Posts by sause18

    Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich diese Berichte lese. Allein die Tatsache, dass sich der Arzt auf diesen "Deal" eingelassen hat, ist kaum zu glauben. Es hätte doch erkennen müssen, dass es keinen medizinischen Grund gibt, deine Vorhaut zu amputieren. Ein kleiner Trost: Man hat früher öfter von sog. "Rundum-Eingriffen" gehört. So wurden z.B. Operationen am Leistenbruch, Hodenhochstand etc. sehr gerne zum Anlass genommen, auch die Vorhaut der kleinen Patienten mit zu entfernen. Wenn ich an die Generation meiner Eltern denke, so traten diese Leute mit einer unnatürlichen Demut ggü. dem weißen Kittel auf und Widerspruch "schickte sich einfach nicht." Die heutige Generation geht mit diesem Thema anders und deutlich kritischer um.

    Was soll ich dir wünschen ? Ich weiß es nicht; versuche es zu akzeptieren. Eine Wiederherstellung der Vorhaut ist auch kein "Spaziergang", sondern erstreckt sich - wenn sie überhaupt mehr oder weniger gelingt - über Jahre oder oft Jahrzehnte. Und das "Original", das einst wie eine Zipfelmütze unsere Eicheln bedeckte, bekommt man nicht zurück.

    Hallo Mario,

    wir sind keine Ärzte, deswegen sollte man sich mit einer Einschätzung oder Diagnose sehr zurückhalten.

    Wenn du dir nicht sicher bist oder du den Eindruck einer beginnenden Komplikation vermutest, stellst du dich bitte einem Arzt vor.

    Gute Besserung!

    Mit dem Restoring sieht es bei mir nicht so gut aus, habe bei Erektion in Längsrichtung Null Spiel in der Schafthaut, auch in Umfangsrichtung gesehen keine Beweglichkeit, vermutlich weil das Frenulum großzügig herausgetrennt wurde. Ich befürchte sogar, dass sich aufgrund dessen nach einem Restoring eine Art Vorhautverengung in Form einer Paraphimose einstellen könnte.

    Auch bin ich nicht alleine zu Hause, um dann regelmäßig an mir arbeiten zu können, wir haben Kinder, und die sollen das nicht mitbekommen.

    Ja, eine Paraphimose ist durchaus denkbar.

    Vor allem muss man aber mit dieser Frustration fertig werden, festzustellen, dass der Beschneidungsstil eine Wiederherstellung ausbremst, im Gegenteil die Dehnungsgeräte nur Schmerzen oder gar Wunden auslösen. Wir sind durch den Eingriff schon genügend "gebeutelt". Dann noch festzustellen, dass ein Restoring erfolglos ist, tut richtig weh.

    Das Argument mit der Familie kenne ich. Ich musste auch immer auf der Hut sein, nicht beim Einsetzen oder Tragen, Reinigen und Lagern der Geräte erwischt zu werden.

    Und wie reagierten deine Cousinen ?

    Die haben mit dem Kopf geschüttelt, weil sie merkten, dass mir diese detaillierte Berichterstattung in keiner Weise gefiel.

    Eine meiner Cousinen hat einen älteren Bruder, der auch wegen Phimose beschnitten wurde - also sie kannte die Problematik. Nur mit dem Unterschied, dass meine Tante gegenüber Dritten nie von diesem Eingriff berichtet hat.

    Ja, eigentlich waren es immer Mütter, wenn über Beschneidung gesprochen wurde, und dann wie über´s Haareschneiden – ohne Rücksicht auf anwesende Buben;

    Kann ich nur bestätigen. Wenn ich daran denke, wem meine Mutter die Story mit der operierten Phimose erzählt hat, und ich stand wir ein begossener Pudel daneben. Selbst in Gegenwart meiner Cousinen musste sie das Thema breit treten..................

    Zur Motivation unserer Mutter sind wir noch heute unschlüssig – hat vielleicht jemand im Forum eine Erklärung?

    Ja vielleicht. Die Beschneidung wurde in der Zeit mehr und mehr als Bagatelloperation abgetan und ein beschnittener Penis galt in einigen Kreisen als chic und schön. Meiner Mutter wurde damals auch beigebogen, dass dieser Eingriff u.a. in den USA üblich sei und nur Vorteile hätte.

    Die Hygiene sei nach der OP entschieden einfacher und das Risiko der späteren Partnerin, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sei durch die frei liegende Eichel deutlich geringer.

