Man nahm mir meine genitale Integrität!

  • Zipfelmütze hat mir ein paar Korrekturmaßnahmen empfohlen. Hier die korrigierte Version:

    Beschwerde wegen Genitalverstümmelung


    Sehr geehrte Damen und Herren,


    hiermit möchte ich mich beschweren. Am 4.8.2003 wurde ich im Alter von fünf Jahren im Klinikum am Plattenwald genitalverstümmelt. Die Beschneidung erfolgte aufgrund einer Scheindiagnose ("Angeborene Phimose"), welche von dem Urologen Herr Dr. Med. [zensiert] ausgestellt wurde. Hierbei handelte es sich lediglich um eine physiologisch bedingte Phimose, welche jedoch keinen Leidensdruck auslöste. Die Phimose hatte keinerlei pathologischen Eigenschaften. Meine Mutter wurde nicht aufgeklärt.
    Die Beschneidung wurde sehr laienhaft durchgeführt. Mir wurden Stücke meiner Eichel ausgerissen. Wahrscheinlich ist dies beim Lösen der Vorhaut von der Eichel passiert. Die Vorhaut ist bei Kindern nämlich noch mit der Eichel verschmolzen.
    Außerdem habe ich Hautbrücken und Verwachsungen. Diese stören vor allem bei meiner Vorhautwiederherstellung, da sie sich entzünden und einreißen. Mein Frenulum wurde entfernt. An der Stelle habe ich eine riesige Hautbrücke, die fast aussieht wie ein Frenulum und kaum ein Empfindungsvermögen aufweist. Normalerweise ist das Frenulum eine der empfindsamsten Stellen des gesamten Penises.
    Ich habe außerdem eine schiefe Narbe. Auf der linken Seite wurde mehr vom inneren Vorhautblatt entfernt als auf der rechten Seite. Deshalb hat sich mein Penis nach links gedreht.
    Zu allem Überfluss wurde auch noch Low and Tight beschnitten. Bei diesem Beschneidungsstil wird besonders viel vom epmfindlichen inneren Vorhautblatt entfernt.
    Meine Eichel ist ausgetrocknet und verhornt, bzw. keratinisiert. Die Eichel wird dadurch unempfindlich und anfälliger für Pilzinfektionen, welche die Hornhaut befallen, wie z.B. Epidermophyton Floccossum (An diesem Pilzbefall leide ich). Außerdem steigt das Infektionsrisiko z.B. für Syphilis. Der Stimulationsmechanismus wurde durch das entfernen der Vorhaut außer Kraft gesetzt. Masturbation ist ein regelrechter Kraftakt und von sehr hoher Frustration geprägt. Geschlechtsverkehr mit Kondom ist überhaupt nicht möglich. Außerdem bin ich deshalb abhängig von Gleitmittel.
    Ich fühle mich in meiner psychosexuellen Entwicklung gestört und betrachte mein Sexualleben als ruiniert. Ich fühle mich durch meine Genitalverstümmelung traurig, wütend, depressiv und suizidal. Ich bin mit meiner Einstellung nicht alleine. Viele Männer teilen meine Einstellung. Sie können z.B. in der Suchmaschine Ihrer Wahl den Namen ,,Kevin Lloyd Cagle'' eingeben. Dieser Mann nahm sich 2015 aufgrund seiner neonatalen Beschneidung das Leben.
    Indem Sie als Ärztekammer, solche (m.E.) sexualfeindlichen pedosadistischen Ärzte nicht aus dem Verkehr ziehen, kommen Sie Ihrer Aufsichtspflicht nicht nach. Ich erwarte, dass Sie sich vor mir verantworten. Meine Beschneidung entsprach nicht den ärztlichen Regeln der Kunst, da eine Amputation an nicht einwilligungsfähigen Personen nur durchgeführt werden darf, wenn alle vorherigen Behandlungsmethoden versagen und ansonsten keine Aussicht auf Besserung der Beschwerden besteht. In meinem Fall lagen nichteinmal gesundheitliche Beschwerden vor! Ich fühle mich in mehreren Grundrechten verletzt. Strafanzeige habe ich schon erstatten. In diesem Fall wünsche ich mir von Ihnen Unterstützung.

