HPV Impfung jetzt auch für Jungs

  • Das es bei der Pockenimpfung erhebliche Nebenwirkungen gab ist bekannt.

    Das es bei einer Beschneidung zu erheblichen Nebenwirkungen kommen kann ist eigentlich auch bekannt...trotzdem gab es eine staatliche "Genehmigung"...und wird immer noch von vielen Ärzten als harmlos dargestellt, genauso wie diese Ärzte Männer die unter den Folgen ihrer Beschneidung leiden, als Spinner hinstellen, die nur nicht mehr alle Latten am Zaun haben...

    Denn beweisbar sind meine neg. Folgen nicht...genauso wenig wie eventuelle neg. Veränderungen bei meinem Kind nach einer Impfung?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Fakt ist wir werden älter und älter. Einen großen Anteil daran haben auch Impfungen. Klar gibt es immer sehr seltene Außnahmen die schief gehen, wie bei jeder OP oder jedem Medikament. Aber dann darauf zu verzichten ist wie für Beschneidungen zu sein weil ja eben ein winzig kleiner Teil davon profitiert.

  • (zurück zum Thema)
    Leute, es ging mir in diesem Thread nicht um die Grundsatzfrage "Impfen oder nicht?". Dieses Thema gehört auch gar nicht hierher.
    Mir gings einzig und allein darum, dass ein vermeintliches Argument von Verstümmelungsverharmlosern, nämlich, dass die VA vor HPV-Infektionen schützen würde, noch weiter geschwächt wird, als es bisher eh schon war.

    Gesunden Jungen die Vorhaut abzuschneiden, um damit vor HPV zu schützen, ist Bullshit. Das geht mit ausreichender Hygiene, Kondomen und nun dieser Impfung deutlich besser.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Gesunden Jungen die Vorhaut abzuschneiden, um damit vor HPV zu schützen, ist Bullshit. Das geht mit ausreichender Hygiene, Kondomen und nun dieser Impfung deutlich besser.

    Und diese Argumente werde ich auch jedem Verstümmelungsverharmloser der mit so einem Bullshit daher kommt, unter die Nase reiben...(auch wenn ich Impfung kritisch sehe und meine Kinder nicht mehr impfen lasse, aber das brauch ich dem ja auch nicht unter die Nase reiben ;) )

    Aber was diese OT Diskussion ums impfen gezeigt hat...ein schmaler Grat, und alle wollen nur das Beste für ihre Kinder, ihnen nicht Schaden? Genauso wie Eltern, die ihre Kinder beschneiden lassen?
    Weil es halt Tradition ist, dem Papa auch nicht geschadet hat, und es genügend Ärzte gibt, die diesen Eingriff als nur vorteilhaft "verkaufen"?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Wieder wird Impfung mit Beschneidung gleich gesetzt?! Ich habe schon ein Problem damit auf eine Stufe mit Eltern gestellt zu werden die ihre Kinder aus Tradition beschneiden lassen nur weil ich meinen Sohn impfen lasse. Außerdem mal daran gedacht das die "Nicht-Impfer" so gut davon kommen weil um sie 99% der Menschen geimpft sind? Könnte man somit auch ziemlich egoistisch nennen.

  • Eine kleine Anekdote aus meinem Religionsunterricht vor ca. 25 Jahren.
    Da wurde auch das Thema Beschneidung aus Religiösen Gründen angesprochen und die Religionslehrerin erwähnte das ihr Sohn durch die Windpocken eine Vorhautverengung bekam und deshalb beschnitten wurde.

    Ich hatte selbst Windpocken und Masern in der Grundschulzeit und hätte da drauf gut verzichten können.

  • auf eine Stufe mit Eltern gestellt zu werden die ihre Kinder aus Tradition beschneiden lassen nur weil ich meinen Sohn impfen lasse.

