• Hallo zusammen,

    das ich mich hier mal so wieder melde, hätte ich vor ein paar Monaten auch nicht für möglich gehalten.....

    Bei mir als Frau steht seit Freitag die Diagnose Lichen Sclerosus im Raum! Ich hatte seit meiner zweiten Schwangerschaft immer wieder schubweise Probleme mit starken Juckreiz, Rötungen, Irritationen und Trockenheit im Intimbereich.
    Der Frauenarzt meinte damals 2016, dass es an den fehlenden Östrogen liegt, was in er Stillzeit weniger vom Körper produziert wird - sprich mein Körper ist wie in den Wechseljahren und daher die Trockenheit.. die Trockenheit macht die Gereiztheit und sorgt auch für Risse (hatte teilweise beim abwischen Blut von der äußeren Vulva am Klopapier). Klang für mich logisch und als die Symptome 2 Monate nach abstillen verschwanden, war für mich Alles wieder gut... fürs Erste!

    Die Symptome kamen schubweise über die nächsten 6 Jahre zurück, meinst 2-3x im Jahr.. manchmal ein paar Tage nur ganz leicht.. nachmal über 1-2 Wochen etwas stärker. Ich pflegte mich mit Feuchtigkeitscremes und Zäpfchen und trank seit dem zusätzlich Frauenmanteltee um meine Hormone zu regulieren!
    Nun war die letzten Wochen sehr viel Stress bei uns und seit Anfang der Woche hatte ich wieder mit Starken Prloblemen zu kämpfen... gestern war vorallem das Jucken so stark , dass ich den Frauenarzt angerufen habe und um einen Notfalltermin gebeten habe!
    Ich schilderte meine Symptome und Sie meinte auch erst, wharscheinlich Östrogenmangel, evlt. Entzündung oder Pilz on Top (weil man da wohl anfälliger für ist ) .... tja... dem war dann leider nicht so.... sie hat mich untersucht und war dann erstmal still und hat ewig rum geschaut... hat mich schon gewundert... da meinte sie : Ist ihnen schon augefallen das sie nur noch eine innere Schamlippe haben =O ich war total perplex.... sie hat mir kurz erklärt, dass sie vermutet das ich eine Autoimmunerkrankung habe die sich Lichen Sclerosus nennt.... ich sofort gewusst was los ist... eins und eins zusammen gezählt.. die ganzen Symptome / Schube über die Jahre ergaben plötzlich Sinn.....Sie hat jetzt einen Stanzbiopsie veranlasst und mir eine Überweisung zum Hautarzt gegeben....

    Ich bin völlig fertig.... das darf doch nicht sein....

    Meine Frage ist jetzt ... kann sowas sein , dass es erblich bedingt sein kann und die fibroitische Vorhaut meines Sohnes etwas damit zu tun hat!?? Die Ärztin meinte auch, mittlerwiele hat man rausgefunden das Allergien/Autoimmun-Erkrankungen und vorallem Neurodermitis den LS fördern.... Mein Sohn hat ja das Neurodermitis sowie die Allergieveranlagung von mir geerbt....

    Ich hab gestenr den ganzen Abend betroffenen Videos im Internet geschaut... ich will das nicht haben.... ich weiß nicht was ich noch alles schlucken soll.. ich hab doch schon soviele Krankeiten. Aber es passt alles, ergibt total Sinn... auch der Zeitpunkt wann es das erste Mal war.... die Symptome... die Schübe... der Gewebeschwund den ich mir gestern daheim dann auch angeschaut habe und entsetzt war......

    Ich hab so Angst das mein Gewebe und vorallem meine Klitors (die ist wohl auchschon angegriffen) noch weiter schrumpft.....

    Ich weiß das dies hier an sich nicht das richtige Forum ist und ich mir ein betroffenen Forum für Frauen suchen muss.

    ICh wollte hier nur berichten weil dies evlt. eine Erklärung für ide Vorhauverengung meines Sohnes sein könnte.....

