Posts by sause18

    Ja, das war bei uns ähnlich. Meine Mutter musste "Jan und Mann" von meiner vermeintlichen Phimose berichten, die vermutlich nicht einmal eine war. Und ich stand oder saß wie ein "begossener Pudel" nachneben, und spürte, wie die Röte in der Kopf stieg. Selbst in Gegenwart meiner Cousinen nahm sie keine Rücksicht, so als sei eine Beschneidung nur Peanuts.

    Mein jüngerer Cousin wurde damals am Leistenbruch operiert, soll aber - so wie ich - eine sehr, sehr lange Vorhaut gehabt haben. Wenn dann Vorhautlänge und Frenulum in keinem angemessenen Verhältnis stehen, lässt sie sich wohl nicht oder nur bedingt zurückziehen. Und so wurde sie im Rahmen der OP mit entfernt. Im anderen Fall war es wirklich eine klassische Phimose mit einer stark verengten Vorhaut.

    Was meinst du, was wir mit unserem kurzen, beschnittenen Penis erlebt haben ? Wir waren immer in der Minderheit und mussten erleben, wie allgemein diskutiert wurde, ob wir "richtige Jungs" wären. Das ist noch harmlos - ich könnte Bücher zu dem Thema schreiben.

    Wir haben in der Familie unlängst noch einmal das Thema aufgegriffen; weil - wie geschildert - 2 weitere Cousins von mir auch beschnitten wurden.

    In meinem Fall war es - und insofern gibt es eine gewisse Parallele zwischen uns - meine Mutter, die sich an der wohl sehr langen Vorhaut gestört hat. Das führte zu einem gewissen Tröpfeln, bevor der Strahl sich bildete. Da der Ehemann einer Freundin OP-Pfleger war, hat sie ihr den Eindruck geschildert und auf den Ratschlag des Ehemannes folgte eine Vorstellung beim Chirurgen. Dass dieser ein Beschneidungsfanatiker war, konnte wohl niemand ahnen. ES wurden Probleme wie Zeugungsunfähigkeit etc. prophezeit und mit der globalen Ausrede "Ich habe es nur gut gemeint" auch Jahrzehnte später noch legitimiert. Wenn ich daran denke, wie lang und ausgeprägt die Vorhaut bei meinen Mitschülern früher war - vor allem natürlich nach dem Schwimmen - könnte ich verzweifeln.

    Auch bei meinem Cousin soll die Vorhaut übermäßig lang gewesen sein. Zu der Zeit war das offensichtlich ein K.O. Kriterium. Dass seine Eltern den Eingriff akzeptierten, lag sicher daran, dass sein Vater als Kind ebenfalls Probleme mit der Vorhaut hatte, die man zu der Zeit aber nicht operativ abstellte.

    Besteht ein Blutpenis dann überwiegend aus Vorhaut und wird beschnitten, so tritt wohl exakt der Effekt ein, den ich beschrieben habe. In Foren zum Thema Vorhautwiederherstellung posten andere Betroffene, z.B. aus USA, ähnliche Probleme, vor allem wenn der Eingriff nach der Geburt vollzogen wurde.

    Ich war damals selber erst 8 Jahre alt, als ich davon erfuhr.

    Als mein Cousin dann irgendwann in den Ferien bei uns war, habe ich seine Beschneidung zum ersten Mal wahrgenommen. Ob diese Verengung im Rahmen der OP diagnostiziert wurde, z.B. um einen Katheter nach der Leistenbruch-OP zu legen, vermag ich nicht zu beurteilen. Glücklich war er mit dem Ergebnis ganz gewiss nicht und später in der Schule war er der "Looser vom Dienst".

    Leider traf uns beide das gleiche Schicksal: Wir haben beide einen sog. "Blutpenis" und in beiden Fällen führte die Beschneidung leider zu einem sehr verhaltenen Wachstum, so als würde das verbliebene und zweifellos auch vernarbte restliche Vorhautgewebe den Wachstumsprozess ausbremsen.

    Das war schon schlimm, diesen Verlauf zu erleben zu müssen.

    Vorab tut es mir sehr sehr leid, was deinem Sohn widerfahren ist. Aber, so wie von dir beschrieben, war der Eingriff wohl alternativlos.

    Interessant wäre, ob die Vernarbung der Vorhaut eine Folge des LSA war.

