Monotheismus, Gewalt und Beschneidung

  • Meine Überzeugung seit langem. Ich habe es an mir selbst erlebt. Die traumatischen Erlebnisse haben bei mir zu Aggressionen geführt. Ich habe sie gegen mich selbst gerichtet. Aber das war reiner Zufall. Ich bin fest davon überzeugt, dass Zwangsbeschneidungen, vor allem im Kindesalter, die Bereitschaft zu Gewalt und Aggression fördern können.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Auszug aus dem Artikel Blutiger Schnitt von Richard Wagner, in: Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung v. 6.2.2011, Nr. 5D, S. 6 zum Thema Gewaltbereitschaft und Religion:

    "Machokult, Gewaltbereitschaft, Frauenhass: für Frau Kelek alles auch
    Folgen dieses „archaischen Rituals“. Und die soziale Abgrenzung.
    „Türkische Jungs und Mädchen werden immer mit Abscheu über eine
    vorhandene Vorhaut sprechen“, sagt sie. Für sie ist es ein Ausweis des
    Unglaubens, der Unreinheit. Sie warnt: Kinder, die in Kategorien der
    Abgrenzung dächten, seien für die Werte einer freiheitlichen
    Gesellschaft schwerlich zu gewinnen.


    Eine vor kurzem veröffentlichte Studie des
    Kriminologen Christian Pfeiffer hat einen „signifikanten Zusammenhang
    von Religion und Gewaltbereitschaft“ bei muslimischen Männern
    herausgefunden. Deren Idealbild war: der starke Mann, der zuschlagen
    kann. Auch der Psychoanalytiker Matthias Franz versucht eine Erklärung.
    Die Verunsicherung muslimischer Jugendlicher und Männer hänge womöglich
    auch mit dem „Genitaltrauma“ der Beschneidung zusammen. Das werde bei
    vielen muslimischen Knaben im 5. oder 6. Lebensjahr gesetzt. Das sei die
    Phase der „Konsolidierung ihrer sexuellen Identität“. Auf dem Höhepunkt
    der ödipalen Entwicklungsphase, sagt Franz, werde dieser blutige
    Schnitt gemacht. Ängste und ein Groll gegen die Mutter seien mögliche
    Folgen. Vielleicht, sagt er vorsichtig, kämen daher die
    „Verschleierungstendenzen“ und die Kontrolle der weiblichen Sexualität,
    vor allem aber der „narzisstische Ehrbegriff mit hoher Kränkbarkeit“.
    Systematische Forschung gibt es kaum. Für Franz hängt das „am
    traumatischen und konflikthaften Potential der Thematik“. Eine Studie
    sei geplant.
    "

    Gruss
    Tobias

  • Meine "abenteuerliche" These scheint doch nicht so ganz aus der Luft gegriffen gewesen zu sein.

    "Gewalt erzeugt Gegengewalt ..." (aus Schunder-Song von den Ärzten)

    Und wie es sich mir jetzt aus den letzten Postings darstellt, ist es sogar denkbar, dass Beschneidungen auf zwei Arten zu mehr Gewalt führen. Einerseits wird durch die gegen die eigenen Kinder "befohlene" Gewalt die Hemmschwelle zur Gewaltbereitschaft wohl herabgesetzt und andererseits entwickelt ja das Opfer Gegengewalt. Dass sich diese Gewalt wie bei Weguer gegen die Betroffenen selbst richtet, wird wohl eher die Ausnahme sein.

    Den erlittenen Schmerz und den Verlust durch die Beschneidung wird wohl daher in vielen Fällen dazu führen, dass Väter und Großväter auf die Beschneidung der Nachkommen bestehen. Bei den Großvätern kann hier vermutlich sogar der Druck noch größer sein, weil im Laufe des Lebens vermutlich auch die Keratinisierung zugenommen hat und auch der Abstand zum Kind im Gegensatz zum Vater etwas distanzierter sein wird.

    Allerdings wird die Beschneidung der Nachkommen alleine als Ventil nicht immer ausreichen. Somit ist die Beschneidung sicherlich kein Betrag für ein friedliches Miteinander, was man ja aber von einer Maßnahme, die mit dem Messer verübt wird, ja auch nicht erwarten kann.

