Beschneidungsdebatte ist Neonazibestaerkung

  • Aiman A. Mazyek: "Neonazis haben in den letzten Jahren verstärkt von der islamfeindliche Grundstimmung in der Gesellschaft profitiert- Bsp.: Wilders - Partei Freiheit, NPD, NSU und rechtsextreme Website PI, um nur einige zu nennen - und die Islamangst (das Gespenst Islamisierung Europas geht um ) als Eintrittskarte genutzt, Anhänger zu rekrutieren und Stimmung gegen Juden, Muslime und Andersdenkende zu machen. Oft wurden sie sich dabei durch manche Generalverdachtsdebatten noch bestärkt (Beschneidung, Schmähvideos etc)." http://islam.de/21853.php

    Gleich links daneben im grünen Rahmen Aiman A. Mazyek: "Keine Demokratie hält chronischen Rassismus und Rechtsextremismus im Gewand eines mutmaßlichen legitimen Protestes - "man muss ja mal sagen dürfen" - auf Dauer aus"

    Die Beschneidungsdebatte in einer Reihe mit dem Straftatbestand Schmähung. Die Beschneidungskritik als chronischer Rassismus und Rechtsextremismus.

    Dass es mit dieser Einordnung der Beschneidungskritik des Aiman A. Mazyek nur noch ein Schritt ist, die Beschneidungskritik verbieten lassen zu wollen, sollte klar sein.

    Wird jetzt endlich begreiflich, warum eindeutig darzustellen ist, wer hier der Antisemit ist und wer nicht? Denn wenn wir das nicht machen, macht es Aiman A. Mazyek.

  • Was keine Demokratie auf Dauer aushält sieht man gerade exemplarisch in der Erdogan-Türkei (Erdogan soll von 70% der in D lebenden Türken gewählt worden sein) und in fast allen anderen muslimischen Ländern. Verglichen damit ist Mitteleuropa eine demokratische Musterregion. (nicht das hier alles ideal ist, aber relativ)

    "Im Gewand", "unter dem Deckmantel des Kindeswohls", wie sich das alles ähnelt....

    There is no skin like foreskin

  • Sicher hätten das einige gerne, auch in den USA, doch glaube ich nicht das das durchkommt. Inzwischen haben wir Krankenhäuser, Kinderärzte und Verbände auf unserer Seite. Es werden Jahr zu Jahr mehr die sich auf der Demo im Mai auf unsere Seite stellen. Klar das einige da nervös werden und versuchen gegen zu halten. Doch die Argumente sind auf unserer Seite. Niemand fordert das Beschneidung verboten gehört, lediglich verschoben auf ein Alter von 18 Jahren. Das läuft auch in Dänemark, auf dieser Ebene. Auch dort wird immer wieder dieselbe Karte gezogen. Letztendlich sind wir auf dem richtigen Weg.

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Korrekt. Ich frage mich nur, warum der Unsinn auch hier im Forum ständig wiederholt wird.

    Warum soll man nicht auf Missstände bzw Diffamierung hinweisen? Wir können uns natürlich hier natürlich auch ständig gegenseitig über den Mund fahren und "rote Karten" verteilen.

    There is no skin like foreskin

  • Weil es kontraproduktiv ist, unsinnige Aussagen zu wiederholen. Gerade durch Wiederholung bleiben sie präsent und gewinnen damit an Glaubhaftigkeit. Das ist eine Manipulationstechnik. Du erkennst doch selbst, was mit der ständigen Wiederholung erreicht werden soll. Indem hier auch noch darüber geschrieben wird, wird das es weiter unterstützt, selbst wenn die Aussagen nur wiederholt werden, um sie zu kritisieren. Die Wiederholung findet dennoch statt und der Unsinn wird dem Leser mit jeder Wiederholung vertrauter und glaubhafter und verbreitet sich immer weiter. Das ist nicht dein Ziel, oder?

  • Also ehrlich gesagt rege ich mich über solche Nazivergleiche, Nazi- und Antisemitismuskeule überhaupt nicht auf. Das ist einfach nur primitiv und zeigt, dass diejenigen, die sich zu derlei Geschwätz herablassen, keine Argumente haben. IGNOR-Taste drücken. Die Zeit, in der man sich über solche Blindnieten aufregt, kann man sinnvoller nutzen.

    „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Mario Lichtenheldt: "Also ehrlich gesagt rege ich mich über solche Nazivergleiche, Nazi- und Antisemitismuskeule überhaupt nicht auf."

