Gute Gründe, um einen beschnittenen Mann zu behalten?

  • Korrektur: Eigentlich mag ich meinen kleinen Bruder, aber ohne seinen Egoismus und seine persönliche, soziopathische Schattenseite.


    Noch ein Gedanke:

    Eigentlich ist mir Egal, was andere über mich denken, aber ich weiß, dass die meißten nicht gerne in meinem Fleisch stecken würden, wenn sie wüssten, was Besch****ung mit jemandem macht.

    Es ist auch schwer zu glauben, dass Volltr___el da draußen, welche massiv Rauchen und Alkohol trinken, evtl. Drogen konsumieren, sogar kriminell sind, meißtens dennoch über eine bessere physikalische Integrität als ich verfügen. Denn selbst von denen wurden die meißten nicht B*s*hn*t**n.

    Was für mansche Selbstverständlich ist, ist für andere ein Traum fernab der Realität, weil der Arzt „nunmal” an letzterem profitiert hat.

    Diabetes akzeptieren ist nicht annähnernd so schön wie kein Diabetes haben. Ich würde nie im Leben mit einem Diabetiker tauschen wollen. Niemals. Wirklich.


    Aber nur so wird es funktionieren.


    Ich versuche die Akzeptanz langsam und langsam zu absorbieren. Und das Gefühl, ein minderwertiges Lebewesen zu sein, welches von anfang an nicht dazu bestimmt war, angenehm zu lebenn, muss ich ebenfalls sobald wie möglich vergessen.
    Manche Menschen meckern über rote Ampeln oder schlechte Mitschüler/-innen, anstatt dankbar dafür zu sein, nie beschnitten worden zu sein.
    Und nein, ich bin nicht Sexsüchtig. Gleiches würde ich empfinden, wenn man meine Hand usw. amputiert hätte.


    Warum hassen Menschen alt werden? Es gibt unzählige Gründe. Einer davon ist Impotenz.
    Aber für beschnittenen Männern wird das nicht erst mit 75, sondern schon mit 30 zum Problem (auch davor stark sexuell eingeschränkt), neben täglichen Schmerzen.
    Für einen Skandinavier klingt das absurd. Für einen Beschnittenen ist es die Realität.
    Wenn Beschneidung heute erfunden wäre, würde man meinen: es sei eine Dystopie aus einem Horrorfilm. (würg) *Kotz*

  • Die sollen es so richtig zu spüren kriegen.


    Auch dieser Satz macht mir wieder vieles verständlicher. Es hat sich bei Dir unglaublich viel Wut und Hass angestaut, der sich jetzt in Form von negativen Gefühlen entlädt. Und mit Deiner gegenwärtigen Einstellung schadest Du damit leider nur Dir selbst. An den "Schuldigen" prallen Deine Vorwürfe regelrecht ab und die ganze negative Energie landet daher unverarbeitet wieder bei Dir selbst. Du musst aus dieser Spirale raus und wie gesagt ist Deine Beschneidung der Auslöser, aber dennoch höchstens ein Teil Deines Problems.

    Es ist auch schwer zu glauben, dass Volltr___el da draußen, welche massiv Rauchen und Alkohol trinken, evtl. Drogen konsumieren, sogar kriminell sind, meißtens dennoch über eine bessere physikalische Integrität als ich verfügen. Denn selbst von denen wurden die meißten nicht B*s*hn*t**n.


    Woher glaubst Du die Realität von Leuten zu kennen, die viel rauchen, trinken und auch sonst ihrer Gesundheit schaden? Schau doch einfach mal die Zigarettenpackungen näher an. Da steht nicht zum Spaß drauf, dass Rauchen impotent macht. Und Alkohol oder andere Drogen bzw. selbst kriminelles Verhalten (Stresshormone) führen tendenziell dazu, dass selbst mit intakter Vorhaut irgendwann tot Hose ist.

    Im Grunde ist dies wie bei Aktienspekulationen, Steuerhinterziehung und ähnlichem Gedöns. So lange alles im grünen Bereich läuft, prahlen die Betroffenen mit ihren "Erfolgen". Ist der "Spaß" vorbei, herrscht schweigen. Und die anderen sind dann so blöd und glauben tatsächlich, dass sich bei denen nichts verändert hätte, obwohl die "Helden" von damals in Wahrheit längst völlig ruiniert sind.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Da steht nicht zum Spaß drauf, dass Rauchen impotent macht.


