QuoteIm übrigen hängt weder das Jude sein noch das Muslim sein am Genitalstatus.
Unter anderem das habe ich gemeint, wenn ich sage, dass seine Argumentation auf von ihm willkürlich festgelegten und/oder falschen Annahmen beruht.
Die Behauptung, die genitale Intaktheit mache es Eltern unmöglich ihre Söhne zu Muslimen oder Juden zu machen, ist so eine Annahme.
Quotes gibt einfach kein religiöses Recht auf Körperverletzung, damit steht Schramm allein auf weiter Flur. D
Das ist eine weitere Annahme. Eigentlich müsste erstmal geklärt werden, bzw. von den Befürwortern bewiesen werden, warum das Grundrecht der Religionsfreiheit der Eltern und deren Rechte auf religiöse Erziehungen Körperverletzungen unbedingt mitumfassen.
Eine weitere Grundannahme in Schramms Argumentation ist eine medizinische Wertung die angebliche Geringfügigkeit des Eingriffs- Da stellt sich zunächst mal die frage, wie diese Geringfügigkeit definiert oder gemessen werden soll. Und zweitens stellt sich die Frage auf welche Autorität er diese Wertung stützt . Seine eigene Meinung? Auf die Konsenshaltung der europäischen Ärzteverbände, die sich zum Thema äußerten stützt sich Schrammers Wertung der Beschneidung als harmlos offensichtlich nicht.