    Ja, ich habe diverse Geräte ausprobiert. Es ist nicht so einfach, genau das richtige Gerät zu finden, das letztlich zum Erfolg führt. Die Sensitivierung habe ich dem Stealth Retainer zu verdanken. Da du offenbar noch reichlich Resthaut hast, dürfte ein zeitnaher Einsatz des Gerätes eine Option sein. Der Retainer war- wie beschrieben - in der Lage, die Hautschichten, die sich durch die Zirkumzision gebildet haben,deutlich zu reduzieren.

    Je eher du beginnst, desto besser - keine Frage. Ich wünsche mir oft, ich hätte in deinem Alter damit starten können - also toi, toi, toi von Herzen.

    Mit dem Funktionieren des Penis hast du das sehr treffend beschrieben - bei mir war es auch mehr Zufall als sonst etwas.

    Bei Fragen zur Wiederherstellung melde dich gerne und jederzeit.

    Da sind wir quasi "Leidensgefährten" wobei ich durch die Dehnung inzwischen wieder wie intakt aussehe.

    Die Frage des Stils ist berechtigt, ich habe es nie verstanden, dass eine vor der Eichelspitze verengte oder zu lange Vorhaut bis zum Eichelkranz und oftmals darüber hinaus entfernt werden musste. Ich Laufe der Jahrzehnte hat sich der Stil auch wohl geändert und es wurde Vorhaut erhaltender operiert. So wurde einem Schulfreund von mir die Vorhaut auf der Vorderseite komplett gespalten und die Schnittstellen der Vorhautblätter recht und links vernäht, das Vorhautband eingekürzt. So ist bei ihm die Eichelspitze sichtbar und mehr nicht. Es geht also auch anders.

    Diese "Erleichterung" habe ich wie du empfunden, als mir mein Cousin irgendwann seinen, recht frisch operierten Penis zeigte, der wegen Phimose ebenfalls beschnitten wurde. Dieses Gefühl einer gewissen Außenseiterrolle ist völlig normal und wird oftmals durch die gelebte Intoleranz der Gesellschaft noch gefördert. "Low und Loose" ist schon ein gewisses Entgegenkommen gewesen, in vielen Fällen verläuft die Narbe deutlich hinter der Eichel und führt bei Erektionen zu ungewollten Spannungen.

    Ich war -wie du- immer bestrebt, den kleinen Unterschied für mich zu behalten. Leider musste auch meine Mutter "Jan und Mann" über diesen Eingriff informieren.

    Im Januar 2015 schriebst du über ein Schleifgerät zur Hornhautentfernung: finde ich interessant, da ich mir damit eine beschleunigte Wiederherstellung der Sensibilität erhoffe; glaube das werde ich mir auch zulegen. Hatte das Gerät eine Schleifscheibe oder eine Walze ?

    Ja, das stimmt - lange her. Ich war zu der Zeit schon Restorer und konnte die Eichel danach mit der "neuen" Haut aber vor allem mit einem Retainer schützen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Es war eine "Rosskur" und ich würde es nie wiederholen oder geschweige denn, anderen empfehlen. Lass es bitte sein ! Ich kann so gut verstehen, dass dir die Unempfindlichkeit der Eichel zu schaffen macht. Ich habe damals lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt poste. Informiere dich nach anderen Möglichkeiten der Sensbilisierung. (Senslip oder eine Art künstliche Vorhaut von Oxballs) .

    Ein kleiner Trost: Das Ergebnis ist mehr als gelungen. Im schlaffen Zustand ist der überwiegende Teil der Eichel unverändert bedeckt, das ist eher selten. In den meisten Fällen liegt die Eichel danach schlaff komplett frei so wie bei dir im erigierten Zustand. Das führt dann bei vielen nach der Beschneidung zu einem unschönen Spannungsgefühl im erigierten Zustand und erschwert den Wunsch einer Vorhautwiederherstellung durch Dehnungsgeräte.

    Blutergüsse nach solchen Eingriffen sind normal, die Frage, wie schnell sie sich abbauen, ist von Mensch zu Mensch wohl unterschiedlich ausgeprägt. Wir sind alle keine Ärzte, daher kann ich an der Stelle nur empfehlen, deinen Hausarzt auf "Wobenzym" anzusprechen, das sind Tabletten, die den zügigen Abbau von Blutergüssen fördern und von unserem alten Hausarzt nach Eingriffen jedweder Art empfohlen wurden. Dass dein Penis erigiert nach links knickt, kann mit Blutergüssen zusammenhängen.

