Zitat"In ihrem Vortrag erläutert die Rabbinerin und Urologin die medizinischen sowie religionsgesetzlichen Grundlagen der Beschneidung und beschreibt die große Bedeutung der Brit Mila für das Judentum. Im Anschluss Publikumsfragen."
21.11.13, 18 Uhr, Antje Deusel in München
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Wieso zum Geier ist sowas immer während der Woche? Das ist mir zu weit!

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Hoffentlich stellt Ihr das Publikum die richtigen Fragen.
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Das würde mich schon interessieren,wie sie das anstellt.
Wie in ihrer Habilitationsschrift am Abraham-Geiger-Kolleg?Hier übrigens eine Produktion des Forums zum Thema Deusel...
Eine Antwort des Kollektiv beschneidungsforum ... auf den Artikel "Pflicht der Eltern" von Dr. Antje Yael Deusel -
Soviel vorweg: eine begnadete Rednerin ist Frau Dr. Deusel nicht gerade. Da wird einerseits über Zuvieles einfach hinweggewischt und dann wird man andererseits mit im Judentum strittigen Bibeldeutungen überladen. Mit ihrem Anspruch, in einer Stunde eine Zeitreise der Beschneidung vom alten Ägypten bis in die Gegenwart zu unternehmen, ist sie aus meiner Sicht eindeutig gescheitert. Für irgendwelche Differenzierungen bleibt da kein Raum. Man merkt auch mehr als deutlich, dass Frau Dr. Deusel ihren Vortrag nicht zum ersten Mal hält...
Frau Deusel bemüht sich um eine resche und positive Ausstrahlung, die von einem unverfälschten fränkischen Dialekt untermalt wird. Dass es sich um die Geschichte zentraler religiöser heiliger Rituale handelt, und nicht bloss um die Geschichte des Wasserhahns, wird in ihrer Art des Vortragens jedenfalls nicht deutlich.
Inhaltlich gesehen: wenn man sich etwas differenzierter über die Geschichte der Beschneidung informieren möchte, ist man in diesem Forum besser aufgehoben als bei einem Vortrag von Frau Dr. Deusel. Forumsmitglieder erfahren dabei nichts Neues. Die Vorhaut ist natürlich bei Frau Dr. Deusel nur "ein kleines Häutchen", das, wie sie belustigend bemerkt, zum Leidwesen vieler Männer deren geburtliche Makellosigkeit, wie sie die Frauen auszeichnet, beeinträchtigt. Klar, dass sie weg muss. Das können die Männer nicht auf sich sitzen lassen.
Daran, dass auch die alten Griechen und die alten Römer schon Antisemiten waren, lässt Frau Dr. Deusel keinen Zweifel. Die Frage, ob man deshalb deren gesamten Kulturbeitrag in die Tonne treten sollte, lässt Frau Dr. Deusel offen. Die Vortragszeit drängt ja.
Natürlich lässt Frau Dr. Deusel Maimonides nicht unerwähnt. Mit dessen Behauptung, die Beschneidung lähme das erotische Verlangen, habe er aber nicht recht gehabt. Das sei eigentlich eher metaphorisch zu verstehen. Mit den historischen Begründungen der Beschneidung in der Medizin (Epilepsiebehandlung usw.) geht Frau Dr. Deusel hart ins Gericht: das sei alles Quatsch. Die AAP allerdings...Und im Übrigen habe der Bund deutscher Psychiater und Psychotherapeuten die unverzichtbare Funktion identitätsstiftender Rituale...
Die rechtliche Lage verdient nach Frau Dr.Deusel drei ganze Sätze: Religionsfreiheit und so. Ist eh klar. Ansonsten sei die Beschneidung sowohl im Nahen Osten als auch in Amerika überhaupt kein strittiges Thema. Bei den Juden sei sie heutzutage ein Zeichen, dass man dem Antisemitismus ausdrücklich trotze, und sich nicht mehr den gescheiterten Assimilationsideen des 19. Jahrhunderts hingeben würde.
Zum Schluss noch drei kurze "Beweise" von ihr zum Antisemitismus in der Beschneidungsdebatte: David Gallagher habe Anklänge an die Ritualmordlegende dargestellt, Ron Goldman habe behauptet, beschnittende Männer seien gegenüber Frauen gewalttätiger und der Foreskinman könne aus dem "Stürmer" stammen.