    Das wollte ich nicht, sorry, habe ich mich schlecht ausgedrückt. Was ich damit sagen wollte: Wer sein Kind impft oder auch nicht impft, will ihm nicht schaden. Ob ich mit meinem nichtimpfen meinen Kindern mehr schade, als wenn ich sie impfen ließe??? Genauso würde ich nie behaupten, dass jemand der seine Kinder impft, ihnen schadet!!! Ich habe mir die Fakten angeschaut und entschieden...genau wie du. Was die "Wahrheit" ist??? Das ist für mich der schmale Grat...

    die Religionslehrerin erwähnte das ihr Sohn durch die Windpocken eine Vorhautverengung bekam und deshalb beschnitten wurde.

    Sicher möglich...wäre interessant, ob das eine wirklich indizierte Beschneidung war...oder nur eine beschwerdefreie Enge, die wahrscheinlich auch mit salben und dehnen beizukommen gewesen wäre?

    Manche Männer bekommen durch Antibiotika Pilzinfektionen an der Vorhaut...und in der Folge eine Enge. Ärzte empfehlen da natürlich...Aber die Männer, die es mit Salben und dehnen versuchten, haben es auch wieder hinbekommen.

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Das ganze ist schon einige Jahre her und man weiß ja das man damals schnell mit dem Skalpell dabei war. Ob es nach heutigem Stand der Dinge Notwendig war kann ich nicht beurteilen.

    Fakt ist aber auch das man diese Pocken überall hat. Das Wasser lassen war echt unangenehm. Und wenn man einmal gekratzt könnten sich da echt Narben bilden.
    Trotz meiner Neurodermitis bin ich mit einer kleinen Macke am Bauch davongekommen die heute noch sichtbar ist.

    Ich bin froh das es meinen Sohn erspart bleibt. Das gleiche gilt auch für Masern.

    Edit:
    Würde man mir die HPV Impfung bezahlen würde ich mir sie auch als Erwachsener geben lassen.

  • Aber was diese OT Diskussion ums impfen gezeigt hat...ein schmaler Grat, und alle wollen nur das Beste für ihre Kinder, ihnen nicht Schaden? Genauso wie Eltern, die ihre Kinder beschneiden lassen?


    Genau dieser schmale Grat ist es auch, warum ich diesen Thread als eine Art "Selbsterfahrungsthread" für uns alle betrachten würde. Impfen ist wie die Beschneidung ein invasiver Eingriff, der unerwünschte Nebenwirkungen mit sich bringen kann. Und so wie Menschen ihre Kinder aus vermeintlichen gesundheitlichen Gründen oder zur Erlangung des eigenen egoistischen Seelenheils zwangsbeschneiden lassen, gibt es auf für oder gegen Impfungen Argumente.

    @Urolüge
    Die Geschichte mit Deinem Bruder hat Dich sicherlich geprägt. Was wäre aber wohl passiert, wenn es keine Pokenimpfung gäbe und Dein Bruder keine extrem heftige Abwehrreaktion durch eine Impfung, sondern eine tatsächliche Erkrankung durch Poken bekommen hätte! Ohne Pokenimpfungen wäre der Passivschutz durch andere ja ebenfalls gleich Null gewesen. Bei mir war es mal die Impfung gegen Keuchhusten, die nicht so toll verlaufen ist. Natürlich gibt es auch bei Impfungen leider seltene Fälle, die bleibende Schäden hinterlassen oder eben auch in äußerst seltenen Fällen tödlich verlaufen. Dennoch retten Impfungen i.d.R. statistisch gesehen mehr Leben als diese kosten.

    Bei einer Beschneidung rettet diese aber kein einziges Leben (Kondome als einziger ernstzunehmender Schutz gegen HIV sind ja bereits erfunden) und kosten dennoch immer wieder Menschenleben oder führen sinnlos zu extremen Einschränkungen. Sobald man natürlich religiös mit dem Seelenheil argumentiert und dabei auch die Frage, wie viele Engel auf eine Nadelspitze passen nicht als Bullshit ausblendet, kommt man natürlich zu anderen Ergebnissen. Menschen sind unterschiedlich und auch scheinbar gebildete Menschen reiben hin und wieder beispielsweise Geldstücke an Münzautomaten. Mit anderen Worten laufen auch in unserer scheinbar modernen Welt noch Menschen herum, die zwar schon etwas von Wissenschaft, Aufklärung und Menschenrechten gehört haben, aber sich dennoch hin und wieder mal auf Glatteis führen lassen. Gerade bei der Zwangsbeschneidung ist dies jedoch doppelt schlimm, weil hier die Kinder für die Dummheit ihrer Eltern bezahlen müssen.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Die Geschichte mit Deinem Bruder hat Dich sicherlich geprägt

