob ein 8 Tage alter Säugling, dem gerade die Vorhaut abgeschnitten wird, an irgendetwas "glaubt", wage ich dann doch zu bezweifeln.

  • Und ob ein 8 Tage alter Säugling, dem gerade die Vorhaut abgeschnitten wird, an irgendetwas "glaubt", wage ich dann doch zu bezweifeln.


    Danke Joeye!

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    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Mir ist nicht ganz wohl bei dieser Aussage, werner. Nur, weil manche Ärzte "irgendwas" tun wollen, heißt das nicht, dass dieses "Tun" ärztlicher Kunst entspricht. Mein Hausarzt hat mir mal beim Entfernen einer Warze geraten, die Zähne zusammen zu beissen. Das gehört ja wohl deshalb nicht auch zur "ärztlichen Kunst"???
    Nein, wir sollten hier schon Klartext sprechen und wer von den beteiligten Diskutanten hier nach einem Schluck, einem Glas oder meinetwegen nach einem 5-Liter-Kanister Zuckerlösung bereit ist, sich in die Hoden treten zu lassen, der hebe bitte die Hand.

    Rücksichtnahme auf exotische Kulturen und Riten sollte nicht so weit gehen müssen, dass wir uns hier selber belügen und Blödsinn verteidigen.


    Ich verteidige keinen Blödsinn aus Rücksichtnahme auf exotische Kulturen und Riten. Ich habe wiederholt (!) in diesem Forum und auch in meinem obigen Beitrag meine Meinung über die Verabreichung von Zuckerlösung bei Beschneidungen unmissverständlich deutlich gemacht. Ich muss mir nicht vorwerfen lassen, dass ich auf exotische Kulturen und Riten Rücksicht nehme und dazu auffordere, uns zu belügen.

    Ich habe in der Tat in meinem obigen Beitrag darauf hingewiesen, dass die Verabreichung von Zuckerlösung bei Babies seit Jahren in der Ärzteschaft praktiziert wird und auch in vielen Studien untersucht worden ist, vor allem bei der Verabreichung medizinisch (!) notwendigem Setzen von Spritzen. Ich habe darauf verzichtet, die entsprechenden Links zu setzen, könnte das aber leicht nachliefern. Wenn ein Gutachter diese Fakten (!) vor Gericht darstellt, wird dem Richter trotz des Gelächters aus dem Publikum nichts anderes übrig bleiben, als die Verabreichung von Zuckerlösung bei Babies als Teil ärztlicher Kunst zu akzeptieren. Darauf sollten wir uns einstellen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

    Was die Plazebos betrifft, so gibt es einen gravierenden Unterschied zwischen Plazebos, die durch blossen Glauben ihre Wirkung entfalten und Milchzucker enthalten, und einer Zuckerlösung, die - wie bei Schokolade - einen nachweisbaren (!) biochemischen Prozess im Körper auslöst und aus Saccharose besteht. Das unkritische Nachplappern von Wikipedia-Einträgen dient vielleicht unserer momentanen Katharsis, aber nicht der Sache, weil es leicht von den Befürwortern ausgehebelt werden kann.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Offensichtlich hat Dich mein Beitrag auf dem "Beziehungs-" oder "Appell-Ohr" statt auf dem "Sach-Ohr" erreicht. Das tut mir leid, denn das war nicht meine Intention. Das Wikipedia-Zitat ist ein reines Fakten-Zitat. So als hätte ich die Tatsache, dass Deutschland in "16 Bundesländer gegliedert ist" oder "Wasser unter Normaldruck bei 100 Grad Celsius siedet" auf diese Weise belegt. Deshalb ist die Tatsache, dass Placebos nun mal hauptsächlich aus Di- und Polysacchariden bestehen, auch nicht "kritisch zu werten".

    Vielmehr war es meine Intention, Kritik daran zu üben, dass dieselben Substanzen, bei denen es sich ja quasi um "das Neutrale Element der Pharmakologie" handelt, nun plötzlich bei Neugeborenen eine signifikante ... ja was eigentlich ... pharmakologische, nämlich analgetische Wirkung haben sollen ?!