    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • Hmm...beide Schreiben wären nicht mein Stil...aber wenn es sich für dich richtig anfühlt, es das ist, was du denen sagen möchtest...

    Aber das mit dem Suizid würde ich weglassen...und lieber auf die Bücher "Ent-hüllt" von Clemens Bergner und "Unaussprechliche Verstümmelungen" von Lindsay R. Watson verweisen...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Die Beschneidung erfolgte aufgrund einer Scheindiagnose ("Angeborene Phimose"), welche von dem Urologen Herr Dr. Med. [zensiert] ausgestellt wurde.

    Gibt es diesen Arzt überhaut noch, oder ist dieser evtl. eh schon in Rente? Ist der Operatuer inzwischen namentlich bekannt?

  • Neue Version! Danke für die bisherige Kritik. :


    Beschwerde wegen Genitalverstümmelung


    Sehr geehrte Damen und Herren,

    hiermit möchte ich mich beschweren. Am 4.8.2003 wurde ich im Alter von fünf Jahren im Klinikum am Plattenwald genitalverstümmelt. Die Beschneidung erfolgte aufgrund einer Scheindiagnose ("Angeborene Phimose"), welche von dem Urologen Herr Dr. med. [zensiert] ausgestellt wurde, nachdem meine Mutter bei meiner damaligen Hausarztin Dr. Med. [zensiert] vorstellig war. Der Operateur ist noch unbekannt. Hierbei handelte es sich lediglich um eine physiologisch bedingte Phimose, welche jedoch keinen Leidensdruck auslöste. Die Phimose hatte keinerlei pathologischen Eigenschaften. Es gab keinerlei medizinischen Grund, nicht davon auszugehen, dass sich meine Vorhaut im Laufe der Pubertät nicht doch noch vollständig zurückstreifen liese.

    Meine Mutter weiß nicht mehr, ob sie aufgeklärt wurde. Sie hat sich auf die Ärzte verlassen und sich nicht weiter über Komplikationsrisiken informiert. Einen Beschneidungsstil konnte sie sich nicht aussuchen. Ich weiß noch aus meinem eigenen Gedächtnis, dass ein Arzt behauptete, dass sich mein Sexualleben durch meine Beschneidung erheblich verbessern werde. In Wahrheit sind die Auswirkungen einer Beschneidung im Bezug auf die Sexualität und die psychosexuelle Entwicklung jedoch umstritten. Insofern kommt in mir der Verdacht auf, dass weder hinreichend, noch professionell aufgeklärt wurde.
    https://flexikon.doccheck.com/de/Komplikationen_der_Zirkumzision
    https://flexikon.doccheck.com/de/Sexuelle_Au…er_Zirkumzision

    Ich habe mehrmals gesagt, dass ich nicht operiert werden will. Ich wurde manipuliert ein Narkosemittel zu schlucken, welches ich freiwillig nie geschluckt hätte. Wenn ich gewusst hätte, was an dem Tag mit mir gemacht wurde, dann hätte ich mich mit Händen und Füßen gewehrt. Die Beschneidung wurde trotzdem- und sehr laienhaft durchgeführt. Mir wurden Stücke meiner Eichel ausgerissen. Wahrscheinlich ist dies beim Lösen der Vorhaut von der Eichel passiert. Die Vorhaut ist bei Kindern nämlich noch stark mit der Eichel verklebt, d.h. ist das Gewebe nicht eindeutig voneinander zu unterscheiden. Ich bekam nach dem Aufwachen meiner Narkose auch einen Panikanfall, bzw. einen Schreikrampf, an welchen ich mich noch sehr gut erinnern kann. Man musste mir Beruhigungsmittel verabreichen.

