Narbenring nach 20 Jahren, Erfahrungen anderer ?

  • manchmal ist eine Beschneidung besser als die Alternative

    Manchmal vielleicht...wobei ich sagen muss, ich wäre froh wenn ich meine Phimose samt Vorhaut wieder hätte. Mit der könnte ich mich besser arrangieren als die Sch... die ich jetzt habe. Im nachhinein ist man (leider) immer schlauer...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Muss dazu vielleicht auch sagen: Die Teilbeschneidung vor 20 Jahren war für mich ein Segen: Bis dahin wars einfach nur schmerzhaft, die Hygiene war problematisch und mit beginnendem Interesse am Geschlechtsverkehr wurde die Sache echt zu einem Problem.
    Ich weiss nicht woran das bei mir liegen mag, aber meine Eichel ist trotz der Tatsache dass sie freiliegt immernoch angenehm empfindlich, ebenfalls die Stelle an welchem zuvor einmal das Frenulum war.

    So wie die Vorhaut jetzt ist, ist sie mir beinahe fremd und ebenfalls habe ich, gerade bei Erektionen, wieder ein unangenehmes bis schmerzhaftes Gefühl. Im schlaffen Zustand bildet sich auf Grund der Verengung ein Regelrechter Wulst an Haut oberhalb dieser Stelle, ebenfalls eher eine unangenehme Sache.

    Mein Dermatologe drängt mich überhaupt nicht zu der Sache. Er hat mir nur schlicht klar gemacht, dass aus der Erfahrung die Narbe sich noch weiter so verändern wird wie in der letzten Zeit und somit der Zustand schlimmer werden wird.
    Ich bin etwas erschrocken, als ich mal genauer hinsah und merkte, wie breit diese narbige Haut an der Rückseite effektiv ist. Mit "mechanischen" Dehnmitteln wird sowieso nichts gehen, dafür ist die Stelle quasi gar nicht zugänglich. Salben würde kurzfristig etwas bringen, wie gesagt ist aber gesamthaft die Haut zu dünn, bzw. schlicht nicht mehr genug davon da.
    In wie fern die Biopsie überhaupt noch etwas am Vorschlag einer weiteren Beschneidung ändern kann weiss ich gar nicht (hätte ich evtl. konkreter Fragen sollen, hinterher ist man immer schlauer). Auf jeden Fall würde ich das sicherlich beim gleichen Dermatologen machen lassen wie die bisherigen Abklärungen.

    Interessant finde ich noch, dass eine weitere Beschneidung "einfach so" ambulant möglich ist. Vor 20 Jahren habe ich eine Betäubung in den Rücken erhalten und hatte eine richtige OP, schon eigenartig wie sehr sich die Methoden unterscheiden.

  • Naja, bei mir war vor 6 Wochen Termin. Dauerte etwa 45 Minuten inkl. Vorbereitung und Betäubung. Der Eingriff war schmerzfrei, ich hatte aber einige Tage die ziemlich nervten, weil die frische Naht bei mir zu einer Dauererektion führte, die nicht angenehm war. Komplikationen hatte ich keine, verheilt ist schnell und sauber. Insgesamt ist das Ergebnis okay für mich, Verlust ist es schon, aber das wusste ich vorher. Jetzt ist halt alles unkomplizierter, Sex, Hygiene... ich habe einen ausgeprägten Blutpenis, also einen der bei Erektion sehr viel größer ist als im schlaffen Zustand. Das mag ein Vorteil sein, weil auf die Weise im schlaffen Zustand mehr Haut bleibt, als man meinen sollte. Die Eichel ist dann teilweise bedeckt. Bei Erektion ist alles glatt und sieht eigentlich gar nicht übel aus. Aber das ist sicherlich Glückssache. Große Veränderungen an der Eichel nehme ich nicht wahr bisher.

  • Vom Penistyp her klingt das genau gleich wie bei mir, daher eben aktuell auch dieser unangenehme Hautwulst. Das mit der Dauererektion kenne ich noch von der ersten Beschneidung, mag mich aber nicht mehr erinnern, wie lange das damals anhielt.
    Ferienbedingt wirds sicherlich noch einen Monat dauern, bis das endgültige Vorgehen definiert wird, sollte es aber dabei bleiben, werde ich den Eingriff so bald als möglich vornehmen lassen.

