Erneute Strafanzeige gegen Teichtal / Fleischmann / Guary

  • Zitat

    Die Staatsanwaltschaft Berlin hat mit ihrer Einstellung des Ermittlungsverfahrens gegen
    Teichtel und Fleischmann (222Js600/13), von z.B. Prof. Holm Putzke befürchtete,
    Strafvereitelung und Rechtsbeugung 1 begangen.
    Ich beantrage, erneut gegen Teichtal, Fleischmann und Guary wegen schwerer
    Körperverletzung zu ermitteln und die nötigen Maßnahmen gegenüber der Staatsanwaltschaft
    Berlin zu ergreifen.


    Man beachte die Anhänge.

  • Zitat


    Inzwischen hat am 1.10.2013 die Parlamentarische
    Versammlung des Europa-Rates mit 78 gegen 13 Stimmen (15 Enthaltungen) die
    Beschneidung unmündiger männlicher Säuglinge verurteilt.


    "verurteilt"?
    Ist das denn korrekt?
    Ich meine nein.

    Dann die ganze Passage über "jüdische Erkrankungen", naja, ziemlich merkwürdig und der Sache nicht wirklich dienlich.

  • verurteilt? Nach den Äußerungen mancher orthodoxer Religionsvertreter ja. Aber natürlich Unsinn, es wurde nur als Verstoß gegen das Recht auf körperliche Unversehrtheit von Kindern gewertet - als was denn auch sonst?
    "Verurteilt" ist Demagogie. Genauso wie die off-topic-Erwähnung, Yona Metzger sitze inzwischen im Gefängnis (die keinem seriösen Wissenschaftler passieren dürfte, sondern deutlich das Bedürfnis, generell zu diffamieren, nahelegt) und der ganze grauenvolle rassistische Quatsch von "jüdischen Menschen" (was ist das?) und ihrer angeblichen genetischen Veranlagungen. Derlei hat das Potential, allen nötigen Protest gegen das skandalöse Nicht-Agieren der Berliner Staatsanwaltschaft als antisemitische Agitation zu diffamieren.
    Ich distanziere mich strengstens von so etwas.
    Die totale Konzentration des Autors auf das jüdische Ritual macht auch misstrauisch. Was ist mit den anderen Millionen Betroffenen?

  • Diese Nebenkriegsschauplätze sind in der Tat wenig hilfreich.
    Und das mit den jüdischen Genen geht gar nicht.

  • Das ist ja grauenhaft.

    Was an der Einstellungsverfügung wirklich zu kritisieren war, wurde hier schon gar nicht erst dargelegt und herausgearbeitet. Man muss ja für den konkreten Fall beweisen, dass die Metzizah B'Peh durchgeführt worden war. Wo sie sonst noch stattfindet, ist völlig egal.

    Außerdem müssen dann die konkret nachweisbaren Gefahren der Mundabsaugung dargelegt werden. Es reicht nicht, herumzuspekulieren, dass es diese oder jene Krankheiten in einer Gruppierung häufiger gäbe und dass man nun einfach mal so mir-nichts-dir-nichts alle diese Erkrankungen auf das Mundabsaugen zurückführe. Alter Verwalter!

    Und dieser antisemitische Quatsch mit dem angeblichen Juden-Gen und den schwadronierten "Juden-Krankheiten" ist ja wohl die Höhe! X(

    Ich schließe mich Pizarro an: wir müssen uns ganz deutlich und uneingeschränkt von diesem wirren, unwissenschaftlichen und antisemitischen Zeugs distanzieren! WIR behaupten nicht so einen Blödsinn. Es kann nicht oft genug betont werden, wie wichtig und entscheidend wissenschaftlich seriöse Arbeit ist, um unsere Position zu erläutern und Aufklärungsarbeit zu leisten.

  • So sehr ich es grundsätzlich begrüßen würde, das überaus seltsame und für mich nicht nachvollziehbare Verhalten der Berliner Staatsanwaltschaft prüfen zu lassen:
    Wenn ich von "Juden-Genen" lesen muss, gehen bei mir die Läden runter.
    :thumbdown:

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Boah, Karposi und der schwarze Tod, geht's auch 'ne Nummer kleiner? :rolleyes:
    Ist ja abenteuerlich.

