Haut ab! Sonderausstellung ab 24.10. im Jüdischen Museum in Berlin

  • Eine gezielte Kampagne. Weil die Befürworter der Beschneidung bei jeder sachlichen, wissenschaftlichen Diskussion zwangsläufig das Nachsehen haben, versuchen sie mit aller Gewalt, die Kritiker zu diffamieren und gesellschaftlich auszugrenzen, um sie mundtot zu machen.

    Die Gegner der Beschneidung sind keine Antisemiten. Die Feinde dieses Rituals sind die Wissenschaft, die Wahrheit und die Menschenrechte.

  • Bessere Titel:

    Haut kaputt! oder Räbäääää!

    Vergebliche Liebesmüh...
    Egal, wie viel Rabulistik da aufgefahren wird - es bleibt eine Gewalttat, es bleibt eine schmerzvolle Verstümmelung von wehrlosen Babys. Und das ist den meisten eh klar.
    Auf die Schönfärberei fällt doch keiner rein.
    Ziemlich billig die Nummer mit dem Christentum. "Schaut, eigentlich gehört ihr doch auch dazu, auch euer Jesus..."

    Bringt vielleicht Spendengelder fürs Museum?

    There is no skin like foreskin

  • Zitat

    Haut ab!

    Interessant. Dürfen wir den Sachverhalt also nun beim Namen nennen: Haut abziehen bzw. Häutung?

    Art. 2 GG:
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.

  • Jetzt lasst unsere jüdischen Mitbürger mit oder ohne Vorhaut doch erstmal ihr Raritätenkabinett aufbauen - danach sehen wir weiter.

    Gibt es da irgendwo eine Webcam?

    Ich würde zu gerne miterleben, wie man ganze Herden von Schülern dort hinduchführt und ihnen etwas von der wunderbaren Tradition der Genitalhäutung erzählt, vom lieben Gott und "Vader Abraham" (und den Schlümpfen) - und dann kommen sie heraus mit gesenkten Köpfen und lesen ihr Sprüchlein vor in bereitstehende Mikrofone. wie bei Erich H. - nur mit anderem Vorzeichen. Mir kommen gleich die Tränen ...

    „Wer nichts weiß, muss alles glauben.“ (Marie von Ebner-Eschenbach)

  • Ich würde zu gerne miterleben, wie man ganze Herden von Schülern dort hinduchführt und ihnen etwas von der wunderbaren Tradition der Genitalhäutung erzählt

    Vermutl. so ähnlich wie im Jüdischen Museum Jebenhausen:

    Zitat

    Aber für die kleinen Jungs sei die Prozedur, die von einem Fachmann, dem Mohel, acht Tage nach der Geburt ausgeführt werde, nicht schmerzhaft.

    Ferienworkshop

    Oder in Marburg:

    Zitat

    Die Beschneidung an der Vorhaut sei „schmerzlos und schadet nicht“. Außerdem: „Wer braucht eine Vorhaut?“

    Amnon Orbach (Jüdische Gemeinde Marburg) vor Elftklässlern eines beruflichen Gymnasiums: "Wer braucht (schon) eine Vorhaut?"

    Tja, wer braucht schon den vollen Genuss beim Sex? Die Jungfernhaut perforieren und Kinder machen haut doch auch ohne Vorhaut hin!
    Wer braucht schon eine Galle, eine Milz, eine Schilddrüse - man kann doch auch ohne leben. Oder wer braucht zwei Nieren? Eine tut es doch auch!

    There is no skin like foreskin

  • " Ein zentrales Austellungkapitel untersucht das Motiv der Beschneidung in der christlichen Ikonografie und empfindliche Geschichte des Beschneiedungfestes in Kirchenkalender."


    Christliche Ikonografie kenne ich in deisem Punk nicht. Ich nur weiss, dass frühe ungelfähr 20 Jesu Vorhauten existiert, jede echt Original.

    Beschneidungfest Jesu in erste Januar ist nicht Original. Zuerst war in diesem Tag ein Fest der Gottesmutter, seit sechste Jahrhundert war erst Beschneidungfest nur in Galien und Spanien, in Rom erst in dreizehntem Jahrhundert und seit Jahre 1960 ist in katolische Kalender nicht mehr, aber ist in diesem Tag wieder zurück Fest der Gottesmutter.

