Weigerung Sohn zu beschneiden kostet eine Israelin 140$/Tg

  • Die Behauptung, überall dort, wo Beschneidung aufgegeben worden war, sei das Judentum als solches verschwunden, halte ich für gewagt.

    Die genital intakten Söhne jener jüdischen Eltern, die ihre Söhne nicht haben die Vorhaut radikal abschneiden lassen - sie können sich doch nicht in Luft aufgelöst haben? Die sind doch nach jüdischer Definition Juden.
    Sinn macht das nur, wenn man sagt: "das Judentum reduziert sich auf Genitalverstümmelung."

    Das kann doch wohl nicht wahr sein.

    Zitat

    Interessant ist auch, dass Prof. Jacobovici sagt, man bezeichne "andere" nicht als Barbaren, sondern als "Unbeschnittene"

    Hm, sind die vielen genital vollständigen Juden hier in D jetzt "andere", oder haben sie nur das Glück, von Jacobovici nicht als Barbaren bezeichnet zu werden?
    Und wie werden Muslime bezeichnet? "Beschnittene" Barbaren? "Beschnittene" andere?

    There is no skin like foreskin

  • Auch mit dieser Petition kann man Elinor unterstützen. Die Entscheidung des Gerichts wird voraussichtlich am 6. Januar erfolgen. Bislang wurde die Strafe, das ist sicher schon erwähnt worden, per einstweiliger Verfügung gestoppt. Eine EV ist eine vorläufige Entscheidung, die in einem Eilverfahren gefällt wird. Nun scheint es, wenn ich alles richtig verstanden habe, im Hauptsacheverfahren ernst zu werden.

    Text der Petition:

  • Ein Psychologe im französischen Radio kommentierte das so: "kollektive Neurose"

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Wenn alles so umgesetzt würde wies im Alten Testament steht, dann müssten sie auch Schwule und Ehebrecher steinigen. Nunja, dazu finden sich heute keine Mehrheiten mehr..


  • Ein früherer Fall, in dem eine Mutter mit dem Kind zum Christentum übertreten wollte, wurde vom Rabbi zitiert:

    Zitat von Attorney Rabbi Shimon Yaakobi

    '"Children have a right not to have their religion changed without their knowledge. Since they are still incapable of forming an opinion, it is the role of the state to protect their right not to have their religion changed, and to protect them from attempts of this kind.

    In that case, the children were born and brought up as Jews. In their family and their natural environment they are surrounded by Jews. The children did not express any desire to join the mother’s sect.

    Zum aktuellen Fall meinte der Rabbi:

    Zitat

    "The minor child who is the object of this affair was born to a normal Jewish-Israeli family,” he wrote. “In their natural surroundings the couple and their children are surrounded by Jews who perform circumcisions on their sons. In a year or two the minor will attend a nursery school where he will be surrounded by children who were circumcised, and it is no secret that toddlers are capable of noticing anything unusual, and enough said."

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • In their natural surroundings

    Dieser Begriff ist etwa so blöd wie "artgerechte Haltung".
    Natural im Zusammenhang mit Religion, da fällt einem nichts mehr ein. Mit solchen Leuten will ich nicht mal mehr reden. Aus dem "Natural" schwitzt doch schon das Dogmatische deren Argumentation.

  • Zitat

    Failure to circumcise one's Jewish infant son will cause the child emotional harm by way of ostracizing him from his Jewish peers, ....

    "to circumcise one's Jewish infant" - vielleicht sollte man das dem Hall-of-Shame-König Schramm mal zukommen lassen, der Ärmste glaubt ja immer noch ein männliches Kind würde durch Genitalverstümmelung zum Juden.... :thumbdown:

    There is no skin like foreskin

  • Ein früherer Fall, in dem eine Mutter mit dem Kind zum Christentum übertreten wollte, wurde vom Rabbi zitiert:


    Dieses Argument spricht - konsequent zu Ende gedacht - eher gegen als für Beschneidung.
    Ein Kind, das zur Welt kommt, hat erst mal gar keine Religion. Die Aufnahme in eine Religionsgemeinschaft bedeutet eine Änderung dieser Areligiosität, ware nach Ansicht des Rabbis also nicht zulässig.
    Und selbst wenn man unterstellt, daß ein Kind schon mit Geburt Jude, Christ, Moslem oder was auch immer ist, dann ist eine Beschneidung überflüssig (wie Selbstbestimmung schon richtig angemerkt hat).

    Ein gerupfter Spatz verspottet das Gefieder seiner Artgenossen. (Sorbisches Sprichwort)

  • oO - dass man dich mal nicht der Rabulistik bezichtigt. Aber ich sehe in deiner Argumentation nur Stichhaltiges.
    Das ist richtig gnadenlos, die Argumentation des Rabbis umgekehrt zu verwenden.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Eine Entscheidung soll voraussichtlich am 25. Februar gefällt werden.

    HAARETZ

  • Zitat

    Klar Professor ist doch die Steigerung von Dr. Oder?

    Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun. Dr. ist ein akademischer Grad, und zwar der höchste. Professor ist kein akademischer Grad, sondern eine Berufs- bzw. Amtsbezeichnung. Man kann Professor sein, ohne einen Doktorgrad zu haben und natürlich umgekehrt. Man denke nur an den abgebrochenen Studenten Joseph Fischer.

    Wenn also jemand "Doktor" in "Professor" korrigiert, sollte man normalerweise davon ausgehen, dass er keinen Doktorgrad hat. Ansonsten ist es einfach nur peinlich.

    There is no skin like foreskin


  • Nein, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.

    Hm, ist nicht die Habilitation ein höherer Grad als der Doktor, und muss nicht - zumindest in Deutschland - jemand habilitiert sein, um Professor zu werden, so dass Professor tatsächlich höher ist als Doktor? ?(

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Die Habilitation ist kein akademischer Grad. Einige Unis verleihen einen Dr. habil., aber das ist letztlich auch nur ein Doktorgrad.
    Die Habilitation ist nicht zwangsläufig die Voraussetzung für eine Professur, aber sie ist der übliche Weg.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Akademisc…demischer_Grade

    Ich kannte mal eine Professorin die keinen Doktor hatte. Soll gar nicht schlecht gewesen sein auf ihrem Gebiet.

    Im Grunde gibt es kein Verpflichtung, jemanden mit einem akademischen Grad oder mit einer Berufsbezeichnung anzureden - das ist kein Bestandteil des Namens. Kann man, muss man nicht.

    Die Sonderstellung des Doktorgrades rührt daher, dass er in D als einziger in den Perso eingetragen werden kann. Und genau dass führt zu der "Titelgeilheit" (obwohl es gar kein Titel ist), den Googlebergers, den gekauften Promotionen... gehört abgeschafft.

    There is no skin like foreskin

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