7.5.2013 in Köln: WORLDWIDE DAY OF GENITAL AUTONOMY - Demonstration -

  • Liebe Freundinnen und Freunde,

    nun geht es endlich richtig los mit der Planung für den ersten Jahrestag des "Kölner Urteils"!

    In Köln wird zu dem Anlaß eine Demonstration stattfinden, für die Rechte aller Kinder weltweit auf genitale Selbstbestimmung egal welchen Geschlechts, welcher Herkunft oder Religion.

    Am 7. Mai um 11 Uhr wird es losgehen am Kölner Landgericht, dort, wo unser Einsatz für die Kinderrechte diesen großartigen Impuls erfuhr - und der auch für viele von uns persönlich eine entscheidende Hilfe war, endlich den Mut aufzubringen, zu sich selbst und den eigenen Verletzungen durch Zwangsbeschneidung zu stehen.

    Im Anhang findet Ihr Aufruf und Flyer.

    Den Aufruf unterstützen:

    • Facharbeitskreis Beschneidungsbetroffener im MOGiS e.V.
    • DAKJ - Deutsche Akademie für Kinder- und Jugendmedizin (alle kinder- und jugendärztlichen Verbände in Deutschland)
    • TERRE DES FEMMES
    • IBKA - Internationaler Verband der Konfessionslosen und Atheisten
    • AK Kinderrechte der Giordano-Bruno-Stiftung
    • TABU e.V.
    • pro familia Nordrhein-Westfalen
    • Zentralrat der Ex-Muslime
    • (I)NTACT e.V.
    • und natürlich auch dieses, unser Beschneidungsforum!


    Kommt nach Köln! Postet es überall!

    Webseite der Demo: Worldwide Day of Genital Autonomy

    Dort soll ein Infoportal aller beteiligten Organisationen entstehen. Schauen wir mal!

  • Kann mir jemand das Logo erklären, was da symbolisiert werden soll.

    Sieht für mich ein Wenig so aus, wie das Yin-yang-Zeichen. Die beiden Geschlechter, gleich groß und daher gleich bedeutend, die sich an wenigen Stellen vereinigen.

    Das ist keine Erklärung, sondern nur, was es beim Anblick evoziert.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Bei der Entwicklung des Logos spielten eine Rolle:

    es sollte keine platte "Anti-schnipp-Schnapp"-Botschaft sein.

    Der SCHUTZ-Charakter sollte im Vordergrund stehen.

    Weltkugel - zwei Embryonen, beschützt - Blutstropfen - es gab auch schon Leute, die sowohl weibliche als auch männliche Genitalien angedeutet sahen -

    Es sollte Raum lassen für Deutungen und Assoziationen.

    So wie es ja auch zum Ziel, dem Schutz aller Kinder vor Genitalverstümmelungen, nicht nur EINEN Weg gibt.

  • Ich begrüße es sehr, daß zum Jahrestag des Kölner Urteils eine Demonstration für die genitale Autonomie aller Menschen stattfindet, aber warum wird über solche Termine so kurzfristig informiert? Da es sich um einen weltweiten Tag handeln soll, in welchen anderen Ländern finden an diesem Tag Aktionen statt?

  • Das kann ich Dir erklären:
    weil diese Demonstration auf die Initiative eines kleinen Vereins hin stattfindet, hinter dem kaum Geld und keinerlei hauptamtliche Tätigkeit steckt.
    Weil man mit sowas erst an die Öffentlichkeit kann, wenn eine seriöse Präsentation mit ausreichend Unterstützung möglich ist.
    Vermutlich werden wir diesen Tag wiederholt begehen müssen - dann kann auf die diesjährigen Erfahrungen aufgebaut werden.

  • Köln liegt innerhalb meiner Area of Operation. Ich werde da sein.

    Art. 2 GG:
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.

  • Danke werner, danke Stefan.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Hallo Ihr Lieben

    trotz längerer Abwesenheit aus dem Forum , bin ich stets bemüht in eurer Sache auf dem Laufenden zu bleiben.

    Von der Demonstration erfuhr ich leider erst am Montag-und zwar durch eine Email von "für-den-kompromiss-de". Ich hatte damals per Mail den alternativen Gesetzesentwurf unterschrieben. Doch ein paar Tage eher wäre die Nachricht von der bevorstehenden Demo praktischer gewesen. Denn so kurzfristig wäre mir nur eine Fahrt mit dem Auto dorthin möglich gewesen, und das konnte ich mir in meiner momentanen Arbeitssituation nicht leisten.

    Eine unverzeihliche Unterlassung der Organisation dieser Demo ist für mich, die versäumte Einladung oder Information der Intersexuellen.

    Die Forderung auf genitale Selbstbestimmung gilt für ALLE die davon betroffen sind. Durch das Einladungsversäumnis der Intersexuellen, die meiner Meinung nach die Zweite größte Gruppe der Betroffenen stellen, könnte man mutmaßen, daß es den Organisatoren des "WdgS" nicht allein nur um die Körperverletzung und dem Recht auf Unversehrtheit geht. Die peinliche Zahl von 50 Demonstrationsteilnehmern bei einem so schweren Titel wie " Welttag der genitalen Selbstbestimmung" zeigt deutlich, daß die Organistatoren nicht gerade Profis sind.

    Fürs nächste Jahr wünsche ich mir eine strikturiertere Organisation für diesen Tag, und bin auch gern mitzuhelfen.

    Beste Grüße, Sandra

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