    Außerdem habe ich Hautbrücken und Verwachsungen. Diese stören vor allem bei meiner Vorhautwiederherstellung, da sie sich entzünden und einreißen. Mein Frenulum wurde entfernt. An der Stelle habe ich nur noch Restgewebe, welches Missempfindungen auslöst und eine große Hautbrücke, die fast aussieht wie ein Frenulum und kaum Empfindungsvermögen aufweist. Normalerweise ist das Frenulum eine der empfindsamsten Stellen des gesamten Penis.
    Ich habe außerdem eine schiefe Narbe. Auf der linken Seite wurde mehr vom inneren Vorhautblatt
    entfernt als auf der rechten Seite. Deshalb hat sich mein Penis nach links gedreht.
    Zudem wurde das innere Vorhautblatt fast restlos entfernt. Das innere Vorhautblatt ist sehr empfindlich und man hätte mit Sicherheit auch schonender operieren können.

    Meine Eichel ist ausgetrocknet und verhornt, bzw. keratinisiert. Die Eichel wird dadurch unempfindlich und anfälliger für Pilzinfektionen, welche die Hornhaut befallen, wie z.B. Epidermophyton Floccossum (An diesem Pilzbefall leide ich). ,,Epidermophyton floccosum hat als Hautpilz aus der (nicht taxonomischen) Gruppe der Dermatophyteneine medizinisch relevante Bedeutung, da er ein Erreger von Hautpilzerkrankungen ist. Er befällt ausschließlich den Menschen(anthropophil); betroffen ist vorrangig die Haut(Dermatophytose), seltener auch die Nägel(Nagelpilz), aber niemals das Haar.'' (https://de.wikipedia.org/wiki/Epidermophyton_floccosum)
    Eine intakte Schleimhaut wird von diesem Pilz nicht befallen. ,,Die Dermatophytose (SynonymDermatophytie, von altgriechischτὸ δέρμαderma, deutsch ‚Haut‘und altgriechischφυτόνphyton, deutsch ‚Pflanze‘) oder Tinea (lateinischfür ‚Holzwurm‘, ‚Motte‘) ist eine durch spezielle Pilze (Dermatophyten) hervorgerufene Hautpilzerkrankung. Sie ist beschränkt auf keratinhaltigeGebilde wie die Hornschicht der Haut (Epidermomykose), Haare(Trichophytie oder Trichomykose) oder Nägelbzw. Krallen(Nagelpilz,Onychomykose). Dermatophytosen zählen zu den häufigstenInfektionskrankheitenüberhaupt und treten weltweit auf.'' https://de.wikipedia.org/wiki/Dermatophytose

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

    Einmal editiert, zuletzt von Philip (21. Oktober 2019 um 15:35)

  • Der Stimulationsmechanismus wurde durch das Entfernen der Vorhaut außer Kraft gesetzt. Masturbation ist ein regelrechter Kraftakt und von sehr hoher Frustration geprägt. Es dauert sehr lange bis zum Samenerguss und man spürt nur sehr wenig. Der Großteil passiert nichtmehr am Penis, sondern im Kopf. Man bildet sich seine intakte Sexualität quasie ein, um sich zum Samenerguss zu treiben. Der Penis muss sehr heftig stimuliert werden, damit überhaupt etwas empfunden wird. Außerdem bin ich deshalb abhängig von Gleitmittel. Die Masturbation mit Phimose fände ich deshalb immernoch besser als ohne Vorhaut.
    Geschlechtsverkehr mit Kondom ist nicht möglich.

    Ich fühle mich in meiner psychosexuellen Entwicklung gestört und betrachte mein Sexualleben als ruiniert. Ich fühle mich durch meine Genitalverstümmelung traurig, wütend, traumatisiert, depressiv und suizidal.
    Ich bin mit meiner Einstellung nicht alleine. Viele Männer teilen meine Einstellung. Sie können z.B. in der Suchmaschine Ihrer Wahl den Namen ,,Kevin Lloyd Cagle'' eingeben. Dieser Mann nahm sich 2015 aufgrund seiner neonatalen Beschneidung das Leben. Zudem möchte ich auf die Vorträge von Victor Schiering und Önder Özgeday hinweisen.https://mediathek.hhu.de/watch/46d37d2d…bf-cc077e7e54ca

    Es ist auch schwierig Ärzte zu finden, die mich in meiner Situation ernst nehmen. Ich fühle mich von vielen Ärzten über einen Kamm geschert. Nur weil es auch zufriedene beschnittene Männer gibt, muss es nicht heißen, dass es deshalb keine unzufriedenen beschnittenen Männer gibt.

