Verfassungsrechtliche Einschätzung der religiös motivierten Beschneidung bei nicht-einwilligungsfähigen minderjährigen Jungen

  • Stimmt, ich hatte das erst falsch verstanden. Die Frage ist nur, warum das überhaupt angefordert werden muss, und warum das nicht per Mausklick erreichbar ist.
    Was drin steht kann man wohl weitgehend erraten, trotzdem würde ich mir das antun.
    Schaun mer mal!

    There is no skin like foreskin

  • Da ist jemand fleißig. Was es alles gibt. Nicht uninteressant!


    Quote

    Sehr geehrte Damen und Herren, bitte senden Sie mir Folgendes zu:die Ausarbeitung WD 3 - 212/12 mit dem Titel „Religiös motivierte Beschneidung minderjähriger Jungen - Würden Kinderrechte im Grundgesetz das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit anders schützen?“.Ich bitte ausdrücklich um elektronische Zusendung der Ausarbeitung, ggf. zusätzlich zu einer postalischen Benachrichtigung.


    https://fragdenstaat.de/anfrage/wd-3-2…zen/#letter_end

    There is no skin like foreskin

  • https://netzpolitik.org/2016/fragdenbu…aktenschraenke/

    Unter anderem sollen diese Dokumente veröffentlicht werden oder wurden bereits veröffentlicht:

    WD 9 - 103/12 Beschneidung in Schweden: Gesetzeslage im Hinblick auf medizinisch nicht indizierte Beschneidungen von Jungen und jungen Männern
    WD 9 - 092/12 Datenlage und gesundheitliche Folgen von Beschneidungen von Jungen
    WD 9 - 089/12 Datenlage und gesundheitliche Folgen von Beschneidungen von Jungen
    WD 9 - 085/12 Datenlage und gesundheitliche Folgen von Beschneidungen von Jungen
    WD 7 - 223/12 Zur Strafbarkeit der Beschneidung minderjähriger Jungen aus religiösen Gründen
    WD 3 - 286/12 Klagemöglichkeiten gegen ein Gesetz über den Umfang der Personensorge bei einer Beschneidung des männlichen Kindes
    WD 3 - 252/12 Verfassungsrechtliche Einschätzung der religiös motivierten Beschneidung bei nicht-einwilligungsfähigen minderjährigen Jungen
    WD 3 - 212/12 Religiös motivierte Beschneidung minderjähriger Jungen - Würden Kinderrechte im Grundgesetz das Recht des Kindes auf körperliche Unversehrtheit anders schützen?
    WD 3 - 202/12 Verfassungsrechtliche und strafrechtliche Fragen der religiös motivierten Beschneidung bei minderjährigen Jungen
    WD 3 - 198/12 Religiös motivierte Beschneidung minderjähriger Jungen - Verfassungsrechtliche und strafrechtliche Fragen
    WD 1 - 087/12 Religiöse Zulässigkeit alternativer Rituale der Beschneidung
    WD 1 - 086/12 Zur religiösen Bedeutung der Beschneidung von Jungen im Islam und Judentum

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • *Kotz*

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    4.1.3. Psychologische Aspekte
    Beschnittene Männer berichteten in Psychotherapien darüber, dass sie unter dem Gefühl litten,es sei ihnen ohne ihr Einverständnis etwas weggenommen worden.30 Dies gelte vor allem beimuslimischen Jugendlichen, die durch Beschneidungen traumatisiert worden seien, da die Beschneidungen nicht im Säuglingsalter, sondern erst später vorgenommen worden sei. Anderer-seits gebe es Schilderungen, dass Jugendliche das Beschneidungszeremoniell positiv erlebten,weil es sie mit Stolz erfüllte und sie im Mittelpunkt eines Festes stünden.31 Gerade dieses „klag-lose Eingehen“ wird als Folge der Übernahme von Männlichkeitsriten analysiert („Ein Jungeweint nicht“).
    Weiterhin wird angenommen, dass die von den Eltern veranlasste Gewaltanwendung durch dasmännliche Beschneidungsopfer als „Empathiebruch“ verstanden werde. Die Tradierung vonHandlungen bis hin zum Ritual habe seine Ursache in der Verinnerlichung eines Traumas mitder Wahrnehmung, dass nicht das schlecht gewesen sein könne, „was die Eltern damals mit mirgemacht haben. Deshalb mache ich es auch“. Auch die im „Körpergedächtnis konserviertenSchmerzen“ seien psychologisch noch über Jahre nachweisbar, zumal der Eingriff in vielen Fäl-len ohne Narkose vorgenommen wird. Wenn die Erfahrungen von männlichen Beschneidungsop-fern traumatisierten, könnten Störungen der Sexualfunktionen sowie Partnerschaftskonflikte dieFolge sein.32
    Allerdings wurde kein statistisch verwertbares Material zu der Frage gefunden, wie häufigTraumatisierungen von Jungen oder Männern als Folge von Beschneidungen auftreten.