Fazit: das einzigste Problem bei der Beschneidung ist der Antisemitismus der Beschneidungsgegner. Den "Beweis" dafür liefert man, indem man alles weglässt, was dagegen spricht.
Tja, das wars. An der anschliessenden Diskussion konnte ich wegen eines anderen Termins nicht teilnehmen. Erschlagen von soviel Desinformation verliess ich den Saal...
PS. Der Saal, der 180 Personen Platz bieten würde, war zu einem Viertel besetzt. Ich war der einzige Beschneidungskritiker: alle ausser mir haben am Schluss des Vortrags alle geklatscht.
Noch PS. Es handelt sich nicht um eine Habilitationschrift, sondern um eine Bachelorarbeit. Frau Dr.Deusel musst nach eigenem Bekunden zum Thema überredet werden.
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Danke, werner, für Deinen Besuch, Deine Leidensfähigkeit und Deinen überaus interessanten Bericht. Schade, dass Du zur Diskussion keine Zeit mehr hattest. Ihre Reaktion auf kritische und vor allem fundierte Nachfragen wäre sehr interessant gewesen. Obwohl: Sehr wahrscheinlich hätte sie offenen Antisemitismus bei Dir gewittert...

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Respekt, werner, daß Du Dir das angetan hast!
Die Vorhaut ist natürlich bei Frau Dr. Deusel nur "ein kleines Häutchen", das, wie sie belustigend bemerkt, zum Leidwesen vieler Männer deren geburtliche Makellosigkeit, wie sie die Frauen auszeichnet, beeinträchtigt.
So, so, das findet sie also belustigend. Ich kann gar nicht soviel essen ...Ansonsten sei die Beschneidung sowohl im Nahen Osten als auch in Amerika überhaupt kein strittiges Thema. ... Zum Schluss noch drei kurze "Beweise" von ihr zum Antisemitismus in der Beschneidungsdebatte: David Gallagher habe Anklänge an die Ritualmordlegende dargestellt, Ron Goldman habe behauptet, beschnittende Männer seien gegenüber Frauen gewalttätiger und der Foreskinman könne aus dem "Stürmer" stammen.
Hört, hört! Beschneidung ist "in Amerika überhaupt kein strittiges Thema", und dann bringt sie Beispiele aus den USA für behaupteten Antisemitismus, der aber Beschneidungsgegnern in Deutschland unterstellt wird. -
Sehr wahrscheinlich hätte sie offenen Antisemitismus bei Dir gewittert...

Es läuft noch viel "härter". Dazu sollte ich vielleicht ergänzen, dass Frau Dr. Deusel von einer Mitorganisatorin der "Jüdischen Kulturtage", in deren Rahmen der Vortrag stattfand, vorgestellt wurde, die darauf hinwies, dass die Beschneidungsdebatte der grösste Bruch im Leben des deutschen Judentums nach dem 2. Weltkrieg dargestellt und Brücken zerstört hat, die längst noch nicht wieder aufgebaut sind. Dann wurde Frau Dr. Deusel als Urologin, aber natürlich auch als Rabbinerin und Mohelet vorgestellt, die über den "Bund mit Gott" sogar wissenschaftlich gearbeitet und ein Buch darüber veröffentlicht hat. Frau Dr. Deusel ist also eine jüdische Autorität, wenn nicht "die" jüdische Autorität zu diesem Thema in Deutschland.
Ich kann mich täuschen, aber für mich war atmosphärisch mit den Händen zu greifen, dass jede Hinterfragung und jeder ergänzender Hinweis, geschweige denn eine kritische Bemerkung sofort als Antisemitismus im Raum gestanden hätte. Das hätte sich in diesem Rahmen quasi von selbst ergeben. Ich kenne diese Situation sehr gut aus Diskussionsveranstaltungen und persönlichen Gesprächen, und deshalb glaube ich auch nicht, dass ich mich getäuscht habe. Leider entsteht dadurch so etwas wie eine "kommunikative Tabuzone"; eine gegenseitigen Verständigung, ein Austausch, geschweige denn eine Auseinandersetzung ist damit schwierig bis unmöglich.
Zwar befleissigt sich, wie ich versucht habe anzudeuten, Frau Dr. Deusel einer sehr "saloppen" Vortragsweise, ihre Verachtung für den altgriechischen, den altrömischen und den Antisemitismus der deutschen Mehrheitsgesellschaft ist aber natürlich unüberhörbar.