    Außerdem sind präventive Vorteile, wie z.B. eine verbesserte Hygiene oder die Vorbeugung von Syphilis umstritten. Das Risiko an Prostatakrebs zu erkranken ist um ein Vielfaches höher, als an Vorhautkrebs zu erkranken. An dieser Stelle möchte ich auf die Studien von Prof. Dr. Maximilian Stehr hinweisen. Das Risiko an HIV zu erkranken sehe ich für mich erhöht, da die Motivation ein Kondom zu benutzen, durch die Zirkumzision und den damit verbundenen Empfindungsverlust erheblich reduziert wird.

    Da Onanie früher als Krankheit galt, wurde die Beschneidung sowohl bei Mädchen als auch bei Knaben zur ,,Therapie'' und Bestrafung eingesetzt.
    „Eltern erkennen die Wichtigkeit von lokaler Reinlichkeit und genitaler Hygiene bei ihren Kindern bereitwillig an und sind gewöhnlich bereit, Maßnahmen zu ergreifen, welche die Masturbation verhindern können. Aus diesen Gründen wird gewöhnlich zur Beschneidung geraten.“
    https://de.wikipedia.org/wiki/Zirkumzision
    Es gibt auch noch den sogenannten Beschneidungsfetischismus. Dieser wird in unterschiedlichsten Varianten ausgelebt. Dieser Fetisch reicht von harmlosen masochistischen Spielen bis hin zu schweren pedosadistischen Neigungen.
    https://beschneidung-von-jungen.de/home/maennlich…tischismus.html
    Solche Praktiken haben meiner Ansicht nach, rein garnichts an Personen verloren, deren Einwilligungsfähigkeit eingeschränkt ist!

    Eine tatsächliche, akute Notwendigkeit zur Vorhautamputation kommt meines Erachtens in den wenigsten Fällen vor. Ich behaupte, man könnte in sehr vielen Fällen warten, bis der betroffene Patient selbst entscheiden kann, was er sich von seinen Genitalien amputieren lassen will und was er lieber behalten möchte.

    Indem Sie als Ärztekammer, solche (m.E.) gefährlichen Ärzte nicht aus dem Verkehr ziehen, kommen Sie Ihrer Aufsichtspflicht nicht nach. Ich erwarte, dass Sie meinen Fall überprüfen und alle beteiligten Ärzte zur Rechenschaft ziehen. Meine Beschneidung entsprach nicht den ärztlichen Regeln der Kunst, da eine Amputation an nicht einwilligungsfähigen Personen nur durchgeführt werden darf, wenn alle vorherigen Behandlungsmethoden versagen und ansonsten keine Aussicht auf Besserung der Beschwerden besteht. In meinem Fall lagen nichteinmal gesundheitliche Beschwerden vor! Ich fühle mich in mehreren Grundrechten verletzt.
    Strafanzeige habe ich schon erstatten. In diesem Fall wünsche ich mir von Ihnen Unterstützung, sowohl im rechtlichen als auch medizinischen Hinblick.

    Interessante Quellen:

    https://www.beschneidung-von-jungen.de/seitenbaum.html?L=336

    https://kulturwest.de/inhalt/diese-k…-unertraeglich/

    https://www.vandenhoeck-ruprecht-verlage.com/themen-entdeck…dung-von-jungen

    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

    https://www.amazon.de/Unaussprechlic…r/dp/1516854705

    https://www.circumstitions.com/Resent.html

    https://youtu.be/i8gRNBvCDpU

    https://youtu.be/p_ZBvASnjJs

    https://youtu.be/UB4HfFsH_W8

    https://youtu.be/Ceht-3xu84I

    https://youtu.be/yfGkZZ-KzpU

    https://youtu.be/TkDr51___Jc

    https://youtu.be/NAHGFx95D80

    https://www.youtube.com/user/GenitaleA…t=dd&shelf_id=0

    ...u.v.m.


