Warum kommen Frauen schlechter zum Orgasmus?

  • @ Weguer

    Ich hoffe mein Mann kommt auch einmal zu der Einsicht und ich bin leider nicht die Einzige, wo der Mann die Frau beschuldigt, die Probleme lägen an ihr.
    Durch was wurde Dein Sinneswandel ausgelöst?
    Ich finde es toll, dass Du jetzt so ehrlich darüber reden kannst!!!

    Aphrodite
    Ich habe auch einen G-Punkt und den kennt sogar mein Mann ;) Ich glaube manchmal sind soooooo lange Beziehungen gar nicht schlecht, man(n) hat unheimlich viel Zeit sich kennen zu lernen!

  • Theresa,
    das habe ich schon einige Male hier und extern beschrieben.
    z.B. hier
    hier ab Eintrag 9
    hier
    hier
    und noch hier

    Wenn Du noch Fragen hast... ;)

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • @ Weguer

    Danke, ich habe mir noch mal alles durchgelesen, und ich sehe da viel Ähnlichkeit mit meinem Mann.
    Auch dass er nie zufrieden sein kann, ständige schlechte Laune hat und gereizt ist, obwohl wir wirklich ein schönes Leben haben und sonst alles stimmt, könnte ein Grund sein weil er sexuell unzufrieden ist?!

  • Ich würde vorschlagen, dass wir im roten Kasten die PartnerInnen von beschnittenen Männern hinzufügen.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • ist drin.

    Quote

    Ob Sie nun die Beschneidung am eigenen Leib erfahren mussten, ob Sie deshalb selbst oder als PartnerIn Probleme mit ihrer Sexualität haben oder ob sie als Vater oder Mutter Schuldgefühle haben,

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • dass wir im roten Kasten die PartnerInnen von beschnittenen Männern hinzufügen

    steht bereits im Text

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • uiuih! Da gings ja hoch her! Und alles nur, weil sich immer alles um den Orgasmus dreht. Fazit: alle wollen ihn haben, und niemand bekommt ihn geschenkt. Vielleicht hilfts ja mal vom großen Moment abzusehen, sich mal wieder auf andere Körperteile zu beschränken als den Genitalien und ihren Häuten. Sexualität ist auch ohne schön. Trotzdem sollte niemand Zwangsbeschnitten werden! Und ein jeder der da durch musste, hat ein absolutes Recht sich zu beschweren, und auch zukünftige Männer vor diesem Schicksal zu bewahren.

    Doch diese Orgasmusfixiertheit dürfte auch mal unter die Lupe genommen werden. Macht euch doch nicht zum Sklaven eurer Erwartungen! Es gibt einen Höhepunkt auch ohne Ejakulation. Er kann von Frauen wie Männern empfunden werden, und gleicht diesen exstatischen Wellen von denen Aphrodite (warst du es? ich kanns gerade schriftlich nicht zurück verfolgen) berichtet hat. Ob Vaginal oder Klitoral: es gibt doch noch so viele andere Körperstellen die hoch empfindsam sind. Sie sind bei Mensch zu Mensch an verschiedenen Stellen. Diese zum Leben zu erwecken sollte die Herausforderung sein. Der Druck zum Orgasmus zu kommen, macht alle anderen Gefühle zweitrangig. Und das ist sehr schade, denn wie schon gesagt: die schönsten Wellen der Lust kommen meiner Erfahrung nach aus der Sinnlichkeit, und haben nichts gemein mit der üblich angesteuerten Ejakulation. Denn ist der Orgasmus erstmal geschehen, ist die Luft raus. Ein sinnliches Erlebnis dagegen, mit fließenden, wellenartigen Empfindungen, kann tatsächlich über mehrere Tage als Hochgefühl empfunden und mitgenommen werden.

    Ich möchte aber natürlich den "Orgasmusjägern" nicht deren Leidenschaft in abrede stellen. Nur Variationsmöglichkeiten aufzeigen.