Es ist Frau Dr. Deusel wichtig, die Geschichte der jüdischen Beschneidung nicht nur als theologische, sondern auch als medizinische Weiterentwicklung in Richtung Modernität zu beschreiben: genaue Festlegung der Abläufe, Durchführung durch "professionelle" Beschneider, zunehmendes Hygienebewusstsein. Bezeichnend für diese Argumentatitionsweise ist ihre Aussage vor dem Rechtsausschuss (es geht um das Reformjudentum im 19. Jahrhundert):Zitat"Wo die Beschneidung verlassen worden war, wurde sie wieder aufgenommen, wobei hier die enorme Weiterentwicklung innerhalb der Medizin gerade im 19. Jhdt. hinsichtlich Operationstechniken, Sterilität und Schmerzbekämpfung mit einbezogen wurde. Diese Beachtung des jeweils modernen ärztlichen Standards bei der Beschneidung gilt heute für alle Strömungen innerhalb des Judentums".
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Wo die Beschneidung verlassen worden war, wurde sie wieder aufgenommen, wobei hier die enorme Weiterentwicklung innerhalb der Medizin gerade im 19. Jhdt. hinsichtlich Operationstechniken, Sterilität und Schmerzbekämpfung mit einbezogen wurde.
War das nicht auch ein Teil der "Assimilierung", gegen die sie gewettert hatte? Herr Yona Metzger vertritt demgegenüber ja noch die "reine Lehre", ohne diese ganzen "Anpassungen". Aber gut, ok, bei solchen Leuten sollte man nicht über Logik diskutieren.Danke, dass Du dort warst! Sich einzubringen, wäre zwar sinnlos gewesen, aber die Berichterstattung war es wert.

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Jedenfalls in ihrem Vortrag hat Frau Dr. Deusel nicht gegen die Assimilierung gewettert. Sie stellte es so dar, dass "man" sich um die Jahrhundertwende (18./19.) im Judentum über alle Reformbestrebungen hinweg darauf "geeinigt" hätte, die Beschneidung auf alle Fälle quasi als kleinsten gemeinsamen Nenner beizubehalten. Das sollte natürlich ein Hinweis auf die grundlegende Bedeutung der Beschneidung für "das" Judentum sein, egal, was man als Jude sonst noch so denkt.
Was Frau Dr. Deusel unter "Schmerzbekämpfung im 19. Jahrhundert" versteht, ist mir zur Zeit unerfindlich. Im Rechtsausschuss redete sie zwar mehrmals von Betäubung, konkretisierte aber nie, was sie darunter versteht.
Zitat"Die Grenze zwischen Mohel und Arzt dort anzusetzen, wo die Lokalanästhesie, die der Mohel nicht mehr gewährleisten kann, zu Ende ist, halte ich für sinnvoll. Aber ich kann mich hier auf die Woche oder den Monat nicht festlegen, deswegen habe ich das in meinem Statement auch bewusst offen gelassen. Aber sicherlich ist ab einem Alter von einem halben Jahr wirklich erforderlich, dass man andere Maßnahmen zur Betäubung ergreift."
In ihrem Vortrag bemerkte sie lediglich, dass der Tropfen Wein ausschliesslich eine symbolisch-rituelle Bedeutung habe, und die Annahme, er sorge für Betäubung Unsinn sei. Da stellt sie sich genau wie bei der Ablehnung der Epilepsiebekämpfung durch Beschneidung als konsequente medizinwissenschaftliche Aufklärerin dar.
Was die "Anpassungen" betrifft, so geht Frau Dr. Deusel bis auf die Betäubung mit Yona Metzger d'accord: professionelle Beschneider, sterile Instrumente, "moderne" Ratz-Fatz-Operationstechnik statt "endlose Quälerei" im Krankenhaus usw.
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Danke Werner, für den Bericht, und die Mühen, die du auf dich genommen hast!
Schade, dass du Frau Deusel in der Diskussion nicht mehr ordentlich einheizen konntest, das wäre wohl das einzig spannende an dem Vortrag gewesen. Offenbar war das ganze eine Selbstbeweihräucherungsveranstaltung.
Wenn der Wein ausschließlich eine symbolisch-rituelle Bedeutung hätte, dann könnte man das Ganze ja ausschließlich symbolisch-rituell machen. Nein, das ist beides nicht "symbolisch".
