21.11.13, 18 Uhr, Antje Deusel in München

  • Darum ging es mir doch gar nicht, sondern um das Erinnern an den Bund mit dem Ewigen. Entweder das ist notwendig, oder nicht. Wenn es notwendig ist, sollte das ja bei beiden Geschlechtern notwendig sein.

    Manchmal bist Du echt schwer von Begriff: wer makellos ist, muss selbstredend nicht erinnert werden. Wenn man Frau Dr. Deusel folgt.


    Stimmt. Aber später, da fangen sie ganz schön an zu mäkeln!

    Das ist genau der augenzwinkernde Stammtischhumor, den wir an Frau Dr. Deusel kritisieren. :thumbdown:

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Jedenfalls in ihrem Vortrag hat Frau Dr. Deusel nicht gegen die Assimilierung gewettert.

    Ah so, ich hatte das so ähnlich verstanden:

    Bei den Juden sei sie heutzutage ein Zeichen, dass man dem Antisemitismus ausdrücklich trotze, und sich nicht mehr den gescheiterten Assimilationsideen des 19. Jahrhunderts hingeben würde.

    "Gegen Assimilierung gewettert" ist natürlich zu hart ausgedrückt. Man gebe sich den gescheiterten Assimilationsideen des 19. Jh nicht mehr hin, die enorme Weiterentwicklung innerhalb der Medizin gerade im 19. Jhdt. hinsichtlich der Operationstechniken, Sterilität und Schmerzbekämpfung würden aber mit einbezogen werden, schien mir ein Widerspruch zu sein.

  • Quote

    Manchmal bist Du echt schwer von Begriff: wer makellos ist, muss selbstredend nicht erinnert werden. Wenn man Frau Dr. Deusel folgt.

    Warum sollte ich Frau Deusel folgen?

    Wenn die Vorhaut das Makel sein soll, dann ist der Mann doch nach Entfernung derselben sein-Makel-los.
    Er soll durch das Fehlen des "Makels" an das achttägige "Makel" erinnert werden?
    Oder was ist jetzt das "Makel des Mannes"?

    Quote

    Das ist genau der augenzwinkernde Stammtischhumor, den wir an Frau Dr. Deusel kritisieren

    Also da sehe ich schon ein paar kleine Unterschiede. Außerdem ist das eine Erfahrungstatsache - frag einfach Ehemänner, und zwar nicht frisch verheiratete! Und frag einfach Ehefrauen über "die Männer an sich"! :D
    Das ist auch gar nicht bös gemeint, Frauen sind schon ganz toll, und Männer mäkeln auch - und haben ihre Macken.... müssen wir aber jetzt nicht alles ausdiskutieren.
    Wenn du da auf bierernst schaltest, bitteschön! ;(

    PS: Aber die Vorhaut, die ist keine Macke! :!:

    Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
    Mitteln zu
    einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
    noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren
    Erfindungen
    nichts fehlt und nichts überflüssig ist."

    Leonardo da Vinci

  • Hier meine Impressionen aus der sich dem Vortrag anschließenden Fragerunde (@ werner: ich kam ein paar Minuten nach 18h, habe mich in die Mitte
    der letzten Reihe der Parkettsitze gesetzt und bis zum bitteren Ende
    durchgehalten):

    Ein Mann mitleren Alters bedankt sich für den Vortrag und fragt: "Wenn ich in meinem Alter Jude werden wollte, müsste ich dann auch noch beschnitten werden?"

    Was von Frau D. fröhlich bejaht wurde.

    "Ist es ein leichter Eingriff und wie lange dauert er?"

    Hierauf erläutert Frau D. die Unterschiede zwischen einer Säuglings- und Erwachsenenbeschneidung.
    Und betonte, dass es für sie als Urologin zwar der kleinste, aber der mit der größten Sorgfaltspflicht durchzuführende ist, weil das Kind sich ja bis an sein Lebensende damit identifizieren muss. Deshalb dürfe dieser Eingriff "nie von einem Anfänger durchgeführt werden, bis heute nicht."
    Wie die angehenden Mohalim das erste Mal ihrer OP am Säuglingspenis überspringen - keine Ahnung.