    Beschneidung aber noch mehr.

    Ich habe in letzter Zeit darum gekämpft, den Gedanken der Akzeptanz, dass mein einziges Leben, Existenz im Universum „nunmal” suboptimal ist, in meinen Schädel zu hämmern.
    Ich wollte meinen Zustand Akze****ren, aber mein Gehirn will einfach nicht mitmachen.

    Beschneidung zieht an meinen Gedanken. Ich will einfach loslassen können.

    Alle Beleidigungen, welche ich jemals gehört habe, sind NICHTS im Vergleich zum Folterakt, welcher mir angetan wurde.

    Ich habe endlich ein Video gefunden, welches mir aus der Seele herrausspricht:

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    Ich hatte zwar nie vor, mir das Leben zu nehmen, da Leben immer besser ist als nicht Leben. Aber ich möchte nicht wahrhaben, dass ich wie ein steinzeitlicher Sklave zu leben habe, und dann mir noch von jeder Seite anhören muss:

    • „Ach, mach dir nichts draus! ZIrkumzision ist doch ganz hygienisch!” — Wie Handamputationen.
    • „Beschneidung ist für Frauen ästhetischer!” — In der Tat. Nämlich für Psychopathinnen.
    • „PHIMOSE bla bla bla ... PHIMOSE!!!” — Vergleichbar mit ....
    • Ein Arzt: „Alles sei IN ORDNUNG!” — Genau so in Ordnung wie mit amputiertem Fuß oder Hand.
    • „Du bist selber Gehirngewaschen!” — Falls die Person, die mir das erzählt hat (nicht meine Eltern, sondern eine weitere Person, die mir eigentlich helfen sollte), das hier liest: Ich verabscheue deine grausame Unmenschlichkeit, diese offensichtlichen Tatsachen zu Verleugnen, meine Probleme nicht als Solches zu nehmen und alle eindeutigen Gegenbeweise zu verweigern.

    Noch immer glauben Menschen tatsächlich, ordinäre Vergewaltigungen seien schlimmer als eine lebenslängliche, einfach vermeidbare Behinderung wie Zirkum****on. :cursing: :S

  • Beschneidung aber noch mehr.


    Diese These wage ich zu bezweifeln. Eine Beschneidung wird sicherlich die Empfindlichkeit verringern und in seltenen Fällen kann dies wohl auch dazu führen, dass ein Orgasmus unmöglich wird. Impotenz vom Rauchen bedeutet aber, dass es jedes Mal nicht mehr klappt bzw. das gar keine ausreichende Erektion mehr möglich ist, um einen Orgasmus zu bekommen. Ich muss jedoch auch eingestehen, dass Impotenz Dank der blauen Pillen vermutlich für die meisten seinen Schrecken verloren haben dürfte.

    Aber ähnlich wie bei einer Beschneidung, muss man hier erst mal mit seiner Partnerin offen darüber sprechen und Romantik bzw. Spontanität wird meist durch eine entsprechende Vorplanung ersetzt. Im Grunde hat doch jeder irgendwo ein Handicap, mit dem er leben muss. Der eine hat ein paar Pfund zu viel auf den Rippen und fürchtet verlassen zu werden, der andere hat extrem schwitzige / stinkige Füße, die eine Frau abturnend finden kann und der übernächste hat schon mit zwanzig eine Glatze, die ihn auch in sexuellen Dingen unsicher werden lässt.

    Wenn aber der Mann hinter diesem Handicap kein Weichei ist und versucht mit diesen Schwächen möglichst souverän umzugehen, bin ich fest davon überzeugt, dass ihn dies attraktiver, statt abstoßender auf die Damenwelt erscheinen lässt.

    Die Vorgehensweise einen Nachteil in einen Vorteil umzuwandeln, ist aber für Dich wohl gegenwärtig noch sehr schwer vorstellbar. Du musst erst noch lernen, das nicht Veränderbare für Dich selbst zu akzeptieren und Deinen Hass auf diejenigen, die Dir das angetan haben so zu erleben, dass dieser nicht am Ende wieder auf Dich selbst zurückfällt.

    Bald beginnt doch wieder ein neues Jahr. Versprichst Du mir, dass Du im neuen Jahr endlich mal zu einem Therapeuten gehst und mit ihm/ihr gemeinsam versuchst das ganze etwas auf die Reihe zu bekommen.