    Aber auch symbolisch betrachtet, richtet sich ja die Beschneidung gegen die Religionen selbst. Religionen, die eine Beschneidung voraussetzen, haben es in aufgeklärten Teilen der Welt immer schwerer. Paulus hat hier als Missionar mit dem Verzicht auf die Beschneidung dem Christentum einen entscheidenden Vorteil verschafft. Je gebildeter die Menschheit wird, desto mehr wird die Zahl der Beschnittenen auch ohne Verbot zurückgehen. Eine Religion wird nicht durch die Abschaffung der Beschneidung unmöglich, sondern langfristig eher durch ihr Bestehen auf die Beschneidung selbst. So jedenfalls meine Meinung.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Wenn innerhalb von gut 100 Jahren riesige Teile der bekannten Welt von einer anderen Kultur/Religion militärisch und religiös unterworfen werden,

    Nur dass die muslimischen Eroberungen die lokal praktizierten Religionen geachtet haben. Im Gegensatz dazu haben Christentum und Judentum Ihre Eroberungen häufig dazu benutzt die eroberten Völker auch gleich mal religiös zu "überzeugen"...

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Nur dass die muslimischen Eroberungen die lokal praktizierten Religionen geachtet haben.

    Vorsicht, Guy:

    "Die Behandlung der religiösen Minderheiten unter dem Kalifat wird in der Forschung und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert."

    "Der spanische Literaturwissenschaftler Darío Fernández-Morera kommt in seinem Essay The Myth of the Andalusian Paradise zu dem Schluss, dass die Beziehung zwischen den drei Religionsgruppen durch religiöse, politische und Rassenkonflikte geprägt gewesen war, die in den besten Zeiten nur durch die tyrannische Durchsetzungskraft der Herrscher unter Kontrolle gebracht werden konnten.[16] Katholiken litten unter repressiven Maßnahmen wie hoher Besteuerung, Konfiszierung ihrer Güter und Versklavung sowie religiöser Verfolgung.[17]Muhammad I. (823–886) ordnete die Zerstörung aller seit der Eroberung Spaniens 711 neugebauter Kirchen an,[18] (siehe auch Märtyrer von Córdoba 851-859) und seine Nachfolger bewilligten nur selten den Bau neuer oder die Reparatur bestehender Kirchen.[19] Der muslimische Jurist Ibn Abdun sprach sich für die Rassentrennung der Muslime und ihrer christlichen und jüdischen dhimmis aus.[20]Auch die Beziehungen zwischen den christlichen und jüdischen Untertanen waren durch gegenseitige Ressentiments geprägt."

    al-Andalus – Wikipedia

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • also doch alles Halunken? :rolleyes:
    Das mit der extra-Besteuerung war mir bekannt. Der Rest nicht.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Oh, die muslimische Kultur weist in der Tat sehr viele Schönheiten auf! :)

    Beschneidung & Gewalt:

    Die These erscheint mir nicht unlogisch, wird aber sicher schwer nachzuweisen sein. Und btw, müssten dann nicht auch andere medizinische Operationen diesen Effekt auslösen? Müsste sich das vermutete spezielle Verhalten muslimischen Jungen nicht auch bei Jüdischen erkennen lassen?

    In dieser Frage darf mMn der kulturelle/religiöse Kontext nicht augeblendet werden.

    Art. 2 GG:
    (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Geschuldet der deutschen Vergangenheitsbewältigung gilt dieses Grundrecht ausdrücklich nicht, wenn die Person a) ein Kind und b) männlich ist, c) die Eltern entweder jüdischen oder muslimischen Glaubens sind und d) das kindliche Genital das Ziel der Versehrtheit ist.

  • In dieser Frage darf mMn der kulturelle/religiöse Kontext nicht augeblendet werden.

    Einige der in diesem Forum zitierten türkischen Studien zur Beschneidung stellen sich ja durchaus der internationalen wissenschaftlichen Diskussion, um am Schluss zu behaupten, dass der angeblich so liebevolle soziale Umgang in dieser Kultur die möglichen Schädigungen heilen würden. Einen Beweis dafür sucht man diesen sonst so akribisch zusammengestellten Studien jedoch vergebens. Möglicherweise würde eine Infragestellung dieser These im Rahmen einer Studie bereits eine "Beleidigung des Türkentums" bedeuten so wie aus jüdischer Sicht "Antisemitismus". Diese Drohgebärden richten sich ja nicht nur nach aussen, sondern vor allem auch nach innen gegen potentielle gruppeninterne Abweichler. Solcher Drohgebärden bedienen sich allerdings auch Kulturen, die nicht beschneiden wie z.B. der Faschismus und der Kommunismus.

    Der Knackpunkt ist deshalb aus meiner Sicht immer die Frage, wie gruppenintern mit diesen Abweichlern umgegangen wird.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • "Die Behandlung der religiösen Minderheiten unter dem Kalifat wird in der Forschung und in der Öffentlichkeit kontrovers diskutiert."