  • Doch diese Orgasmusfixiertheit dürfte auch mal unter die Lupe genommen werden. Macht euch doch nicht zum Sklaven eurer Erwartungen! Es gibt einen Höhepunkt auch ohne Ejakulation. Er kann von Frauen wie Männern empfunden werden, und gleicht diesen exstatischen Wellen von denen Aphrodite (warst du es? ich kanns gerade schriftlich nicht zurück verfolgen) berichtet hat. Ob Vaginal oder Klitoral: es gibt doch noch so viele andere Körperstellen die hoch empfindsam sind.

    Deine und meine eigenen Bemühungen in allen Ehren aber: Wir Frauen sehen die Sexualität völlig anders als die Männer, wie bewerten sie anders, wir erleben sie anders, sie hat für uns nicht den gleichen Stellenwert, wie für die Männer. Wir schlafen nicht primär mit einem Mann, um einen Orgasmus zu erreichen. Wir haben kein Ziel, aber die Männer haben dieses Ziel (Trilogie wie Dr. G. Pfau sagt: Erektion, Penetration, Ejakulation). Nein, wir können tun, was wir wollen, aber wir können die Männer nicht vom Gegenteil überzeugen bzw. davon überzeugen, dass bereits das zärtliche Berühren und Streicheln, wenn man nackt im Bett liegt Sexualität ist. Wir können uns auf den Kopf stellen, aber wir können keinen Mann davon überzeugen, was er alles verpasst, welche erfüllende und sinnliche Momente ihm entgehen. Das ist so, wenn Männer ein Brett vor dem Kopf haben! Und gerade Männer, die als Kind beschnitten wurden müssten - sofern sie den Sensitivitätsverlust eingesehen haben - ihren ganzen Körper als eine Quelle der Freude und Lust entdecken und nicht nur ihren Phallus oder gerade den Phallus nicht! Wenn, dann dürfte sein Geschlechtsorgan nicht einen Höheren Stellenwert haben, als der sensible Hals und Nacken oder die Ohrläppchen oder der Bauch oder...

    Quote

    Anders als bei der Frau ist der Orgasmus beim Mann für die Fortpflanzung unerlässlich, da er mit der Ausstoßung des Samens einhergeht. Der Orgasmus hat für Männer daher eine wesentlich andere Bedeutung als bei der Frau.

    Quote

    Einmal mehr stellt sich die Beschneidung des männlichen Gliedes als kontraproduktiv heraus. Bei einer Beschneidung wird die schützende Hülle (die Vorhaut, Praeputium) der hochsensiblen Eichel chirurgisch entfernt, meist ohne eine medizinische Indikation. Der alterungsbedingte Sensibilitätsverlust der Eichel wird durch das Freiliegen der Eichel beschleunigt, sodass bei älteren beschnittenen Männern sehr viel öfter Orgasmusstörungen auftreten als bei unbeschnittenen. Eine Therapie ist hier meist nicht möglich. Die Männer berichten, dass der Orgasmus bei der Masturbation einwandfrei funktioniere, beim Koitus jedoch nicht (koitale Orgasmusstörung). Bei der Masturbation kann die Reibungsintensität an der Eichel durch den Mann selbst geregelt werden.


    Der verzögerte oder fehlende Orgasmus - MR DR. GEORG PFAU

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Quote

    ihren ganzen Körper als eine Quelle der Freude und Lust entdecken und nicht nur ihren Phallus oder gerade den Phallus nicht! Wenn, dann dürfte sein Geschlechtsorgan nicht einen Höheren Stellenwert haben, als der sensible Hals und Nacken oder die Ohrläppchen oder der Bauch oder...

    Genau - und Gott sei Dank haben nicht alle Männer Rambo-Mentalität. Wenn es manchmal doch so aussieht, dann vielleicht weil schon in der Jugend die falschen Vorbilder gewählt worden oder die Kultur mit ihrem Männerbild es suggeriert. Und was die Ohrläppchen angeht - wer von uns dächte da nicht an diesen wundervollen Film "Ziemlich beste Freunde"

  • Wir Frauen sehen die Sexualität völlig anders als die Männer,

    Da kann ich einfach nicht mit dir überein, vor allem nicht, wenn wir über generelle Sexualität sprechen. Wie sehr Beschnittenheit eine Rolle für die gesamtevolutionäre Sexualität spielt, kann ich zum jetzigen Zeitpunkt nicht einschätzen, habe mich dazu noch nicht ausreichend mit dem Thema befasst. Doch es wird eine Studie von morgen sein. Nach dieser Debatte auf jeden Fall!