    Dein Hinweis auf wissenschaftliche Untersuchungen in diese Richtung, die selbiges zu belegen scheinen, ist gut und wichtig! Dies war mir so nicht bekannt. Allerdings habe ich selber einige Jahre im akademisch-naturwissenschaftlichen Betrieb zugebracht und weiß daher, wie unkritisch, stumpfsinnig und vor allem methodisch fraglich manche "Forscher" zu Werke gehen. Gerade in der Medizin, in der man ohne Promotion nichts gilt, werden gerne inhaltlich wie methodisch dürftige "Doktoraufsätzchen" hingelegt. Eine medizinische Abschlussarbeit ist in der Regel nicht zu vergleichen mit einer Promotion in der Chemie, Physik oder auch in den meisten Geisteswissenschaften.

    Nachdem wir uns also schon mit recht zweifelhaften Studien zur "Beschneidung und Reduktion des HIV-Infektionsrisikos" kritisch beschäftigt haben, sehen wir uns nun mit der Notwendigkeit konfrontiert, dasselbe mit dem Thema "Zucker und Analgesie bei Neugeborenen" zu tun.

    Du hast ja selber weiter oben schon eine Studie aus dem Jahr 2001 verlinkt, die du mit den Worten zusammengefasst hast "helfen tut es nix". Hier eine aus dem Jahr 2008
    http://www.cmaj.ca/content/179/1/37.full

    in der es heißt

    Quote

    We found a modest reduction of pain in newborns of both diabetic and nondiabetic mothers when sucrose was used for all medical procedures performed in the first 2 days after birth. However, when each procedure was analyzed separately, we found that the effectiveness of sucrose was limited to venipuncture for the newborn screening test.


    Eine Venenpunktur, also das Einstechen einer Nadel, dürfte mit einem deutlich kleineren und vor allem kürzeren Schmerzreiz verbunden sein als das Abschaben der Vorhaut von der Eichel und das Abtrennen dieser Vorhaut. Es erscheint plausibel, dass die erzeugte großflächige Wunde tagelang Schmerzen verursacht (z.B. bei einem Windelwechsel). KEINE der Studien legt nahe, dass da Zuckerwasser ein probates Schmerzmittel sein könnte.

    Hier noch eine Meta-Studie aus dem Jahr 2009 zu dem Thema:
    http://www.sucrose.eu/upload/cochrane_review_146.pdf

    Quote

    The administration of sucrose with and without non-nutritive sucking (pacifiers)
    has been the most frequently studied non-pharmacological intervention for relief of procedural pain in neonates.


    Also doch: Non-pharmacological! Und weiter:

    Quote

    Studies in which the painful stimulus was circumcision were excluded.

    In den ersten Tagen und Wochen eines Lebens ist die Nahrungsaufnahme und Energiezufuhr der zentrale Lebensinhalt. Dass als Folge dessen ein starker Beruhigungs- oder Belohnungseffekt einsetzt, der kurzzeitige (sic!) Schmerzen vergessen lässt, scheint mir sehr plausibel.

  • Es wäre vielleicht ganz interessant in die chemische Feinanalyse von Placebos einzusteigen, ist für dieses Thema aber eigentlich nicht nötig. Nur soviel: die Aussage von Wikipedia, Placebos bestünden aus Zucker oder Stärke ist mindestens undifferenziert, wenn nicht falsch. Plazebos können auch aus anderen Stoffen bestehen (z.B. Olivenöl). Eine Metastudie über 139 Plazebountersuchungen ergab, dass nur 8% aller dieser Studien überhaupt Angaben über die Zusammensetzung der verwendeten Plazebos machten.

    Mein Punkt ist aber ein anderer. Man kann natürlich die Ärzteschaft komplett als Idioten bezeichnen, und dafür sicher auch jede Menge Beispiele anführen, sowohl im wissenschaftlichen als auch im praktischen Bereich. Aber vielleicht sollte man dann doch nicht soweit gehen, die umfangreiche Studienlage zur Wirkung von Sucrose bei Kindern dadurch "entlarven" zu wollen, dass dabei nur Plazebos verwendet worden sind. Wenn dem wirklich so wäre, bräuchte es nicht dieses Forum, um darauf zu kommen. Das hätten dann schon andere erledigt, und so blöd sind die Herausgeber medizinischer Fachzeitschriften nicht, dass sie solchen Schwachsinn (wenn es denn einer wäre) reihenweise veröffentlichen würden.