    Edited 3 times, last by Koko1316 (November 19, 2022 at 3:26 PM).

  • Mag ja durchaus sein, dass das hier nicht hin gehört, aber ist doch egal.

    Auch wenn ich kein Arzt bin: grundsätzlich könnte ein Zusammenhang zwischen der Vorhautverengung deines Sohnes und deinen Problemen nicht auszuschließen sein, auch im Netz findet man beide Symptome unter dem LS.

    Aber mach dich deswegen nicht verrückt.

    Die Krankheit ist nicht lebensbedrohlich, und es soll sogar homöopathische Mittel dagegen geben.

    Und was deinen Sohn angeht, vielleicht ist das auch die Erklärung für seine Probleme, und möglicherweise wäre eine Dehnbehandlung deswegen auch gar nicht möglich gewesen.

    In deinen posts scheinst du zu vermuten, dass Du ihm die Möglichkeit einer Alternative zur Beschneidung nicht geben konntest, aber das spielt nun für ihn nicht die Rolle, er muss damit vorerst zurechtkommen.

    Und wie in diesem Forum vielfach ersichtlich, ist auch eine Restaurierung der Vorhaut möglich. Das könnte dein Sohn, wenn er es irgendwann einmal möchte, angehen.

    Aber das hat noch Zeit, bleibe bis dahin, auch wenn es augenblicklich schwer fällt, zuversichtlich.

  • So eine Diagnose ist natürlich hart.
    Ich denke du wirst dich schon durch sämtliche Internetseiten zu dem Thema die Google hergibt durchgearbeitet haben.
    Da wirst du auch gefunden haben das bei ca. 10 % der betroffenen Menschen auch Fälle in der Verwandtschaft auftreten.

    Las dir die Diagnose am besten noch ein Mal von einem Hautarzt bestätigen.

  • Am meisten kämpfe ich aktuell psychisch..... ich leide ja seit Jahren unter einer Angststörung ... mit depressiven Episoden und starker Erschöpfung (Erschöpfungsdepression/Nebennierenschwäche)... zusätzlich habe: Neurodermitis, diverse Allergien, Nahrungsmittelunverträglichkeiten, Schilddrüsenunterfunktion, Asthma und Endomitriose ....soweit ich das aber mittlerweile rechechiert habe, steht das alles in Zusammenhang miteinander oder begünstigt sich auf die eine oder andere Weise!

    Ich bin schon länger wieder an einem Punkt wo mir alles um mich rum zuviel wird! Arbeit, gleichzeitig eine gute Mutter sein, die Kinder schulisch und emotional ausreichend zu unterstützen, das Haus und der Haushalt.... und dann jeden Tag dieser Kampf mit meinem Kopf und meinem Körper.... ich weiß langsam nicht mehr wie ich da noch positiv bleiben soll... meine Lebensqualität ist für mich faktisch kaum noch vorhanden... ich hangel mich von Tag zu Tag .... Aufgaben über Aufgaben die mich eigentlich nur noch erdrücken und überfordern.... ich bräuchte mehr Pausen... Zeit mich mit meiner Psyche auseinander zu setzen... aber gerade bin ich nur noch in einer negativ Spirale!

    Ich hab ja auch seit 10 Jahren psychologische Unterstützung... 1. kann ich leider selten intensiv dran bleiben wegen dem Altag und der Kinder (geh meist so alle 3-4 Monate für eine Stunde hin) und 2. hab ich das Gefühl das ich da auc hnicht wirklich weiter komme... das liegt aber an mir, ich kann das was sie mir sagt einfach zum größten Teil nicht umsetzen! DAs größte Problem ist mein Kopf.. ich mach mir die Hölle selbst im Kopf!