  • Sodele...nach langem Warten und einem Tag Unwissenheit (eigentlich hätte man mir gestern zurückrufen sollen), weiss ich nun definitiv, dass die Veränderung durch einen Bruch der bisherigen Beschneidungsnarbe entstanden ist.
    Da mich dieser Hautwulst sehr stört und man nichts dagegen tun kann, werde ich ihn entfernen lassen, was somit einer zweiten Beschneidung gleichkommt. Es gibt dazu leider keinerlei Alternative, da der störende Ring aus dem alten Narbengewebe besteht und für eine "mechanische" Behandlung keinen Ansatzpunkt bietet.
    Leider darf ich nun auf das Aufgebot des Urologen warten, der Dermatologe wird den Eingriff selbst (doch) nicht durchführen... da werde ich aber zunächst dann ein kritisches Auge werfen und schauen, was er da genau im Sinn hat.

  • Falls der Verlauf der Sache weiterhin von Interesse ist: Ich war heute beim Urologen und habe mir damit gleich auch noch eine zweite Meinung eingeholt. Die Sache ist recht eindeutig: Das wird ohne weitere OP nicht mehr gut kommen, Termin wird aber erst am 18. Januar sein, dies vor allen Dingen aus beruflichen Gründen.

    Der behandelnde Arzt macht einen ausserordentlich kompetenten Eindruck, über die entsprechenden Auswirkungen wurde ich vollumfänglich informiert, inkl. der Herangehensweise und dem zu erwartenden Resultat. Angesichts der heutigen Situation erscheint mir der Eingriff durchaus sinnvoll, auch wenn andere hier mit den entsprechenden Folgen schlechte Erfahrungen gemacht haben (eigentlich kann ich das nun über Teilbeschneidungen auch sagen, der aktuelle Zustand ist weder ästhetisch noch funktionell wirklich angenehm). Interessant ist zudem, dass ich nun wiederum einen weiteren Arzt kenne, der Teilbeschneidungen genau auf Grund solcher späteren Folgen grundlegend nicht optimal erachtet.
    Einen Lacher hatte er dann auch noch parat (neben der Tatsache, dass er während dem gemeinsamen Gespräch einfach nebenbei einen Ultraschall meiner Hoden zur Kontrolle machte), nach der Frage ob ich Kinder habe oder wolle (beides aktuell nicht der Fall) meinte er noch: Ich solle mir doch gleich noch eine Unterbindung überlegen, wenn er da unten sowieso schon ansetzen müsse... lustigerweise bringt einen das schon ins Grübeln: Die Frage nach Kindern kann ich ganz entschlossen mit "nein" beantworten, die Frage nach einer Unterbindung... ich weiss nicht. Die Diskussion entstand übrigens aus meiner Aussage, dass ich grundlegend nur mit Kondomen verhüte und das mit der aktuellen Vorhautsituation schmerzhaft ist.

  • Falls der Verlauf der Sache weiterhin von Interesse ist:

    Hab da immer Interesse neue Sachen zu erfahren, zu lernen..

    Interessant ist zudem, dass ich nun wiederum einen weiteren Arzt kenne, der Teilbeschneidungen genau auf Grund solcher späteren Folgen grundlegend nicht optimal erachtet.

    Dein Problem ist doch die Narbe? Bei einer Beschneidung hast du immer eine Narbe, egal ob teil oder radikal. Wenn du vor 20 Jahren gleich radikal beschnitten worden wärest, hättest du dieses Problem heute nicht? Garantiert dir der Arzt, dass du in 10 oder 20 Jahren nicht wieder dasselbe Problem bekommen kannst? Für mich hört sich das eher an , als ob der Arzt zur Kategorie "Kann nur Radikal" angehört.

