Narbenring nach 20 Jahren, Erfahrungen anderer ?

  • Hallo zusammen

    ich (34) wurde vor rund 20 Jahren auf Grund einer Vorhautverrengung sowie eines zu kurzen Vorhautbändchens beschnitten.
    Da ich damals ernsthaft Probleme mit urinieren und Schmerzen bei Erektionen hatte, war ich grundlegend sogar froh über diesen Eingriff, da nach der Heilungszeit alles bestens war. Mit der Optik oder dem Eingriff an sich hatte ich soweit nie Probleme.

    Nun aber... seit ein paar Wochen oder Monaten (ich weiss nicht wann das Problem wirklich begann), hat sich unterhalb des damals geschaffenen Ringes wo die Vorhaut endet (ich wurde Teilbeschnitten soweit ich das verstehe) ein Narbenring gebildet. Die Haut ist extrem hell geworden und beginnt einen einschneidenden Ring zu bilden. Das sieht nicht nur blöd aus, es führt auch dazu, dass der darüber liegende, verbliebene Teil der Vorhaut nun quasi einen dickeren Hautring bildet. Neben der Tatsache, dass dieser Narbenring ein spürbares Ziehen verursacht, ist das Überziehen von Kondomen ebenfalls erschwert worden. Bevor diese Veränderung stattfand war der Schaft im eregierten Zustand beinahe Glatt, neu steht dieser Hautring störend über.

    Ich habe in einer Woche einen Termin bei einem Dermatologen mit Spezialgebiet Narbenbehandlung. Kennt jemand hier die Thematik oder ist vom selben Problem betroffen ?
    Ich bin nach wie vor nicht wirklich sicher, dass ein Dermatologe der richtige Ansprechpartner ist, gehe jedoch davon aus, dass ein Urologe eher zu einem chirurgischen Eingriff tendieren wird ?

    Beste Grüsse
    Nico

  • Hi Nico, herzlich Willkommen hier im Forum.

    Sehr spezielles Problem von dir, Erfahrung hab ich da keine (und ich glaub auch kein anderer). Und aus deiner Beschreibung kann ich mir da nur schwer was vorstellen. Wie wurdest du Teilbeschnitten? Low/Loose, oder sind noch Teile von innerer Vorhaut und Frenulum erhalten? Ist deine Eichel im schlaffen Zustand teilweise bedeckt? Der Narbenring durch die Beschneidung, ist der direkt der Eichel, oder ist da noch Haut dazwischen?

    Das sich da noch so langer Zeit so ein Problem ergibt hab ich noch nie gehört. Der Dermatologe mit Spezialgebiet Narbenbehandlung ist sicher ein guter Ansprechpartner. Der hat sicher mehr Erfahrung als ein Urologe damit und kann dir vielleicht sagen warum da jetzt Probleme kommen.

    Einen chirurgischen Eingriff würde ich wenn möglich vermeiden. Vielleicht hilft da schmieren und salben?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Das Frenulum wurde (da mitunter Teil des damaligen Problems) komplett entfernt. Die Vorhaut wurde soweit zurückgeschnitten (also quasi ein Ring entfernt), dass im schlaffen Zustand der Eichelrand knapp bedeckt ist. Somit befindet sich zwischen Eichel und Narbe doch noch ein gewisser Teil der Vorhaut.
    Unterhalb der Stelle an welcher damals geschnitten wurde hat sich nun dieser Narbenring gebildet, der wie beschrieben eine Verengung verursacht.

    Salben habe ich bereits versucht, das hat nur eine sehr bedingte Wirkung, die Narbe (oder wie man das nennen will) wurde dadurch zwar geschmeidiger, der Ring ist aber nach wie vor da.
    Ich hätte davon auch ein Bild, weiss aber nicht wie gerne man sowas hier sieht.

  • Das Frenulum kann man auch mittels plastischer Op verlängern, aber das konnte der Arzt vielleicht nicht. auch Engstellen kann man plastisch weiten, was leider nur wenige Ärzte können.

    Also nicht die Narbe hat sich verengt, sondern die Haut darunter, Schafthaut oder äußeres Vorhautblatt...

    Was ich an deiner Stelle machen würde...Termine bei verschiedenen Ärzten. Dermatologen, Urologen, plastische Chirurgen. Zunächst mal schauen, ob einer eine Erklärung für dieses Problem hat, eine Ursache feststellbar ist...und dann entscheiden...

    Bilder hat glaub keiner Probleme hier damit, aber lad es eher mal bei onmeda im Forum Männergesundheit hoch. Der Dr. dort ist vorhautfreundlich, weiß um deren Nutzen. Der kann dir vielleicht mehr helfen.