    P.S. Das verlinkte Video habe ich wie bereits bei den letzten Videos nicht angeklickt. Wenn Du was mitteilen möchtest, dann schreibe das auch und verlinke nicht irgendwelche Videos, die von anderen ins Netz gestellt wurden oder von Dir nur verändert wurden.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Im Grunde hat doch jeder irgendwo ein Handicap, mit dem er leben muss. Der eine hat ein paar Pfund zu viel auf den Rippen und fürchtet verlassen zu werden, der andere hat extrem schwitzige / stinkige Füße, die eine Frau abturnend finden kann und der übernächste hat schon mit zwanzig eine Glatze, die ihn auch in sexuellen Dingen unsicher werden lässt.

    Stimmt...aber die sollte man differenziert sehen...was ist nunmal halt so...und was wurde von Menschen an anderen Menschen gemacht, denen angetan? Kein gewaltiger Unterschied?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Stimmt...aber die sollte man differenziert sehen...was ist nunmal halt so...und was wurde von Menschen an anderen Menschen gemacht, denen angetan? Kein gewaltiger Unterschied?


    Du hast natürlich vollkommen Recht. Wenn die "Natur" oder das eigene Fehlverhalten an einem Handicap schuld trägt, ist das nicht das gleiche, wie wenn ein anderer Mensch, eine Religion oder Behandlungsfehler der Grund dafür sind. Es gibt aber eine große Gemeinsamkeit. In allen Fällen kann man die Situation akzeptieren oder daran zugrunde gehen.

    Akzeptieren bedeutet ja nicht, dass man nicht weiterhin mit dem Finger auf denjenigen zeigt, der einem dies angetan hat. Dennoch bedeutet akzeptieren aber, dass man damit beginnt, das beste aus dem zu machen, was einem bleibt. Und ich denke hier sind wir dann wieder auf einer Linie ;)

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Bevor ich die vollständige Akzeptanz erreiche, sollte ich zunächst einfach versuchen, es einfach zu vergessen. Der Gedanke der bedingungslosen Akzeptanz, dass das eigene Leben ein Rohstoff eines Sklaventreibers ist, ist derzeit nicht Vereinbar mit meinem (un)gesunden Menschenverstand. Vielleich werde ich es später erreichen.

    das nicht Veränderbare für Dich selbst zu akzeptieren


    Ich weiß zwar dass es stimmt, aber jedesmal, wann ich den Vorschlag der Akzeptanz höre/lese, geht eine starke Welle an kognitiver Dissonanz durch mein Hirn.
    „Er darf auskosten, ich muss also akzeptieren, zuschauen und dann sterben <X (würg) ”


    Ich habe mich schon vor meiner Pubertät auf meine erste Liebe gefreut. Als ich die Wahrheit über Beschneidung begriffen habe, war mir klar: „Ne'.... das ist leider zu schön um wahr zu sein für den Menschen der ich bin. Anders als Gefühlt 99% der Menschheit. Vielleicht im nächsten Leben..”


    Im Grunde hat doch jeder irgendwo ein Handicap, mit dem er leben muss.


    Die meißten sind entweder genetisch bedingt oder geschehen auf eigene Verantwortung. Bspw. verantwortungsloses Fahren.
    Meine Behinderung wäre so leicht vermeidbar gewesen, schon wäre ich auf der überlegenen Seite der männlichen Weltbevölkerung.


    Wenn aber der Mann hinter diesem Handicap kein Weichei ist und versucht mit diesen Schwächen möglichst souverän umzugehen, bin ich fest davon überzeugt, dass ihn dies attraktiver, statt abstoßender auf die Damenwelt erscheinen lässt.


    Ein sehr wertvoller Gedanke.

    das beste aus dem zu machen, was einem bleibt.


    Wenn ich mitzählen müsste, wie häufig ich das schon gehört habe...
    Es stimmt zwar vollkommen, schützt mich aber nicht davor, dass mein unbehinderter Bruder mich kontert und niedermacht wegen seinen überlegenen Körpers. Ich wünsche mir vom Herzen, dass er einmal etwas richtig traumatisches erlebt, um einen Realitätscheck verpasst zu bekommen. (Ethik: Sowas wünscht man niemanden!) Stellt euch vor, ihr hättet einen Bruder, welcher euch

    Mein Bruder ist ein arroganter Mensch ohne Gnade. Manchmal ist er sehr freundlich, aber das hält sich in Grenzen. Er ist unberechenbar, und bereit, Menschen furchtlos verbal an Schwachpunkten zu attackieren. Die können sich nicht wehren, denn er selbst hat keine ernsthaften Schwachpunkte. Er ist der unverwundbare König.

