Die Süddeutsche wieder: Beschneidung schützt vor Ansteckung

  • Die "Drei hässlichen Schwestern" wurden von Verstümmelungsfans durchgeführt, vorzeitig abgebrochen und fanden unter nicht wirklich nachprüfbaren und fragwürdigen Bedingungen statt

    Nur weil etwas immer wieder nachgeplappert wird wird es nicht richtig. Bei Studien ist immer als erstes zu fragen welche Interessen dahinter stehen.

    Inzwischen gibt es ein so massives Interesse an einem Weiterbestehen der Massenverstümmelungsindustrie und der damit verbundenen Geldflüsse, dass es immer schwieriger wird Objektives zu finden.

    Es tut mir leid um die Babys, Kinder und Jugendlichen die diesen Interessen geopfert werden und um die Männer, die da verarscht werden. Aber inzwischen geht man ja hauptsächlich auf Minderjährige los. Weil sich immer weniger Männer verarschen lassen.

    There is no skin like foreskin

  • Wenn man den Gesamtüberblick hat, erkennt man das. Leute, die sich nicht umfangreich damit beschäftigen, fallen leicht auf diese "Studien" und die pseudowissenschaftlichen Schlüsse, die daraus gezogen werden, rein.

    Was jetzt fehlt, ist etwa eine Master / Bachelorarbeit, die diesen ganzen Mumpitz zerpflückt, Hintergründe und Auswüchse nicht verschweigt und auch Betroffene zu Wort kommen lässt.
    Also, Studenten, ran an den Speck!

  • Nun ja, Quellen von Betroffenen und Informationen über die grauenvollen Hintergründe gibt es ja jetzt schon sehr viele und eindrucksvolle:

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  • Ich glaube, dass wir uns einig sind, dass die 3 Studien aus Afrika, auf die sich die WHO bezieht nicht geeignet sind.


    Natürlich gibt es nur diese drei Studien, die wohl zu Recht in Frage gestellt wurden:
    https://evidentist.wordpress.com/2012/07/19/bes…s-neues-kondom/

    Abseits der Religion und Ideologien sowie wirtschaftlichen Interessen, geht es doch bei der Beschneidung irgendwo auch um Medizin. Kondome schützen zu rund 99% vor HIV-Infektionen und die "Nebenwirkung" besteht lediglich in Form einer leichten Einschränkung der Sensibilität beim GV.

    Beschneidungen schützen selbst nach diesen ominösen Studien deutlich weniger als 99% und können daher noch nicht mal als alternative Präventivmaßnahme angedacht werden. Wenn man sich die Liste der Unterstützer von Massen(zwangs)beschneidungen anschaut, sieht man ja auch deutlich, dass diese auch nicht von lupenreinen Medizinern, sondern anderen Gruppen propagiert werden.

    In Bezug auf die Nebenwirkungen ist davon abgesehen die Liste bei der Beschneidung viel länger. Die Sensibilität ist permanent eingeschränkt und selbst innerhalb einer festen Beziehung gibt es hier keine Möglichkeit jemals ohne eine entsprechende Einschränkung GV zu haben. Hinzu kommen sowohl psychische wie auch physische massive Einschränkungen und Probleme bei den Betroffenen. Sicherlich nimmt nicht jeder Betroffene diese Einschränkungen in gleichem Umfang war bzw. scheinen sich vermutlich im Arabischen oder in Nordamerika weniger über diese Einschränkungen öffentlich zu beschweren. Das bedeutet aber im Umkehrschluss ja dennoch nicht, dass diese Einschränkungen deshalb nicht existent wären.

    Wie schon erwähnt will ich aber auch nicht anzweifeln, dass ein Beschneidung entgegen plausibler Erklärungen gar nicht schützen würde. Früher wurde für viele Behandlungen ein Aderlass praktiziert, der manchmal etwas half und oft dem Patienten das Leben kostete. Ähnlich verhält es sich mit Beschneidungen, die vor der Erfindung der Kondome vielleicht eine Alternative gewesen sein könnten. Aber seit dem 18. Jahrhundert gibt es nun Mal Kondome, weshalb nur im gestern verharrende Spinner noch ernsthaft die Beschneidung als Schutz vor Geschlechtskrankheiten in Erwägung ziehen.

    Übrigens geht man davon aus, dass selbst Casanova sich bereits im 18. Jahrhundert mit Kondomen und nicht mit einer Beschneidung vor der Syphilis schützen wollte.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Prinzip des Kondoms ist wohl noch viel Älter:
    http://www.fromms.com/wissenswertes/geschichte.html


    Und die Beschneidung ist wiederrum noch älter als das Kondom, woraus man wohl auch entnehmen kann, dass der Fortschritt immer nur an einem Teil der Menschheit vorbei geht ;)

    Würden sich nur diejenigen durch eine Beschneidung schützen, die davon überzeugt sind, dass dies der beste Weg ist, HIV-Neuinfektionen zu vermeiden, würde sich das Problem von alleine lösen. Leider werden hier aber Menschen in Afrika zur Beschneidung "überredet", die dann für die Dummheit der anderen mit ihrem Leben bezahlen müssen.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Irgendwann hat jemand in Afrika den Menschen erzählt das Kondome das übelste auf dem Planeten sind und dabei ignoriert das die Bevölkerung nicht monogam lebt.
    Und damit breitete sich HIV in Afrika aus.
    Kondome waren einfach böse.
    Das der HI Virus mal aus Afrika stammt ist bekannt. Aber die wirkliche Ausbreitung erfolgte wohl erst als er sich in den Industrienationen schon sehr verbreitet hatte.

  • Irgendwann hat jemand in Afrika den Menschen erzählt das Kondome das übelste auf dem Planeten sind und dabei ignoriert das die Bevölkerung nicht monogam lebt.

    Du meinst vermutlich Thabo Mbeki. Der und andere HIV-Leugner haben vermutlich einige Hunderttausend Menschen auf dem Gewissen.
    Klar, wenn man auf dem Standpunkt steht, dass AIDS keine Infektionskrankheit ist und u.a. durch antiretrovirale Medikamente ausgelöst wird machen Kondome keinen Sinn.

    Aber: (off topic)

    Ignoriert und tabuisiert wird in Afrika auch, dass die Männer nicht nur heterosexuell verkehren. Dass MSM-Sex wesentlich zur Ausbreitung beiträgt. Das passt der Verstümmelungsindustrie nicht in den Kram.

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  • Irgendwann hat jemand in Afrika den Menschen erzählt das Kondome das übelste auf dem Planeten sind und dabei ignoriert das die Bevölkerung nicht monogam lebt.


    Ob die Menschen in Afrika, USA, Europa oder im arabischen Raum monogam leben oder nicht, geht mich nichts an.

    In Afrika bzw. Uganda scheint es beim Gebrauch der Kondome auf die Farbe der Verpackung anzukommen. Genauso wie dort beschnittene Menschen glauben, dass die Beschneidung vor HIV schützt, glauben einige, dass Kondome mit einer bestimmten Verpackungsfarbe von der Regierung stammen würden und schädliche seien.

    Ich möchte aber den Menschen in Afrika jetzt keinen Hang zum Aberglauben oder Naivität vorwerfen. Immerhin gibt es ja z.B. auch in der westlichen Welt Leute, die die Menschheit mit einem Computerbetriebssystem beglücken und sich in ihrem Beschneidungsfanatismus hier auch keinen Deut anders verhalten.

    Die größte Waffe gegen HIV sind Aufklärung und Kondome.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

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