    Das regt Dich solange nicht auf, solange das keine Auswirkungen auf Dich hat. Wenn auf Grund der reinen Unterstellung - möglicherweise aus den "eigenen" Reihen - Deine Beiträge in Foren gelöscht werden, dann möchte ich Dich mal sehen.

    Ich bin der Ansicht, man muss die Antisemitismusunterstellung inhaltlich eindeutig widerlegen können. In allen Variationen. Dazu muss man diese kennen. Weiterhin muss man die "Stoßrichtung" im Auge behalten. Dass Mazyek Beschneidungskritiker schon als Terrorunterstützer sieht, war mir z. B. neu.

    Wer diese Diffamierungen hier nicht aufgeführt haben will (Laffelrog), der will meiner Ansicht nach nur den Konflikt vermeiden. Denn die Aufführung der Diffamierung kennzeichnet natürlich den Diffamierer. Es wird also jedes Mal aufgezeigt, dieser Jude (jüdisches Medium) diffamiert, dieser Muslim (muslimisches Medium) diffamiert, dieser oder jener Politiker diffamiert. Das nicht aufzuführen, heißt nichts anderes, als sich unwidersprochen diffamieren zu lassen. Und das ist falsch.

    Nicht wir sind die Menschenrechtsverletzer, sondern die.

    Wenn es umgekehrt wäre, könnte Beschneidungskritik möglicherweise tatsächlich verboten werden, weil sie Entzug von Menschenrechten fordert. Da dieser Entzug auch die heutige Grundlage der jüdischen Religion zerstört, könnten dann zu Recht antisemitische Motive unterstellt werden. Verlage und Buchvertrieb könnten sich weigern beschneidungskritische Literatur zu verlegen und zu verkaufen. Dann bist Du ruck zuck mundtot. Facebook und andere Provider sperren als private Betreiber Deine Webseiten, die neue Maassche Gedankenpolizei findet Deinen Rest u.s.w.

    Dänemark hat die Beschneidung nun ebenfalls zum Menschenrecht erklärt. Was sollte die EU daran hindern, Beschneidungskritik irgendwann als rassistische Verfolgung einzustufen, so wie es jetzt schon in den USA geschieht?

    Einmal editiert, zuletzt von Steffen Wasmund (16. Juni 2016 um 23:11)

  • Wer diese Diffamierungen hier nicht aufgeführt haben will (Laffelrog), der will meiner Ansicht nach nur den Konflikt vermeiden. Denn die Aufführung der Diffamierung kennzeichnet natürlich den Diffamierer. Es wird also jedes Mal aufgezeigt, dieser Jude (jüdisches Medium) diffamiert, dieser Muslim (muslimisches Medium) diffamiert, dieser oder jener Politiker diffamiert. Das nicht aufzuführen, heißt nichts anderes, als sich unwidersprochen diffamieren zu lassen. Und das ist falsch.

    Auf Konflikte bin ich tatsächlich nicht aus. Allerdings geht es mir hierbei nicht um die Vermeidung von Konflikten, sondern um die Vermeidung strategischer Fehler. Das Wiederholen der "Argumentation" des Gegners ist ein solcher Fehler, denn es stärkt sie nur. Man kann sich gegen Diffamierung wehren, ohne jeden gedanklichen Furz des Gegners zu zitieren. Man kann sich wehren, indem man für sich argumentiert und die eigene Position hervorhebt. Wir haben doch gute Argumente, lasst uns stattdessen diese wiederholen!

    Ich bin der Ansicht, man muss die Antisemitismusunterstellung inhaltlich eindeutig widerlegen können. In allen Variationen. Dazu muss man diese kennen. Weiterhin muss man die "Stoßrichtung" im Auge behalten. Dass Mazyek Beschneidungskritiker schon als Terrorunterstützer sieht, war mir z. B. neu.

    Gut, wenn etwas neu ist, kann man es ansprechen, sollte sich dann aber auf die Wiederlegung konzentrieren, Ich sehe allerdings keine Ansatz einer Wiederlegung. An welcher Stelle wehrst du dich gegen die Diffamierung? Du stellst Mazyeks Position dar (es wird ihn freuen) und echauffierst dich darüber, aber wo sind die Argumente dagegen?

  • Wer sich nicht wehrt, lebt verkehrt. Das gilt auch für Diffamierung.

    Wenn man Diffamierungen einfach so im Raum stehen lässt, wird das als stillschweigendes Eingeständnis gesehen "muss dann wohl stimmen".