    Ich finde das alles sehr heuchlerisch. Was hat Jesus mit Judentum zu tun. Christliche Beschneidungstema ist doch ganz anders. Wichtig ist doch eine Beschneidung des Herzens und nicht Beschneidung des Körpers. Beschneidung des Körpers ist für Christen nicht nur überflüssig, aber ist für sie sogar unerwünscht, denn zur Einbildung führt.

    Ich habe gelesen, dass manche amerikaner evangelikalen Christen beschnitten sein gut finden, denn so Jesu ähnliche sind. Dass finde ist als selbe Quatsch, als wenn manche orthodoxische Christen denken, dass lange Haare und lange Bart tragen gut ist, denn so Jesu ähnlichen sind.

    Was machen manche ortodoxische Christen finde ich nur komisch, aber was machen manche amerikaner evangelikalen Christen, wenn sie seine neugeborene Söhne als diesem Grund beschnitten lassen, finde ich scheusslich.

    Welche ist ein Sinn dieser Thema? Ein Anleitung für Deutsche Christen, dass besser ist, wenn sie seine neugeborene Söhne auch beschnitten lassen?

  • Ich habe gelesen, dass manche amerikaner evangelikalen Christen beschnitten sein gut finden, denn so Jesu ähnliche sind.

    Manche Super-Christen lassen sich sogar an ein Kreuz nageln. Also richtig, Nagel durchs Fleisch. Gibt es alles...

    There is no skin like foreskin

  • War eigentlich Jesus ( manche sagen das nicht existiert) periach Art beschnitten? Ich letzte Zeit denke, dass war nicht so. Ich habe ein Grund so denken. Wenn war er periah Art nicht beschnitten, dann ist das alles ein grosse Betrug.

  • Kann er nicht gewesen sein, weil die Art durch das Rabbinat erst ca. 150 nach Christus etabliert wurde.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Ich habe einmal in einem Forum den Usernamen "Haut ab!" gewählt, um nur zu diesem Thema zu schreiben, und wurde ziemlich schnell gesperrt.

    Das ist auch ehrlich gesagt ein schlechter Username. Niemand will hier irgendwelche Gruppen vertreiben oder diskriminieren. Wir wenden uns NUR gegen das Ritual, wie wir uns auch gegen die Zwangsbeschneidung von Mädchen wenden würden.

  • Ich habe einmal in einem Forum den Usernamen "Haut ab!" gewählt, um nur zu diesem Thema zu schreiben, und wurde ziemlich schnell gesperrt.

    Klar, erst denken die du bist pro-circ und merken aber dann ...

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Aber für die oben genannten Ausstellung passt der Name?

    Was ist denn das jetzt für eine Frage? :huh: Also ehrlich....!

    Also gut, noch mal ganz langsam:

    Die WOLLEN suggerieren, dass Beschneidungkritiker rechtslastig seien und Gruppierungen vertreiben wollten, die das Ritual durchführen.

    WIR wollen das nicht. Uns geht es nicht um Vertreibungen, sondern darum, Körperverletzungen von Kindern, insbesondere rituelle Genitalverstümmelungen, zu kritisieren. Die Abschaffung einer rituellen Genitalverstümmelung ist nicht das Gleiche wie der Rausschmiss einer Gruppe aus einem Land oder einer Region.

    Kannst Du mir folgen?

  • "Haut ab!" ist doppeldeutig. Es kann heißen: "Reißt den Babys die mit der Eichel verklebte Vorhaut runter, unter unzureichender Betäubung!"
    Oder es kann heißen: "Juden raus aus Deutschland!"
    Und genau damit spielt das jüdische Museum. Und das ist, im doppelten Sinne unterhalb der Gürtellinie. Es ist die kaum verhüllte Antisemitismuskeule.

    Ich sage: "bleibt hier!" Bleibt hier, ihr Muslime, Juden...... und ihr Knabenvorhäute! Bleibt alle gesund und munter! ^^

    There is no skin like foreskin

  • Klar, erst denken die du bist pro-circ und merken aber dann ...

    Genau. Es war ein sehr beschneidungsfreudiges Forum, und als sie gemerkt haben, dass ich nicht schreibe, was der Name verspricht, war ich weg.


    Was ist denn das jetzt für eine Frage? :huh: Also ehrlich....!

