Manchmal ist es ja doch ganz gut, dass es die Krake Google gibt:
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Dieses Argument taucht immer wieder auf: "Warum kümmerst Du Dich um so eine Kleinigkeit, andere Menschen haben RICHTIGE Probleme."
Doch das ist kein Argument, das ist kränkend und verletzend.
Ein sehr guter Comic, wie ich finde, der deshalb auch sehr viel mit unserem Thema zu tun hat.
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Das Relativieren eines Problemes...so ziemlich das übelste was es gibt...zeugt es doch davon, dass man sein Gegenüber nicht ernst und wahrnimmt...EGAL was jemand für ein Problem hat, es gibt immer was schlimmeres...
Das ist aber ein allgemeines Problem unserer Gesellschaft. Wenn man heute ein Problem (egal welcher Art) hat, wird man schnell abgestempelt und als schwach hingestellt.
Das ist dann ein Grund dafür, dass Betroffene sich nicht öffnen und Schweigen.
Ja, es ist ein gesellschaftliches Problem...aber ich denke vielschichtiger...
Zuerst muss man sich selber des Problemes bewusst werden, und sich nicht mehr dafür schämen, es als einen Teil seines Lebens annehmen...das ist keine Schwäche, und das muss ich auch nicht öffentlich machen, dass muss ich mit mir selber ausmachen...sich nicht selber abstempeln und als schwach ansehen...man muss sich erst mal selber von diesen gesellschaftlichen Vorgaben befreien.
Und schau dir mal diese bigotte Gesellschaft an...einer wirft sich vor einen Zug, und alle Welt ruft nach einer Enttabuisierung psychischen Leides...ein anderer fliegt gegen einen Berg, und es beginnt eine Hexenjagd, wie wir uns am besten vor psychisch Kranken schützen (wobei wenn jemand an den Folgen seiner Beschneidung leidet, ist dies KEINE Krankheit, sondern eine psychische Störung, eine normale Reaktion auf ein existenzielles Ereignis)
Alles anzeigenSo there’s an old joke about a guy who’s looking to get his watch fixed. He passes a little shop with clocks and watches in the window, and goes inside.
“Can I help you?” asks the man behind the counter.
“I want this watch repaired,” says David.
“I’m sorry. I don’t repair watches.”
“Well, how much for a new one then?” asks David.
“I don’t sell watches.”
“You don’t sell watches?”
“No, I don’t sell watches.”
“Clocks, you sell clocks then? How much for a clock?”
“I don’t sell clocks.”
“You don’t sell watches, you don’t sell clocks?”
“No, I’m a mohel,” replies the man. “I perform circumcisions.”
“Then why do you have all those clocks and watches in the window?”
“If you were a mohel, tell me, what would you put in your window?”
Ethik-Experten in ähem-, Saudi-Arabien haben die ethische Vertretbarkeit der MGM untersucht.
Ergebnis: alles bestens! ![]()
ZitatNon-therapeutic infant male circumcision. Evidence, ethics, and international law perspectives
Ich sehe schon. Den Artikel hast du richtig einsortiert.
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Dieser Comic ist schon älter, aber jedes Mal, wenn Ruthe ihn veröffentlicht, ärgert er mich ein wenig. Normalerweise schätze ich Ruthe und seinen Humor sehr, da er eigentlich recht feinfühlig und vor allem hintersinnig ist. Hier ist mir das Ganze aber zu platt und vor allem zu wenig kritisch. Einzig der nicht wirklich begeisterte Gesichtsausdruck von Samuel weist darauf hin, dass hier nicht alles wunderbar ist.
Dass wir hier aber von einer Körperverletzung an einem Kind und - gerade beim jüdischen Ritus - von Schmerzen sprechen, die ich mir nicht mal vorstellen mag, finde ich diese locker-flockige Herangehensweise deplaziert.
Wie seht Ihr das?
Dieser Comic ist schon älter, aber jedes Mal, wenn Ruthe ihn veröffentlicht, ärgert er mich ein wenig. Normalerweise schätze ich Ruthe und seinen Humor sehr, da er eigentlich recht feinfühlig und vor allem hintersinnig ist. Hier ist mir das Ganze aber zu platt und vor allem zu wenig kritisch. Einzig der nicht wirklich begeisterte Gesichtsausdruck von Samuel weist darauf hin, dass hier nicht alles wunderbar ist.
Dass wir hier aber von einer Körperverletzung an einem Kind und - gerade beim jüdischen Ritus - von Schmerzen sprechen, die ich mir nicht mal vorstellen mag, finde ich diese locker-flockige Herangehensweise deplaziert.Wie seht Ihr das?
Die Sache mit den Schmerzen ist etwas, was konsequent verdrängt wird. Wer ein Exemplar von "Was ist koscher?" von Paul Spiegel in Griffweite hat, kann ja mal nachlesen, was der ehrenwerte Vorsitzende des ZdJ so zum Thema Betäubung und Schmerzen bei der Zirkumzision schrieb. Das Buch erschien 2003 und ich kann mich nicht erinnern, daß irgendjemand seine These in Frage gestellt hätte (da habe ich letztens eine AI-Aktivistin mal drauf gestoßen).
