irgendwie "vergessen".
Die kann man auch insofern vergessen, als ihre Verteidigung vollumfänglich durch Extremisten des Judentums geleistet wurde. Insofern sehe ich die muslimische Beschneidung als Zuckerwürfel im Kaffee der jüdischen Beschneidung: 100% löslich.
Da das Judentum die härteren Forderungen aufgestellt hat, konnten die muslimischen Vertreter sich ruhig zurücklehnen.
Was hätte ihnen gedroht? äußerstenfalls die Verschiebung auf die Religionsmündigkeit.
Es ist ja auch so, dass man am Meisten Anstoß nimmt, an jenen "Ideen" hinter dem Gesetz, die eher auf das Judentum zutreffen:
- nicht-ärztliche Person darf auch beschneiden (Mohel vs. Chirurg)
- die angemessene Schmerzbehandlung (wenn überhaupt Emla vs. Vollnarkose)
In Deutschland gehe ich davon aus, dass die meisten muslimischen Beschneidungen im OP-Saal stattfinden, unter sterilen Bedingungen, von Profis durchgeführt. Und die historische Last bezieht sich eindeutig auf die Shoah.