    Weiterhin gute Besserung !

    Dehnen - gemeint sind Geräte, mit deren Hilfe ein Nachwachsen der Vorhaut in gewisser Weise ermöglicht wird. Der Erfolg dieser Prozedur hängt von vielen Voraussetzungen ab ( Stil der Beschneidung, Zeitspanne zwischen Beschneidung und Start, Akzeptanz der Dehnungsgeräte - nicht jedes Gerät wirkt bei allen gleich ) Du kannst das Thema im Hinterkopf behalten, aber vorab müssen Wunden verheilen und Blutergüsse sich komplett abgebaut haben. Bei dem Stil deiner Beschneidung wäre ein Retainer vielleicht irgendwann eine Option, um den Teil der freiliegenden Eichel weiterhin zu schützen und einer frühzeitigen Verhornung zu begegnen. Momentan würde das Gerät nur unnötige Schmerzen und vielleicht Komplikationen auslösen - also Geduld.

    Es gibt u.a. den "Stealth Retainer" aus Chirurgenstahl und den "DTR-Retainer" aus Nylon - beide in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Vielleicht ein Thema für dich im kommenden Jahr- eher gewiss nicht.

    Ja, das sollte jeder für sich individuell entscheiden. Ich habe mich inzwischen derart an den Stealth Retainer gewöhnt, dass er quasi ein Teil von mir geworden ist. Klingt vielleicht komisch - aber ohne ihn fehlt mir was. Und das Optische ist sehr gelungen, so dass er für mich wie ein Schmuckstück wirkt.

    Ich habe den Eindruck, dass die O-Ringe durch neue Techniken und Geräte an Bedeutung verloren haben und z.B. durch die Retainer (DTR oder SR ) mehr oder weniger ersetzt worden sind.

    Die Oberfläche der Eichel ist leicht klebrig, deutlich sensibler als zuvor. Die Empfindlichkeit erinnert mich etwas an die erste Zeit nach der Beschneidung. Man muss lernen, damit umzugehen. Diese, wie mit einem dünnen Film überzogene Eichel hat mit ihrem abgehärteten Zustand davor nicht mehr viel gemeinsam.

    Die restliche Vorhaut bedeckte bei mir als Kind den Eichelkranz und etwas mehr - also eine eher lockere Art der Circumcision. Daher konnte ich die Resthaut auch mit gewisser Spannung über die Eichel ziehen. Da blieb sie natürlich nicht und rutschte sofort zurück. Aber ich habe es immer wieder versucht - verbunden mit der Hoffnung, sie könnte nachwachsen. Unter dieser Resthaut hatte die Eichel noch ihre natürlich Farbe und auch eine gewisse Sensibilität. Aber: Mit zunehmendem Alter und der Pubertät merkte ich schon, dass dieser Rest der Haut nicht weiter mitwachsen wollte, der noch bedeckte Teil der Eichel immer schmaler wurde. Irgendwann lag sie dann wie ein "Faltenbalg" hinter der Eichel. Wir waren froh. als vor 30 Jahren unsere Tochter geboren wurde - das Thema Vorhautverengung und Beschneidung hatte sich damit für die nächste Generation meiner Familie erübrigt.

    Obwohl erst 2 Jahre alt - doch ja ich kann mich an einiges gut erinnern. Das ist "eingebrannt" wie auf einer Festplatte. Die Empfindlichkeit der Eichel und des Vorhautstummels war schon heftig. Kamen sie mit Seife in Kontakt, stellte sich ein brennender Schmerz ein. Urinieren war in der ersten Zeit sehr schmerzhaft - ich wurde wieder zum Bettnässer.

    Als ich mit 6 oder 7 Jahren mein erstes Fahrrad bekam, nahm diese beschriebene Empfindlichkeit deutlich ab. Durch den Reibungsvorgang beim Radeln bildete sich eine Art Hornhaut auf der Eichel.

    Mein 3 Jahre jüngerer Cousin wurde als Kind ebenfalls beschnitten wegen angeblicher Phimose. Wir waren quasi Leidensgefährten und tauschten unsere Erlebnisse und Erfahrungen regelmäßig aus. Die "Toleranz" seiner Freunde und Mitschüler erlebte er in ähnlicher Weise wie ich.

    Erstaunlich war der unterschiedlich ausgeführte Stil der Operationen bei uns.