Ruthe hat in seinem Comic meiner Meinung nach zwei grundsätzliche Fehler: 1. ein jüdischer Junge wird nicht gefragt und ist i.d.R. nicht im "Verstandesalter" wie es der jugendliche aknegeplagte Baum suggeriert. 2. die Zirkumzision betrifft nicht irgendwelche Auswüchse an der Nase.
Man könnte meinen, er hätte sich nicht getraut Muslime zu zeichnen...
Wer ein Exemplar von "Was ist koscher?" von Paul Spiegel in Griffweite hat
Für alle, die das grad nicht im Regal stehen haben:
Zitat von Paul SpiegelDas Baby wird nicht betäubt, es erhält nicht einmal eine örtliche Narkose, denn den Bund mit Gott muss man sozusagen bei vollem Bewusstsein vollziehen. Natürlich schreit das Baby, natürlich tut ihm der Eingriff weh.
Paul Spiegel: „Was ist koscher? Jüdischer Glaube, jüdisches Leben“, Ullstein Verlag, München 2003, S. 40
Die perverse Pointe mit den Mädchen, an denen man natürlich nicht herumschneidet hast Du jetzt leider ausgelassen...
Wie seht Ihr das?
Es ist so wieso immer schwierig, über Menschenrechtsverletzungen Witze zu machen. Besonders, wenn auch die betroffenen kleinen Jungen darin vorkommen. Da bleibt einem das Lachen meist im Halse stecken. Aber es gibt auf Seiten der Jungenverstümmelungsbefürworter oft köstlichen unfreiwilligen Humor, Realsatire.
Z.B.: Humor...
Das ist doch auch schon was.
Die perverse Pointe mit den Mädchen, an denen man natürlich nicht herumschneidet hast Du jetzt leider ausgelassen...
Etwas ausführlicher zitiert:
(Paul Spiegel, Was ist Koscher, Berlin, 1. Auflage 2005, S. 39ff)
Zitat von Paul SpiegelDas Baby wird nicht betäubt, es erhält nicht einmal eine örtliche Narkose, denn den Bund mitGott muss man sozusagen bei vollem Bewusstsein vollziehen. Natürlich schreit das Baby,natürlich tut ihm der Eingriff weh. Viele Menschen finden diesen Vorgang barbarisch, doch ichkann Ihnen versichern, man wird durch die Beschneidung weder traumatisiert, noch trägt manirgendwelche anderen Schäden gleich welcher Art davon. (…) Und was ist mit neugeborenen Mädchen? Was macht man mit Ihnen? Nichts, zum Glück.Das Judentum beschneidet selbstverständlich keine weiblichen Genitalien.
"Nichts, zum Glück."
Mir fällt da nichts mehr zu ein.
Man weiß nicht recht, ob man weinen oder lachen soll - ich hab's aber doch mal unter Humor gepackt.
ZitatAlles anzeigenTrotzdem hat sich Freud mehrfach mit dem Judenhass beschäftigt. Ein erster Einfall
von ihm war, dass bei der Beschneidung aus Sicht der Christenbuben etwas am Penis
weggeschnitten werde. Deshalb seien die Juden, ähnlich wie die Mädchen, kastrierte Männer
und – ebenso wie die Mädchen – auch zu verachten. Allerdings hat Freud diesen eher
problematischen Ansatz nicht weiterverfolgt. Lediglich Bela Grunberger (1962) hat die
Beschneidungsthematik aufgegriffen, aber dabei den Spieß umgedreht. Die Beschneidung sei
keine Kastration, ganz im Gegenteil. Die Vorhaut sei der weibliche Anteil am Penis, durch
ihre Entfernung bekomme der Jude einen ganz besonders sexuell virilen Phallus. Dies führe
zum Neid der Christenknaben auf den angeblich besonders lüsternen Juden. Im Gegensatz zu
diesem potenten Juden, der die ödipale Vater-Imago verkörpere, sei übrigens Adolf Hitler
eine Repräsentanz einer prägenitalen Urmutter, meint Grunberger. Letztere repräsentiere mit
ihrer differenzlosen Logik den Todestrieb.
http://www.rainerdanzinger.at/Publikationen_…zinger%2076.pdf
Es kommt bestimmt vor, dass Männer, die einen kleinen Penis haben neidisch sind auf Männer mit großen Penissen. Aber dass ein vollständiger Mann neidisch ist auf einen Mann, dem offensichtlich etwas - und zwar etwas sensibles und nützliches - fehlt?
Spinnt man diesen Blödsinn weiter, müssten die europäischen Frauen
neidisch sein auf die durch die Entfernung ihres "männlichen Anteils" (der
Klitorisspitze) besonders femininen afrikanischen Frauen. ![]()
|=========Kopf
|
\/
Tisch
If wearing shoes is so important, wouldn’t we be born with shoes?
ZitatIf being circumcised were so important , wouldn't men have been born already circumcised?
ZitatNo, evolution doesn’t work on what’s important, it works on what’s available, and what works best out of a limited range of choices. It’s not survival of the fittest, it’s survival of the more fit. If it were “fittest”, we wouldn’t have been leopard food for so many million years.
Al, YMMD! ![]()
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