    Am Liebsten würde ich meinen Bruder eine lange Zeit nicht mehr erblicken, denn er ist die primäre Quelle meines Minderwertigkeitskomplexes.

    Seine Beleidigungen könnten mir strenggenommen egal sein, aber es gibt keinen Weg, mit ihn zu interagieren, wenn er jemanden niedermacht. Ignorieren = er geht noch tiefer. Interagieren: er geht noch tiefer.

    Sowas wie er gehört meiner Meinung nach ins Jugendamt.

    Tatsächlich hat er mich nie wirklich wegen meiner Beschneidung beleidigt, soweit meine Erinnerung reicht. Aber ich fühle mich permanent Telepathisch durch ihn und seiner Überlegenheit beleidigt.

    Er beleidigt zwar mittlerweile so gut wie nie (aber kann zickig sein), aber ich fühle mich in seiner königlichen Anwesenheit unwohl und bedroht. Wie jemand, der ein Messer in der Hosentasche hat, und es jederzeit benutzen könnte.

    dass Impotenz Dank der blauen Pillen vermutlich für die meisten seinen Schrecken verloren haben dürfte.


    Auf externe Hilfsmittel angewiesen zu sein wie Aladin auf seine Wunderlampe (bei der Zerstörung der Lampe würde er mitzerstört werden) oder als Altersweitsichtiger auf eine Lesebrille, ist nicht annähernd so praktisch und attraktiv wie die Funktion im eigenen Körper integriert zu haben.
    Aber es ist besser als wenn es überhaupt nicht möglich wäre.

    Bald beginnt doch wieder ein neues Jahr. Versprichst Du mir, dass Du im neuen Jahr endlich mal zu einem Therapeuten gehst und mit ihm/ihr gemeinsam versuchst das ganze etwas auf die Reihe zu bekommen.


    Ich gebe mein Bestes.

    Das verlinkte Video habe ich wie bereits bei den letzten Videos nicht angeklickt. Wenn Du was mitteilen möchtest, dann schreibe das auch und verlinke nicht irgendwelche Videos, die von anderen ins Netz gestellt wurden oder von Dir nur verändert wurden.


    Das Video ist von Jordan Arel. Eine sehr wertvolle Botschaft.
    Nicht von mir verändert.

    2 Mal editiert, zuletzt von CCrippled (23. Dezember 2018 um 23:08)

  • Bevor ich die vollständige Akzeptanz erreiche, sollte ich zunächst einfach versuchen, es einfach zu vergessen.


    Wie willst Du Dein Problem mit "vergessen" lösen? Die Religionen haben wohl nicht ohne Grund eine Stelle dafür erkoren, an der sie die Angehörigen ihrer Herde "markieren", damit diese dann auch möglichst häufig daran erinnert werden, welchen Glauben man ihnen aufgezwungen hat. Bei Dir kommt dann aber noch Deine Familie und Dein Bruder ins Spiel, weshalb vergessen bei Dir vermutlich die dümmste Option wäre, um gegen diese inneren Verletzungen immuner zu werden.

    Ich habe mich schon vor meiner Pubertät auf meine erste Liebe gefreut. Als ich die Wahrheit über Beschneidung begriffen habe, war mir klar: „Ne'.... das ist leider zu schön um wahr zu sein für den Menschen der ich bin. Anders als Gefühlt 99% der Menschheit.


    Du schreibst von "gefühlt 99% der Menschheit", für die der Sex besser ist. Die Betonung liegt also auf gefühlt. Du weißt, dass viele Frauen nie einen Orgasmus erleben, viele Männer mit vorzeitigen Ejakulationen zu kämpfen haben und viele andere Problem, die auch dazu führen, dass Deine 99% mit der Realität rein gar nicht zu tun haben. Der Unterschied dürfte aber sein, dass die meisten versuchen aus der Realität das Maximum herauszuholen und damit wohl tendenziell ein großer Teil der Menschheit mit seinem Sexualleben zumindest zufrieden und ein bescheidener Teil vielleicht sogar rund um und ständig glücklich ist.