    Darauf kam von einem jungen Mann eine eher kritische Frage dahingehend, ob sie mit dem 2. Absatz des neuen Gesetzes denn zufrieden sei, der ja ausdrücklich die Beschneidung durch Nichtärzte an Säuglingen unter 6 Monaten vorsieht, nachdem sie doch selbst die medizinische Sorgfalt und "Schmerzausschaltung" so herausgehoben hatte.

    Frau D. regte daraufhin an, es "so zu sehen: Ein Mohel ist so etwas wie ein Chirurg, der immer die eine Operation macht, und immer nur die eine...Und er hat eine lange Ausbildung hinter sich...."
    Wenig später immerhin: "Er (Mohel) ist kein Arzt und wird nie eine andere OP machen"
    Sie geht noch auf die geplante Zertifizierung ein ("Der Deutsche liebt Zertifizierungen").
    "Das (EMLA) macht wirklich eine Schmerzausschaltung"...
    "Die Schmerzbahnen sind schon da, aber die Verknüpfungen mit dem Schmerzzentrum werden erst nach und nach ausgebildet."
    Auch der Mohel müsse den Eingriff immer nach dem neuesten Standard ausführen.

    Ein anderer fragte, was es damit auf sich hätte, dass der Säugling sogar den Schmerz brauchen würde für eine komplette Brit Milah.
    Frau D. ging auf die verschiedene Meinungen im Judentum ein und hob hervor, dass sie selbst wie auch viele ihrer Kollegen den Schmerz nicht für notwendig hält und erläutert die historische Entwicklung der Schmerzbekämpfung. Und auch die historischen Wurzeln des Absaugens des Blutes mit dem Mund, einem Ritual, von dem sie sich selbst distanziert.

    Es folgten mehr oder weniger launige Fragen wie "Was passiert mit dem Teil, der abgetrennt wird?" "Gibt es eine Möglichkeit, es aufzuheben oder zu konservieren" - die von der Vortragenden ausführlich beantwortet wurden.

    Anschließend meine Frage: "Ich habe eine Frage an Sie als Mensch. Mein Stiefschwager, Amerikaner jüdischen Glaubens, gehört zu denen, die mit ihrem Beschnittensein unzufrieden sind, er sieht das als Beschädigung an. Als Biologin, die ja weiß, dass die Vorhaut ein funktionaler Bestandteil eines gesunden Genitals ist, respektiere ich das. Meine Frage: Würden Sie es respektieren, wenn der eine oder andere Junge, dem Sie mit besten Absichten die Vorhaut abgeschnitten haben, sich später als Mann beschädigt fühlt?

    Frau D.: "Das kann er schon tun."
    Aber er sollte sich doch einmal klarmachen, wovor er alles "verschont" bliebe:
    Erhöhte Rate von fiebrigen Infekten des Harntraktes als Kind,
    Folgen einer Phimose,
    HPV Viren
    Geschlechtskrankheiten (immerhin stellt sie hier heraus, dass dort zum wirksamen Schutz neben der Beschneidung noch ein "verantwortungsvoller Umgang mit Sexualität gehört")
    ...
    und vor allem: dem Peniskarzinom: "Die sind nicht so selten! Das ist was richtig, richtig Gefährliches!"
    Und bei der Hygiene beim Kind und alten Mann: Das haperts!
    Und gegen die Verharmlosung der Folgen mangelnder Genitalhygiene, "dagegen kämpfe ich bis an mein Lebensende...!"
    Damit möchte sie schließen.

    Dann ergatterte ein ältere Zuhörer zwei Sitze neben mir doch noch das Mikro und hatte noch einen wichtigen Kommentar an uns alle: "...Hier in München gibt es ja mehr Goin als Juden. Meine Erfahrung mit Beschneidung ist, die dauert 10 Sekunden und -hopp- das wars!" Bei Taufen, bei denen er anwesend war, hätten die Kinder 15 Minuten geschrien, wegen des kalten Wassers am Kopf. "Nur als Bemerkung dazu, wo Schmerz entsteht und wo nicht!"
    Frau Dr D.dazu: "Das Kind kann es nicht ganz unterscheiden, das Kind hasst es, wenn man es festhält ..."

    Dann war ja endlich alles geklärt...