    Nö, die hat mich nicht geprägt, ist nur ein kleines Puzzleteil. Was mich geprägt hat, ist das ich keinem Arzt ehr unhinterfragt was glauben kann, weil die mich so angelogen haben. Was mich auch geprägt hat, ist die Erkenntnis, dass dir ein Arzt, selbst wenn ihm absolut klar ist, dass er bei dir absoluten Bockmist gebaut hat, er daneben, zutief geschnitten hat, dir Nerven durchtrennt hat die man bei einer Beschneidung absolut nicht machen sollte,er es dir nicht sagen darf...
    Zu Impfungen will ich sonst nichts mehr sagen, nennt mich Impfschmarotzer, ich finde diese Entscheidung sollte Eltern freigestellt sein.

    die Kinder für die Dummheit ihrer Eltern

    Finde ich ehrlich gesagt beleidigend!!!

    Eltern die ihre Kinder beschneiden lassen (egal aus welchen Gründen!!!) sind bestimmt nicht dumm oder wollen ihrem Kind schaden!!!

    Diese Eltern sind schlecht beraten, wissen es nicht anders.

    Dumm sind für mich Ärzte, die nicht einsichts- und einwilligungsfähige Menschen entgegen allen Regeln der ärztlichen Kunst beschneiden, Eltern nicht richtig aufklären, weil sie genau wie die Eltern von "kognitiver Dissonanz" betroffen sind.

    Dumm sind für mich Politiker, die mit Scheuklappen rumlaufen und so Gesetze erlassen.

    Dumm sind für mich auch Journalisten oder Medien, die vor lauter "political correctness" nur einseitig berichten.

    Dumm sind für mich viele...aber bestimmt nicht Eltern, die im Glauben ihrem nicht zu schaden, dieses beschneiden lassen...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Dumm sind für mich Ärzte, die nicht einsichts- und einwilligungsfähige Menschen entgegen allen Regeln der ärztlichen Kunst beschneiden, Eltern nicht richtig aufklären, weil sie genau wie die Eltern von "kognitiver Dissonanz" betroffen sind.

    Dumm sind für mich Politiker, die mit Scheuklappen rumlaufen und so Gesetze erlassen.

    Dumm sind für mich auch Journalisten oder Medien, die vor lauter "political correctness" nur einseitig berichten.

    Dumm sind für mich viele...

    Andere als dumm zu bezeichnen...war dumm von mir, sorry.

    Ich kann keine anderen Menschen ändern...niemand kann das. Jeder kann sich nur selber ändern. Aber ich kann versuchen andere aufzuklären, ihnen eine andere Sichtweise, meine Einstellung zu etwas erklären. Versuchen mit Offenheit auf Augenhöhe zu kommunizieren, damit sich andere Menschen auch auf eine andere Einstellung einlassen können...

    Wenn ich aber andere als dumm bezeichne, dann stelle ich mich über sie, bezeichne mich als klüger, bin nicht auf Augenhöhe.

    Damit kann ich andere nicht öffnen, die blocken nur ab...und nichts ändert sich...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Als Außenstehender nimmt man vieles anders wahr. Ob man es richtig wahr nimmt, weiß man aber dennoch nicht. Wenn ich mir Deine Geschichte anhöre, erkenne ich einen Aspekt, was Beschneidungen auch anrichten können. Du hast offensichtlich aufgrund Deiner persönlichen Erfahrung komplett das Vertrauen in die Ärzteschaft verloren, was ich auch gut verstehen kann. Und dieser Vertrauensverlust spielt dann sogar eine Rolle, wenn es um Impfungen geht, die gar nichts mit Beschneidungen zu tun haben bzw. nur wie eine Beschneidung einen "Eingriff" in den Körper darstellen.