    Der Heilungsvorgang benötigt eine gewisse Zeit, bei mir wurde damals Bepanthen eingesetzt, was sich m.E. auch bis heute bewährt hat. Wie bereits beschrieben, ist die verbliebene Vorhaut recht zügig verheilt. Anders verhält es sich mit der Eichel. Es dauert, bis sie sich an den "entblößten" Zustand gewöhnt hat. Hier ist schon eine gewisse Portion an Geduld und Verständnis gefordert - auch wenn es mal nachts ungewollt plötzlich zu einem EInnässen kommt. Das ist normal ! Und so bedarf es auch bei der Intimpflege größter Rücksichtnahme mit milden Pflegemitteln, vor allem wenn ein Teil der Vorhaut erhalten geblieben ist, die Eichel dort ihre natürliche Empfindlichkeit länger behalten wird. Die Verhornung kannst du nicht aufhalten, sie wird quasi mit jedem Schritt, mit jeder Pedalumdrehung auf dem Rad usw. forciert. Zweifellos sollte man dem Prozess etwas begegnen, indem man Pflegemittel, z.B. Palmers Kakaobutter, nach dem Duschen / Baden einsetzt und die Eichel nicht ihrem Schicksal überlässt. Folien hingegen sind m.E. contraproduktiv.

    Du hast dich sehr gut informiert - Respekt ! Eine Dehnung der Resthaut ist grundsätzlich möglich. Dazu muss der Heilungsvorgang aber komplett abgeschlossen sein. Du ziehst auch keine Backenzahn, um taggleich ein Implantat zu installieren.

    Man muss abwarten, wie dein Sohn zu seinem veränderten Penis steht, ob es ihm "unten ohne" - wie man so schön sagt - sogar gefällt oder er mit dem veränderten Aussehen Probleme bekommt. Oftmals trägt die Toleranz der Gesellschaft zu dem Umgang mit einer Beschneidung dazu bei. Es täte mir leid, wenn er - so wie andere in diesem Forum - dadurch in eine quasi Außenseiterrolle manöveriert würden.

    Wartet die Pubertät oder gar seine Volljährigkeit ab; wenn dein Sohn so gar nicht mit der Beschneidung leben kann, gibt es Wege und Möglichkeiten einer quasi Wiederherstellung durch konsequentes Dehnen - das kann und darf aber kein Thema der nahen Zukunft ein und sollte im Vorfeld - gerade bei der Frage nach LSA - mit einem Facharzt abgestimmt werden.

    Für deinen Sohn und euch alles Gute.

    😘

    Ja, das war leider so und wurde in diesem Forum auch schon häufig berichtet.

    Ich kann es insofern bestätigen, da mein Cousin im Rahmen einer Leistenbruch-OP im Alter von 5 Jahren auch beschnitten wurde. Nach der OP. hieß es dann " Da war 'was nicht in Ordnung und das haben wir gleich mit erledigt". Probleme hatte er bis dato nicht gehabt. Aber seine Eltern haben es akzeptiert.

    Deine Sorge mit dem Kopfkino und dem Libido kann ich nur bestätigen. Von Hormonpräparaten würde ich auch Abstand halten.

    Alles Gute weiterhin und liebe Grüße in das Frankenland.

    Ich bin immer wieder fassungslos, wenn ich diese Berichte lese. Allein die Tatsache, dass sich der Arzt auf diesen "Deal" eingelassen hat, ist kaum zu glauben. Es hätte doch erkennen müssen, dass es keinen medizinischen Grund gibt, deine Vorhaut zu amputieren. Ein kleiner Trost: Man hat früher öfter von sog. "Rundum-Eingriffen" gehört. So wurden z.B. Operationen am Leistenbruch, Hodenhochstand etc. sehr gerne zum Anlass genommen, auch die Vorhaut der kleinen Patienten mit zu entfernen. Wenn ich an die Generation meiner Eltern denke, so traten diese Leute mit einer unnatürlichen Demut ggü. dem weißen Kittel auf und Widerspruch "schickte sich einfach nicht." Die heutige Generation geht mit diesem Thema anders und deutlich kritischer um.

    Was soll ich dir wünschen ? Ich weiß es nicht; versuche es zu akzeptieren. Eine Wiederherstellung der Vorhaut ist auch kein "Spaziergang", sondern erstreckt sich - wenn sie überhaupt mehr oder weniger gelingt - über Jahre oder oft Jahrzehnte. Und das "Original", das einst wie eine Zipfelmütze unsere Eicheln bedeckte, bekommt man nicht zurück.

    Hallo Mario,

    wir sind keine Ärzte, deswegen sollte man sich mit einer Einschätzung oder Diagnose sehr zurückhalten.

    Wenn du dir nicht sicher bist oder du den Eindruck einer beginnenden Komplikation vermutest, stellst du dich bitte einem Arzt vor.