    Um es zu wiederholen: die Wirkung von Sucrose bei der Beschneidung ist laut Studienlage entweder überhaupt nicht vorhanden oder bestenfalls minimal. Das ist unstrittig.(Damit haben wir uns übrigens schon vor vielen Monaten in diesem Forum auseinandergesetzt.) Davon abgrenzen muss man, dass generell die Gabe von Sucrose bei der Schmerzbehandlung von Kleinkindern ganz offensichtlich zur "ärztlichen Kunst" gehört. Dass mir nach fast 2000 Beiträgen in diesem Forum lediglich aufgrund dieses einen sachlichen Hinweises öffentlich "Rücksichtnahme auf exotische Riten und Kulturen" sowie die Verbreitung von "Blödsinn" vorgeworfen wird, macht es ja wohl verständlich, dass ich darauf nicht nur auf der Sachebene, sondern auch auf der Beziehungsebene reagiere.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Deutschland: Hier sollen 10 bis 14 Mohel tätig sein, vom Oberrabbinat in Israel seien vier ausgebildet und anerkannt. Z.B. Reuven Unger, Augsburg, David Goldberg, Hof sind bekannt.

    Mit Verlaub: ein "Beleg" ist diese Aussagen nicht gerade.

    Jährlich würden lt. Angaben jüdischer Verantwortlicher 500 Beschneidungen an Säuglingen jüdischer Eltern vorgenommen, also ca. 42 von jedem Mohel, alle 9 Tage eine. Nach meinen Berechnungen sind es 700. Für den hiesigen überwiegenden Anteil Orthodoxer Lubawitscher Satmar-Bobov-AnhängerInnen ist ein Anteil von 10% Metzitza b’Peh der 500 Brit Milah = 50 Metzitza b’Peh jährlich in Deutschland sicher das Mindestmaß. 30% der 700 ~ 200 Metzitza b’Peh sind diskutabel.

    Nach der "Mitgliederstatistik der jüdischen Gemeinden und Landesverbände" hat es im Jahre 2012 genau 199 jüdische Geburten gegeben. Wie "jüdische Verantwortliche" (wer immer das sein mag) daraus 500 Beschneidungen machen, ist mir ein Rätsel.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Möglicherweise Hirnschäden durch Sucrosegabe bei Neugeborenen:


    http://www.guardian.co.uk/science/2010/s…-relief-warning


    Diese Untersuchung hat nicht zuletzt deshalb heftige Diskussionen ausgelöst, weil in ihr von "Nociceptive brain activity" (schädigende Hirnaktivität) die Rede ist.

    http://www.thelancet.com/search/results…hStarted=lancet

    Die Auswirkungen sind nicht nur vorübergehend, sondern wirken langfristig.

    http://www.drmomma.org/2010/09/sugar-…wborn-pain.html

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Dass mir nach fast 2000 Beiträgen in diesem Forum lediglich aufgrund dieses einen sachlichen Hinweises öffentlich "Rücksichtnahme auf exotische Riten und Kulturen" sowie die Verbreitung von "Blödsinn" vorgeworfen wird, macht es ja wohl verständlich, dass ich darauf nicht nur auf der Sachebene, sondern auch auf der Beziehungsebene reagiere.

    Tut mir leid, werner, wenn ich hier wohl etwas heftig war. Ich weiß, dass Du die betäubungslose Beschneidung weder tolerieren noch verteidigen willst. Ich bin mir auch der Qualität Deiner Beiträger bewusst. Ich habe nur den Eindruck, dass Du es hier mit der "Sorgfaltspflicht" etwas übertreibst. Ich für meinen Teil weigere mich, die Gabe von Zuckerwasser, und nichts anderes ist Sachrose, als auch nur ansatzweise der ärztlichen Kunst zugehörig zu akzeptieren. Das ist bestenfalls Quacksalberei. Und dies werde ich auch unmissverständlich (!) äußern.
    Ein Stock zum Draufbeissen hilft ebenfalls in gewisser Hinsicht, einen schmerzhaften Eingriff zu überstehen.