    Die meisten sind entweder genetisch bedingt oder geschehen auf eigene Verantwortung. Bspw. verantwortungsloses Fahren.

    Meine Behinderung wäre so leicht vermeidbar gewesen, schon wäre ich auf der überlegenen Seite der männlichen Weltbevölkerung.


    Was ist mit Unfallopfern, die querschnittgelähmt sind, weil ein anderer Autofahrer aufs Smartphone statt auf den Verkehr geachtet hat? Was ist mit einem Motorradfahrer, der vielleicht selbst die "Verantwortung" für einen erlittenen Unfall hat, aber ist das gerecht, dass der dann für den Rest seines Lebens leiden muss, während die anderen aus seiner Motorrad-Clique weiterhin glücklich ihre Runden drehen und einfach etwas mehr Glück gehabt haben. Ob wir unser Schicksal ändern können, ist wohl eine religiöse oder esoterische Frage. Wie wir mit unserem Schicksal aber umgehen und ob es uns gelingt dennoch glücklich zu werden, hängt vorwiegend von uns selbst ab.

    Ein sehr wertvoller Gedanke.


    Eine Frau wird einen Mann bestimmt nicht wegen einer Beschneidung den Laufpass geben oder nicht mit ihm zusammen sein wollen. Sie wird ihm aber postwendend einen Korb geben, wenn er wie ein Jammerlappen im Selbstmitleid versinkt. Jeder Mensch will doch glücklich werden und wie soll eine Frau glücklich werden, wenn sie sich die Last eines Mannes aufbürdet, der immer nur damit beschäftigt ist sein eigenes Schicksal zu beweinen, egal wie unschön dieses Schicksal auch sein mag.

    Oder mal ganz krass und direkt gesagt. Mit Gejammer wirst Du sicherlich auf Frauen treffen, die Mitleid mit Dir haben. Wenn Du aber Sex, statt Mitleid haben willst, funktioniert das so nicht.

    Am Liebsten würde ich meinen Bruder eine lange Zeit nicht mehr erblicken, denn er ist die primäre Quelle meines Minderwertigkeitskomplexes.


    Das ist doch ein ganz wichtiger Komplex, der offenbart, dass es eben nicht nur primär um Deine Beschneidung selbst geht. Therapeuten arbeiten hier oft mit sogenannten Familienaufstellungen. Wenn Du Dich auf so etwas einlässt, versuche aber zeitnah Folgetermine zu bekommen, weil hier vieles an die Oberfläche kommen kann, was man besser gemeinsam als allein verarbeiten kann. Eine Familie ist wie ein Mobilee, welches einen Gleichgewichtszustand besitzt. Wenn Du es jetzt schaffst, Deinen Minderwertigkeitskomplex zu begraben, gerät dieses Mobilee aus dem Gleichgewicht und die anderen werden tendenziell versuchen Dich wieder auf Deine alte Position zurückzudrängen. In einer Familie spielt jeder eine bestimmt Rolle und sobald man sich von dieser löst, erlebt man oft innere Widerstände. Wie schon geschrieben, suche Dir hierfür besser einen Therapeuten.

    Das Video ist von Jordan Arel. Eine sehr wertvolle Botschaft.


    Es geht hier um Dich und nicht um einen Jordan Arel, egal wie wertvoll dessen Botschaft auch sein mag.

    @Schnippi
    Ich denke nicht, dass wir uns im Kreis gedreht haben. So wie ein Katalysator eine bestimmte chemische Reaktion auslösen kann, hat hier wohl die Beschneidung ein anderes Problem massiv verstärkt.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Nachtrag zu meinem kleinen Bruder: So ganz wie ich ihn beschrieben habe ist er mittlerweile eher selten. Und ich wünsche ihm auch nicht, dass er in das Jugendamt geht. Früher war er sehr frech. Heute kann er auch manchmal ganz freundlich sein. So sollte er immer sein. Aber ich fühle mich in seiner Nähe wie eine minderwertige Lebensform. Ich fühle mich innerlich bedroht.


    Nachdem wir damit wieder am Anfangspunkt sind, kann man dieses Thema eigentlich schließen.