    Gute Besserung!

    Mit dem Restoring sieht es bei mir nicht so gut aus, habe bei Erektion in Längsrichtung Null Spiel in der Schafthaut, auch in Umfangsrichtung gesehen keine Beweglichkeit, vermutlich weil das Frenulum großzügig herausgetrennt wurde. Ich befürchte sogar, dass sich aufgrund dessen nach einem Restoring eine Art Vorhautverengung in Form einer Paraphimose einstellen könnte.

    Auch bin ich nicht alleine zu Hause, um dann regelmäßig an mir arbeiten zu können, wir haben Kinder, und die sollen das nicht mitbekommen.

    Ja, eine Paraphimose ist durchaus denkbar.

    Vor allem muss man aber mit dieser Frustration fertig werden, festzustellen, dass der Beschneidungsstil eine Wiederherstellung ausbremst, im Gegenteil die Dehnungsgeräte nur Schmerzen oder gar Wunden auslösen. Wir sind durch den Eingriff schon genügend "gebeutelt". Dann noch festzustellen, dass ein Restoring erfolglos ist, tut richtig weh.

    Das Argument mit der Familie kenne ich. Ich musste auch immer auf der Hut sein, nicht beim Einsetzen oder Tragen, Reinigen und Lagern der Geräte erwischt zu werden.

    Und wie reagierten deine Cousinen ?

    Die haben mit dem Kopf geschüttelt, weil sie merkten, dass mir diese detaillierte Berichterstattung in keiner Weise gefiel.

    Eine meiner Cousinen hat einen älteren Bruder, der auch wegen Phimose beschnitten wurde - also sie kannte die Problematik. Nur mit dem Unterschied, dass meine Tante gegenüber Dritten nie von diesem Eingriff berichtet hat.

    Ja, eigentlich waren es immer Mütter, wenn über Beschneidung gesprochen wurde, und dann wie über´s Haareschneiden – ohne Rücksicht auf anwesende Buben;

    Kann ich nur bestätigen. Wenn ich daran denke, wem meine Mutter die Story mit der operierten Phimose erzählt hat, und ich stand wir ein begossener Pudel daneben. Selbst in Gegenwart meiner Cousinen musste sie das Thema breit treten..................

    Zur Motivation unserer Mutter sind wir noch heute unschlüssig – hat vielleicht jemand im Forum eine Erklärung?

    Ja vielleicht. Die Beschneidung wurde in der Zeit mehr und mehr als Bagatelloperation abgetan und ein beschnittener Penis galt in einigen Kreisen als chic und schön. Meiner Mutter wurde damals auch beigebogen, dass dieser Eingriff u.a. in den USA üblich sei und nur Vorteile hätte.

    Die Hygiene sei nach der OP entschieden einfacher und das Risiko der späteren Partnerin, an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, sei durch die frei liegende Eichel deutlich geringer.

    Ja, ich habe diverse Geräte ausprobiert. Es ist nicht so einfach, genau das richtige Gerät zu finden, das letztlich zum Erfolg führt. Die Sensitivierung habe ich dem Stealth Retainer zu verdanken. Da du offenbar noch reichlich Resthaut hast, dürfte ein zeitnaher Einsatz des Gerätes eine Option sein. Der Retainer war- wie beschrieben - in der Lage, die Hautschichten, die sich durch die Zirkumzision gebildet haben,deutlich zu reduzieren.

    Je eher du beginnst, desto besser - keine Frage. Ich wünsche mir oft, ich hätte in deinem Alter damit starten können - also toi, toi, toi von Herzen.

    Mit dem Funktionieren des Penis hast du das sehr treffend beschrieben - bei mir war es auch mehr Zufall als sonst etwas.

    Bei Fragen zur Wiederherstellung melde dich gerne und jederzeit.

    Da sind wir quasi "Leidensgefährten" wobei ich durch die Dehnung inzwischen wieder wie intakt aussehe.

    Die Frage des Stils ist berechtigt, ich habe es nie verstanden, dass eine vor der Eichelspitze verengte oder zu lange Vorhaut bis zum Eichelkranz und oftmals darüber hinaus entfernt werden musste. Ich Laufe der Jahrzehnte hat sich der Stil auch wohl geändert und es wurde Vorhaut erhaltender operiert. So wurde einem Schulfreund von mir die Vorhaut auf der Vorderseite komplett gespalten und die Schnittstellen der Vorhautblätter recht und links vernäht, das Vorhautband eingekürzt. So ist bei ihm die Eichelspitze sichtbar und mehr nicht. Es geht also auch anders.