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    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Quote

    Man kann natürlich die Ärzteschaft komplett als Idioten bezeichnen, und dafür sicher auch jede Menge Beispiele anführen, sowohl im wissenschaftlichen als auch im praktischen Bereich. Aber vielleicht sollte man dann doch nicht soweit gehen, die umfangreiche Studienlage zur Wirkung von Sucrose bei Kindern dadurch "entlarven" zu wollen, dass dabei nur Plazebos verwendet worden sind.

    Das Erste tue ich keineswegs. Ich habe größte Hochachtung vor dem Chirurgen, der meinem Vater vor einigen Jahren in einer 7-stündigen Not-OP das Leben gerettet hat.

    Das Zweite tue ich sehr wohl. Wer als Doktorand für die Erlangung seines Titels ein paar Monate bei Zirkumzisionen Babys mal Wasser und mal Zuckerwasser in den Mund träufelt und mit der Stoppuhr misst, ob sie mehr oder weniger lange schreien, hat meine Hochachtung nicht. Auch nicht wenn er sich anschließend fundiertes Wissen in SPSS aneignet. Das Ganze ist wirklich so absurd, dass ich nicht weiss, ob ich lachen oder weinen soll. Und ich werde meine Empörung darüber auch genau so deutlich machen, wie ich das in dem Falle der "60%igen HIV Reduktion durch Beschneidung" getan habe.

    Ich wäre aber froh, wenn Du verstündest, dass meine Empörung keineswegs in Deine Richtung zielt. Für mich bist Du ein Advocatus Diaboli und hast als solcher im Rahmen dieses Forums eine sehr wichtige Rolle.

  • ...dass die Verabreichung von Zuckerlösung bei Babies seit Jahren in der Ärzteschaft praktiziert wird ....

    Zucker wird „gegen Schmerzen“ ausschließlich bei Beschneidungen von Säuglingen verabreicht, als Plazebo für die Eltern. Mir war die „Indikation“ Schmerzlinderung bislang unbekannt. Dass Mohels Zuckerverabreichung lernen und praktizieren ruft die tatsächliche Wirkung von Zucker hervor: Zucker setzt Insulin frei. Insulin macht die Zellwände durchgängig für Zucker und auch für Aminosäuren, darunter Arginin. Arginin unterstützt in den Zellen die Vermehrung von Herpesviren. Diese impft der Mohel durch den Speichel-Venen-Kontakt in die Venen ein. (Siehe auch „Der Zweck der jüdischen Beschneidung“, Version 29.04.2013, Wirkung von Rotwein, Feuersteinmesser, Achter Tag, Fesselung, Betäubungsverbot sowie venöser Sog mit Aufnahme von Mikroben und genetischen Eigenschaften des Mohels in den Säugling.). Von der Mutter dem Kind mitgegebene – und später eigene – Antikörper verhindern die gefährliche Überschwemmung des Kindes mit neugebildeten Viren. Aber in Zellen überdauern sie lebenslang.

  • Nach der "Mitgliederstatistik der jüdischen Gemeinden und Landesverbände" hat es im Jahre 2012 genau 199 jüdische Geburten gegeben. Wie "jüdische Verantwortliche" (wer immer das sein mag) daraus 500 Beschneidungen machen, ist mir ein Rätsel.

    Die Gesamtbevölkerung Deutschlands hat eine fünfmal größere Fortpflanzungsrate als die jüdischen Gemeinden gemäß deren Angaben für 2012. Aus deren Angaben resultieren 100 Beschneidungen.

  • Quote from Wolff Geisler

    "Mir war die Indikation "Schmerzlinderung" bislang unbekannt."

    Bitte einmal bei Google "sucrose infants pain" eingeben. Offensichtlich ein sehr breites Forschungsthema.


    Quote from Wolff Geisler

    "Arginin unterstützt in den Zellen die Vermehrung von Herpesviren."

    "Antiviral effect of arginine against herpes simplex virus Type 1"

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/19288025


    (Hervorhebungen von mir) 

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Broder hat vor einer Weile In der Sendung Entweder Broder - Die Deutschland-Safari! gemacht:

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    Zwei Zitate von Broder in dem Beitrag lauten:
    "Es gibt Sitten, Gebräuche und Gewohnheiten, die sich mit der Zeit wandeln..."