    Daß die Beschneidung eine Desensibilisierung verursacht, ist nicht wegzureden. Doch es gibt tatsächlich Frauen die auf "Rambosex" stehen, weil dieser Mann zuerst einmal als Alphatier wahrgenommen wird. Und Frauen stehen auf diesen Typ-ein archaisches Muster, mit aktueller Gültigkeit. Daß aber nicht jeder beschnittene Mann auch von dxer Persönlichkeit zu diesem Typ Mann gehört, macht die Beschneidung so dramatisch, weil der beschnittene Mann in seiner Sexualtät nicht mehr so funktionieren kann, wie es eigentlich seinem Naturell entspräche. Da aber Sexualität sowieso durch Kultur, Gesellschaft und Medien
    beeinflusst wird, ists wirklich schwierig zu einem eigenen, klaren Selbstbild in Sachen Sexualität zu kommen. Da hilft wirklich nur: probieren, wahrnehmen und nochmal probieren.

    Meine Erfahrung zeigt, daß alle alles haben. Die einen wünschen mehr hiervon, die anderen bevorzugen mehr davon. Doch mit der Beschneidung wird einem die eigene Wahl genommen. Und das würde ich als Mann verboten sehen wollen. Und auch als Frau wünsche ich eine Unterlassung der Zwangsbeschneidung, weil diese mir potentielle, flexible Liebhaber vorenthält ( ohje, ich höre den Aufschrei ).

    Ich möchte langsam wirklich gerne wissen, was die beschnittenen Männer zu unseren Dialogen sagen? Findet ihr uns überzogen, erkennt ihr euch wieder? Erkennt ihr uns wieder?

  • Und Frauen stehen auf diesen Typ-ein archaisches Muster, mit aktueller Gültigkeit. Daß aber nicht jeder beschnittene Mann auch von dxer Persönlichkeit zu diesem Typ Mann gehört, macht die Beschneidung so dramatisch, weil der beschnittene Mann in seiner Sexualtät nicht mehr so funktionieren kann, wie es eigentlich seinem Naturell entspräche. Da aber Sexualität sowieso durch Kultur, Gesellschaft und Medien
    beeinflusst wird, ists wirklich schwierig zu einem eigenen, klaren Selbstbild in Sachen Sexualität zu kommen. Da hilft wirklich nur: probieren, wahrnehmen und nochmal probieren.

    Absolut ich stimme dir hier vollkommen zu! Wie entwickelt sich eine Persönlichkeit, ein Mensch von Kindesbeinen an - egal ob der Junge beschnitten wurde oder nicht? Die Frage ist auch: wie hätte sich ein Junge in der Sexualität entwickelt, wenn er nicht beschnitten wäre? Wäre er auch dann Alphatier im Bett, würde er auch dann auf harten Sex stehen und praktizieren? Wie viel hat das nur mit der Beschneidung zu tun? Ich denke ziemlich viel aber nicht alles ist darauf zurückzuführen.

    So oder so müssen beschnittene Männer wegen der Sensitivitätsverlust beim Liebesakt längeren und härteren Liebesakt praktizieren, um den Höhepunkt zu erreichen, vermutlich auch Männer, die ein wenig zarter besaitet sind. Weil sie wirklich keine andere Wahl haben, ausser sie lernen den Höhepunkt anders zu erreichen als koital.

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Es gibt da einen Gastbeitrag bei einem Blog, der mich tagelang beschäftigt hat: Lob der Penisbeschneidung
    Die Autorin ist ganz offensichtlich der Meinung, dass ein beschnittener Mann ihre Bedürfnisse in der Sexualität besser befriedigen kann. Na ja, lest selber.

    Zum vorangegangenen Dialog noch ein paar Worte. Meiner Meinung nach ist die Sexualität etwas Persönliches, in erster Linie. Jede(r) drückt sich auf seine eigene Weise aus und hat ganz individuelle Bedürfnisse. Das ist aber für mich kein Thema, über das man diskutieren kann, im Sinne von Recht behalten oder haben, sondern man kann Erfahrungen austauschen, persönliche Erfahrungen teilen, wenn man möchte. Man kann hier eigentlich nur für sich selber sprechen, meiner Meinung nach und anerkennen, dass es bei anderen anderes sein kann.