    Die Medizin ist zu einem großen Teil von Statistik geprägt. Für jedes Medikament und jede Behandlung, die an uns vorgenommen wird, gibt es keine 100%-Garantie, dass dies hilft oder gar ohne Nebenwirkungen von statten geht. Wenn wir aber wollen, dass die Ärzte uns helfen oder unsere Gesundheit erhalten helfen, müssen wir ihnen einen Vertrauensvorschuss gewähren. Bei Dir haben die Ärzte diesen Vertrauensvorschuss verspielt, weshalb Du offenbar auch hinsichtlich von Impfungen skeptisch geworden bist.

    Laut Studien wird übrigens ein Patient von einem Arzt besser behandelt, wenn die "menschliche" Ebene besser funktioniert. Wenn Du nun aber zu einem Arzt gehst und dabei daran denken musst, wie sehr Du von einem Vertreter dieses Berufsstandes belogen und hinsichtlich Deiner Gesundheit geschädigt wurdest, wird das nicht so einfach sein. Ich kann aber gut verstehen, warum Du innerlich in jedem Arzt denjenigen siehst, der Dir das seinerzeit angetan hat. Leider fügt Dir damit aber dieser Arzt von damals immer wieder aufs neue Schaden zu. Wie gesagt ist dies meine Sichtweise, die natürlich ein völliger Irrtum sein kann.


    Thema Dummheit:

    Dummheit ist definiert als Mangel an Intelligenz was einen Menschen im ganzen beschreiben würde oder nur partiell in Form einer dummen Handlung.

    Wir leben in einer Zeit, wo viele Patienten bereits vor dem eigentlichen Arztbesuch bei "Dr. Google" die Diagnose stellen lassen und hin und wieder überrascht sind, dass Schwarmintelligenz kein Studium ersetzen kann. Und genau in dieser aufgeklärten Zeit, wo kein Mensch sein Auto bei Startschwierigkeiten einem Schamanen anvertrauen würde, lassen Eltern ihren wehrlosen Kindern die Vorhaut amputieren. Soll ich hier wirklich unterstellen, dass hier Eltern intelligent oder gar vernünftig gehandelt haben.

    Ich will nicht ausschließen, dass die Eltern ihren Kindern nicht bewusst schaden wollten, obwohl auch dies keine Frage ist, die man in jedem Fall eindeutig mit Ja oder Nein beantworten kann. Ein Vater, der selbst unter seiner Beschneidung leidet und auf Anweisung seines Vaters beschnitten wurde, könnte auch unterbewusst ein anderes Motiv im Schilde führen. Da man nicht in die Köpfe schauen kann, lassen wir diesen Punkt aber besser mal außen vor.

    Fakt ist aber wohl, dass eine Zwangsbeschneidung immer das Resultat von Dummheit sein muss, weil jeder Mensch mit ausreichender Intelligenz erkennen kann, dass eine Beschneidung eine Genitalverstümmelung darstellt, die mit keiner Religion dieser Welt zu rechtfertigen wäre. Ausgenommen sind somit nur Menschen, die wie zu biblischen Zeiten ohne Internet, ohne Schulbildung und ohne dem Bewusstsein für Menschenrechte geboren wurden und noch heute so leben. Aber selbst diejenigen, welche sich hier auf alte Traditionen berufen, sind in allen anderen Bereichen schon längst in der Gegenwart angekommen und habe deren Komfort zu schätzen gelernt.

    Du hast jedoch auch Recht, dass man andere nicht ändern kann bzw. nur an sich selbst arbeiten kann. Und andere, die nicht genug an sich selbst arbeiten, können dann für einen selbst zu einer Prüfung werden, ob man deren Eigenheiten mit Hilfe von vieeeeeel Toleranz ertragen kann ;)

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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