Berichte von der Pressekonferenz im Haus der Bundespressekonferenz, Berlin, 12.12.2013

  • Wow, bist wohl ein älterer Jahrgang, was?

    Man ist so jung, wie man sich fühlt. Also ca. 90... :P

    War Anno '78:

    http://de.wikipedia.org/wiki/Roots_%28Fernsehserie%29

    Zitat

    So werden auch der Erste Offizier des Sklavenschiffes und der ebenfalls gefangene „Ringer“ getötet, der während eines vorangegangenen Initiationsrituals im Busch Kuntas Ausbilder war.

    Aha, so schnell schließt sich der Kreis wieder....

    There is no skin like foreskin

  • Aus dem verlinkten Artikel in der "Welt":

    Zitat

    Insofern blieb nach dieser "Bilanz" der Beschneidungsgegner der Eindruck, dass die alten Debattenfronten geblieben sind, wie sie waren, und es statt neuer Fakten nur alte Meinungen gibt. Meinungen, die stets auch subjektiv geprägt sind. Wie sehr, wurde deutlich, als der Mogis-Vorsitzende Christian Bahls auf der Pressekonferenz gefragt wurde, wie viele jüdische Männer er kenne, die darunter litten, dass sie beschnitten wurden.


    Was ist denn das für eine dämliche Frage? Welche Rolle spielt es denn, ob es sich um jüdische Männer handelt?
    Mal wieder zeigt sich, daß das den Beschneidungsgegnern unterstellte rassistische Gedankengut eher auf Seiten der Rechtfertiger zu finden ist.
    Davon abgesehen: Wie viele beschnittene Frauen, die darunter leiden, mag der Fragesteller wohl kennen?

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

  • Zitat

    Welche Rolle spielt es denn, ob es sich um jüdische Männer handelt?


    Genau das dachte ich auch... Rassismus pur.

    Multiple choice:
    1. Mohelim beschneiden besser
    2. Bei Säuglingen treten keine Komplikationen auf
    3. Jüdische Vorhäute sind anders.
    4. Kritik kann nur von innen kommen.

    Das war schon eine ziemlich dumme und unwürdige Wortmeldung.

  • Hier ein Kommentar von Jonathan Friedman:

    Zitat


    "Bahls verweist in diesem Zusammenhang auf den Fall des Berliner Rabbiners Yehuda Teichtal. Dessen Sohn wurde nach der ultra-orthodoxen Methode beschnitten, bei der die Blutungen nicht mit sterilen Pipetten, sondern mit dem Mund ausgesaugt werden."

    Mention of the metzitzah b'peh (ritual sucking) of the blood from the penis, which I am also a victim of. When Rabbi Yehuda Teichtal posted a video of his son's circumcision to show Germany how "beautiful" the ceremony was, this backfired. Christian Bahls, of MOGiS, filed charges against the rabbi, since the circumcision was not performed according to sterile medical practice standards and thus violated the new law protecting circumcision. The case fell through, though, as the circumciser was a foreigner and the court declared that it had no jurisdiction.

    Also recall the video shown to German MPs comparing circumcision and ear piercing. Does anyone have a link to this one? It was so horrible to watch.

  • Es ist schlimm genug, wenn Vertreter des Judentums ihre Kultur auf den Zustand der Penisse ihrer männlichen Mitglieder reduzieren. Aber wenn auch Nichtjuden anfangen, dieses Märchen zu predigen und meinen, diese strategische Selbstbeschränkung auf ein überkommenes Ritual als Respekt vor dem Judentum predigen zu müssen, dann wird es erbärmlich. Es gibt so vieles am Judentum, dass man als Bereicherung für die Weltkultur nennen könnte. Die Beschneidung gehört einfach nicht dazu.

  • Irgendwie exemplarisch die Kommentare von Elisabeth-Christine Heun und Manfred Stapff - für die jeweiligen Lager

    "..der aber nur einer von vielen Schmerzen ist, die einem Kind zugefügt werden.."

    Vor Ärzten mit dieser Einstellung sollte man Warnschilder aufstellen.

    Dr. Elisabeth-Christine Heun

    Durch das Wunderwerk Internet werden uns leicht Informationen zu Teil, für die man früher Zugriff auf verschiedene Datenbanken,
    Archive und die Hilfe von Detekteien brauchte. Frau Heun ist keine Unbekannte.