    Viel Glück

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  • Danke für die Rückmeldung, ja mal schauen was der Dermatologe meint und wie es weiter gehen soll.
    Interessant wäre für mich gewesen, ob das schonmal jemand anderes erlebt hat ? Vielleicht meldet sich ja noch jemand.

  • Schreib auch bitte, wie es dir weiter ergeht, Ursachen, Lösungen... vielleicht hilft es anderen

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  • Was ich vielleicht noch abchecken würde...Blutzucker, Diabetes. Der kann manchmal auch zu Vorhautproblemen führen...

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  • Da meine Beschneidung noch frisch ist kann ich zum Narbenring nicht viel beitragen. Die Probleme bei Diabetikern dürften aber eher unwahrscheinlich sein, wenn beschnitten ist, bei mir war es die Phimose in Verbindung mit Zucker im Urin, die zu häufigen Pilzen, in der Folge Fissuren und Narbenbildung führte- ausschließlich am eingerollten Teil der äußeren Vorhaut am Phimoseteil. Trotzdem ist ein Test auf erhöhten Blutzucker unkompliziert und leicht zu bewerkstelligen, also ein leicht umzusetzender Tipp. Sehr viel häufiger ist bei Diabetikern mit Erektionsproblemen und Impotenz zu rechnen bzw. allgemein mit Gefäß und Nervenproblemen.

    Kann sein, dass Nico die Probleme hat, wegen derer manche Urologen Teilbeschneidungen nicht machen wollen. Es komm in relativ vielen Fällen zu einer erneuten Verengung. Lösung wäre dann die Vollbeschneidung, soweit ich meinen Urologen verstanden habe.

  • Danke für die Rückmeldungen. Pilze oder ähnliches sind bisher kein Problem, auch keine Anzeichen an der Eichel selbst o.ä. Es kommt auch nicht zu Rissen oder trockenen Stellen.
    Ich denke aus irgend einem Grund (vielleicht eine Überbelastung beim Sex), wurde die bisherige Narbe überstrapaziert und die Haut bildet nun eine neue Narbe, die aber natürlich an der schwächsten Stelle entsteht.
    Damit man sich das vielleicht auch ein wenig vorstellen kann, habe ich hier dazu ein Bild hochgeladen: http://imgur.com/ZHhIr3I den weissen Ring hatte ich zu Beginn des Jahres noch nicht, da waren bisher keine so hellen Stellen an der Vorhaut vorhanden.

  • Kann sein, dass Nico die Probleme hat, wegen derer manche Urologen Teilbeschneidungen nicht machen wollen. Es komm in relativ vielen Fällen zu einer erneuten Verengung

    Kann sein...aber Probleme erst nach 20 Jahren? Für mich MUSS das eine Ursache haben...Pilz? Vor eintreten des Problemes eine Antibiotikatherapie?

    Lösung wäre dann die Vollbeschneidung, soweit ich meinen Urologen verstanden habe.

    Die Lösung eines Urologen, der nichts anderes kann wie Vollbeschneidung, soweit ich es verstanden habe...und wenn dann nach 20 Jahren Probleme auftauchen zu sagen "Siehste, hätten wir gleich alles...", hat für mich was wie "Siehste, hätte ich dir gleich den ganzen Fuß anstatt nur die Zehen entfernt, hätteste jetzt keinen verstauchten Knöchel..."

    Und in Nicos Fall eine Vollbeschneidung machen, OHNE den Grund für die Probleme zu kennen, halte ich für verantwortungslos, denn wenn ich Nico recht verstanden habe ist das Problem NACH der Narbe auf der Schafthaut, und es bleibt bei JEDER Beschneidung ein Bereich nach der Narbe auf der Schafthaut, also kann es in meinen Augen immer wieder auftreten, wenn die Ursache nicht behoben wird.

    Sonst kannste immer wieder beschneiden, bis Eichel und Hoden eine Einheit sind...

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  • Pilz? Vor eintreten des Problemes eine Antibiotikatherapie?

    Ich musste seit Jahren keine Antibiotika nehmen, von da kann es kaum kommen. Auch andere Medikamente kommen eigentlich nicht in Frage ?(

    Irgendwie siehts für ich immernoch aus, als ob die Haut unterhalb des Schnitts eingerissen ist und sich nun dieser Ring bildet. Pilz will ich nicht ausschliessen, aber müsste das nicht eine Schwellung verursachen ? Der obere "Ring" war auf Grund der Nähte schon immer etwas dicker.
    Zudem sind die Begleitschmerzen kein Brennen oder sowas, es fühlt sich effektiv wie eine Wunde an (schwer zu beschreiben).