    Auch mit meinem Mann hab ich noch nicht über die Verdachtsdiagnose sprechen können....eigentlich ist er mein bester Freund und wir haben auch eine gute, offene, stabile Beziehung ....aber er musst die letzten Jahre natürlich auch viel mitmachen und selbst zurückstecken durch meine ganzen Problematiken..... ich wollte ihm jetzt nicht schon wieder zusätzlich was vorsetzen wenn ich noch keine sichere Diagnose habe......
    Außerdem hab ich natürlich wahnsinnige Angst wie diese Diagnose unser zukünftiges Sexleben beeinträchtigen wird.... aktuell haben wir ein gutes Sex leben.... seit 6 Jahren zwar deutlich weniger in der Häufigkeit als früher (wegen meiner Probleme, Altagsstress und der Kinder) aber ich mach mir natürlich Gedanken das diese Diagnose e auf Dauer verschlechtern wird.... aktuell hab ich ab und zu ein leichtes Wund und Unwohlsein nach dem GV, hab ich mir aber nie viel bei gedacht und es auch einfach auf die Trockenheit geschoben.... aber wie wird sich das in Zukunft noch verschlechtern? Was wird der Gewebeschwund mit meiner Klitors anrichten... kann ich vielleicht irgenwann auch keinen Orgasmus mehr bekommen .... Gedanken über Gdanken die mich gerade psychisch wirklich fertig machen!

    On Top hab ich einen neuen Job angefangen, der eigentlich Verbesserung bringen sollte....da die neue Chefin aber ein absoluter Drache ist und mich regelrecht mobbt.... bin ich hier leider vom Regen in die Traufe gekommen... ich vermute auch stark das dieser psychische Stress den aktuellen LS Schub ausgelöst hat.

    Ich hab auch Sorge keinen guten Arzt zu finden der mich hier dauerhaft betreuen kann..... ich hoffe meine aktuelle Hautärztin kennt sich aus!
    ich hab auch eine Selbsthilfegruppe gefudnen , allerdings geben die nur Arzkontakte für Mitglieder raus und ohne Diagnose kannst du keine Mitglied werden.. also werde ic h jetzt erstmal den WEg über den Hautarzt gehen müssen und hoffen das es diagnostizieren kann!

    https://www.lichensclerosus.ch/de/home

  • Ich befürchte, dass ich Dich dazu kaum brauchbar beraten kann.

    Wahrscheinlich kann Dich dazu auch eine Frau wesentlich besser beraten.

    Ich überlege mir nur, wie ich mit einer solchen Situation umgehen würde, wohl wissend, dass eine derartige Sortierung nach dem, was mir wichtig wäre, in einer Stresssituation, in der Du zu sein scheinst, sehr schwierig ist.

    Für mich ist es das wichtigste, dass die Familie intakt ist.
    Und sehr schön, wenn Dein Mann dein bester Freund ist. Und die Kinder wären auch mir das wichtigste.

    Dann kommt natürlich die Gesundheit. Dazu gehört auch, dass man sich selber gut fühlt und zufrieden ist.

    Und dann kommt die wirtschaftliche Situation, zu der auch die Arbeit gehört.

    Und natürlich hängt alles auch miteinander zusammen und voneinander ab.

    Du bist vermutlich augenblicklich massiv überlastet, und willst alles gut und vielleicht sogar perfekt machen, eigentlich völlig normal, und ohne gesundheitliche Probleme liefe das wahrscheinlich auch alles gut.

    Aber nun hast Du gesundheitliche Probleme, und die können auch die Folge einer starken Dauerbelastung sein.

    Und da solltest Du unbedingt als erstes an Dich denken, deine Familie hat absolut nichts davon, wenn Du ausfällst.

    Rede möglichst zuerst mit deinem Mann darüber. Überlegt zusammen, was ihr an Aufgaben und Nebentätigkeiten im Haus und Haushalt und Freizeit vorerst weglassen könnt. Es gibt viele Dinge, die man manchmal gar nicht unbedingt braucht.

    Und vielleicht könnt ihr am Wochenende runter fahren und alles liegenlassen und einfach mal nichts machen. Außer euch natürlich um die Kinder kümmern.