    Man kann und soll sich sehr wohl über die unter-den-Teppich-Kehrung des Falles Tiechtel empören. Man kann sich auch über die Metzitzah b'peh empören - sie ist noch mal eine erhebliche Gefährdung des Kindeswohls "oben drauf".
    Des weiteren ist sie sittenwidrig. Dass ein Erwachsener am Genital eines Babys saugt - aus welchem Grund auch immer - ist sittenwidrig.

    Was dieser Arzt da treibt ist aber in Sachen Jungenverstümmelung nur kontraproduktiv, es wird wieder gesagt werden: "seht her, die angeblichen Kinderschützer - alles Rassisten."

    There is no skin like foreskin

  • Ich frage mich, ob es in diesem Forum außer mir noch jemanden gibt, der in der Lage ist, die Strategie des Wolf Geisler zu durchschauen.

    Aber das ist nicht das Einzige, was ich mich bei diesem Forum frage.

  • Zitat

    Ich frage mich, ob es in diesem Forum außer mir noch jemanden gibt, der in der Lage ist, die Strategie des Wolf Geisler zu durchschauen.

    Meinst du damit, der möchte auf subtile Weise die MGM stützen? ?(

    There is no skin like foreskin

  • Aber das ist nicht das Einzige, was ich mich bei diesem Forum frage.


    Magst Du uns von deinen Verschwörungstheorien in Kenntnis setzen,
    oder sollen wir weiter raten?

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Natürlich kann ich nur beschreiben, was ich wahrnehme. Welche Strategie Dr. Geisler tatsächlich verfolgt, dürfte er letztlich besser wissen als ich.

    Mir kommt es so vor, als solle mit einer "verrückten" Theorie Aufmerksamkeit auf das Ritual Metzitzah b' Peh gelenkt werden. Vielleicht möchte Dr. Geisler einen Streit über diese genetische "Impfung" vom Zaun brechen. Mir kommt seine Theorie unglaubhaft vor, ich kann und möchte sie jedoch nicht beurteilen. Das Clevere an einem Streit darüber wäre allerdings, dass man sich dann zwangsläufig auch über MbP auseinandersetzen würde. Die beiden Dinge würden sich nicht voneinander trennen lassen.

    Metzitzah b' Peh bietet die besten Angriffsmöglichkeiten gegen das religiöse Beschneidungsprivileg, unabhängig davon, ob es praktiziert wird oder nicht. Weshalb sollte man davor kapitulieren. Würde mir eine zuverlässige Zeugenaussage aus erster Hand vorliegen, würde ich umgehend Strafanzeige erstatten und zwar u.a. wegen sexuellen Missbrauchs. Allerdings bemühe ich mich nicht sonderlich um die Beschaffung solcher Beweismittel und Medienberichte alleine reichen mir nicht aus.

  • Die Metzizah ist, für sich genommen, schon ein Angriff auf Hygienebestimmungen. Das reicht doch.


    Ein gleich einem Arzt "vergleichbar befähigter" von der Religionsgemeinschaft bestellter Beschneider, wie es in 1631d BGB besagt, kann dies "nach den Regeln der ärztlichen Kunst" nicht ernsthaft durchführen wollen.
    Muss man dafür ein "Judengen" ins Feld führen?

    Insofern hätte das Verfahren nicht eingestellt werden dürfen. Bei anderen Tatbeständen reichen die Amnesie-Beteuerungen der Anwesenden nicht aus. Da reicht der Beweis des ersten Anscheins, zumal die Shabbath-Leute klar und deutlich ihr Recht auf Dogma ausbedingen, inkl. Metzizah.
    Da erklärt einer vorher, dass es Pflicht ist und dass die Beschneidung nicht rechtsgültig vollzogen ist, wenn man dieses Penis-Nuckeln weglässt. Dann beschneidet er und alle wollen sich in dem Moment schamhaft abgewendet haben? 400 Leute?

    MmN war das war eine politische Weisung an die Staatsanwaltschaft. Ein Skandal.
    Und das obwohl Kramer dieses Ritual denunziert hat. Er war da, hatte aber vergessen die Sonnenbrille abzunehmen. Hier merkt man, dass die religiösen Integristen den Zentralrat als Geisel genommen haben.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Muss man dafür ein "Judengen" ins Feld führen?


    Nein - muss man nicht. Das machen die doch selber.