    Danke für Ihre Aufmerksamkeit.

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

    Einmal editiert, zuletzt von Philip (21. Oktober 2019 um 15:04)

  • Meine Mutter weiß nicht mehr, ob sie aufgeklärt wurde. Sie hat sich auf die Ärzte verlassen und sich nicht weiter über Komplikationsrisiken informiert.

    Wenn sie es nicht mehr weiß, ist das aber ganz schlecht. Würde ich so keinesfalls schreiben. Die Ärzte werden sich nämlich darauf berufen, dass eine ordnungsgemäße Aufklärung stattgefunden hat.
    Würde die Mutter als Zeugin zur Verfügung stehen bzw. sie steht sie zu der Beschneidung vor 16 Jahren? Die Mutter wird nämlich durchaus vorgeladen als Zeuge. Da wäre es natürlich ganz schlecht, wenn sie sagt sie wurde seinerzeit aufgeklärt.

    Einmal editiert, zuletzt von seppel (21. Oktober 2019 um 17:20)

  • Würde die Mutter als Zeugin zur Verfügung stehen bzw. sie steht sie zu der Beschneidung vor 16 Jahren?

    Ich vermute, dass sie ihre Aussage verweigern würde. Sie will mit dem Ganzen nichts zu tun haben. Auf der einen Seite wirkt sie verschlossen und sagt nur das Nötigste zu dem Thema, auf der anderen Seite habe ich das Gefühl, dass es sie emotional aufwühlt, wenn ich mit ihr über das Thema reden will. Sie meinte zum Beispiel, dass ihr ein ,,ganz normales Operationsdokument'' zum unterschreiben gegeben wurde in welchem alle üblichen Komplikationen einer allgemeinen Operation gestanden wären, bzw. in jeder Operation vorkommen könnten (also nicht im Bezug auf die Zirkumzision). Auf der einen Seite behauptet sie, es sei nichts von sexuellen Störungen o.ä. darin gestanden, auf der anderen Seite behauptet sie, dass sie von dem Ganzen nichts mehr wissen würde, weil es schon zu lange her ist. Sie meinte auch, dass es ihr in der Zeit gesundheitlich sehr schlecht ging und sie sehr viel Stress um die Ohren hatte (was ich ihr auch glaube). Ich vermute, dass sie dieses ,,Dokument'' jedoch erst garnicht gelesen hatte, weil sie meinte, sie habe sich auf die Ärzte velassen. Die Ärzte meinten nämlich, dass es ein ganz harmloser Eingriff wäre und ich zukünftig keine Probleme bekommen würde. Ich glaube, dass sie mit der Situation auch überfordert ist. Zu ,,ganz normales Operationsdokument'' fällt mir jedoch kein Fachbegriff ein, den ich der Ärztekammer präsentieren könnte.

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • Lieber Philip,
    ich würde zwei Passi streichen.

    Zunächst die Verweise NACH dem Absatz:

    "Meine Eichel ist ausgetrocknet und verhornt, bzw. keratinisiert. Die Eichel wird dadurch unempfindlich und anfälliger für Pilzinfektionen, welche die Hornhaut befallen, wie z.B. Epidermophyton Floccossum (An diesem Pilzbefall leide ich)." [Verweise und Erläuterungen]

    Meiner Meinung nach muss man sehr aufpassen, dass die Beschwerde nicht zu belehrend wirkt. Während Hinweise und Links an vielen anderen Stellen wirklich sinnvoll erscheinen, könnte das hier dazu führen, dass es eine nicht erwünschte Reaktion auslöst ("Besserwisser" usw.).

    Außerdem würde ich das Thema Circumfetischismus unter allen Umständen streichen! Solche Annahmen gehen in einem offiziellen Beschwerdeschreiben gefährlich weit - zu weit.