    Ich dachte du wolltest dich von diesem Thread fernhalten.


    Wie willst Du Dein Problem mit "vergessen" lösen?

    Akzeptanz resoniert einfach nicht mit mir.
    Ich habe mir selbst bereits tausendfach gesagt: “AKZEPTIERE ES DOCH EINFACH! ES IST NUNMAL SO! DA KANNST DU NICHTS DRAN ÄNDERN! DANN HAST DU NUNMAL NICHT DAS LEBEN DEINER WÜNSCHE! NA UND? WENIGSTENS LEBST DU ÜBERHAUPT!”


    Akzeptanz dringt einfach nicht in meinen Schädel ein, oder hält nur wenige Minuten.
    Vergessen ist das Nächstbeste.

    Was ist mit Unfallopfern, die querschnittgelähmt sind, weil ein anderer Autofahrer aufs Smartphone statt auf den Verkehr geachtet hat? Was ist mit einem Motorradfahrer, der vielleicht selbst die "Verantwortung" für einen erlittenen Unfall hat, aber ist das gerecht, dass der dann für den Rest seines Lebens leiden muss, während die anderen aus seiner Motorrad-Clique weiterhin glücklich ihre Runden drehen und einfach etwas mehr Glück gehabt haben. Ob wir unser Schicksal ändern können, ist wohl eine religiöse oder esoterische Frage. Wie wir mit unserem Schicksal aber umgehen und ob es uns gelingt dennoch glücklich zu werden, hängt vorwiegend von uns selbst ab.

    Guter Gedanke.
    Aber wenn es mir später im Leben passiert wäre, hätte ich wenigstens ein Leben ohne dieser Lähmung davor erleben können, um zu wissen, wie es sich anfühlt.
    Wenn ich bspw. mit 70 Beschnitten worden wäre, dann wäre es bloß halb so schlimm, denn ich hätte mein brauchbares Leben sowieso hinter mir, und das mit Integrität verbracht.


    wenn er wie ein Jammerlappen im Selbstmitleid versinkt.

    Diese Seite würde ich vor einer echten Frau im echten Leben verstecken. Ich würde es für mich behalten, also mich selbst zensieren.
    Aber innerlich müsste ich dennoch kämpfen.

    Wie schon geschrieben, suche Dir hierfür besser einen Therapeuten.

    Ohne Frage. Auf jeden Fall.
    Am Besten mehr als nur einmal wöchentlich.


    Mir ist noch Folgendes aufgefallen: Manchmal, wenn ich abgelenkt bin, stört die Zirk******on weniger. Aber dann braucht es nur einen kleinen Gedankenstoß, schon denke ich wieder an die Zirk*****n.
    Beispiele:

    • Rollstuhlfahrer → Behinderung → Zirkumzision.
    • Alte Menschen → schlechte Lebensqualität → Behinderung → Zirkumzision.
    • Musik mit Songtexten über Liebe und Freude.
    • Wörter wie “circumference”, “circumvent”, “abschneiden” klingen ähnlich.
    • Name “Jonas” (ich kenne keinen Jonas von dem ich weiß ob er nicht beschnitten ist, aber dieser Name erinnert mich stark an einem unbeschnittenen 16-Jährigen Jungen.).
    • Erwähnung von “Nihilismus” (Lebenszweck hinterfragen.)
    • Eine kleine Reibung der Eichel an der Unterhose (manchmal packe ich Frischhaltefolie dort ein.)
    • Erwähnung von chronischen Krankheiten wie Diabetes. Ich habe zwar keins, und bin ohne Ende, jeden Tag dankbar dafür, aber: Diabetes → lebenslängliche Folter. → genau so wie → Zirkum*****n. Zack, schon sind meine Gedanken wieder am Brennpunkt: da wo sie nicht hin sollten.
    • Sätze wie “gone forever”, selbst wenn diese im anderen Zusammenhängen stehen.

    Es geht hier um Dich und nicht um einen Jordan Arel,


    Aber er erklärt im Video viele meiner Gefühle ausführlich.

    2 Mal editiert, zuletzt von CCrippled (26. Dezember 2018 um 20:57)


  • Ich dachte du wolltest dich von diesem Thread fernhalten.

    Und ich habe den Eindruck, das es Dir gefällt, dass Du im Mittelpunkt einer großen Diskussion stehst. Aber die Diskussion führt zu nichts, Du bist immer noch auf Deinem Standpunkt. Also wozu das alles??