    Und überlege dir, ob du dir nicht einen anderen Job suchst, wenn du dort unglücklich bist – ohne zu wissen, was du für eine Ausbildung und für ein Jobprofil hast: gut ausgebildete und erfahrene Mitarbeiter, vor allem wenn sie der Sprache und Schrift mächtig sind, finden eigentlich immer einen adäquaten Job.

    Wenn Du die darüber klar bist, dass es in deinem Job so nicht weitergehen kann, und du bereit zur Kündigung und einem Wechsel bist, dann rede mit deiner jetzigen Chefin und sage ihr, was dich stört, dass du dich gemobbt fühlst, und dass sie das umgehend einstellen muss.
    Die Situation kann sich nur verbessern, ansonsten wäre es das gewesen.

    Ich weiß, dass das für dich nicht einfach werden wird, aber das jeden Tag zu schlucken, macht dich noch kranker.

    Denke an Dich, deine Familie hat nichts von Dir, wenn du ausfällst, die brauchen dich.

    Versuche auch bitte nicht, perfekt zu sein.

    Ich habe natürlich leicht reden, und kann das nur aus meiner außenstehenden Position versuchen einzuordnen.

    Schreib mal, wie Du weiter gekommen bist.

  • Lieber Berkon,

    danke für deine aufbauende und ausführliche Nachricht.

    Mir ist klar, dass mir in diesem Forum keiner weiterhelfen kann was das Thema angeht zwecks Verlauf, Linderung der Beschwerden etc. da muss ich mich woanders informieren.. ich hab schon ein bisschen geschaut (wie es die Zeit mit den Kindern hat nebenbei zugelassen hat) aber ein Betroffenen-Forum oder ähnliches wo man Fragen stellen kann, habe ich bis jetzt leider nicht gefunden!

    Alles was du sagst habe ich schon in der ein oder anderen Form mit meiner Psychologien, meinem Mann oder meiner Mama besprochen... ich kenne mein Problem. Übertriebener Perfektionismuss gepaart mit übelsten Selbstzweifeln.... trotz viel Unterstützung von Familie und Psychologen konnte ich aus diesem Muster bis jetzt nur schwer und teilweise ausbrechen!

    Ich bin mir sicher mein Körper wird mir immer weiter solche Krankheiten vorsetzen , bis ich endlich checke , dass es so nicht weiter geht. Alle meine Krankheiten fallen ja unter die Sparte "Autoimmun" - Selbstzerstörung ..... das sagt glaub ich alles!

    Ich warte jetzt mal den Hautarzt termin ab, werde mich da heute drum bemühen die Woche in die Notfallsprechstunde kommen zu können (mein Hautarzt hat normalerweise eine 6-8 Monate Wartezeit, solange kann ich das nicht so lassen, hab zwar kortison bekommen und das hilft auch aber ich muss es genau wissen und dann auch beraten werden)
    Dann werde ich mit meinem Mann sprechen..... es ist für ihn auch hart... mich immer wieder so zu sehen.. er ist auch nur eine Person und hat Grenzen.. er hilft wo er kann, nimmt mir die Kinder viel ab wenn er dann von der Arbeit daheim ist oder am Wochenende, hilft viel im Haushalt und hat immer ein offenes Ohr für mich...aber ich weiß natürlich auch das die Situation auch für ihn zunehmend schwieriger wird.....und da kommt sofort wieder mein schlechtes Gewissen das ich alle um mich rum eh nur belaste... schon kommen wieder die Selbstzweifel nichts wert zu sein.....

    Mit der Arbeit hab ich jetzt entschieden, ich gucke Tag für Tag.. ein klärendes Gespräch gab es letzte Woche, ich sitze jetzt in einem anderen Büro.... werde weiterhin mein bestes geben und wenn ihr das nicht reicht... dann passt es nicht... dann werde ich mich kündigen lassen und mal ein paar Monate daheim bleiben um zur Ruhe zu kommen! Ich bin mir sicher ich finde schnell wieder was neues.... ich bin Bilanzbuchhalterin.. die werden überall immer gesucht!