    Damit meine ich den folgenden Absatz:

    》Es gibt auch noch den sogenannten Beschneidungsfetischismus. Dieser wird in unterschiedlichsten Varianten ausgelebt. Dieser Fetisch reicht von harmlosen masochistischen Spielen bis hin zu schweren pedosadistischen Neigungen.
    beschneidung-von-jungen.de/hom…neidungsfetischismus.html
    Solche Praktiken haben meiner Ansicht nach, rein garnichts an Personen verloren, deren Einwilligungsfähigkeit eingeschränkt ist!《

    Mein Tipp also: streichen, weg damit!


    Hiervon abgesehen könntest du im Hinblick auf einige Details auf die aktuelle ärztliche Leitlinie zu Phimose und Paraphimose hinweisen. Dort wird die Einschränkung der Sexualität mit Referenz auf die Sorrells-Studie sowie die Frisch-Studie zumindest als mögliche Folge aufgeführt.

    Zudem hat sich der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte e.V. offiziell dagegen ausgesprochen, dass die VA gesundheitliche Vorteile haben könnte. Auch hier reicht mMn. ein kurzer Satz mit einem schlichten Verweis. Mehr muss man dazu gar nicht sagen.

    Zu guter Letzt: "Danke für Ihre Aufmerksamkeit" gehört nicht in solch einen Brief. Das ist ein Satz, der von Künstlern verwendet wird, die ihre Kunst auf einer Bühne präsentieren. ;)

    Beste Grüße und viel Erfolg,
    Maria

  • Habe meine Beschwerde gerade abgeschickt. Danke nochmal für die Hilfe!

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • Ich war gestern in der privaten Schönheitsklinik, die mir von dem Chefarzt der urologischen Ambulanz empfohlen wurde, um mich über meine Komplikationen beraten zu lassen. Der Arzt meinte, es sei nur eine Nachbeschneidung möglich und bei ihm würde es 4000€ kosten. Ist so ein Preis gerechtfertigt? Der Arzt sei zwar Genitalchirurg, aber ich hatte nicht den Eindruck, dass er mich wirklich verstanden hat. Er hat sich meinen Penis auch nur sehr oberflächlich angeschaut.

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • 4000 Euro und dann ohne umfassende Beratung bzw. Untersuchung?

    Man hat den Eindruck, diese ganzen, entschuldigt bitte den Ausdruck, Schwänze Schnippler, leiden unter Realitätsverlust. Da wird ein Geld mit Schönheits OPs a la Schwanzverlängerungen etc ein Geld gemacht, und das offenbar völlig skrupellos. :whistling: Wie kann man bitte für eine Korrektur OP nach einer Beschneidung seriös 4000 Euro aufrufen? 8o :S :||

    Die männliche Vorhaut ist kein Hautlappen, sondern ein hoch spezialisiertes und sensibles Organ.

    Wer seinen natürlichen und vollkommen gesunden Körper als unhygienisch und unästhetisch empfindet, hat die Ursache für seine Probleme nicht bei seinem Schwanz zu suchen, sondern in einer grundsätzlich falschen Einstellung gegenüber seinem Körper und seiner Sexualität.

  • Kosten zwischen 300 Euro und 1000 Euro sind normal, wobei die ganz hohen Preise im Regelfall nur bei Vollnarkose aufgerufen werden.
    Ist halt ein Schönheitschirurg, da kostet halt alles mehr. Die machen immer richtig Kohle, gnadenlose Abzocke meist.

  • Die Antwort von der Ärztekammer:

    Sehr geehrter Herr [zensiert],
    mit Ihrer E-Mail vom 22. Oktober 2019 bitten Sie um Begutachtung eines Behandlungsfehlers, der nach Ihrer Auffassung anlässlich einer am 4. August 2003 im Klinikum am Plattenwald durchgeführten Operation stattgefunden hat.
    Nach § 3 Abs. 2 c der Satzung der Gutachterkommission für Fragen ärztlicher Haftpflicht wird diese jedoch n i c h t tätig,
    „wenn der behauptete Behandlungsfehler im Zeitpunkt der
    Antragstellung länger als 5 Jahre zurückliegt.“
    Da dies in Ihrem Falle zutrifft, kann die Gutachterkommission für Sie nicht tätig werden.
    Wir bedauern, Ihnen keinen günstigeren Bescheid geben zu können.