    Und Unterbindung...du bist 34? Ganz ehrlich...ich würde es sein lassen. Was weißt du was in 10 Jahren ist? Ich kenn inzwischen auch da einige Geschichten, wo Männer auch nur dieser Eingriff zu einer psychischen Belastung führte...
    Aber deine Entscheidung...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Unterbindung ist eine komische Sache: Ich möchte klar keine Kinder haben, einer Unterbindung werde ich aber hingegen trotzdem nicht zustimmen. Keine Ahnung woher der Konflikt stammt, aber es fühlt sich nicht richtig an und wird daher aktuell auch noch kein Thema sein.

    Was die radikale Beschneidung angeht: Bei mir ist nun nichts anderes mehr möglich, der Schnürrring ist zuweit fortgebildet, das merke ich sogar selber wenn ich schaue, wie weit runter der reicht. Mag für den einen oder anderen fast ein Wunschtraum sein, dass man auf einmal mehr Vorhaut hat, der obere, leicht überstehende Teil ist nun aber doch einfach störend.

  • Hab da immer Interesse neue Sachen zu erfahren, zu lernen..

    Dein Problem ist doch die Narbe? Bei einer Beschneidung hast du immer eine Narbe, egal ob teil oder radikal. Wenn du vor 20 Jahren gleich radikal beschnitten worden wärest, hättest du dieses Problem heute nicht? Garantiert dir der Arzt, dass du in 10 oder 20 Jahren nicht wieder dasselbe Problem bekommen kannst? Für mich hört sich das eher an , als ob der Arzt zur Kategorie "Kann nur Radikal" angehört.
    Und Unterbindung...du bist 34? Ganz ehrlich...ich würde es sein lassen. Was weißt du was in 10 Jahren ist? Ich kenn inzwischen auch da einige Geschichten, wo Männer auch nur dieser Eingriff zu einer psychischen Belastung führte...
    Aber deine Entscheidung...

    Ich war bei meiner Vasektomie 38 - aber ich habe auch schon 3 Kinder und bin seit 15 Jahren verheiratet. Wenn die Familienplanung abgeschlossen ist, gibt es wenige Verhütungsmethoden, die ähnlich unkompliziert in der Anwendung sind. Allerdings schützt die Vasektomie nicht vor diversem anderen sexuell übertragbaren Zeug. Je nach Lebenswandel bleiben Kondome trotzallem Mittel der Wahl.

    Gruß
    Hickhack

  • Wenn der Eingriff erst im Januar ist, würde ich die verbleibenden Monate nutzen.

    Kauf Dir eine hochwertige Propoliscreme und behandel die betroffenen Stellen mehrfach am Tag.

    Vielleicht umgehst Du damit einem weiteren Eingriff.

  • Dies wird leider nichts mehr bringen :(
    Auf der Rückseite ist die Haut um gute 2cm "überdehnt" und verursacht diesen sehr unschönen Wulst.
    Grundlegend müsste sich die Haut somit um diese Länge wieder zusammenziehen und sich zudem wieder mit dem bestehenden Narbenring vereinen.
    Das ist schwer zu erklären, ich habe nun schlichtweg an der falschen Stelle zuviel Haut.

  • Hallo zusammen

    vielleicht mal ein kurzes Update von mir: Wie angekündigt fand am Mittwoch die Zirkumzision statt. Ich habe im Vorfeld jedoch keine ernsthaften Versuche mehr unternommen, da noch irgendwas retten zu wollen. Sowohl Urologe wie Dermatologe waren sich einig: Das wird sowieso nichts mehr bringen.

    Ich bin ehrlich sehr erstaunt: Seit dem Eingriff habe ich weder Schmerzen noch sonstige Beschwerden. Die Schwellung ist im Vergleich zum ersten Eingriff damals vor 20 Jahren deutlich geringer. Den ersten Eindruck empfinde ich bisher als sehr positiv: Die Haut wurde anscheinend sehr gleichmässig geschnitten und vernäht, es sind weder Blutergüsse noch andere Unschönheiten zu erkennen.
    Wie lange die Heilung dauert und wie das Ganze danach "funktioniert" wird sich noch zeigen, im Moment bin ich nur mal froh, dass alles soweit rebibungslos verlaufen ist.

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