Haut ab! Sonderausstellung ab 24.10. im Jüdischen Museum in Berlin

  • Zitat von R2D2

    Ich sage ja, "Hört auf!" wäre wohl das treffendere Motto

    Da kommt dann sofort die Frage: "Auf wen?". Und die religiösen sagen dann: "natürlich auf G*tt!"

    Auch wieder doppeldeutig....

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von Dagmar Rehak

    Und was macht man mit denen, die partout nicht aufhören wollen, Kinder zu verstümmeln..

    Die Frage beantwortet sich von selbst, in dem Moment wo man zum guten alten §223 StGB und zum Grundgesetz zurückkehrt, und das konsequent anwendet. Nicht einfach wegschaut, wie vor Köln.
    Was macht man mit Straftätern? Man bestraft sie. Aber die Strafe muss verhältnismäßig sein, und das Wohl der Kinder im Auge behalten. Und natürlich ist auch das Jugendamt gefordert, sich schützend vor Kinder zu stellen.
    Es wird dann leider weiter zu GM kommen, so wie alle anderen Straftaten trotz Verbot passieren. Aber die Zahl wird zurückgehen.
    So manche Eltern werden erleichtert sein, dem Druck der Verwandtschaft ein "es ist aber verboten!" entgegenhalten zu können.
    Und wer dieses schöne und prosperierende Land für immer verlassen möchte, dem stehen alle Grenzen offen. Reisende soll man nicht aufhalten. Zu einem großen Gefängnis wie in der Nazi-Zeit oder der DDR wird dieses Land hoffentlich nicht noch mal werden.
    Aber Urlaubsverstümmelung muss natürlich auch bestraft werden. Wer mit seinem Haustier ins Ausland fährt, um es dort illegal verstümmeln zu lassen wird ja auch bestraft. Kinder sollten niemals schlechter geschützt sein als Hunde.

    There is no skin like foreskin

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    "Ein zentrales Ausstellungskapitel untersucht das Motiv der Beschneidung Jesu in der christlichen Ikonographie und die Geschichte des Beschneidungsfestes im Kirchenkalender. " (siehe Link Eingangsthread)
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    Knapp daneben. Das ist wie mit Hase und Igel. Die Frage lautet daher nicht, warum Jesus beschnitten wurde, sondern warum Paulus dafür gesorgt hat, dass die Beschneidung im Christentum (weitestgehend) abgeschafft wurde.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)


  • Gleich in der Überschrift:

    Zitat

    Viele wissen aber bis heute nicht, welche religiösen und kulturhistorischen Hintergründe dieses Ritual hat.


    Als ob diese Hintergründe irgend eine Rolle spielen würden! Für die Bewertung des Eingriffs sind ausschließlich die Folgen relevant. Und da herrscht in der Tat eine erschreckende Unkenntnis, hauptsächlich bei Politikern, aber leider auch bei etlichen Juristen und Ärzten.

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

  • Als ob diese Hintergründe irgend eine Rolle spielen würden! Für die Bewertung des Eingriffs sind ausschließlich die Folgen relevant. Und da herrscht in der Tat eine erschreckende Unkenntnis, hauptsächlich bei Politikern, aber leider auch bei etlichen Juristen und Ärzten.

    Naja, ganz unbedeutend dürfte diese Frage nicht sein. Man vermutet, dass die Beschneidung entweder den Sexualtrieb dämpfen soll (Widerspruch sexuelle Selbstbestimmung - kennen wir ja vom Vatikan, der die Resolution zu den Menschenrechten daher nicht unterzeichnen kann) oder es geht um ein Menschenopfer (Pars pro toto).

    Ob nun eine Religion Teile von Kinder opfern möchte oder mit dem Messer über deren zukünftige Sexualität für immer verfügen möchte, ist beides übel. Wohl aus diesem Grund will man nicht warten, bis die Kinder erwachsen sind und selbst entscheiden können.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Zitat

    "Und die griechische Auffassung vom männlichen Körper ist sehr interessant: Das sind Skulpturen, die schöne maskuline Körper zeigen und ganz kleine Penisse, die nicht den Proportionen des Körpers entsprechen und der Penis muss komplett mit Vorhaut bedeckt sein. Und der Gegensatz dazu ist der jüdische Körper mit dem beschnittenen Penis, aber interessant ist, dass beide aus ihrer Perspektive das gleiche interpretieren. Für beide ist es wichtig, dass es eine Selbstkontrolle der Sexualität gibt, des Sexualtriebs. Und in der griechischen Auffassung symbolisiert der unbeschnittene Penis diese Selbstkontrolle und nach jüdischer Auffassung symbolisiert der beschnittene Penis diese Selbstkontrolle."

    So so, die Jungen gewinnen also "Selbstkontrolle", wenn sie festgehalten und beschnitten werden.


    http://www.deutschlandfunk.de/juedisches-mus…ticle_id=300197

  • Zitat

    Eine Freundin von mir hatte versucht, ihren Sohn in der Charité beschneiden zu lassen und die Charité sagte - das war noch vor dem Urteil: Nein, das ist Körperverletzung,....

    Soweit Bravo!