  • Liebe LiLi1316,

    erst mal finde ich es gut, dass Du deine Situation schon so weit eingesehen hast, dass Du professionelle Hilfe benötigst, und dass Du dir die auch schon organisiert hast.
    Soweit sind viele mit ähnlichen Problemen bisher nicht gekommen, und wollen es auch nicht einsehen.

    Warum zweifelst Du an Dir mit Gedanken, „nichts wert zu sein“ ?

    Was ich von Dir mitbekommen habe, hast Du Kinder, Du gehst arbeiten, Du schmeißt den Haushalt !

    MEHR geht nicht ! Und das ist schon verdammt viel.
    Mehr WERTVOLL geht wirklich nicht!

    Denke immer dran, dass Du bei einem Komplettausfall all diese Dinge nicht mehr machen kannst. Und dann fehlt deiner Familie der wichtigste Teil, nämlich DU !

    In der letzten Zeit sind einige meiner Kollegen ausgefallen, wegen „Burnout“.
    Alle waren, zu mindestens nach außen, stabile Menschen, bei denen ich das nicht erwartet hätte; sie sind für Monate ausgefallen und mussten sich behandeln lassen.

    Auch wenn wir es nicht unmittelbar vermuten, glaube ich dennoch, dass die zusätzlichen aktuellen Belastungen, wie die Corona – Pandemie mit all ihren Einschränkungen, jetzt die aktuelle Teuerungsrate und die Energiekrise, viele Menschen vielleicht sogar unbewusst zusätzlich stark belasten, und vor allem, wenn jemand, wie Du, auch Kinder hat, die vor allem während der Schulschließungen besonderer Unterstützung bedurften.

    Alles das zehrte und zehrt permanent an den Kräften, und es gab bislang keine Pause!

    Ich wundere mich oft, dass es in unserem Land derartige Probleme gibt, vor allem wenn ich auf Gegenden dieses Globus blicke, wo die Menschen mit ganz anderen Sorgen leben müssen, nämlich denen um die tägliche ausreichende Versorgung mit Lebensmittel und die Sorge vor Krieg und Seuchen. Da gibt es vielfach nicht das vergleichsweise sichere Leben, was wir hier haben.

    Wir wollen nach außen hin immer gut dastehen, wollen, dass keiner schlecht über uns denkt, dazu kommen Einflüsse aus den Medien und der Werbung, die uns suggerieren, was gut und was schlecht für uns ist, und uns damit vielleicht weiterhin unter Stress setzen.
    Manchmal glaube ich, dass wir einfach nicht mehr wissen, was wirklich wichtig im Leben ist.

    Wie Du das mit deiner Arbeit siehst, ist absolut richtig, du wirst jederzeit was Besseres finden.

    Vielleicht gibt es irgendwas, was Du gerne machst oder machen würdest: ich glaube, das solltest Du dir dringend gönnen, belohne Dich selbst und organisiere dir die dazu notwendigen Freiräume.

    Und belohne dich regelmäßig, am besten jeden Tag einmal für das, was Du leistest.

    Du hast es Dir verdient. Und deine Familie damit auch.

    Schreibe mal, wie es mit Dir weitergeht. Bis dahin alles Gute !

  • Leider konnte ich mich nicht eher melden.... hier war der Wahnsinn los....

    Das Ergebnis der Biopsie ist bereits seit zwei Wochen da und kam an dem Tag als ich meinen neuen Job hingeworfen haben. Wie zu erwarten wurde der Verdacht auf LS bestätigt .