    Ich denke, es hat einen Unterschied gemacht, dass ich dabei war. Aber es war doch viel starker Tobak, nicht leicht zu ertragen.

  • Herzlichen Dank für Deinen Einsatz, susanna! Man braucht wirklich ein knüppeldickes Fell für diese Typen. Andererseits, wenn man es dann hier so liest, merkt man, wie unfreiwillig komisch das alles eigentlich ist. Herzlichen Dank allen, die sich das antun und hier posten! So bleibt das nicht in der Blase der Selbstbeweihräucherung einiger Pro-Beschneidungs-Protagonisten stecken. Es wird in seiner ganzen Skurrilität und Absurdität hier öffentlich gemacht.

  • Quote

    Und gegen die Verharmlosung der Folgen mangelnder Genitalhygiene, "dagegen kämpfe ich bis an mein Lebensende...!"

    Falls Frau Deusel da Probleme hat, lasse ich ihr gerne ein Stück Seife zukommen. :D

    Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
    Mitteln zu
    einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
    noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren
    Erfindungen
    nichts fehlt und nichts überflüssig ist."

    Leonardo da Vinci

  • Auch von mir meinen herzlichsten Dank susanna. Ich weiß, wie schwer es ist, bei solchen Veranstaltungen, in diesem Kreis, kritisch zu fragen und (gefühlt) 200 Blicke wie Dolche auf sich zu spüren. Aber diese Absurditäten öffentlich zu machen ist wichtig. Es muss Schluss sein mit konstruierten Weltbildern!
    Bei Taufen schreien Kinder 15 Minuten lang, weil sie so gefoltert werden, wird ein Körperteil abgeschnitten, verschlafen die lieben Kleinen dagegen oftmals die Prozedur... :wacko:
    Das ist ja eine bessere Aufklärungsarbeit, als wir sie jemals selber leisten könnten.
    Danke, Frau Deusel!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Quote

    Bei Taufen, bei denen er anwesend war, hätten die Kinder 15 Minuten geschrien, wegen des kalten Wassers am Kopf. "Nur als Bemerkung dazu, wo Schmerz entsteht und wo nicht!"

    Waterboarding? War das nicht eher eine Szene in Bagram? Oder bei den 12 Stämmen?
    Bei den Taufen, wo ich dabei war hat das Baby (getauft werden ja auch Mädchen, also kann es per se nicht schlimm sein ^^ ) - wenn überhaupt - nur einmal kurz "gekräht". Nicht geweint, und schon gar nicht gebrüllt wie am Spieß. Das sind ja auch nur ein paar Tropfen, da werden keine Umschläge mit Eiswürfeln gemacht.
    Und wenn der Gesetzgeber jetzt sich der Lächerlichkeit preisgeben und 37°C temperiertes Wasser vorschreiben würde - ich glaube kaum dass das bei den Kirchen Geschrei hervorrufen würde. Schmerz gehört nicht zum Ritual der Taufe.

    BTW, vielen Dank, Susanna, das war ja ganz schön heftig - ich weiß nicht, ob meine Anwesenheit da nicht zu einem Eklat geführt hätte... ^^

    Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
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    noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren
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    Leonardo da Vinci

  • für Euren Einsatz.
    Diese Frau macht sich komplett lächerlich, ist als Ärztin schon lange nicht mehr tragbar und wird einzig durch die herrschende politische Correctness geschützt, wie auch die Praktiken, die sie angeblich ablehnt (siehe Staatsanwaltschaft Berlin letzte Woche).
    Schade, dass nicht noch mehr von uns da waren und sie mit den aktuellen Publikationen demaskiert haben.
    Zu gern hätte ich diese Frau gefragt, ob sie sich eigentlich schon damit beschäftigt hat, dass bei ihrer konsequenten Falschberatung bezüglich Indikation, Folgen und Risiken u.U. saftige Schadenersatzforderungen auf sie zukommen.

  • Und bei der Hygiene beim Kind und alten Mann: Das haperts!