    Zitat

    ...gehen Sie ins jüdische Krankenhaus

    *plonk* xD

    There is no skin like foreskin

  • Ist der gleiche Autor wie neulich:

    Zitat

    Igal Avidan, geboren 1962 in Tel Aviv, studierte Englische Literatur und Informatik in Ramat Gan sowie Politikwissenschaft in Berlin. Igal Avidan lebt in Berlin und arbeitet seit vielen Jahren als freier Journalist und Deutschland-Korrespondent für verschiedene israelische Zeitungen (wie z. B. der Tageszeitung Maariv, Tel Aviv), Hörfunksender und Nachrichtenagenturen sowie als freier Autor und Kolumnist zum Thema Nahost u. a. für die Süddeutsche Zeitung, die NZZ, Cicero, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, Der Tagesspiegel, Die Welt, Handelsblatt.

    http://chrismon.evangelisch.de/personen/igal-avidan-13415

  • Zitat

    ...welche Spuren die Beschneidungsdebatte bei diesen Minderheiten hinterlassen.

    Und welche Spuren hat die Vergewaltigung des Rechtsstaates (1631d) bei der Mehrheit (die gibt es ja ganz nebenbei auch noch) hinterlassen?
    Ist das nicht auch eine sinnvolle Frage?

    Die da oben machen ja doch, was sie wollen.

    Der Schwanz wedelt mit dem Hund

    Das ganze jahrelange Gelaber von wegen "Kinderrechte stärken!" war Verarsche

    Die Lobbys setzen sich sowieso immer durch

    Politik wird hinter geschlossenen Türen ausgekungelt, die Opfer werden nicht gehört

    Was man wählt ist sowieso egal

    There is no skin like foreskin

  • Und für Herrn Edathy ist anscheinend auch was dabei ;) : der Film "Partly Private":

    Zitat

    Der Film, der sowohl komisch als auch informativ ist, geht der Frage nach, wie sich in Nordamerika und anderen Teilen der Welt ein alter Brauch in gängige medizinische Praxis verwandeln konnte. Dabei hält er sich nicht mit Betrachtungen über richtig oder falsch auf, sondern entführt uns in eine Welt zeitgenössischer Heiden, Stammesrituale und Familientraditionen.

    http://www.jmberlin.de/main/DE/01-Aus…hp?exp=,5,#h5-5

    Ist ja sowas von komisch....

    There is no skin like foreskin

  • Immer wieder dieses dämliche "Bild" mit der angeschnittenen Banane! :cursing: :thumbdown:

    Was das transportieren soll ist völlig klar: Die Frucht ist gut und lecker, die Schale (mit giftigen Mitteln gespritzt und gewachst!) ist bah!, weg damit. Giftig und ungenießbar. Sie ist im Weg, muss weichen, damit man an die leckere Frucht kommt.
    Und die Schale hat auch keine Nervenzellen, da tut nichts weh, wenn man schneidet.
    Eichel gut, bringt Genuß, Vorhaut schlecht, Abfall.
    Das ist Demagogie aus der alleruntersten Kiste.


    http://www.jmberlin.de/main/DE/01-Aus…4/brit-mila.php

    There is no skin like foreskin

  • ob im Rahmen der Ausstellung und ihrer Publikationen auch nur ein Wort verloren wird über

    - die eigentlich gesetzlich garantierten Selbstbestimmungsrechte auch von Jungen
    - den Artikel 24 Absatz 3 der UN-Kinderrechtskonvention
    - die Todesopfer weltweit
    - die verletzten und schwerverletzten Opfer weltweit
    - die medizinischen und anatomischen Details
    - Folgen und Spätfolgen (vom Maimonides-pdf abgesehen)
    - psychologische Erläuterungen von Täter-Opfer-Kreisläufen, wie es sie bei allen Gewalthandlungen von Erwachsenen an Kindern gibt
    - jüdische Intaktivisten

    Von den Kuratorinnen, die sicherlich mit vollständigen Genitalien leben dürfen, kam bisher jedenfalls nichts dazu.

  • Was für billige, durchschaubare Propaganda!
    Und das auch noch von nichtbetroffenen Frauen ausgeführt, die für sich selbst natürlich nicht im Traum darauf kämen, mit reduzierten Genitalien zu leben...oder vielleicht doch?

    Zitat

    Denn, so die österreichische Judaistin und Kulturhistorikerin, Körpermodifikationen unterschiedlicher Art sind Teil vieler Kulturen.

    Interessant, interessant...soll das jetzt auch weiblicher Genitalverstümmelung und allen möglichen anderen leider vorkommenden Foltermethoden an Kindern à la 12 Stämme den Weg der Akzeptanz ebnen? So auf den Spuren der Frau Prof. Hörnle?
    Sind diese Leute eigentlich noch ganz dicht?

    Und was schreibt der Redakteur gleich: als ob es in diesem Land keine anderen Probleme gäbe...?
    Was provozierte denn das Kölner Urteil? Richtig, ein Junge, der zwangsvorhautamputiert wurde, schwere Nachblutungen erlitt, nachoperiert und wochenlang in der Klinik bleiben musste... was kümmert uns das denn? Is doch scheissegal - jedenfalls offensichtlich für die Jüdische Allgemeine! Meine Güte, sind doch nur Jungen!

    Einmal editiert, zuletzt von Pizarro73 (23. Oktober 2014 um 11:06)

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