    Und klar haben wir als Menschen alle menschliche Geschlechtsorgane mit anatomischen Ähnlichkeiten. Die Vorhaut, Eichel, Klitoris, Vaginalschleimhaut, ... ist sensibel versorgt und mit Gebieten im Zentralnervensystem verbunden, die man dann oft als Lustzentren bezeichnet. Aber was da bei der Stimulierung der Nerven, z.B. durch Berührungen an den Genitalien, in den Nervenzentren flackert ist das Ergebnis dessen, was man/frau für Erfahrungen gemacht hat. Die Berührung der Eichel oder Klitoris ruft ganz andere Erfahrungsmuster bei einer Person auf, als bei einer anderen. Und dann gibt es auch noch die aktuelle Atmosphäre, in der die Berührung stattfindet und der Kontext in dem sie sich befindet. Das ist ganz individuell, bei Männern und Frauen.

    Je nach den prägenden Erfahrungen flackert es nicht nur in den Nervenzellen der Lustzentren, sondern wenn es gut läuft gleichzeitig in Hirnarealen, wo Geborgenheit, Zuneigung, Empathie, Glück, Vertrauen, ... verortet sind. Die Lustzentren im ZNS könne auch durch Berührungen am Rücken, den Beinen, ... stimuliert werden, nicht nur an den primären Geschlechtsorganen. Ganz wie man geprägt wurde und wie sich die Bahnen im Nervensystem miteinander verknüpft haben.

    Wenn man als Mann beschnitten wurde (jetzt schreibe ich von mir, subjektiv), dann kann es sein, dass bei der Berührung von dem beschnittenen Penis auch Hirnareale zusammen mit den Lustarealen zu flackern beginnen, die mit Wut und Agression einhergehen. So wars bei mir, Bilder und eine Neigung die Sexualität mit Gewalt (Bilder im Kopf und entsprechende Emotionen) zu verbinden. Es geht bei der Beschneidung nicht nur darum, was man nicht mehr spürt, weil die Vorhaut fehlt, sondern auch um die Verbindungen von Liebe, Zärtlichkeit, sexueller Erregung mit Empfindungen, wie Wut, Ablehnung, Zorn, ... .

    Ablehnung ist etwas das mich beschäftigt, gerade zur Zeit. Die Beschneidung meines Penis ist letztlich für mich auch eine Ablehnung meiner Männlichkeit. In einer großstädtisch geprägten Subkultur, würde ich vielleicht Ersatz in einem Männerbild gefunden haben (ich denke da an die Berliner Halbstarken a la "Hey Alter, ich kann ficken bis Sie die Sonne aufgehen sieht"), aber Ersatz bleibt Ersatz. Wenn ich mit meinem kleinen inneren Kind in Kontakt bin, dann ist die Vorhautentfernung eine Ablehnung meines männlichen Sexus.

    Die Sexualität ist aber komplexer und auch ohne Verletzung von Geschlechtsorganen, prägen die Erfahrungen von Geborgenheit, Liebe, ..., also alles was man an Beziehungen erfährt auch die Art wie man seine Sexualität erlebt und sich darin mit seiner Persönlichkeit ausdrückt. Wenn man als Kind viel getragen wurde, immer das Gefühl hatte, bedingungslos richtig zu sein und geliebt zu werden, viel körperliche Nähe gespürt hat und gelernt hat, wie man so in Beziehung gehen kann, dann hat das auch für das Lustempfinden in der Sexualität große Bedeutung und wird zum Teil, sozusagen zum Können (für den Körper bedeutet wissen so viel wie können) in der Partnerschaft und Sexualität.

    Ich hoffe ihr versteht was ich meine.