    Diese "Erleichterung" habe ich wie du empfunden, als mir mein Cousin irgendwann seinen, recht frisch operierten Penis zeigte, der wegen Phimose ebenfalls beschnitten wurde. Dieses Gefühl einer gewissen Außenseiterrolle ist völlig normal und wird oftmals durch die gelebte Intoleranz der Gesellschaft noch gefördert. "Low und Loose" ist schon ein gewisses Entgegenkommen gewesen, in vielen Fällen verläuft die Narbe deutlich hinter der Eichel und führt bei Erektionen zu ungewollten Spannungen.

    Ich war -wie du- immer bestrebt, den kleinen Unterschied für mich zu behalten. Leider musste auch meine Mutter "Jan und Mann" über diesen Eingriff informieren.

    Im Januar 2015 schriebst du über ein Schleifgerät zur Hornhautentfernung: finde ich interessant, da ich mir damit eine beschleunigte Wiederherstellung der Sensibilität erhoffe; glaube das werde ich mir auch zulegen. Hatte das Gerät eine Schleifscheibe oder eine Walze ?

    Ja, das stimmt - lange her. Ich war zu der Zeit schon Restorer und konnte die Eichel danach mit der "neuen" Haut aber vor allem mit einem Retainer schützen. Das ist ein gewaltiger Unterschied. Es war eine "Rosskur" und ich würde es nie wiederholen oder geschweige denn, anderen empfehlen. Lass es bitte sein ! Ich kann so gut verstehen, dass dir die Unempfindlichkeit der Eichel zu schaffen macht. Ich habe damals lange überlegt, ob ich diesen Beitrag überhaupt poste. Informiere dich nach anderen Möglichkeiten der Sensbilisierung. (Senslip oder eine Art künstliche Vorhaut von Oxballs) .

    Ein kleiner Trost: Das Ergebnis ist mehr als gelungen. Im schlaffen Zustand ist der überwiegende Teil der Eichel unverändert bedeckt, das ist eher selten. In den meisten Fällen liegt die Eichel danach schlaff komplett frei so wie bei dir im erigierten Zustand. Das führt dann bei vielen nach der Beschneidung zu einem unschönen Spannungsgefühl im erigierten Zustand und erschwert den Wunsch einer Vorhautwiederherstellung durch Dehnungsgeräte.

    Blutergüsse nach solchen Eingriffen sind normal, die Frage, wie schnell sie sich abbauen, ist von Mensch zu Mensch wohl unterschiedlich ausgeprägt. Wir sind alle keine Ärzte, daher kann ich an der Stelle nur empfehlen, deinen Hausarzt auf "Wobenzym" anzusprechen, das sind Tabletten, die den zügigen Abbau von Blutergüssen fördern und von unserem alten Hausarzt nach Eingriffen jedweder Art empfohlen wurden. Dass dein Penis erigiert nach links knickt, kann mit Blutergüssen zusammenhängen.

    Weiterhin gute Besserung !

    Dehnen - gemeint sind Geräte, mit deren Hilfe ein Nachwachsen der Vorhaut in gewisser Weise ermöglicht wird. Der Erfolg dieser Prozedur hängt von vielen Voraussetzungen ab ( Stil der Beschneidung, Zeitspanne zwischen Beschneidung und Start, Akzeptanz der Dehnungsgeräte - nicht jedes Gerät wirkt bei allen gleich ) Du kannst das Thema im Hinterkopf behalten, aber vorab müssen Wunden verheilen und Blutergüsse sich komplett abgebaut haben. Bei dem Stil deiner Beschneidung wäre ein Retainer vielleicht irgendwann eine Option, um den Teil der freiliegenden Eichel weiterhin zu schützen und einer frühzeitigen Verhornung zu begegnen. Momentan würde das Gerät nur unnötige Schmerzen und vielleicht Komplikationen auslösen - also Geduld.

    Es gibt u.a. den "Stealth Retainer" aus Chirurgenstahl und den "DTR-Retainer" aus Nylon - beide in unterschiedlichen Größen und Ausführungen. Vielleicht ein Thema für dich im kommenden Jahr- eher gewiss nicht.

    Ja, das sollte jeder für sich individuell entscheiden. Ich habe mich inzwischen derart an den Stealth Retainer gewöhnt, dass er quasi ein Teil von mir geworden ist. Klingt vielleicht komisch - aber ohne ihn fehlt mir was. Und das Optische ist sehr gelungen, so dass er für mich wie ein Schmuckstück wirkt.