Janna Graf: Weibliche Genitalverstümmelung und die Praxis in Deutschland. Hintergründe – Positionen zur Ethik – ärztliche Erfahrungen

  • Weibliche Genitalverstümmelung und die Praxis in Deutschland. Hintergründe – Positionen zur Ethik – ärztliche Erfahrungen

    Wie der Titel schon sagt, geht es in dieser Dissertation (Tag der mündlichen Prüfung: 2.5. 2012) um weibliche Genitalverstümmelung. Aber: Es gibt ein Kapitel "Exkurs: Zirkumzision und Männliche Genitalverstümmelung", und diese sieben Seiten haben's in sich:

    Frau Graf verweist mehrfach auf eine Quelle von 2003 (!):
    Schnüll, P./Terre des femmes (Hrsg.) (2003): Schnitt in die Seele. Weibliche
    Genitalverstümmelung - Eine fundamentale Menschenrechtsverletzung. Mabuse.
    Frankfurt/Main.

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

  • Boah, großes Kino. Danke, Cato, für diesen Fund und danke, Frau Graf, für diese Arbeit!!!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Quote

    Doch selbst wenn man demnach das anatomische und medizinische Ausmaß der weiblichen und der männlichen Genitalverstümmelung nicht vergleichen kann...


    Stirbt ein Seemann, wenn man das nicht dazu schreibt, oder so?

    Man kann sogar Äpfel mit Birnen vergleichen und dabei feststellen, dass die Gemeinsamkeiten doch ziemlich groß sind.

  • Frau Graf verweist mehrfach auf eine Quelle von 2003 (!):
    Schnüll, P./Terre des femmes (Hrsg.) (2003): Schnitt in die Seele. Weibliche
    Genitalverstümmelung - Eine fundamentale Menschenrechtsverletzung. Mabuse.
    Frankfurt/Main.


    Ich habe mir dieses Buch mal zugelegt, Frau Graf stützt sich auf einen Beitrag von Tim Hammond (Gründer von NOHARMM).
    Der Ruhm gebührt also vornehmlich ihm sowie Terre des femmes (namentlich Gritt Richter und Petra Schnüll) dafür, diesen Beitrag aufzunehmen - und das bereits fast zehn Jahre vor der Beschneidungsdebatte!
    Alle Politiker, die sich so gerne als aufrechte Kämpfer gegen FGM gerieren, hätten also informiert sein können, worum es auch bei MGM geht. Das Buch enthält ein Grußwort der damaligen Bundesministerin Wieczorek-Zeul - dreimal dürft ihr raten, wie sie als Abgeordnete im Dezember 2012 zum Beschneidungsgesetz abgestimmt hat.

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

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