Der Tropfen schweren Weines wirkt ganz bestimmt. Babys sind extrem empfindlich gegen Alkohol, und der wirkt sofort über die Atmung und die Schleimhäute. Das ist aber keine Narkose, sondern Alkohol ist ein Rauschmittel.Was meint Frau Deusel? Der berühmte Arzt, Religionsgelehrte und Philosoph Maimonides soll sich geirrt haben?
Ist das möglich, dass jüdische Religionsgelehrte sich IRREN? Ja?
Dann haben sich vielleicht auch jene Religionsgelehrten geirrt, die aus einer relativ geringfügigen, potentiell reversiblen An-Schneidung eine radikale, funktionszerstörende irreversibel Ab-Schneidung gemacht haben?
Maimonides hat sicherlich geirrt, die MGM reduziert nicht den Trieb, sondern den Genuß. Denn der Trieb ist im Kopf. Und da ist Schneiden ziemlich riskant.( Hat man aber auch schon versucht, in viel späteren Zeiten, Lobotomie bei "Triebtätern")
Aber man sieht schön: Auch bei Religionen ist nichts in Stein gemeisselt.Die Lachnummer an sich:
ZitatDiese Beachtung des jeweils modernen ärztlichen Standards bei der Beschneidung gilt heute für alle Strömungen innerhalb des Judentums".
Haben wir ja gerade bei Tiechtel gesehen: ohne Mundschutz (behindert ja auch nur beim Penis-Saugen) , ohne Handschuhe, ohne angemessene Anästhesie....
ZitatIsrael’s chief rabbinate says oral suction at circumcision is preferred
http://www.haaretz.com/jewish-world/j…ferred-1.517349
Komisch, dann gehört das Oberrabbinat nicht zum Judentum?
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Zitat
Die Vorhaut ist natürlich bei Frau Dr. Deusel nur "ein kleines Häutchen", das, wie sie belustigend bemerkt, zum Leidwesen vieler Männer deren geburtliche Makellosigkeit, wie sie die Frauen auszeichnet, beeinträchtigt.
Ha-ha-ha-ha-ha-ha! Frau Deusel ist so WITZIG!
Gut, dann werde ich jetzt auch mal "belustigend"
{krass Ironie mode on} Die äußere Klitoris ist nur ein Stümmelchen, ein verunglückter Rest-Penis, der zum Leidwesen vieler Frauen deren geburtliche Makellosigkeit, wie sie die Männer auszeichnet, beeinträchtigt.
Und erst mal diese ganzen überflüssigen Hautlappen, die unten herumwabern! Weg damit! Frauen brauchen da unten ein Loch, und sonst nichts!
{krass Ironie mode off}PS: Ich mag Frauen so, wie sie von Natur aus sind.
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Wenn der Wein ausschließlich eine symbolisch-rituelle Bedeutung hätte, dann könnte man das Ganze ja ausschließlich symbolisch-rituell machen. Nein, das ist beides nicht "symbolisch".
Der Tropfen schweren Weines wirkt ganz bestimmt. Babys sind extrem empfindlich gegen Alkohol, und der wirkt sofort über die Atmung und die Schleimhäute. Das ist aber keine Narkose, sondern Alkohol ist ein Rauschmittel.
Ich würde einfach Frau Dr. Deusel bei nächster Gelegenheit zur medizinwissenschaftlichen Kronzeugin nehmen, dass auch aus kompetenter jüdischer Sicht die Betäubungswirkung des Weintropfens "Quatsch" ist ("Quatsch" ist übrigens MEIN Wort, aber ihre Aussage läuft auf das Gleiche raus.) Ob Frau Dr. Deusel mit ihrer Bemerkung auch dem von Paul Spiegel lustig gemeinten Statement, man mache Babies besoffen, entgegenwirken wollte, entzieht sich meiner Kenntnis.Die Beschneidung kann man aus Frau Dr. Deusels Sicht auf keinen Fall symbolisch machen. Es handele sich um ein (wörtlich) "mnemotechnisches Zeichen". Sie verglich es mit einen Stammeszeichen für diejenigen, die in eine Königsfamilie (!) hineingeboren werden. Es sei ausserdem ein Hinweis auf Patrilinearität. Es erinnere den jüdischen Mann täglich mehrmals an seine (wörtlich) "Blutsbrüderschaft mit dem Ewigen." ( Das habe nichts mit Winnetou zu tun, wie sie belustigend anmerkte. Ja, sie bemühte sich in der Tat mehrfach, witzig zu sein - aus meiner Sicht, um den Verlust des "Häutchens" herunterzuspielen und dem Verstümmelungsvorwurf zu begegnen.)