    Für mich ist das nur viel Theater...

    Und diese Meinung darf ich haben, so wie Du Deine haben darfst!

  • Nachtrag zu meinem kleinen Bruder: So ganz wie ich ihn beschrieben habe ist er mittlerweile eher selten. Und ich wünsche ihm auch nicht, dass er in das Jugendamt geht. Früher war er sehr frech. Heute kann er auch manchmal ganz freundlich sein. So sollte er immer sein. Aber ich fühle mich in seiner Nähe wie eine minderwertige Lebensform. Ich fühle mich innerlich bedroht.

    Wenn ich dich da richtig verstehe...dein kleiner Bruder hat dich noch NIE direkt wegen deiner Beschneidung angegangen? Er weiß gar nicht, wie sehr du darunter leidest? Du fühlst dich ihm gegenüber...unterlegen?

    Akzeptanz resoniert einfach nicht mit mir.

    Bei mir glaub auch nicht...ich finde es Scheiße...und werde es immer Scheiße finden...aber ich finde deswegen nicht mich Scheiße, oder die Ärzte die mir das angetan haben, sondern den Zustand und die Tat...kann ich irgendwie nicht akzeptieren. Aber ich habe es glaub so weit es mir momentan möglich...integriert? Es ist ein Teil von mir...auf den ich gern verzichten würde...

    Vergessen ist das Nächstbeste.

    Vergessen geht nicht...Verdrängung habe ich jahrelang versucht...klappte auch nicht...

    Aber dann braucht es nur einen kleinen Gedankenstoß, schon denke ich wieder an die Zirk*****n.

    War bei mir auch eine Zeitlang krass...irgendwo stand in Zeitung was von Obstbäumen oder dem Haushalt beschneiden...und mir sprang es ins Auge...zur Zeit der Beschneidungsdebatte habe ich keine Fernsehsendung oder Zeitungsbericht mir ansehen können...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Mein Fortschritt zur vollständigen Akzeptanz:

    Spoiler anzeigen


    Ich soll also akzeptieren, dass ich von den angenehmsten natürlichen Glücksgefühlen die ein Mensch immer wieder erleben kann, Lebenslänglich ausgeschlossen bin?
    Von dieser Akzeptanz bin ich noch weit entfernt.


    Ich habe erhebliche Schlafprobleme, ich fühle mich in der Öffentlichkeit permanent von Dieben und Verbrechern bedroht, da ich fremden Menschen kaum noch vertraue. Außerdem halte ich es nicht aus, mit meinem Bruder am selben Esstisch zu sitzen.


    Er weiß gar nicht, wie sehr du darunter leidest?


    Genau. Und das soll er auch nicht. Er hat schon so Gottkomplexe. Mein Leiden über die Beschneidung ist jetzt das Letzte was er wissen sollte.
    Eines kann ich euch erzählen: Mit ihm kann man nicht über sowas reden. Falls ihr einen Bruder habt: Er ist nicht so wie euer Bruder. Sondern ziemlich Egoistisch und Reizbar. Als sei sein Gehirn verstümmelt.


    Ab und zu ist er auch Nett und Hilfsbereit, so wünsche ich ihn mir immer. Aber sonst: das letzte Mal wo wir miteinander geredet haben war vor etwa 2 Tagen.


    Du fühlst dich ihm gegenüber...unterlegen?


    Er kann die angenehmsten natürlichen Glücksgefühle die ein Mensch immer wieder erleben kann, immer wieder erleben.
    Ich kann sie nicht einmal in meiner Lebenszeit erleben.


    Bei mir glaub auch nicht...ich finde es Scheiße

    Vergessen geht nicht...Verdrängung habe ich jahrelang versucht...klappte auch nicht...

    War bei mir auch eine Zeitlang krass


    Dann verstehen wir uns ja.

  • Weiteres Beispiel: Was mich [noch] an Beschneidung erinnert:

    Super Mario → Goomba → Beschneidung.

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    Ich würde am liebsten diese Gedanken voneinander trennen, um nicht bei kleinsten Anreizen an Zirkumz***** denken zu müssen.

  • Deine Beiträge hier sind wirklich nicht schön.