    Mit freundlichen Grüßen


    [zensiert]


    Bezirksärztekammer im Internet:https://deref-gmx.net/mail/client/-a…w.baek-nw.de%2F

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • Wenn es um Mädchen geht, beginnt die Verjährung ab dem 21. Lebensjahr zu laufen, und dann 20 Jahre. Also, bis frau 41 ist.
    Sollte bei Jungen genau so sein. Wir haben ja schließlich angeblich Gleichberechtigung.

    There is no skin like foreskin

  • Wenn es um Mädchen geht, beginnt die Verjährung ab dem 21. Lebensjahr zu laufen, und dann 20 Jahre. Also, bis frau 41 ist.

    Wo steht das? Ich bin auf folgendes gestoßen: §78b StGB

    https://dejure.org/gesetze/StGB/78b.html
    1. bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres des Opfers bei Straftaten nach den §§ 174 bis 174c, 176 bis 178, 180 Absatz 3, §§ 182, 225, 226a und 237,

    In diesem Paragraphen ist im Prinzip alles enthalten was ich brauche. In meinem Fall könnte man sogar von schwerem sexuellen Mißbrauch von Kindern sprechen, da bei einer Beschneidung

    ,,der Täter das Kind durch die Tat in die Gefahr einer schweren Gesundheitsschädigung oder einer erheblichen Schädigung der körperlichen oder seelischen Entwicklung bringt.''

    Oder nicht?

    https://dejure.org/gesetze/StGB/176a.html

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • http://www.dr-rosenke.de/_media/zirkumz…_2013-03-02.pdf

    Ich habe eine Frage

    Zu Seite 8, Punkt 7 : ,,...Sofern eine eindeutige Indikation zur Zirkumzision vorliegt, kann über die Aufklärung sexueller Spätfolgen verzichtet werden, da es die Eltern überfordern würde...''

    Stimmt das!?

    (Pino) Nicht die Wahrheit tut weh. Sondern die Lügen davor.
    ~Die eigene Freiheit sollte da aufhören, wo die Rechte des Anderen beginnen.~

  • Kinder sind wieder einmal rechtlos

    Nun, ganz rechtelos sind Kinder ( auch Jungen ) in Deutschland nicht. Ich hatte es in einem anderen Thread schon einmal beschrieben, dass Kinder gegen ihre Eltern/Sorgeberechtigte juristisch vorgehen können, wenn diese gegen das Kindeswohl gehandelt haben. Eine Beschneidung kann nämlich auch gegen das Kindeswohl sein, wenn andere Therapien nicht zuvor versucht wurden. Die Verjährung beginnt hier erst mit Vollendung der 21. Lebensjahr zu laufen und beträgt 3 Jahre. Zuständig ist das Familiengericht. Gegen den Arzt kann man wegen der Verjährung meist nichts mehr unternehmen, gegen die eigenen Eltern durchaus schon. Man muss hier jedoch jeden einzelnen Fall betrachten, man kann nicht generell sagen, dass jeder der als Kind beschnitten wurde Anspruch auf Schmerzensgeld von den Eltern hat. Da kommt es immer darauf an, was wie genau seinerzeit passiert ist und ob mit den etwaigen Spätfolgen zu rechnen war oder nicht usw. So selten sind solche Klagen im übrigen auch gar nicht. Meist geht es jedoch bei solchen Klagen um Gelder die den Kindern gehörten und die Eltern für andere Sachen ausgegeben haben oder Schmerzensgeld/Schadenersatzansprüche die den Kindern zugestanden hätten die Eltern aber nicht durchgesetzt haben usw. Hier sollte man sich als Betroffener eine Rechtsberatung bei einem Fachanwalt für Familienrecht einholen, bevor man aktiv wird.

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