Wieder haben wir sehnlichst darauf gewartet, auf die aktuelle Fassung der medizinischen Leitlinie Phimose und Paraphimose.
Möge sie dazu beitragen, dass grund-, sinn- und nutzlose Vorhautamputationen an Jungen so weit es geht vermieden werden.
Medizinische Leitlinie "Phimose und Paraphimose bei Kindern und Jugendlichen" ist öffentlich
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Hochinteressanter Text!
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Im Rahmen der Ablösung der Vorhaut von der Glans entstehen im
Zwischenraum der Schichten häufig weißlich/gelblich durch die Haut schimmernde
Epithel-Talg-Retentionen (Smegma-Retentionszysten) - ein vorübergehendes und
medizinisch harmloses Entwicklungsphänomen. Sie bestehen aus Talgdrüsensekret und
Abbauprodukten der Schleimhautzellen (Smegma) und enthalten unter anderem
Fettsäuren und Steroide. Die Funktion letzterer ist noch unbekannt. Möglicherweise
spielen diese Steroide aber eine Funktion in der physiologischen Separierung von Eichel
und innerem Vorhautblatt. Häufig werden (harmlose) Vorhautverklebungen und
Smegmaretentionszysten als pathologische Phimose bzw. als Indikation zur Zirkumzision
fehlgedeutet (Kumar 2009).Ich hatte mal einen Dialog mit einem (anscheinend muslimischen) Vater, der meinte, dass bei der Zirkumzision seines Sohnes jede Menge Eiter zum Vorschein gekommen, wäre es sei daher höchste Zeit für eine VA gewesen.
Meine Vermutung ist, dass es sich schlicht um harmloses Smegma gehandelt hat -
Das stand schon so in der vorigen Leitlinie.
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Die neue Leitlinie ist wirklich sehr umfangreich für das was wir sonst in der Thematik gewohnt sind.
Wenn ich das mit den 1,5 Seiten aus 2002 vergleiche.

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Hab's mal im Smegma-Artikel aufgenommen:
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