    Bei meinem Cousin lag die Schnittstelle - ähnlich wie wohl bei dir - deutlich hinter der Eichel. Das Vorhautband war vollständig entfernt.

    Bei mir wurden damals 60 - 70 % (schätze ich ) entfernt - der Rest zurückgezogen und direkt hinter der Eichel vernäht. Dadurch rollte ein kleiner Teil wieder nach vorne und bedeckte den Eichelkranz. Man beschreibt diese Art wohl als "plastische Beschneidung". Das Vorhautband blieb wohl zu 50 % zur Eichel verlaufend erhalten. Zumindest konnte ich als Kind den Hautstummel problemlos nach vorne ziehen, was ich fleißig unternommen habe - mit der Hoffnung, er könnte dadurch nachwachsen. Dass ich Jahrzehnte später diese Möglichkeit erleben durfte, hätte ich damals nicht für möglich gehalten.

    Bei einem Schulfreund von mir wurde die Haut auf der Vorderseite komplett gespalten und die Schnittstellen rechts und links vernäht - mehr nicht. Ich habe ihn immer beneidet, weil die Eichel geschützt blieb.

    Die Chancen einer Wiederherstellung der Vorhaut bei dir teile ich. Es dürfte eine Tortur sein, bis du sichtbare Erfolge verzeichnen wirst, von Dehnungsschmerzen ganz zu schweigen. In den unterschiedlichen Foren zu diesem Thema wird häufig von diesem Problem berichtet - dass nach Jahren der Dehnung kein Erfolg eintritt. Selbst bei meinem beschriebenen Stil dauerte es lange Zeit bis eine sichtbare Veränderung eintrat.

    Die Geräte arbeiten / wirken ganz unterschiedlich. Vor 4 Jahren entdeckte ich ein Gerät, das sich Stealth Retainer nennt. Der Hersteller in den USA warb mit der Fähigkeit, dass das Gerät in der Lage sei, die Verhörnung und Unempfindlichkeit der Eichel zu lindern. Meine Neugierde bewog mich zum Kauf. In den ersten Tagen passierte nichts. Dann eines Morgens beim Duschen wunderte ich mich über meine Eichel, die mit schwarzen Krümeln bedeckt war. Sie ließen sich problemlos abwaschen und auf diese Art löste sich eine Schicht nach der anderen. Heute ist die Oberfläche der Eichel weich, leicht klebrig und deutlich sensibler als zuvor. Mehr kann man nicht erwarten.

    Ich bin nach wie vor geschockt, über das was dir passiert ist und wie unsensibel dieser Eingriff ausgeführt wurde.

    Was du beschrieben bzw. hinterfragt hast, trifft 100 %ig zu.

    Der immer wieder bagatellisierte Eingriff einer Beschneidung der Vorhaut hat für den Betroffenen schon Konsequenzen. Obwohl ich erst 2 Jahre alt war, als dieser - angeblich alternativlose Eingriff erfolgte - kann ich mich sehr gut an die Empfindlichkeit der Eichel erinnern, die mir in den ersten Jahren zu schaffen machte - vor allem beim Kontakt mit Seife. ;(Eine spürbare Änderung trat ein, als ich mit 6 oder 7 Jahren mein erstes Fahrrad bekam. Durch die permanten und verstärkten Reibungen ließ diese beschriebene Sensibilität mehr und mehr nach. Die zunehmende Verhornung der Oberfläche der Eichel führt in der Tat zu dem Effekt, den du beschrieben hast. Es "dauert länger" oder "immer länger" und die Gefahr einer passiven Verhaltensweise wird dadurch - zumindest latent - gefördet.

    Mich hat dieser Eingriff - nachdem ich mit 5 oder 6 Jahren den " kleinen Unterscheid" zwischen meinen intakten Freunden, Schulkameraden etc und mir entdeckte immer gestört. Die Beschneidung führte zu Hänseleien und Verarschungen, die Frage, ob ich überhaupt ein "richtiger Junge" sei, immer wieder von Klassenkameraden etc. diskutiert und in Frage gestellt. Man wurde unweigerlich in eine gewisse Außenseiterrolle verschoben.

    Mitunter wurde aber auch von der Möglichkeit der Salbentherapien berichtet und die Beschneidung zunehmend als "letzter Schritt" abgewertet, erst dann zu operieren, wenn diese Therapien sich als erfolglos erweisen.