    Ich hatte aber noch nicht mal Zeit mich mit dem ganzen auseinander zu setzen... wie gesagt, an dem Tag hab ich Vormittags meinen Bekannten gebeten mich zu kündigen weil die Vorgesetze mich wieder angebrüllt hat (wegen einem einzigen Fehler, den ich in den 7 Tagen Urlaubsvertretung die ich für sie gemacht habe, der noch nicht mal ein richtiger Fehler war) Aber ist auch egal, ich brauche nicht so mit mir umgehen zu lassen.....
    Am Spätnachmittag kam dann der Anruf der Hausärztin ... den Folgetermin konnte ich nicht wahr nehmen weil es mich am selben Abend sowas von niedergestreck hat mit Husten und Fieber... das Ganze hat sich jetzt bis gestern gezogen, inklusive Notdienst, Pneumologe und jetzt zum Schluss Antibotika und Kortison weil ich eine Rippenfellentzündung plus Bronchitis entwickelt habe und haarscharf an der Lungenentzündung vorbeigeschrammt bin!
    Ich bin immer noch sehr geschwächt aber seit gestern geht es jetzt endlich aufwärst.. gestern war der erste Fieberfreie Tag seit über einer Woche!

    Ich muss jezt erstmal wieder zu Kräften kommen und meinem Körper die Ruhe geben die er braucht... zum Glück hab ich einen tollen Mann und eine tolle Familie die mir die Kinder so gut es geht abnehmen!

    Sobald ich einen neuen Termin habe bei der Hausärztin werde ich nochmal kurz berichten wie es mit meiner LS Diagnose weiter geht.

    Berkon: danke für deine Nachricht, sie hat mir viel weitergeholfen!

  • Ich weiß ich wurde hier teilweise angegriffen, als ich in den Raum gestellt habe, dass das Gutachten meines Sohnes evlt. Recht hat und bei ihm die Beschneidung nötig war! Aber mir persönlich hat das Gutachten in Kombi mit meiner eigenen LS diagnose gezeigt, dass hier Zusammenhänge bestehen! Trotzdem hab ich weiterhin immer Tage wo ich traurig bin das es ihn getroffen hat ......


    Habe Deinen Thread offen gesagt nicht komplett gelesen, aber vermutlich genug, um zumindest im Ansatz nachzufühlen, was dich belastet. Hier im Forum dreht sich alles um Beschneidung bzw. der Verhinderung selbiger. Dabei wurde wohl übersehen, wie es dir mit dem ganzen ergangen ist. Du hast aus meiner Sicht nicht leichtfertig gehandelt und wolltest das Beste für deinen Sohn. Das hier vom MDK ein Gutachten angefertigt wurde zeigt, dass du als Laie niemals die Chance hattest hier absolut zu wissen, was richtig oder falsch gewesen wäre. Aber unabhängig von der Frage, ob die Diagnose falsch oder richtig war, ist es nicht deine Schuld, dass dein Sohn beschnitten wurde und es kann auch gut sein, dass es wirklich die richtige Entscheidung war. Aus deinen Zeilen lese ich aber noch immer unterschwellige Selbstvorwürfe, die du nicht haben musst.

    Du hast sicherlich selbst schon gegoogelte, dass Lichen sclerosus auch stressbedingt entstehen kann (überschießende Immunreaktion). Wenn ich lese, welche Odyssee du hier hinter dir hast und wie dich vermutlich auch die Selbstzweifel quälen, denke ich, dass du jetzt vor allem auch auf dich achten solltest. Du hast zwei Kinder und die brauchen eine gesunde Mutter. Wenn es durchs Internet ginge, würde ich dich jetzt am liebsten ganz fest umarmen und dir Mut zusprechen.