    Sich mit den Argumenten bzw. Scheinargumenten der Gegenseite auseinandersetzen ist auch eine Art "indirekter" Dialog. Jede Form von Dialog ist besser als kein Dialog.
    Wir können natürlich auch einfach unser Programm abspulen ("jedes Kind hat ein Recht auf vollständige Genitalien - 'nough said!") ohne auf die andere Seite und deren Propaganda einzugehen. Wir können uns auch taub stellen.
    Ich halte es aber für wichtig und nicht "kontraproduktiv", immer wieder aufzuzeigen, mit welchen z.T. schäbigen Methoden der §1631d durchgeboxt wurde und jetzt immer noch verteidigt wird.

    Natürlich brauchen wir nicht "Fürze" von irgend einem Hans Wurst oder vom Hintertupfinger Käsblatt zu kommentieren.
    Aber Mayzek ist nicht irgend ein Hans Wurst, sondern Vorsitzender des ZdM. Und die JA ist nicht das Hintertupfinger Käsblatt, sondern das Organ des ZdJ.

    Über das Thema "darf man - soll man auf die Gegenseite eingehen" jetzt noch stundenlang zu diskutieren - da kann man die Zeit tatsächlich besser nutzen.

    There is no skin like foreskin

  • Laffelrog: "... sondern um die Vermeidung strategischer Fehler. Das Wiederholen der "Argumentation" des Gegners ist ein solcher Fehler, denn es stärkt sie nur."

    Die Stärkung der Diffamierung könnte ja nur dann eintreten, wenn der Leser dieses Forum diese nicht in Frage stellt. Das kann nur zwei Gründe haben. Entweder er ist pro Beschneidung oder er ist zu dumm. Da die Zielgruppe dieses Forums nicht die unbelehrbaren Beschneidungsbefürworter sind, sondern diejenigen, die zur Infragestellung wenigsten potenziell bereit sind, kann das Vorenthalten der Meldung nur den Grund haben, anzunehmen, unsere Zielgruppe ist zu dumm. Dem möchte ich widersprechen.

    Laffelrog: "Man kann sich wehren, indem man für sich argumentiert und die eigene Position hervorhebt."

    OK. Dazu muss man aber das, wogegen man für sich argumentiert, kennen.

    Laffelrog: "Ich sehe allerdings keine Ansatz einer Wiederlegung."

    Wenn Du jetzt in meinem Beitrag nicht mal einen Ansatz zur Widerlegung erkennen kannst, kann ich Dir nur zu nochmaligem Lesen raten. Hinweis: Rhetorisches Mittel zur beweisfreien Gleichsetzung von Ungleichem. Hinweis auf Folgen bei fortgesetzter Verschleierung diese Fehlers.

    Im Endeffekt lautet Deine Argumentation: Enthaltet dem Leser solche Meldungen vor, weil er nicht in der Lage ist, sie zu verstehen. (Wenn Du darauf beharrt hättest.)

    Aber Du sagst dann ja selbst: "Gut, wenn etwas neu ist, kann man es ansprechen, sollte sich dann aber auf die Wiederlegung konzentrieren ..."

    Wir unterscheiden uns offenbar nur in der Frage, wie weit man für den Besucher vordenken muss.

  • Nein, das hat nichts mit der Intelligenz des Lesers zu tun. Es ist ein psychologischer Effekt, dass Wiederholungen (egal in welchem Kontext) zu zu Vertrautheit führen und vertraute Dinge eher als glaubhaft angenommen werden. Das kann als rhetorisches Mittel oder als Manipulationstechnik eingesetzt werden und genau das ist es, was im verlinkten Artikel getan wird. Deswegen sollten wir uns dagegen wehren, ohne die Anschuldigung zu wiederholen. Wenn wir etwas wiederholen, dann sollten es unsere Argumente sein.

  • Laffelrog: "Es ist ein psychologischer Effekt, dass Wiederholungen (egal in welchem Kontext) zu zu Vertrautheit führen und vertraute Dinge eher als glaubhaft angenommen werden."

    Ich kenne den Effekt, auch dass Vertrautes vom Gehirn eher als wahr/richtig interpretiert werden kann. Wäre das auch hier der Fall, müsste ich als Dauerleser der Diffamierung, die Diffamierung als wahr ansehen. Das Gegenteil ist aber der Fall. Denn nicht nur der Inhalt der Diffamierung, sondern auch der Prozess der Analyse wird vertraut. Der Lehrer, der ständig Fehler korrigiert, hält ja auch nicht die Fehler irgendwann für richtig, weil er sie schon so oft gesehen hat. Der Revisionsrichter hält Fehlurteile nicht für richtig, weil er sie schon so oft identifizieren musste. Die Analysefähigkeit wird durch die Übung gestärkt.