    Quelle: Wikipedia
    "Im Jahr 1066 kam es zum Massaker von Granada, bei dem ein Mob einen jüdischen Wesir sowie den Großteil der jüdischen Bevölkerung der Stadt ermordete; die Bluttat wird als das erste Pogrom auf europäischem Boden angesehen.
    Am 2. Januar 1492 kapitulierte der letzte naṣridische Herrscher Muhammad XII. (auch Boabdil) und übergab die Stadt an Königin Isabella I. von Kastilien und König Ferdinand II. von Aragón, die so genannten „Katholischen Könige“ (Reyes Católicos). Damit war die Reconquista, die „Rückeroberung“ der iberischen Halbinsel für das Christentum, abgeschlossen. Gemäß einem Passus des dabei abgeschlossenen Vertrages durfte die maurische Bevölkerung in Granada weiterhin ihre Religion frei ausüben, die Naṣriden mussten Granada jedoch verlassen. Boabdil lebte zunächst für einige Zeit auf einer ihm als Lehen zugestandenen Burg in der Alpujarra, bevor er, nach dem Tod seiner Gattin, in das Gebiet des heutigen Marokko übersiedelte.
    Im Jahre 1499 wurde auf Geheiß des Erzbischofs Jiménez de Cisneros von Toledo auf dem Marktplatz von Granada ein Scheiterhaufen errichtet, um Bücher zur islamischen Theologie, Philosophie, Geschichtsschreibung und Naturwissenschaften zu verbrennen. Im Laufe dieser Ereignisse kam es zu einem eintägigen Pogrom gegen alle Nichtchristen, dem vor allem Juden zum Opfer fielen. Das seit mehreren Jahrhunderten bestehende Viertel der jüdischen Gemeinde wurde vermutlich zu diesem Zeitpunkt zu großen Teilen zerstört.
    Nach Aufständen der in Spanien verbliebenen Muslime, der so genannten Morisken (span. Moriscos, d. h. soviel wie „kleine Mauren“), gegen die Unterdrückung (Verbot der Religionsausübung, Enteignung) durch die neuen Herrscher wurden sie in den Jahren 1569–1571 erst in andere Teile der iberischen Halbinsel zwangsumgesiedelt und 1609–1611 nach Afrika vertrieben. Viele siedelten sich im heutigen Tunesien und Algerien an und prägten dort die Kultur. Granada verfiel zugleich in wirtschaftliche Bedeutungslosigkeit. So ging etwa die Seidenproduktion, für die Granada im Mittelalter ein Zentrum war, ganz unter. Ein wichtiges Zeugnis dieser Zeit sind die Bleibücher vom Sacromonte die den Überlebenskampf gebildeter Muslime in einer christlichen Gesellschaft auf ganz eigene Art widerspiegeln."


    Eine kontroverse Diskussion ist offensichtlich. Aus der Bemerkung, dass das Viertel der jüdischen Gemeinde seit mehreren Jahrhunderten bestand, lässt sich wohl ohne Kühnheit der Schluss ziehen, dass die Kalifen den Juden sehr wohl eine (sicher nicht gleich berechtigte) Existenz in Spanien zubilligten, wie auch den Christen. Dies ist mir auch aus anderen Quellen geläufig. Unter den Reyes Católicos wurden die ethnischen und religiösen Säuberungen dann mit besonderer Konsequenz betrieben. Neben den Muslimen wurden auch die Juden aus Spanien vertrieben.


    Da sich die Reconquista über ein halbes Jahrtausend und von Norden nach Süden erstreckte und selbst die Mauren zwischenzeitlich von Berbern unterworfen wurden, wird man sich die einzelnen Phasen dieses Prozesses und die jeweils entwickelte religiöse Toleranz/Intoleranz in der jeweiligen Periode genau ansehen müssen. Denn es kann jeder das finden, was er für seine Sicht der Dinge sucht. Das läuft nach dem kindlichen Schema: du hast aber viel früher (mit deinen Gemeinheiten) angefangen. So sehe ich einen spanischen Literaturwissenschaftler, der sich zu dem Thema äußert, mit kritischer Distanz. Das katholische Spanien hat in dieser Frage alle Veranlassung, auf andere mit dem Finger zu zeigen, um die eigenen Sünden klein zu reden.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • ...wird man sich die einzelnen Phasen dieses Prozesses und die jeweils entwickelte religiöse Toleranz/Intoleranz in der jeweiligen Periode genau ansehen müssen.