    Zitat

    "...Heute könnte man ohne Schwierigkeiten auch den Sohn eines jüdischen Vaters bestätigen, ja in großen Teilen der jüdischen Gemeinden in den USA wird dies ganz selbstverständlich im Rahmen egalitärer Überlegungen getan. Die altfrommen Rabbiner sollten sich einen Stoß geben – statt über ein neues restriktives Gesetz nachzudenken. Sie sollten ernsthaft in Betracht ziehen, die Halacha den Möglichkeiten der Zeit anzupassen, um jeden als Juden anzuerkennen, der dies zum Beispiel per Gentest belegen kann. Und sie sollten in der Frage der Anerkennung rabbinischer Autoritäten mit den großen jüdischen Organisationen Standards festlegen. Wir haben in der Schoa genug Menschen verloren, es kann in Gegenwart und Zukunft nur noch darum gehen, Menschen im Judentum zu.

    Der Autor ist Rabbiner der Synagoge Hüttenweg der Jüdischen Gemeinde zu Berlin."

    (Jüdische Allgemeine v. 19.08.2010)


    http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/8449

  • Zitat

    der dies zum Beispiel per Gentest belegen kann.

    Was genau meinen damit? Die Abstammung bis Abraham belegen?
    Ich dachte eine Geburtsurkunde reiche aus (wenn man von einem ehelichen Fehltritt von Frau Mamma einmal abzusehen bereit ist).

    Das ist doch abstrus.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Was genau meinen damit? Die Abstammung bis Abraham belegen?


    Vielleicht geht es auch nur um den Nachweis der Vaterschaft.

    Zum Thema "Juden-Gen" (eigentlich ja OT) vielleicht noch folgendes:

    Zitat

    Gil Atzmon und sein Kollege fanden Folgendes heraus: Juden teilen mehr genetisches Material miteinander als mit ihrer Umgebung. Aschkenasische Juden (also jüdische Europäer) und Misrachim (Juden aus dem Nahen Osten) sind viel enger miteinander verwandt, als man bisher dachte. Und: Die Spur der Gene führt zu einem gemeinsamen Vorfahren im Nahen Osten.

    Ob dieser Stammvater tatsächlich "Abraham" hieß, kann die Genforschung natürlich nicht angeben.


    Vergleichende Genanalysen sind nicht per se unnütz oder gar rassistisch, beispielsweise können die Wanderungsbewegungen der Menschheit anhand solcher Betrachtungen inzwischen wohl recht gut nachvollzogen werden.
    Nur weil immer mal wieder Leute fragwürdige Schlußfolgerungen ziehen, sollte man beim Stichwort "Gen" nicht automatisch zusammenzucken.

    Zurück zum eigentlichen Thema: Die unmittelbaren Risiken im Zusammenhang mit Metzitzah B’peh sind m.E. völlig ausreichend und höher als die angebliche Übertragung "schlechter" Gene. Ich kann nicht verstehen, was Geisler bezweckt (außer er will wirklich - wie Selbstbestimmung schon schrieb - die Beschneidungskritik diskreditieren).

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

  • Guy

    Bitte zitiere so, dass der Satzteil "der dies zum Beispiel per Gentest belegen kann." nicht so dasteht, als stamme er von mir.

    Das ist doch abstrus.


    Klar ist das abstrus. Ich würde nichts anderes behaupten wollen.


    Jeder Gentest belegt nebenbei die Abstammung jedes Menschen von mehr oder weniger geliebten Vorfahren (Oh Dubidu - ich wäre gern wie du), was die jüdische "Weltanschauung" glatt über den Haufen wirft. Aber wie sagt man so schön: der Zweck heiligt die Mittel.

  • Ich kann nicht verstehen, was Geisler bezweckt (außer er will wirklich - wie Selbstbestimmung schon schrieb - die Beschneidungskritik diskreditieren).

    Die Anzeige von Geisler würde ich jetzt auch nicht als die gelungenste Aktion im Antibeschneidungskampf bezeichnen.

    Allerdings gibt es hier im Forum die Tendenz, rechtliche Schritte und allein schon die Diskussion darüber regelrecht zu "verdrängen". Es soll von ein paar Foristen offensichtlich ein Gewöhnungsprozess an die "neue Rechtslage" und somit ein Status Quo gefördert werden. Hier schimmern mir Interessen von Beschneidungsbefürwortern durch.

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