    ;( (Pino) (Pino) (Pino) (Pino)

    Was muss man dazu schon auch sagen? Körperlich ist es voll OK, alles die Psyche! Man könnte uns bestimmt alle mit irgendwelchen Psychopillen glücklich machen.

  • Quote

    Allerdings wurde kein statistisch verwertbares Material zu der Frage gefunden, wie häufigTraumatisierungen von Jungen oder Männern als Folge von Beschneidungen auftreten.

    Und wir wollen das auch gar nicht so genau wissen. Denn wir müssen ja unseren Job machen - der Regierung ihr Gesetzesvorhaben zu ermöglichen.

    Im Zweifel gegen das Kind.


    Quote

    WD 9: Gesundheit, Familie, Senioren Frauen und Jugend


    Männer sind da offensichtlich unwichtig


    Quote


    Seitdem findet eine rege Debatte zu der Frage statt, ob eine Beschneidung von
    Jungen aus religiösen Motiven mit geltendem Recht vereinbar sei. Im Folgenden werden hierzu


    QUARK

    Die Debatte war, ob die nicht-indizierte VA bei Jungen mit geltendem Recht vereinbar wäre.
    Und da hat eben jener "wissenschaftliche Dienst des Bundestages" 2012 herausgefunden, dass das nach in der Rechtswissenschaft vorherrschender Meinung nicht mit geltendem Recht vereinbar wäre.

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  • Quote


    Auch in den USA werden Beschneidungen von Säuglingen in den meisten Fällen noch ohne Betäubung durchgeführt.


    Das haut dieser "wissenschaftliche" Dienst einfach mal so raus - ohne Quellenangabe!

    Funktioniert so neuerdings "wissenschaftliches Arbeiten"? Man stellt einfach Behauptungen in der Raum?

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  • Das ist sehr schön, dass man das mal so plastisch in den Kontext gesetzt hat.

    Früher wurden also die Leute verkohlt, um die MGM zu rechtfertigen - warum sollte das heute anders sein?

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  • Der Zentralrat verkündet:


    Quote


    Allerdings spräche nichts gegen eine lokale
    Betäubung bei dem Eingriff.

    Und damit ist das Thema "Betäubung von Säuglingen bei Genitaloperationen" - abgehakt!

    Keine Rede davon, dass Emla keine ernstzunehmende Betäubung ist (warum werden ältere Kinder wohl nicht mit mit Emla amputiert?) und nur deshalb zum Einsatz kommt, weil nicht-Ärzte keine Spritzen setzen können und dürfen und auch keine Vollnarkose können und dürfen.

    Ob die Mitarbeiter de WD sich gerne nach alleiniger Applikation von Emla die Vorhaut amputieren lassen würden? Bestimmt nicht!

    Das Papier ist kurz, unwissenschaftlich, erbärmlich. Taugt höchstens als Klopapier.

    There is no skin like foreskin

  • Interessant auch, dass der WD erst durch das Bundesverwaltungsgericht zur Offenlegung gezwungen werden musste:


    Quote

    „Der Anspruch auf Zugang zu amtlichen Informationen nach dem Informationsfreiheitsgesetz (IFG) gilt auch für Ausarbeitungen des Wissenschaftlichen Dienstes des Deutschen Bundestages.“[21][22][23][24] Der Deutsche Bundestag legte gegen das Urteil Berufung ein.[25] Im November 2013 gab das Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg der Berufung vollumfänglich statt.

    "Der Deutsche Bundestag legte gegen das Urteil Berufung ein", das ist also die vielbeschworene Transparenz!


    Quote

    Im Juni 2015 entschied das Bundesverwaltungsgericht, dass die Ausarbeitung herausgegeben werden muss: „Der Deutsche Bundestag ist, soweit es um Gutachten und sonstige Zuarbeiten der Wissenschaftlichen Dienste geht, eine informationspflichtige Behörde


    Ja Pech gehabt, ihr Geheimniskrämer - Hose runter! :thumbup:

    https://de.wikipedia.org/wiki/Wissensch…hen_Bundestages

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  • Aber so richtig wollen die dann doch nicht von ihrer Geheimniskrämerei lassen:


    Interessant, dass sogar in den Quellenangaben geschwärzt wurde!
    Was hat das mit Informationsfreiheit zu tun? Ohne vollständige Quellenangaben ist eine wissenschaftliche Arbeit wertlos, unlesbar!

    Und "natürlich" fehlt die Angabe der Autoren. Wer für diesen Rotz verantwortlich zeichnet soll niemand wissen.
    Dabei werden ansonsten Ausarbeitungen de WD durchaus mit Nennung der Autoren veröffentlicht.
    Z.B. mit dem Namen des Leiters des Fachbereiches 9 (Frauen usw..) Gerhard Deter.

    Deter ist übrigens zufällig auch noch Lehrbeauftragter der in Sachen Jungenverstümmelung als Propagandainstitut einschlägig berüchtigten Berliner Humbug-Uni ( Wo auch Tatjana Hörnle...)

    Der bei WP angegebene Link zum FB 9 ist tot:

    http://www.bundestag.de/bundestag/verw…a_wd/wd_09.html

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