    Ich habe erhebliche Schlafprobleme, ich fühle mich in der Öffentlichkeit permanent von Dieben und Verbrechern bedroht, da ich fremden Menschen kaum noch vertraue. Außerdem halte ich es nicht aus, mit meinem Bruder am selben Esstisch zu sitzen.

    Bist du in psychologischer Behandlung? Dies wäre anzuraten, bei deinen massiven Problemen, die du hier beschreibst.

    Er hat schon so Gottkomplexe. Mein Leiden über die Beschneidung ist jetzt das Letzte was er wissen sollte.
    Eines kann ich euch erzählen: Mit ihm kann man nicht über sowas reden. Falls ihr einen Bruder habt: Er ist nicht so wie euer Bruder.

    Ich habe selbst einen Bruder und wir sind uns auch nicht immer einig. Ich würde mit ihm auch nicht über intime Dinge reden und er ist auch Egoistisch. Aber dies hat für mich weniger mit einer Beschneidung zu tun. Dahinter stecken garantiert andere Probleme.


    Er kann die angenehmsten natürlichen Glücksgefühle die ein Mensch immer wieder erleben kann, immer wieder erleben.
    Ich kann sie nicht einmal in meiner Lebenszeit erleben.

    Du machst dich selbst ziemlich fertig, was auch der Grund ist, warum du dich selbst immer tiefer hineinsteigerst.
    Du bringst ziemlich alles in deinem Leben mit deiner Beschneidung in Verbindung.
    Ich glaube nicht, dass all deine Probleme auch wirklich mit der Beschneidung zusammenhängen.
    Ich fnde es traurig, immer wieder solche Beiträge von dir zu lesen.
    Hilft es dir, wenn du solche Beiträge schreibst, damit fertig zu werden?
    Ich würde dir wirklich zu einer Therapie raten, damit du deine Probleme aufarbeiten kannst.

  • Mein Fortschritt zur vollständigen Akzeptanz:

    Was verstehst DU unter Akzeptanz?

    Er kann die angenehmsten natürlichen Glücksgefühle die ein Mensch immer wieder erleben kann, immer wieder erleben.

    Kann er das, woher weißt du das? Weißt du, wie er das empfindet, fühlt, erlebt?

    Ich kann sie nicht einmal in meiner Lebenszeit erleben.

    Wenn du es nicht versuchst...ja, garantiert nicht...

    Dann verstehen wir uns ja.

    Absolut. Die Kunst im Leben ist doch, aus dem was man hat, das Beste drauszumachen...und nicht dem was man nicht hat, und meint es unbedingt für ein glückliches Leben zu brauchen, hinterzulaufen?

    Das dir was unsägliches angetan wurde, steht dabei nicht zur Debatte, will ich damit nicht in Frage stellen!!!

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • wirklich nicht schön.

    Sehr wohl ist mir das bewusst.

    Die Realität ist umso unschöner.

    Bist du in psychologischer Behandlung?

    Derzeit viel zu selten.

    Was verstehst DU unter Akzeptanz?

    Rückstandslose Zufriedenheit und Erfülltheit mit einer schwerwiegenden physikalischen Behinderung.
    Zufrieden damit sein, einen Körper zu haben, an denen Sadisten mitbestimmt haben.
    Zufrieden damit sein, ein Rohstoff für abscheuliche Gestalten wie Sandra Bullock zu sein.

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    Ich würde dir wirklich zu einer Therapie raten,

    Ich bräuchte 20 Stunden pro Woche.

    Kann er das

    Genau so sehr wie jemand mit funktionierenden Augen sehen kann.

    Weißt du, wie er das empfindet, fühlt, erlebt?

    Leider nicht.

    Wenn du es nicht versuchst...ja, garantiert nicht...

    Ein Blinder kann nicht sehen. Ein Rollstuhlfahrer kann, trotz Versuch, nicht einfach vom Rollstuhl aufstehen und loslaufen. Hat nichts mit versuchen zutun.

    Absolut. Die Kunst im Leben ist doch, aus dem was man hat, das Beste drauszumachen...und nicht dem was man nicht hat, und meint es unbedingt für ein glückliches Leben zu brauchen, hinterzulaufen?

    Doch klar. Aber mit meiner Behinderung kann ich mich jedenfalls nicht zufriedengeben.
    Wie geben sich blinde Menschen nochmal mit ihrem Leben zufrieden? Vielleicht hilft mir das ja.

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