Zum Teil liegt es an der sogennanten „Gender-Sympathy-Gap“, da [Forenleitung: bitte keine Ausdrücke für "Frauen" verwenden die heute allgemein als herabwürdigend angesehen werden] evolutionär gesehen für das Überleben einer Spezies von größerer Bedeutung sind, weil sie Eierstöcke haben. Aus ähnlichen Gründen wurden Männer beim Sinken der Titanic von den Rettungskräften vernachlässigt.
Es hat aber noch einen Grund: Männer wollen Maskulinität ausstrahlen. Die Beschneider wissen das.
Es liegt in der menschlichen Natur, auf das andere Geschlecht sexuell anziehend wirken zu wollen. Aus diesem Grund reden Zirkumzisionsgeschädigte nur ungerne offen über Probleme, die ihre Sexualität betreffen, denn Probleme mit der eigenen Sexualität passen nicht in ein maskulines Selbstbild.
Wie wahrscheinlich ist es, dass ein Zirkumzisionsgeschädigter öffentlich in Person zugeben würde, dass er zum Beispiel an Erektionsstörungen leidet, oder bei starken Erektionen schmerzen verspürt? Würde das bei Frauen gut ankommen?
Das üble Märchen „Sei einfach du selbst!“ hat nichts mit der Wirklichkeit zutun. Wer als Mann Schwäche zeigt, macht sich bei Frauen zum Gespött. Das haben sich die Beschneider zu Nutze gemacht.
Aus diesem Grund ist über die katastrophalen sexuellen Auswirkungen der Vorhautbeschneidung in der Allgemeinheit wenig bekannt. Wahrscheinlich wissen viele nicht mal, dass Zirkumzision überhaupt existiert, oder es interessiert sie nicht, und sie sind einfach froh, dass sie nicht selbst betroffen sind.
Zudem berichten die Massenmedien höchstens spärlich darüber. Mit etwas Glück gibt es eine Reportage im Jahr, in der darauf aufmerksam gemacht wird. So ensteht der falsche Eindruck, dass fast kein Schaden vorhanden ist. Der Schaden wurde „unter den Teppich gekehrt“.
Und dem „Justizsystem“ interessiert es sowieso nicht. Beschnittene leben in einem Zeitalter, wo das eine Problem, welches sie für immer begleitet, vom „Justizsystem“ nicht beachtet wird. Florian aus dem ARTE-Dokumentarfilm „Jungenbeschneidung - Mehr als nur ein kleiner Schnitt“ versuchte, wie hier bekannt sein müsste, die Schande, die ihm angetan wurde, zur Anzeige zu bringen. Wie man es erwarten könnte, flog seine Klage jedoch kurzerhand aus dem Fenster.
Das Leben ist ein Nullsummenspiel. Wo die Einen gewinnen, hier die Beschneidungsindustrie und die Potenzmittelindustrie, verlieren die Anderen, die Beschneidungsgeschädigten.
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