Dass man sich an ein Symbol täglich mehrmals erinnern würde, wage selbst ich zu bezweifeln. Jedenfalls denke ich beim Haarewaschen selten an meine Taufe...Dass auch Rechtsgelehrte mal irren können, ist für Frau Dr. Deusel kein Problem. Auch das nimmt sie belustigend zur Kenntnis:"Wo viel Glaube ist, ist auch viel Unglaube." ( wörtlich zu Maimonides). Entscheidend ist laut Frau Dr. Deusel, worauf "man" sich im Judentum letztlich einigt. Zu verschweigen, dass diese Einigung im Judentum keineswegs vollständig ist, und dass man sich, wenn "man" sich geeinigt hat, auch wieder "ent-einigen" kann, gehört zu Frau Dr. Deusels "Informationspolitik".
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Zitat
"mnemotechnisches Zeichen"...Es erinnere den jüdischen Mann täglich mehrmals an seine (wörtlich) "Blutsbrüderschaft mit dem Ewigen."
Ach, und warum muss die jüdische Frau nicht täglich erinnert werden? Sind Frauen nicht so vergesslich? Oder sind sie nicht so wichtig?
Blutsbrüderschaft? Mit den Muslimen, weil die auch verstümmelt werden?
Oder so wie bei den schlagenden Verbindungen? Aber die machend das freiwillig, als eine Art Mutprobe.Bei Kindern religiös-jüdischer Eltern ist es doch die tägliche Erinnerung an den "Bund mit Gott". Und das ist ein klarer Verstoß gegen die Religionsfreiheit des Kindes. Wer nicht an Gott glaubt, der hat ein Recht darauf vor solchen täglichen Erinnerungen verschont zu bleiben. Lebenslange religiöse Belästigung kann man das auch nennen.
Es sei ausserdem ein Hinweis auf Patrilinearität.
Ah, ja, und die FGM ist ein Hinweis auf Matrilinearität.
Wenn man schon nichts dagegen machen kann, dass das Kind manchmal dem Vater gar nicht ähnlich sieht
, dann soll es doch wenigstens genauso verstümmelt sein!ZitatJedenfalls denke ich beim Haarewaschen selten an meine Taufe
Das ist aber auch etwas anderes. Du merkst ja an deinen Haaren nichts von der Taufe mehr. Wenn man dir aus religiösen Gründen die Haupthaarwurzeln verödet hätte, dann würdest du dich nicht nur beim Waschen daran erinnern.
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Wenn man dir aus religiösen Gründen die Haupthaarwurzeln verödet hätte, dann würdest du dich nicht nur beim Waschen daran erinnern.
Hoffentlich hat Werner keine Glatze.

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Na gut, dann sagen wir skalpiert.
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Ach, und warum muss die jüdische Frau nicht täglich erinnert werden? Sind Frauen nicht so vergesslich? Oder sind sie nicht so wichtig?
Ich nehme mal, dass diese Frage rhetorisch gemeint ist. Aber auch bei diesem Thema konnte sich Frau Dr. Deusel ein gewisses Amüsement nicht verkneifen: "Männer hören das ja nicht so gerne, aber Frauen kommen 'makellos' zur Welt." (O-Ton). Makellos ist hier natürlich spirituell gemeint.
Das ist aber auch etwas anderes. Du merkst ja an deinen Haaren nichts von der Taufe mehr.
Eben, das ist der "Nachteil", wenn man es nur symbolisch macht.
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Zitat
"Männer hören das ja nicht so gerne, aber Frauen kommen 'makellos' zur Welt."
Darum ging es mir doch gar nicht, sondern um das Erinnern an den Bund mit dem Ewigen. Entweder das ist notwendig, oder nicht. Wenn es notwendig ist, sollte das ja bei beiden Geschlechtern notwendig sein.
Zitat..aber Frauen kommen 'makellos' zur Welt.
Stimmt. Aber später, da fangen sie ganz schön an zu mäkeln!

Allerdings sehen Afrikanerinnen das "spirituell" dann wieder ganz anders.
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an den Bund mit der Ewigen
Aha, ist Gott doch ne Frau?
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War ein Typo. Ich wollte in der Terminologie von Deusel bleiben. Es bleibt ja auch noch "das Ewige" als Möglichkeit. Was immer das sein soll. Wenn Deusel Gott gemeint hätte, hätte sie ja die Säkularen ausgeschlossen.
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