    Für deinen Start in den neuen Job wünsche ich dir alles Gute und viel Spaß mit Soll und Haben oder Aktiva und Passiva ;)

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Also ich hatte eine Recht starke Neurodermitis als Kind und Jugendlicher die auch heute immer Mal wieder durchkommt.
    Kniekehlen und Arme waren als Kind mitunter bei mir vollkommen aufgekratzt.
    Hab dann irgendwann Mal mit den frei erhältlichen Cortison Cremes angefangen.
    Direkt nach dem ersten Cremen verschwand der Juckreiz. Und die betroffen Stellen waren nach ein paar Tagen abgeheilt. Also ich bin nie an die maximale Behandlungsdauer von 3 Wochen dran gekommen und hatte dann für mehrere Monate Ruhe.
    So im Nachhinein wünsche ich mir das man bei mir als Kind schon zum "bösen" Cortison gegriffen hätte.
    Hätte dafür das Vergnügen mit einer Teercreme von Linola die heute nicht mehr verwendet werden darf weil sie krebserregend ist.
    Was auch von Vorteil ist das man wirklich jede Woche die Fingernägel schneidet. Wenn man sich unbewusst im Schlaf kratzt sind die Wunden nicht so tief.
    Richtung Vorhautverengung hatte ich als Kind und und heute nie Probleme.
    Hätte Mal vielleicht ne Balanitis aber das kann Mal vorkommen.

  • Liebe LiLi1316,

    Glückwunsch zu Deinen Fortschritten, und auch zu Deinem neuen Job, mit diesem Wechsel hast Du alles absolut richtig gemacht !

    Du zeigst damit auch anderen, dass man sich nicht mit einer unbefriedigenden Situation abfinden muss, sondern aktiv etwas ändern und verbessern kann.

    Genauso wie Du auch mit deiner Krankheit umgehst und dich damit nicht abfindest. Wahrscheinlich bleibt dir auch kaum etwas anderes übrig, als selber herauszufinden, was dir gut tut, und was eher nicht.

    Die Ärzte haben dazu selten eine einfache und hilfreiche Antwort.

    Zu den Autoimmunkrankheiten: diese können nach neueren Erkenntnissen auch nach Corona Infektionen und / oder nach Covid19 – Impfungen auftreten, wovon vor allem jüngere Menschen und darunter auch wiederum eher Frauen betroffen sein sollen.

    Aber auch dazu haben die Ärzte bisher keine brauchbaren Therapien, als einziges aus heutiger Sicht hilfreiches Medikament hat sich nach einer Anwendung an 4 Patienten an der Erlanger Augenklinik das Medikament mit dem Wirkstoff BC007 des Berliner Startups Berlin Cures gezeigt.

    Leider befindet sich dieses Medikament noch in der Zulassungsschleife, für die Zulassung zu einer Studie, sprich , es ist in aller nächster Zeit noch nicht verfügbar.

    Möchte dir nur den Hinweis geben, auch mal in diese Richtung zu denken.

    Dass Du hier im Forum angegriffen wirst, weil Du dich um deinen Sohn sorgst, geht gar nicht.

    Dazu kann ich dir nur immer wieder sagen, dass Du aus damaliger Sicht alles richtig gemacht hast, du hast alles versucht, um es ohne Beschneidung hinzubekommen, aber bei LS wird das verdammt schwierig.

    Ich glaube auch nicht, dass Euch euer Sohn deswegen jemals Vorwürfe machen wird.

    Lass Dich dadurch nicht runter ziehen, du hilfst damit weder dir noch deiner Familie.

    Ich wünsche Dir weiteren Erfolg bei deiner Konsolidierung !

  • Hallo LiLi1316!

    Auf Facebook gibt es eine Gruppe über Vitamin D, da wird Lichen Sclerosus mehrmals erwähnt. Einige haben da mit hohen Dosen Vitamin d gute Erfahrungen gemacht. Lies Dich doch mal in Vitamin D ein, zum Beispiel Dr Helden "Gesund in 7 Tagen". Vielleicht kannst Du es so stoppen.

    Viele Grüße
    Tara

  • Ja, das geht. Ich kann grad spontan nicht sagen, ob Du als User das kannst, die Mods und Admins können es jedenfalls. Schreib mir oder jemand anderem aus unserem Team einfach eine Nachricht, welchen neuen Nick Du gerne hättest. :)

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

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