  • Pilz kann ganz verschieden aussehen und sich auch unterschiedlich anfühlen. So aus meiner langen Erfahrung heraus. Wahrscheinlich wird nur eine Bestimmung mittels Abstrich helfen aka ein Arzt. Einen weißen Ring auf der Vorhaut hatte ich auch gelegentlich. Ging mit Clotrimazol wieder weg, kam aber erneut. Dadurch trocknete die Haut dann auch ein, riss, vernarbte... Clotrimazol gibt's rezeptfrei als Salbe in der Apotheke, aber sinniger wäre vorher halt schon der Blick eines Profis.

  • So, ich war heute beim Dermatologen und leider direkt noch keinen Schritt weiter: Eine Pilzerkrankung ist eher unwahrscheinlich, ebenso sind keine Anzeichen einer Entzündung ersichtlich.
    Somit scheint es sich aktuell um ein "kosmetisches" Problem zu handeln, er meinte auch, dass das Hautbild soweit fast normal wäre, wäre es nicht erst über die letzten Monate entstanden.

    In zwei Wochen wird nun eine Biopsie zum Ausschluss eines bakteriellen oder virösen Ursache gemacht, danach werden wie weitern Schritte besprochen.

  • Problematisch ist, dass der Ring im schlaffen Zustand (ausser dass er eben erst in kurzer Zeit entstanden ist) für eine Beschneidung eher unauffällig aussieht. Da ich nicht einfach so vor dem Hautarzt eine Erektion zaubern konnte, hat er mich gebeten Fotos zu machen bzw. vorab zuzusenden.
    Natürlich wäre es mir auch absolut lieber, wenn die Biopsie umgehend hätte gemacht werden können. Nur muss dafür vorsorglich zur lokalen Betäubung Salbe aufgetragen werden, was heute auch nicht mehr so einfach gegangen wäre, zudem hat er fixe Terminfenster, wann das Personal für solche Eingriffe eingeteilt ist und wann nicht.

    Abgesehen davon ist der Zustand weder permanent schmerzhaft noch sonstwie unmittelbar bedrohlich, da verstehe ich auch, dass er mir nun einen regulären und keinen Notfalltermin gegeben hat.

  • So heute war Biopsietermin, Ergebnisse als solche liegen natürlich noch nicht vor, allerdings weiss ich nun etwas mehr:
    Mit höchster Wahrscheinlichkeit liegt hier eine Ermüdung der bisherigen Narbe vor, wodurch die Haut darunter eingerissen ist und nun den neuen Narbenring bildet, da die Haut gerissen ist und nun quasi zuwenig davon da ist, führt dies zur Einschnürung.
    Leider ist davon auszugehen, dass der Zustand sich über die Zeit eher noch verschlimmert, die Vorhaut dürfte zwar länger werden, der Ring jedoch immer umso enger, es ist schlichtweg zuwenig Haut da für die Narbe die sich bereits gebildet hat. Sollte diese in sich auch noch verletzt werden, wird die Verengung zusätzlich sicher noch schlimmer.

    Aktuell ist die Empfehlung auch diesen Teil der Vorhaut ambulant noch zu entfernen.
    Da ich selber bereits intensiv mit Salben versucht habe der Sache Herr zu werden und mich mein aktueller Penis eher befremdet, bin ich der Sache eigentlich nicht abgeneigt.

  • Danke für die Infos, man lernt nie aus...

    Ermüdung der Narbe nach 20 Jahren? Gibt wohl nichts, was es nicht gibt...

    Aktuell ist die Empfehlung auch diesen Teil der Vorhaut ambulant noch zu entfernen.

    was ist dieser Teil? Nur die Vernarbung, die einschnürende Stelle soll entfernt werden? Oder der komplette Rest der inneren Vorhaut und Frenulums(wenn noch vorhanden?) Da wäre ich vorsichtig, vorher genau klären und nachfragen und genau besprechen. Aber es wird wieder eine Narbe bleiben...und wann ermüdet die, wieder erst nach 20 Jahren, oder diesmal schon nach 2? An die Ermüdungstheorie kann ich nicht ganz glauben...aber vielleicht ist das Biopsieergebnis aufschlussreicher...

    Da ich selber bereits intensiv mit Salben versucht habe der Sache Herr zu werden und mich mein aktueller Penis eher befremdet, bin ich der Sache eigentlich nicht abgeneigt.

    Kann ich verstehen...manchmal hilft vielleicht nichts anderes...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

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