    Frau Heun wurde am 18. 09. 1941 geboren und lebt in Norddeutschland.

    http://www.aerzteblatt-sh.de/system/files/p…verstorbene.pdf


    Sie ist Leserin und Kommentatorin der F. A. Z.
    http://www.faz.net/suche/?query=&…=%22Heunchen%22


    Sie wuchs in der ehemaligen DDR auf und studierte in den 1970ern Jahren Medizin in Rostock.


    Sie hat auch einige Interessenkonflikte nicht angegeben, so ist Frau Heun nicht nur Mitglied sondern auch Teil des Vorstands der Gesellschaft fürChristlich-Jüdische Zusammenarbeit Lübeck e. V.

    http://luebeck.deutscher-koordinierungsrat.de/gcjz-luebeck-geschichte


    Sie ist auch nicht das erste Mal in Sache Verteidigung von Zwangsbeschneidung kleiner Jungen aktiv. So gehört sie zu den Mitunterzeichnerneines offenen Brief an Frau Merkel, in dem such für das "Recht" der Eltern ihre männlichen Kinder beschneiden zu dürfen, ausgesprochen wird. Als ob es einen solchen Briefes bedurft hätte.

    http://schnitt-stelle.blogspot.de/2012/08/Offene…nErziehung.html


    Schön formuliert, Kramer. 100% Zustimmung :thumbup: :thumbup: :thumbup:

  • Und für FGM setzt sie sich auch ein:

    Zitat

    "Die muslimischen Jungen werden zu einem späteren Zeitpunkt beschnitten, da kann der Schmerz sicher bedeutsamer sein, aber nach allem, was ich weiß, wird das durch den Stolz, den die Jungen bei aller Ängstlichkeit empfinden, aufgewogen."

    Es ist ja nichts ungewöhnliches, dass Mädchen auch beschnitten werden wollen, um dererlei Stolz zu verspüren.

  • aber nach allem, was ich weiß, wird das durch den Stolz, den die Jungen bei aller Ängstlichkeit empfinden, aufgewogen.


    Hm, dann weiß die gute Dame alt eben nicht genug. Denn so richtig stolz auf seinen Schmerz war Ali Utlu wohl nicht:

    Zitat

    Meine Beschneidung war im nachhinein wie eine Vergewaltigung meines Körpers und ein Eingriff in meine eigene Religionsfreiheit, die Freiheit auch keiner Religion anzugehören.


    Aus Babas Bericht kann man auch nur sehr wenig Stolz herauslesen, obwohl er sogar betäubt wurde:

    Zitat

    Das Nächste, was ich weiß, ist, dass ich nackt auf der Bettkante sitze und bitterlich weine. Mein Penis sieht grotesk aus, er ist so geschwollen, dass er fast rund ist. Die Eichel, die ich davor noch nie gesehen habe, ist pink. Ein komischer Ring ist an ihrem Ende und hält die Haut zurück. Es tut furchtbar weh. Mein Vater beteuert immer wieder wie stolz er auf mich ist. Dass ich jetzt ein richtiger Muslim sei. Ich weinte trotzdem.


    Warum nur spricht Zakareya nicht von Stolz?

    Zitat

    i lost consciousness and when i woke up few hours later i found myself lying on another bed. my clothes was gone and i was wearing only a Coftan (long full robe). my mother and brother were on my left looking at me. the first word i said after i woke up was "mama". i called my mother, i was wishing to ask her :

    "what did i do to hurt you, what did i do to you when i came to life to hurt me and leaving me to those 4 people to rape me, slay me and kill me in cold blood ?"

    why .. why mom ?


    Und auch Dr. Paul Tinari kann seinem "bedeutsamen" Schmerz nicht viel positives abgewinnen:

    Zitat

    He pinned me down, the guy put a clamp on my penis, and they performed the circumcision right there on the desk with no anaesthetic, no disinfectant, no nothing.

    So as a result of this I had very serious infections for many, many weeks and months afterwards. Matter of fact, I had a chronic infection for the rest of my life until I had corrective surgery. He took so much skin off that I wasn’t able to have an erection without great pain.


    Und auch Önder Özgeday fühlt sich nicht wirklich wohl mit dem, was ihm angetan wurde:

    Zitat

    Die seelischen Schäden werden gerade repariert, mit den körperlichen Folgen der Beschneidung wird Önder Özgeday für immer leben müssen.

    Irgendjemand hat was nicht richtig verstanden. Wer nur?

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

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