    Komisch, eine Ärztin, die vornehmlich im OP arbeitet, sagte mir unlängst, dass die schlimmsten Nachlässigkeiten bei der Intimhygiene bei Frauen zu beobachten seien.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Es folgten mehr oder weniger launige Fragen wie "Was passiert mit dem Teil, der abgetrennt wird?" "Gibt es eine Möglichkeit, es aufzuheben oder zu konservieren" - die von der Vortragenden ausführlich beantwortet wurden.

    Willst Du damit sagen, Frau Deusel hat gar die einträglichen Wiederverkaufskanäle für medizinische Zwecke, sowie an die Kosmetikindustrie erwähnt? ;)

    und vor allem: dem Peniskarzinom: "Die sind nicht so selten! Das ist was richtig, richtig Gefährliches!"

    Wenn alle andern Krebsarten derart selten auftreten und so gute Früherkennungraten erzielen würden wie das Peniskarzinom und obendrein so mässig metastierend wären wie dieses, dann müsste die Mehrzahl der Onkologen wohl ernsthaft um ihren Job bangen. Und die Menschheit hätte eine Geissel weniger.

    Eines muss man der Frau lassen: Die männliche Psychologie gekonnt für ihre Zwecke ausspielen – durch Angstmacherei das beste Stück zu verlieren, das beherrscht sie!

  • Hier wollte ich auch grad einhaken, Cheesy Mogul :D

    Quote

    Peniskarzinom: "Die sind nicht so selten! Das ist was richtig, richtig Gefährliches!"

    Mal sehen, was haben wir da:

    Quote

    In Mitteleuropa und in den Vereinigten Staaten lag die Inzidenz vor etwa einem Jahrzehnt bei 0,9 pro 100.000 Männer pro Jahr

    Quote

    Das Peniskarzinom macht in Deutschland nur etwa 0,4–0,65 % aller bösartigen Tumorerkrankungen beim Mann aus, wobei die meisten Erkrankungen bei Männern über 50 Jahren auftreten.

    Quote

    Da das Karzinom insgesamt selten ist, sind aktuelle Zahlen schwer zu erheben.

    Alle Zitate aus wikipedia .

    Und der BVKJ schreibt:

    Quote

    Peniskrebs ist eine seltene Erkrankung. Sie betrifft etwa einen von 100.000 älteren Männern. Peniskrebs kommt in den USA und in Europa gleich häufig vor. Dies belegt, dass eine Beschneidung keine wirksame Vorbeugemaßnahme dagegen sein kann. Zudem wären selbst nach den Daten der AAP 300.000 Beschneidungen notwendig, um einen Fall von Peniskrebs zu vermeiden.

    Sie haben Recht, Frau Deusel, Peniskrebs ist gar nicht so selten. Er ist noch viel seltener.

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  • Quote from susanna

    "Sie geht noch auf die geplante Zertifizierung ein ("Der Deutsche liebt Zertifizierungen")."


    Diese ironisch-abfällig formulierte Bemerkung sollte man sich gut merken. Die Beschneider mögen es ganz und gar nicht, wenn man ihnen auf die Finger schaut. Dies zeigt sich auch bei anderen Themen wie Emla-Zulassung, Leitlinienerstellung, Abrechnungsbetrug usw. Deshalb darf man hier nicht lockerlassen.

    Auch bei diesem Thema "lebt" Frau Dr. Deusel vom Verschweigen und verlässt sich auf die Unkenntnis der Zuhörer. Ich nenne hier nur die in Israel (!) gewonnene Erkenntnis, dass die Komplikationsrate bei traditionellen Beschneidern erheblich höher ist als bei Ärzten.
    Auch stellt sich die Frage, warum, wenn Zertifizierung eine urdeutsche Vorliebe ist, jüdische Beschneider weltweit ihre Zertifizierung öffentlich wie eine Monstranz vor sich her tragen (der Vergleich hinkt hier, ich weiss).

    Mein Eindruck war (ich kann mich natürlich täuschen), dass Frau Dr. Deusel ganz genau weiss, was sie da "verzapft". Ihre positiv-frische, mit trockenen Abwertungen durchsetzte und "schlagfertige" Art soll das nur verbergen. Hier tritt nicht der wütend die Holocaustkeule schwingende oder der kofferpackende, betroffene Verbandsvertreter auf, sondern das "frische und positive" Judentum, das Herr Graumann so gern hätte. Das es sich auf einem solchen "Niveau" präsentiert, ist bedauerlich.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Quote

    Meine
    Frage: Würden Sie es respektieren, wenn der eine oder andere Junge, dem
    Sie mit besten Absichten die Vorhaut abgeschnitten haben, sich später
    als Mann beschädigt fühlt?