    Unter dem Individuellen und dem Ausdruck der Persönlichkeit gibt es dann noch das animalische der Sexualität, dass wir mit vielen Säugetieren gemein haben. Interessant sind hier die Forschungen von Robin Baker und seinem Team, die er in "Human Sperm Competition" zusammengefasst hat. (Weniger lesbar und teilweise unangenehm pornographisch ist für mich sein Buch "Sperm Wars".)
    Es ist viel komplexer als man (ich) so normalerweise denkt, wie und wann Männer einen Orgasmus haben und wann Frauen und wie das gesteuert wird. So kann ein Orgasmus bei einer Frau z.B. von ihr genutzt werden, um eine Befruchtung beim Verkehr zu verhindern (abhängig vom Zeitpunkt), eine Masturbation bei einem Mann die Qualität des Ejakulats verbessern, ... . Es ist wahrlich nicht so einfach, dass jeder Samenerguß zum Zeugen eines Kindes gedacht wäre und im Übrigen auch bei unbeschnittenen Männern nicht ungewöhnlich, dass es auch Verkehr ohne Orgasmus gibt und dies der Fortpflanzung dient. In Asien gibt es hierzu sogar recht alte Kulturen, z.B. in China oder Indien, die mittlerweile auch von einigen Menschen bei uns im Westen praktiziert werden. Das westliche Männer- und Frauenbild ist nicht umfassend, sondern in sich selber prägend. Wenn man "kommen" muss, dann weil der Kopf sowas denkt. Eine erfülltere Sexualität zwischen Mann und Frau gibt es aber vielleicht (?), wenn man/frau den Augenblick geniesst, nicht wo hin will, sondern da ist und Zeit hat.

    Aber zurück zu den Prägungen, die bei der Sexualität mitspielen. Ich als jemand, der selber eine traumatische Geburt erlebt hat möchte noch auf einen Aufsatz hinweisen: „Birth and Sexual Abuse“ von Michael Irving aus Toronto, Kanada. (Leider kann ich keinen Link anbieten.)
    Die Geburt ist deshalb so wichtig für die spätere Sexualität, da hier Grenzverletzungen in einem hormonellen Ausnahmezustand erlebt werden können und so sehr starke Furchen hinterlassen (z.B. mittels Zange, Saugglocke, Kaiserschnitt, Kristellerhandgriff, Einleiten der Geburt, ...). Dabei sind es die gleichen Hormone, die den Geburtsprozess steuern und das Geburtserlebnis beim Kind beeinflußen wie beim Geschlechtsverkehr (Oxytocin, Katecholamine, ...).

    Es gäbe noch mehr dazu zu schreiben, ... .

    Aber es reicht wohl. So meine 2 cents für heute Abend. Habe die Ehre!

    Achtsamkeit ist ein aufmerksames Beobachten, ein Gewahrsein, das völlig
    frei von Motiven oder Wünschen ist, ein Beobachten ohne jegliche
    Interpretation oder Verzerrung. (J. Krishnamurti)

  • Es gibt da einen Gastbeitrag bei einem Blog, der mich tagelang beschäftigt hat: Lob der Penisbeschneidung
    Die Autorin ist ganz offensichtlich der Meinung, dass ein beschnittener Mann ihre Bedürfnisse in der Sexualität besser befriedigen kann. Na ja, lest selber.

    Der Mann der Autorin war zur Zeit des Artikels gerade ein paar Monate beschnitten. Fragt sich, ob sie in 10 Jahren, wenn die Eichel verhornt ist und ihre Vagina schmerzt, immer noch so von seinem Penis schwärmt.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Der Mann der Autorin war zur Zeit des Artikels gerade ein paar Monate beschnitten. Fragt sich, ob sie in 10 Jahren, wenn die Eichel verhornt ist und ihre Vagina schmerzt, immer noch so von seinem Penis schwärmt.

    Klar schwärmt sie vom frisch beschnittenen Penis! Sie sollte zum Vergleich und auch als kleiner Vorgeschmack auf das, was sie 15 Jahren erwarten könnte, mit einem als Kind beschnittenen Mann schlafen :whistling:

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Es gibt da einen Gastbeitrag bei einem Blog, der mich tagelang beschäftigt hat: Lob der Penisbeschneidung
    Die Autorin ist ganz offensichtlich der Meinung, dass ein beschnittener Mann ihre Bedürfnisse in der Sexualität besser befriedigen kann.