    Also gut, noch mal ganz langsam:

    Die WOLLEN suggerieren, dass Beschneidungkritiker rechtslastig seien und Gruppierungen vertreiben wollten, die das Ritual durchführen.

    WIR wollen das nicht. Uns geht es nicht um Vertreibungen, sondern darum, Körperverletzungen von Kindern, insbesondere rituelle Genitalverstümmelungen, zu kritisieren. Die Abschaffung einer rituellen Genitalverstümmelung ist nicht das Gleiche wie der Rausschmiss einer Gruppe aus einem Land oder einer Region.

    Kannst Du mir folgen?

    Und was macht man mit denen, die partout nicht aufhören wollen, Kinder zu verstümmeln, und unverdrossen die haarsträubendsten Lügen verbreiten? Es wurde ja noch nicht einmal einer von denen ins Gefängnis gesteckt.

  • Ich sage ja, "Hört auf!" wäre wohl das treffendere Motto. Aber wer Kritik an der Beschneidung von Kindern nur als Angriff auf die eigene Existenz versteht, der hört da statt "Hört auf!" natürlich nur "Haut ab!", zumal dies dann ja auch die Gegner des Rituals in eine Ecke stellt, in der sie politisch tot sind und man im Ergebnis das bekommt, was man wollte. Es ging stets um die Abwertung und Delegitimierung der rational Argumentierenden.

    Und in einem hatte Herr Graumann recht: Die Beschneidungsdebatte hat Schaden angerichtet, der sich noch langfristig und unabsehbar auswirken wird. Dass die Beschneidungsdebatte bereits die schlimmste Zeit seit dem Holocaust war, wirkt selbstredend auch auf die Bewertung der aktuellen Hilferufe, dass derzeit ja wieder die schlimmste Zeit seit dem Holocaust sei. Zu sehen, wie das als politisches Instrument genutzt wurde nährt den Verdacht der erneuten Überdramatisierung. Meine grundsätzlich positive Grundhaltung gegenüber jüdischen Belangen ist einer eher neutralen und zurückhaltenden Grundstimmung gewichen und ich glaube, Versuche wie diese "Haut ab!" Ausstellung, dieses Verhältnis zu kitten, sind zum scheitern verurteilt, weil ich nicht den Eindruck habe, dass sie auf Annäherung aus sind, auch nicht auf Rechtfertigung sondern darauf, Schönfärberei zu betreiben. Als Teil der von z. B. Herrn Kramer vorhergesagten aufrichtigen Debatte kann ich das nicht wahrnehmen, eher als Propaganda in eigener Sache. Aber vielleicht tue ich der Ausstellung ja Unrecht, aber wenn man sieht wie in Veranstaltungen für Kinder nach wie vor behauptet wird, dass das ein klitzekleiner Eingriff sei und Babies keinen Schmerz verspürten, habe ich Zeifel an der Redlichkeit der Veranstalter.

  • "Haut ab!" ist doppeldeutig. Es kann heißen: "Reißt den Babys die mit der Eichel verklebte Vorhaut runter, unter unzureichender Betäubung!"
    Oder es kann heißen: "Juden raus aus Deutschland!"
    Und genau damit spielt das jüdische Museum. Und das ist, im doppelten Sinne unterhalb der Gürtellinie. Es ist die kaum verhüllte Antisemitismuskeule.

    Ich sage: "bleibt hier!" Bleibt hier, ihr Muslime, Juden...... und ihr Knabenvorhäute! Bleibt alle gesund und munter! ^^


    Ja, es ist ein fröhlicher Schlachtruf zum fröhlichen Vorhäute-abreißen. Aber als Aufforderung zu gehen, ist es allgemeingültig, nicht im Besonderen für Juden. Als Keule verwendet heißt es aber auch: "Wir lassen uns lieber vertreiben als mit dem Verstümmeln aufzuhören, und daran seid ihr schuld!"
    Aber da sind wir uns einig: Sie sollen nicht abhauen, sondern einfach nur mit dem Verstümmeln aufhören. Abhauen hätte auch wenig Sinn, wenn das Verstümmeln dann dorthin, wo sie abgehaut sind, weitergeht. Es soll weltweit aufhören und schwer bestraft werden.

    @ R2D2: :thumbup:

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