    Frau D.: "Das kann er schon tun."

    Danke, Frau Deusel, dass Sie mir gnädig und großherzig erlauben, mich beschädigt fühlen zu dürfen.
    Jetzt kann ich wieder ruhig schlafen.
    :wacko:

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Mit dem Peniskarzinom kann man nur kommen, wenn man "unter sich ist", auf einer Selbstbeweihräucherungsveranstaltung, wenn nicht mit kompetentem Kontra zu rechnen ist. Sonst macht man sich komplett lächerlich.
    Klar, die HIV-Horrornummer zieht nicht mehr genug, HIV ist heute behandelbar, und es gibt nur noch erfreulich wenig Neuninfektionen durch heterosexuellen Verkehr.
    Da muss ein anderer Schocker her, und vor Krebs haben sie doch alle Angst, oder? Hat nicht jeder schon Verwandte oder Freunde durch Krebs verloren? Erkrankt nicht gar jeder dritte Deutsche an Krebs? (Und sterben nicht sogar 100% aller Menschen irgendwann an irgendwas tödlichem?)

    Leo Latasch setzte da ja vorm Ethikrat noch "einen drauf":

    http://beschneidungsforum.de/index.php?page…20230#post20230

    LOL, und andererseits rauchen Männer und setzen sich dadurch einem 70-80 mal höheren Krebsrisiko und einer um zehn Jahre verminderten Lebenserwartung aus. Männer dürfen sich also ihrem Rauchgenuss zuliebe einem erheblichen Gesundheitsrisiko aussetzen. Warum sollten sie dann nicht zu ihrem sexuellen Genuss ein vergleichsweise winzig kleines, durch Waschen auf praktisch Null zu reduzierendes Risiko eingehen? Falls sich das Risiko überhaupt bei einem phimosefreien Mann überhaupt durch Zirkumzision senkt

    Und was machen wir mit den Mädchen? Die später doppelt so oft Vulvakrebs (wie Männer Peniskrebs) bekommen? Sollen Eltern die auch verstümmeln, weil sie befürchten die wären später zu faul zum waschen?

    Warum schneiden wir den Buben nicht die Ohrläppchen ab? Auch da kann man Krebs (Melanome) kriegen!


    Japan ist das Land mit der höchsten Lebenserwartung und den meisten 100-Jährigen, und hat eine sehr niedrige Zirkumzisionsrate (unter 1%). Offenbar kann man mit intaktem Penis ein langes Leben haben.

    Obwohl das menschliche Genie in verschiedenen Erfindungen mit verschiedenen
    Mitteln zu
    einem und demselben Ziel antwortet, wird es nie eine Erfindung weder schöner,
    noch leichter, noch kürzer als die der Natur finden, weil in ihren
    Erfindungen
    nichts fehlt und nichts überflüssig ist."

    Leonardo da Vinci

    Edited once, last by Selbstbestimmung (November 26, 2013 at 6:26 PM).

  • Vielen, vielen, vielen Dank für deinen Einsatz liebe Susanna.

    Wirklich meine Hochachtung. Dort hinzugehen, und sich das anzutun, und dann noch den Mut aufbringen und diese Person zu konfrontieren- das ist wirklich eine Leistung.


    Die "Vorteile", die Frau Deusel der Beschneidung anhängt werden von auf der Seite beschneidung-von-jungen und auch in der Stellungnahme des Niederländischen Ärztebundes ausführlich besprochen.