    Und in dem Zusammenhang die Frage:

    "Kann man heute Jungen Menschen sagen, dass sie keinen Sex vor der Ehe haben sollen?"

    Da nehme ich Ihn beim Wort:

    Warum gilt das nicht auch für Beschneidung? Kann man archaische Verletzungsrituale heute nicht hinterfragen und warum muss an überlieferten Bräuchen so vehement fest gehalten werden?


  • Aus meiner Sicht ist nichts daran auszusetzen, wenn man jungen Menschen sagt, dass sie keinen Sex vor der Ehe haben sollen oder ihnen erklärt, dass sie nicht in der Nase popeln sollen. Worte verletzen nicht und ein junger Mensch, der erwachsen wird, lernt auch zu unterscheiden, ob die Regeln seines Elternhauses oder seines Umfelds für ihn akzeptabel oder unsinnig sind.

    Die Beschneidung verletzt einen Menschen aber nicht mit Worten, sondern mit scharfer Klinge und dies lebenslänglich.

    In Bezug auf den Rabbiner Teichtal sehe ich aber keine Chance, dass dieser vom Saulus zum Paulus werden könnte. Täte er dies, müsste er sich ja selbst eingestehen bisher in unzähligen Fällen Menschen großes Leid zugefügt zu haben. Teichtal ist ein Rabbiner von vielen, denen es wohl ähnlich ergehen wird. Und ist es hier nicht verständlich, dass diese Rabbiner alle ihre "Schäfchen" dazu ermutigen, diesem Brauch zu folgen, damit aus diesem "Ritual" nicht plötzlich rückwirkend eine schwere Körperverletzung wird.

    Menschen, die Teil einer Gesellschaft sind, wo Kinder beschnitten werden, brauchen sehr viel Mut und Kraft, um hier Veränderungen geschehen zu lassen. Da aber den meisten dieser Mut fehlt, existiert hier eine "jahrtausende alte Tradition".

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Quote


    dass diese Rabbiner alle ihre "Schäfchen" dazu ermutigen, diesem Brauch zu folgen, damit aus diesem "Ritual" nicht plötzlich rückwirkend eine schwere Körperverletzung wird.

    Es ist ja nicht nur das. Ein Mohel zieht seine Bedeutung und damit seine Macht aus dem Ritual. An ihm kommt keine Familie mit Neugeborenen vorbei. Er wird eingeladen, respektiert und wertgeschätzt in einer Funktion die er quasi selbst geschaffen hat und nur selbst ausfüllen kann. Ein Verzicht auf das Ritual wäre auch ein Verzicht auf ein Stück Bedeutung.

  • Ein Mohel zieht seine Bedeutung und damit seine Macht aus dem Ritual.


    Und wenn man scharf darüber nachdenkt, ist so ein Mohel (wie auch ein Sünnetçiler) tatsächlich fast allmächtig. Sie stehen über den Menschenrechten und selbst das deutsche Gesetz bzw. die Bundeskanzlerin (Stichwort "Komikernation!") haben vor ihnen einen Bückling gemacht. Oder wie im Fall Teichtal schrecken sogar Gerichte davor zurück, hier dem Grundgesetz Geltung zu verschaffen.

    Ob ein Verzicht auf die Vorhautamputation zugunsten eines symbolischen Ritual die Bedeutung eines Mohels schmählern würde, weiß ich nicht. Früher haben Studentenverbindungen auch einen großen Wert darauf gelegt, dass man sich gegenseitig verletzt. Heute hat die Zahl der schlagenden Verbindungen meines Wissens stark abgenommen. Bei den Weltreligionen hat sich dieser Wandel jedoch noch nicht rumgesprochen.

    Hinweis: Ich möchte ausdrücklich betonen, dass sich mein Vergleich in Bezug auf schlagende Studentenverbindungen und beschneidende Religionen nur darauf bezieht, dass hier die studentischen Gemeinschaften ihre Traditionen an die heutige Zeit adaptiert haben. Beschneidende Religionen unterscheiden sich ja von schlagenden Studentenverbindungen in dem wesentlichen Punkt, dass bei beschneidenden Religionen die Opfer ohne Einwilligung durch eine Körperverletzung geschädigt werden.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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