Ich dachte mir, ich berichte mal wieder über Neuigkeiten die sich in den letzten zwei Monaten ergeben haben.
Vor knapp einem Monat forderte ich die Behandlungsunterlagen aus meiner Schlachterei, padon "Klinik", an und bekam nun vor knapp einer Woche die "ambulante" Akte, so wie Sie sie nannten, zugeschickt. Das waren leider nicht die Akten, die ich haben wollte, da es sich nur um einen Brief an meinen Kinderarzt handelte, der immerhin die Diagnose, Terapie und die Befunde der Nachuntersuchung enthielt. Wer nun der behandelnde Arzt war, ist nur sehr undeutlich zu ersehen.
Da ich allerdings in meinem Brief ausdrücklich alle Dokumente angefodert habe, habe ich mich nun per Email mit dem Sekretäriat in Verbindung gesetzt. Vor vier Tagen Versicherten sie mir nun, im Archiv nachzuschauen. Mal sehen, was dabei herumkommt... Ich frage mich da nur warum sie diese nicht sofort geschickt haben. Haben sie möglicherweise Angst vor irgendetwas? Wissen sie vielleicht sogar insgeheim, das Beschneidungen im Kindesalter unnötig sind? Hier Dr Ausschnitt aus dem Brief:
"[...]
Diagnosen:
- Phimose mit Präputialverklebungen (ICD N 47)
- Frenulum breeve (ICD N 48.8 )
Therapie:
- Lösung der Präputialverklebung (ICPM 5-640.5)
- Frenulotomie (ICPM 5-640.5)
- Frenulumplastik (ICPM 5-640.3)
- Circumcision nach Loewe (ICPM 5-640.2)
[...]
Bei der Nachschau fand sich eine in Abteilung befindene Circumsisonsstelle. Die Glans penis war noch teilweise schorfig belegt. Verhaltensmaßregeln wurden besprochen. Das Nahtmaterial ist selbstresorbierend.
[...]
Mit freundlichen Kollegialen Grüßen
Drs. (NL) Segers
Oberarzt"
Die Diagnosen machen mit den Anschein, als wenn mein Penis ein worst Case Fall war. Eine Phimose, dann auch noch mit verklebter Vorhaut und das Bändchen ist auch noch zu kurz. Dabei Frage ich mich, wie man bei verklebter Vorhaut überhaupt so etwas diagnostizieren kann?! Wo er es durch die Beschneidung doch eh durchtrennen musste... Warum meint dieser ******* eine Vorhautverklebung gewalttätig lösen zu müsse? Was mir grauer bereitet ist der Kommentar von der Nachschau - die einzigste die übrigens nur drei Tage nach der OP war: "Die Eichel ist schorfig belegt." Sagt mir nicht, dass dieser Metzger bei dem Versuch Gewebe auseinanderzureißen, was so fest mit einander verbunden ist, wie Finger und Figernagel meine Eichel so stark verletzt hat, dass sie geblutet hat!?! Woher kommt er überhaupt zu der Annahme soetwas behandeln zu müssen.
Selbstresorbierendes Nahtmaterial? Warum steckt dann immer noch ein Stück in meiner Penishaut? Ich glaube eher das es denen scheißegal war, wie das verheilt.
Wem also soetwas erspart bleiben möchte, der meidet diese Urologie.
"Interessensschwerpunkte sind: Kinderurologie"
"Leistungsspektrum ambulant: Circumcisionen"
PS: Es lag noch ein zweites Dokument dem Brief bei. Das scheint eine Abrechnung für die Krankenkasse oder ähnliches zu sein. Das Dokument ist von Segers unterschrieben. Wird es sich bei ihm auch um den Arzt handeln, der die Diagnose gestellt hat, oder wird er wohl als Oberarzt grundsätzlich alle Behandlungen der Urologie unterschreiben haben? Ich habe mal ein Bild angehängt.
Lg Yelock