    Der Stil des Eingriffes nahm veränderte Formen an. Während anfänglich eine ( nahezu ) vollständige Entfernung der Vorhaut als einzige Operationsmethode "proklamiert" wurde, erprobten Chirurgen auch den sog. "dorsalen Schnitt", der quasi nur eine Spaltung des ausschließlich verengten Teils der Vorhaut herbeiführt (einfach formuliert ) um dadurch intaktes Gewebe zu erhalten und der Eichel weiterhin einen natürlichen Schutz zu gewährleisten.

    Vielleicht waren es diese Erlebnisse als Kind und heranwachsender Jugendlicher und die nicht zu leugnende zunehmende Unempflichkeit der Eichel, die mich vor Jahren bewogen haben, eine Wiederherstellung durch Dehnungsgeräte vorzunehmen.

    Heute - nach vielen Jahren der Ausdauer und Geduld - fällt der Eingriff fast nicht mehr auf und die Eichel hat eine nahezu natürliche Oberfläche und damit auch Empfindlichkeit zurück erlangt.

    Der Eingriff erfolgte 1964, heute mit 63 Jahren (!) würde ich mich wieder in die Rubrik "intakt" einsortieren........(nocut)

    Du arbeitest offensichtlich mit O-Ringen. Das kann durchaus funktionieren.

    Wenn es "nur" darum geht, die dir zu kurz erscheinende Vorhaut zu verlängern, schau dir die Homepage von DTR an. Die Retainer, die dort angeboten werden, könnten eine Alternative sein. Vor allem die Möglichkeit, die Länge des Gerätes deinem Fortschritt entsprechend auszuwählen, ist nicht uninteressant. Seit kurzem liefert der Hersteller wieder nach Deutschland. Vielleicht ist das eine Option für dich. Ich arbeite derzeit mit einem Gerät von 3,5 cm Länge und nach knapp einem Monat stellt sich heraus, dass ich in absehbarer Zeit schon einen längeren Retainer benötige.

    Weiterhin viel viel Erfolg.

    Hallo Floam,

    da kommen mir die Tränen, wenn ich deinen Bericht lese. Es ist kaum zu glauben, was dir widerfahren ist. Tragisch, dass dein intakter Vater den Beschneidungswahn deiner Mutter nicht ausgebremst hat. In dem Alter und unter derartigen Umständen beschnitten zu werden, ist entsetzlich tragisch. Vor allem dieser Irrsinn (entschuldige den Ausdruck )- eine OP mit ihren Risiken ohne Diagnose zu fordern. Die Schmerzen danach, die Empfindlichkeit der frei liegenden Eichel und der Schnittstelle - es ist nicht zu begreifen. Die Folgen kann ich 1:1 nachvollziehen, da bei mir der Eingriff mit 2 Jahren bereits erfolgte.

    In meinem Fall war es weniger meine Mutter sondern ein vom Beschneidungswahn infizierter Chirurg, der sämtliche konventionellen Alternativen ablehnte.

    Ich habe mich nie mit dem Zustand nach der Beschneidung anfreunden können, empfand die frei liegende Eichel als störend und unschön. Ganz zu schweigen von der Reaktion von Freunden, Mitschülern etc. Mitunter wurde die Frage, ob ich überhaupt ein "richtiger Junge" sei, diskutierend in Frage gestellt.

    Die zunehmende Verhorung der Eichel und die Folgen sind leider völlig typisch.

    Auch meine Mutter hatte die Angewohnheit "Jan und Mann" über die operierte Phimose in Kenntnis zu setzen und ich stand daneben wie ein "begossener Pudel". Sogar in Gegenwart meiner Cousinen und ihren Eltern wurde das Thema tiefgründig erläutert...... Als mein 3 Jahre jüngerer Cousin mir eines Tages seinen relativ frisch beschnittenen Penis zeigte, empfand ich zum ersten Mal ein Gefühl der Erleichterung, nicht der einzige Junge mit so einem seltsamen Penis zu sein. Seine Erlebnisse als Kind in der Schule usw. decken sich mit meinen 1:1 - Kinder können grausam sein.

    All' diese Erlebnisse und Beeinträchtigunen haben mich vor Jahren bewogen, eine Vorhautwiederherstellung zu wagen. Zweifellos eine lange Reise, die viel viel Geduld erfordert. Heute bin ich quasi wieder intakt und es kaum noch zu erahnen, was mir als Kind widerfahren ist.