    Nehmen wir das hier: "Der Terror in Paris könnte auch antisemitisch motiviert sein. Bereits seit 2012 sei ein wachsender Antisemitismus zu beobachten, sagt der Vorsitzende der Synagogengemeinde Saar Richard Bermann. [...] Das aber nicht erst seit den Pariser Anschlägen. Der wachsende Antisemitismus in ganz Europa sei spätestens 2012 während der Beschneidungsdebatte zu spüren gewesen. Es folgte das Aufkeimen des Gaza-Konflikts mit propalästinensischen Demonstrationen in Deutschland, wo auch mal skandiert wurde: „Juden ins Gas“. Überdies wurden und werden Juden auf offener Straße körperlich wie verbal attackiert. Vor allem in Frankreich, aber auch in Deutschland. „Es gibt kaum ein Land in Europa, in dem es keine Angriffe auf jüdische Einrichtungen gegeben hat“, sagt Bermann"

    Das setzt die Beschneidungsdebatte und damit die Beschneidungskritiker praktisch als Mitursache für einen möglicherweise antisemitisch motivierten Terroranschlag. Meiner Nicht-Juristenansicht nach hat das schon volksverhetzenden Charakter, also möglicherweise strafrechtliche Relevanz. Denn welche anderen Gefühle sollten denn gegenüber Terrorismusverursachern entstehen als Hass. Man stelle sich vor, man würde das umgekehrt mit Juden machen. Dann hätte man sofort einen Prozess am Hals.

    Ich fand das deshalb hochwichtig, dass es hier Beschneidungsdebatte? Antisemitismus!!! gepostet wurde.

    Aber gut wir verbleiben dann einfach so, dass wir nicht einer Meinung sind.

  • Die Thread-Überschrift

    Zitat

    Beschneidungsdebatte ist Neonazibestaerkung


    Macht sich in natürlich nicht gut. Und ist sachlich unzutreffend.

    Besser wäre "Mayzek stellt Beschneidungsdebatte als Neonazibestärkung dar"

    There is no skin like foreskin

  • Selbstbestimmung: "Macht sich in natürlich nicht gut. Und ist sachlich unzutreffend."

    Macht sich natürlich sehr gut und ist sachlich zutreffend, weil sich aus dem Kontext ergibt, dass es Mayzeks Darstellung ist. Wer lesen kann erkennt das auch. Ansonsten darfst Du Dir sicher seine, dass ich mir Gedanken über die Überschrift mache. Weil ich z. B. weiß, dass sie in Suchmaschinen auftaucht oder als Linktext Verwendung findet usw.

    Du hast wohl gerade Deine eigene Überschriftenwahl betrachtet: "Beschneidungsdebatte? Antisemitismus!!!"

    Bist Du der Meinung, hier hätte irgendjemand angenommen, Du vertrittst diese herausgelöste Ansicht?

    Manchmal frage ich mich tatsächlich, worüber hier diskutiert wird. Deine Überschrift kannst Du ja ändern, meine belasse bitte so, wie sie ist.

    2 Mal editiert, zuletzt von Steffen Wasmund (18. Juni 2016 um 10:35)

  • Aber gut wir verbleiben dann einfach so, dass wir nicht einer Meinung sind.

    Das finde ich eine hervorragende Feststellung.

    Bin da hin und her gerissen, Natürlich ist die ständige Wiederholung einprägsam, für einfach gestrickte Hirne.
    Es ist nur so, dass die JA und Ihre Vertreter wesentlich präsenter in den Medien sind, als wir, und Ihre Ideen trotz ihrer intellektuellen Unredlichkeit publiziert werden.
    Wenn da wir das aufgreifen, dann glaube ich, dass unser Beitrag das zu demaskieren mehr wiegt, als die dann durch uns gebotene (medial relative geringen) Wiederholung ihrer Verleumdungen.

    Ich wüsste gerne, welche ernstzunehmende Abhandlung es gibt, darüber was Antisemitismus wirklich ist und ab wann er als Zweck eingesetzt wird, um Gegner zu vernichten. Natürlich sollte das eine sein, die nicht aus der Feder der Betroffenen stammt, sondern eben fundiert und seriös.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

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