Mir wurde mal erzählt, dass Liebe und Sexualverkehr ohne Vorhaut doch „besser seien als nichts“, und dass vorhautlose Männer einfach was ihnen übrig gelassen wurde genießen sollen.
Doch es ist nicht so einfach wie es klingt.
Wie ich in „Jugendliebe ist unersetzlich“ erläutert habe, müssen erwachsene Männer aktiv Leistungen erbringen, um eine Liebespartnerin für sich zu gewinnen, während Frauen im reproduktiven Alter größtenteils der passive Teil der Partnersuche zusteht.
Für Frauen im reproduktiven Alter ist Partnersuche ein leichtes Spiel, denn sie besteht größtenteils aus dem Aussortieren von Männern, die ihre Anforderungen nicht erfüllen, seien es Körpergröße, Einkommen, oder ein guter Wagen.
Männer hingegen müssen einen steilen Weg gehen. Sie müssen erst Leistungen erbringen, um einer Frau zu gefallen. Ein Mann muss eine Frau in seinem einigermaßen guten Wagen chauffieren, den er sich erst jahrelang erwirtschaften muss. Wenn sie sich zum Essen treffen, muss wer ins Porte-Monaie greifen? Der Mann.
In der Regel lebt die Frau beim Mann, also bezahlt der Mann die fünfstellige Jahresmiete oder den sechs- bis siebenstelligen Preis für das Eigenheim.
Aufgrund von Steuern und steigenden Inflationen wird die gleiche Arbeit immer schlechter belohnt, doch es geschieht langsam. Das erinnert mich an dem Experiment mit dem Frosch im sich langsam erhitzenden Wassertopf. Frauen merken davon weniger, da es sie weniger oder nur indirekt betrifft. Der Mann ist bei Liebespaaren in der Regel die Haupteinkommensquelle, wenn nicht die Einzige.
Beschnittene Männer müssen diesen Aufwand ertragen, aber für ein Leben und eine Liebesbeziehung ohne Vorhaut. Fünf Jahre Arbeit für einen fünfsekündigen Orgasmus und eine durch Zirkumzision belastete Liebesbeziehung.
Frauen im reproduktiven Alter die zumindest halbwegs gut aussehen können ihre Anforderungen an Männer hochschrauben, da sie in der Zahl stark begrenzt sind. Zudem wird das Selbstbild junger Frauen durch sogenannte Simps in sozialen Medien inflationiert, und dementsprechend ihre Erwartungen an Männer.
„Simps“ sind Männer, die hochlobende Kommentare zu Frauen in sozialen Medien hinterlassen, in der unterbewussten Hoffnung, dass sie von der Frau als Liebespartner angenommen werden. Solche Kommentare finden sich nicht nur auf den sozialen Medienkanälen jeder bekannten weiblichen Sängerin und Schauspielerin, sondern schon bei jungen Frauen mit dreistelligen Abonnentenzahlen. Wer mehr darüber wissen möchte, dem kann ich nur den Dokumentarfilm „SIMPathy“ ans Herz legen.
Quote from WeirD.Flex030
Wisst ihr was das Problem ist? Diese Simps.Wegen diesen Simps überschätzen sich die meisten Frauen maßlos und denken sie wären 'ne 10 von 10.
Als durchschnittliche Frau guckst du auf dein Insta, hundert Typen schreiben dir, und dann denkst du Automatisch „boah, ich muss ja wohl krass sein wenn mir so viele schreiben!“
Und dann kommen die mit einem Typen zusammen, der optisch auf dem selben Level ist, also der gut zu ihnen passt, und ihre Freundin sagt „hmm, der sieht aber nicht so gut aus“ weil die sich einfach maßlos überschätzen.
(Quelle: Schwester von Tanzverbot - Marieejoan Beziehungen & Männlichkeit, bei 4:19.)
Eine Sexarbeiterin kostet zwar weniger, doch mit ihr hat man im Hinterkopf, dass man nicht wirklich von ihr geliebt wird. Sexarbeit ist käuflich, aber nicht das authentische Erlebnis, von einer Frau für wen man ist angenommen und geliebt zu werden, zumindest nicht direkt.
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