    Nicht nur das: in ihrem Blog lobt sie gar den religiösen Ritus der Beschneidung! Diese Frau hat keine Ahnung, dass das nicht nur eine Körperverletzung, sondern regelrecht ein Folter ist, zumal fast alle religiösen Beschneidungen ohne Betäubung gemacht werden!

    Quote

    Aber es gibt dennoch einige wenige Dinge religiös-rituellen Ursprungs, für die auch wir Atheisten dankbar sein können.
    Dazu gehören einige Monumentalbauwerke, einige Musikstücke, einige Gemälde und einige Moralvorstellungen.
    Und die Penisbeschneidung.
    Sie ist der Beweis, dass man auch aus den falschen Gründen manchmal zum richtigen Erlebnis kommen kann.

    Unverschämter und egoistischer geht es wohl kaum!

    Darf ich fragen weshalb du beschnitten wurdest und wie alt du warst?

    Den persönlichen Bericht von "Traubenzucker", der als neugeborenes Kind beschnitten wurde, kannst du hier nachlesen:

    Meine Beschneidung als neugeborenes Kind

    In Asien gibt es hierzu sogar recht alte Kulturen, z.B. in China oder Indien, die mittlerweile auch von einigen Menschen bei uns im Westen praktiziert werden. Das westliche Männer- und Frauenbild ist nicht umfassend, sondern in sich selber prägend. Wenn man "kommen" muss, dann weil der Kopf sowas denkt. Eine erfülltere Sexualität zwischen Mann und Frau gibt es aber vielleicht (?), wenn man/frau den Augenblick geniesst, nicht wo hin will, sondern da ist und Zeit hat.

    So sehe ich das auch! Die Sexualität bzw. der Orgasmus zw. Mann und Frau ist kein Ziel, welches das Paar mit aller "Stossgewalt" erreichen muss! "Der Weg selber ist das Ziel" damit meine ich, die gegenseitige Zuneigung, die körperliche Nähe und Wärme, das Küssen, Streicheln und Liebkosen des Körpers ist Sexualität per se. Auch die geschlechtliche Vereinigung ist eine "Reise" ohne Garantie auf Erfolg in Form eines Orgasmus! Und doch Orgasmen werden erlebt - doch muss es immer ein koitaler Orgasmus sein? Ist es nicht viel wichtiger und bedeutender überhaupt einen Höhepunkt zu erreichen, dem Partner/der Partnerin auf phantasievoller Weise zum Höchstgefühl zu verhelfen? Ich meine JA!

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Und doch Orgasmen werden erlebt - doch muss es immer ein koitaler Orgasmus sein? Ist es nicht viel wichtiger und bedeutender überhaupt einen Höhepunkt zu erreichen, dem Partner/der Partnerin auf phantasievoller Weise zum Höchstgefühl zu verhelfen? Ich meine JA!

    Es muss natürlich nicht immer, nur wenn man mal mit 2 Intakten Männern dieses Gefühl erlebt hat, und man weiß wie es funktioniert, dann fragt man sich schon warum geht es mit meinem Ehemann nicht, nach so vielen Jahren. Ich dachte immer er liebt mich einfach nicht so sehr, wie die andern beiden und seine verminderte Lust schob ich dadrauf, weil er mich nicht attraktiv genug findet, aber ich glaube er kann das Gefühl einfach nicht so gut vermitteln durch seine Beschneidung. Es fehlt etwas!

  • Die Sexualität bzw. der Orgasmus zw. Mann und Frau ist kein Ziel, welches das Paar mit aller "Stossgewalt" erreichen muss! "Der Weg selber ist das Ziel


    Sehr schön, die Richtung in dies hier geht. Wenn das gesellschaftlich sich rumspricht, dann wird zukünftig auf viel Machtgedöns und Misbrauch verzichtet werden können.

    Schönen Tag noch euch allen,

    S.

  • So sehe ich das auch. Sobald mal ins Bewusstsein gelangt ist, wie sich dieser Schnitt auswirken kann, dann ändert sich auch was. Aber das wird noch dauern, denn die Zahl der Frauen, die auf einen "leckeren" und "sauberen" Penis stehen, ist leider noch sehr groß. Da gibts noch einiges zu tun.
    Aber der Anfang ist gemacht! :thumbup:

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

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