  • Bezüglich der Feststellung, dass der dem Säugling verabreichte Wein nur rituelle Bedeutung und keinerlei Anästhesiewirkung sollte sich Frau Dr. Deusel mal mit ihrem Kollegen, Dr. Latasch, zusammensetzen. Der hatte nämlich im Ethikrat erklärt:


    Quote

    "In der Kindermedizin ist seit mehr als zehn Jahren Folgendes bekannt: Wenn Neugeborenen viel Blut abgenommen werden muss, also jedes Mal ein Schmerzreiz gesetzt wird, und man diesen Neugeborenen etwa fünf Minuten vor der Blutabnahme 3 bis 4 Milliliter mindestens 20-prozentige Glukose, also Zuckerlösung, appliziert, also einfach in den Mund gibt, so reduziert dies die Schmerzen teilweise um mehr als 90 Prozent. Bei jetzigen Studien wird untersucht, ob das auch für Kleinkinder – ich darf Ihnen sagen, dass dieser süße. Wein, und nur der wird verwendet, letztendlich an diese 20 Prozent locker herankommt."

    Bezüglich ihrer Aussage, es dürfe dieser Eingriff "nie von einem Anfänger durchgeführt werden, bis heute nicht", empfehle ich ein Gespräch mit Dr. Becker, der in seinem Buch schrieb:

    Quote

    "Allerdings war die Beschneidung ein guter Einstieg in die subtilen Operationstechniken der Kinderchirurgie und somit für die Ausbildung gut geeignet."


    Bezüglich ihrer Aussage:"Die Schmerzbahnen sind schon da, aber die Verknüpfungen mit dem Schmerzzentrum werden erst nach und nach ausgebildet" empfehle ich den Artikel von Rebecca Slater.


    Richtig liegt Frau Dr. Deusel mit der Aussage:

    Quote

    Ein Mohel ist so etwas wie ein Chirurg, der immer die eine Operation macht, und immer nur die eine.


    Da es keinen Chirurgen gibt, der "immer nur die eine" Operation macht, ist ein Mohel in der Tat nur "so etwas wie". "So etwas wie" ist ein Mohel besonders auch dann, wenn es heftigere Komplikationen gibt. Im Unterschied zum Chirurgen mit seiner breiten Kenntnis von Operationsfolgen und deren Behandlung muss der Mohel nämlich dann "so etwas wie einen Krankenwagen" anrufen, der das Kind in "so etwas wie ein Krankenhaus' fährt. Wie in Amerika oft geschehen, kann dann nur noch "so etwas wie der Tod des Säuglings" festgestellt werden. Der Grund sind meist "so etwas wie preexisting conditions"...

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Welchen Artikel von Rebecca Slater?

    PS: Frau Deusel scheint geradezu zwanghaft zu lügen. Sie lügt entweder aus Unwissenheit oder aus Vorsatz um ihre geliebtes Ritual, das sie selbst ausführt zu verteidigen - Ich vermute einen Mix aus beiden Ihre Aussagen über die medizinischen Aspekte lassen sich einer nach dem anderen widerlegen, es sind nachweisbare Falschaussagen - ihre Aussagen über das Nervensystem von Neugeborenen lassen nur zwei gleichfalls ungute Schlüsse zu. Entweder sie hat als Oberärztin die letzten 30 Jahre in Sachen medizinischer Forschung über das Schmerzempfinden und Neurologe des Neugeborenen verschlafen und kennt keine einzige der Stellungnahmen zu diesem Thema von deutschen oder ausländischen Ärztegesellschaften, oder aber sie weiß es besser und lügt.
    Überdies muss sich auch noch Männer und Jungen als unhygienische Schweine - um Frau Deusel- zu paraphrasieren, beleidigen.

  • "In der Kindermedizin ist seit mehr als zehn Jahren Folgendes bekannt: Wenn Neugeborenen viel Blut abgenommen werden muss, also jedes Mal ein Schmerzreiz gesetzt wird, und man diesen Neugeborenen etwa fünf Minuten vor der Blutabnahme 3 bis 4 Milliliter mindestens 20-prozentige Glukose, also Zuckerlösung, appliziert, also einfach in den Mund gibt, so reduziert dies die Schmerzen teilweise um mehr als 90 Prozent.

    Latasch ist also nicht nur ein Täuscher sondern auch noch ein Lügner. Und so eine durch und durch unmoralische unethische Person, die keine Skrupel hat die Mitglieder des Ethikrats mit einem gekürzten Video vorsätzlich zu täuschen und dreist über Ergebnisse von Studien über Zuckerwasser zu lügen, sitzt im deutschen Ethikrat. Das ist eine Schande.

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