    Mit meinem Zitat von der Wikipedia-Seite wollte ich lediglich der leicht holzschnittartigen Bemerkung von Guy über die "Toleranz" der muslimischen Eroberer etwas entgegensetzen. Mehr nicht. Dass man dieses Thema insgesamt differenziert und - möglichst - ohne kulturell-religiöse Scheuklappen von welcher Seite auch immer betrachten muss, steht wohl ausser Frage.

    Geschichtliche "Schweinereien" gegeneinander aufzurechnen, bringt sicherlich wenig bis nichts, und ist in der Regel ideologisch motiviert. Auch die Reduktion von Gewalt allein auf die Beschneidung ist mit Sicherheit viel zu kurz geschlossen. Aber auch dann, wenn man Gewalt in nicht-beschneidenden Kulturen wahrnimmt, ist m.E. die Frage legitim, welche Rolle die Beschneidung in beschneidenden Kulturen bei der Frage der Gewaltentstehung speziell bei ihnen spielt.


    (Das bei Wikipedia zitierte Massaker von Granada im Jahre 1066 gegen die jüdische Bevölkerung wurde übrigens von einem muslimischen Mob verübt.)

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Geschichtliche "Schweinereien" gegeneinander aufzurechnen, bringt sicherlich wenig bis nichts, und ist in der Regel ideologisch motiviert. Auch die Reduktion von Gewalt allein auf die Beschneidung ist mit Sicherheit viel zu kurz geschlossen. Aber auch dann, wenn man Gewalt in nicht-beschneidenden Kulturen wahrnimmt, ist m.E. die Frage legitim, welche Rolle die Beschneidung in beschneidenden Kulturen bei der Frage der Gewaltentstehung speziell bei ihnen spielt.

    Bin ich absolut bei Dir. Sehe ich genauso. Vor allem erspart der Verweis auf die Fehler und Schweinereien der anderen auch, dass ich mich mit meinen eigenen nicht auseinander setzen muss.

    (Das bei Wikipedia zitierte Massaker von Granada im Jahre 1066 gegen die jüdische Bevölkerung wurde übrigens von einem muslimischen Mob verübt.)

    Das habe ich auch um der Ehrlichkeit willen mit ausgewählt.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Ich möchte euch an dieser Stelle darum bitten, den furchtbaren islamistischen Terror der Gegenwart nicht in die Geschichte zurück zu projezieren. Man muss bitteschön einfach sehen, dass Christen und Juden über mehr als 1300 Jahre in islamischen Ländern leben und wirken konnten. Erst in unseren Tagen werden wir Zeugen davon, dass uralte christliche Gemeinschaften wie im Irak, in Syrien, in Ägypten und in Nordafrika um ihre weitere Existenz bangen müssen.

    Guy hat oben lediglich darauf hinweisen wollen, dass der historische Islam dem Christentum in der Regel weit mehr Toleranz entgegengebracht hat als man das umgekehrt behaupten kann. Und darin stimme ich Guy nach allem, was ich über die Geschichte dieser beiden Religionen weiß unbedingt zu.

  • Dass Juden und Christen im islamischen Einflussbereich grundsätzlich (!) wirken und leben konnten, ist unbestritten. Fraglich ist, ob Begriffe wie "Achtung" (Guy) und "Toleranz" (Benni) die adäquaten Begriffe sind, um die Einstellung der Muslime gegenüber Andersgläubigen in der damaligen Zeit zu charakterisieren. Vielleicht sollte man besser von Duldung oder - wie es heute viele Historiker tun - von Indifferenz sprechen. Dass Muslime den Islam damals für eine den anderen Religionen weit überlegenere Religion hielten, und den Einfluss anderer Religionen auf vielfältige Art und Weise behinderten, muss man wohl auch feststellen. Ja, sie massakrierten Andersgläubige nicht (wie es Christen meist taten), aber sie taten auch viel, um sie zu diskriminieren und, wie dass Pogrom von 1066 in Granada zeigt, kam es dabei auch zu massiven Übergriffen. Es gibt aber natürlich auch viele Beispiele der Kooperation und gegenseitiger Befruchtung.
    Ich bin aber natürlich kein Fachmann für die Geschichte des Islam. Benni weiss sicher auch darüber sehr viel mehr als ich.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Und darin stimme ich Guy nach allem, was ich über die Geschichte dieser beiden Religionen weiß unbedingt zu.

    Ich auch. Und das wollte ich mit meinen Anmerkungen auch zum Ausdruck bringen. Ohne eine relativierendes Aufrechnen.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

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