Dümmliches Framing bis zum Abwinken.
Vinde di fielen phalschen Veler!
QuoteDisplay MoreWenn wir in Deutschland von der Beschneidung reden dann geht es vor allem um Islam und judentum. Das mit dem Christentum ist eine alte Geschichte. Um Islam und Judentum und die Beschneidung hat es mal eine heftige Debatte gegeben, vor etwas über 10 Jahren war das - erinnern sie sich noch? Katarina Geiger bringt uns auf den Stand:
Im Mai 2012 hat ein Urteil am Landgericht Köln für großes Aufsehen gesorgt in ganz Deutschland.Die Richter haben die religiös motivierte Beschneidung eines minderjährigen Jungen als rechtswidrige Körperverletzung eingestuft. Der behandelnde Arzt wurde zwar nicht bestraft, das Urteil hat aber zum ersten mal in Frage gestellt - juristisch - was jahrzehntelang geduldet und Praxis war. Viele Krankenhäuser haben darauf hin Beschneidungen gestoppt und jüdische und muslimische Gemeinden haben verunsichert reagiert. Es hat sich eine intensive öffentliche Debatte entwickelt, die sehr emotional war. Im Mittelpunkt der Entscheidung standen drei Grundrechte:das Kind hat das Recht auf körperliche Unversehrtheit, die Religionsfreiheit steht im Grundgesetz sowie das Erziehungsrecht der Eltern.
Kritiker der Beschneidung haben den Schutz des Kindes betont. Befürworter vor einer Einschränkung religiöser Tradition und vor einer Ausgrenzung von Minderheiten gewarnt.
Die Politik hat schnell reagiert. Schon im Sommer 2012 hat der Bundestag erklärt, dass jüdisches und muslimisches Leben in Deutschland geschützt werden müsse. Nach Beratungen mit dem deutschen Ethikrat wurde 2012 ein Gesetz verabschiedet das die Beschneidung von Jungen aus religiösen Gründen erlaubt. Voraussetzung ist, dass Ärzte oder qualifizierte religiöse Beschneider den Eingriff fachgerecht und mit wirksamer Schmerzbehandlung durchführen. Rechtlich hat das Gesetz also Klarheit geschaffen. Gesellschaftlich hat die Debatte aber Spuren hinterlassen. Viele Juden und Muslime haben sie als respektlos empfunden und sich durch sie ausgegrenzt gefühlt. Gleichzeitig hat sie deutlich gemacht wie sensibel das Verhältnis von Staat, Religion und Kinderrechten ist in einer pluralen Gesellschaft. Es war ein intensives Ringen um Religionsfreiheit, Minderheitenschutz und die Grenzen von staatlicher Neutralität. Ein Konflikt, der bis heute nachwirkt.....Und ich möchte mich jetzt unterhalten über die Beschneidung im Islam und im Judentum mit einer Jüdin und mit einem Moslem, mit Rabbinerin Ulrike Offenberg aus Hameln und dem Journalisten Abdul-Ahmad Rashid vom zdf in Mainz....
Rashid: "Im Islam ist das [die "Beschneidung"] zwischen sechs und vierzehn Jahren"
Offenberg: .."und auch die Kränkung, Juden vorzuwerfen sie würden ihre Kinder verstümmeln oder verletzen, quälen..."
Mod: "Bei Frau Offenberg habe ich erlebt, dass das eigentlich bis heute nachwirkt. diese Debatte auch zusammen mit natürlich anderen Antisemitismusdebatten"
Offenberg: "Und es wurde übrigens auch noch in Zusammenhang gestellt mit Genitalverstümmelung von Frauen [meint die Mädchen?] - das ist ja noch mal ein anderes Thema - wo auch immer das Wort "Beschneidung" fälschlicherweise benutzt wird.
Ja, es steckt dahinter eine christliche Religionsvorstellung die etwas rein geistiges ist und keinen Ausdruck findet in etwas materiellem, sei es am eigenen Körper oder sei es beispielsweise an Speisevorschriften oder festen Regelungen von Gebetszeiten"Rashid: "Wenn etwas religiös konnotiert ist wird es auf einmal in Frage gestellt und kritisiert. Aber wir wissen, dass es auch Beschneidung in Nordamerika bei Männern seit Jahren praktiziert wird aus Hygienegründen - das hat überhaupt keine religiösen Gründe und da wird das dann nicht kritisiert sondern man sagt: "oh, das ist gut!". Mittlerweile ist das Rasieren der Schamhaare hier in Europa gang und gäbe, aber wenn Muslime das dann machen, dann heißt es: "oh, das ist aber nicht gut, ja" oder genauso mit der Beschneidung"
Die Kosten der Beschneidung liegen bei etwa dreihundert Euro [falls die Kosten nicht per Gefälligkeitsdiagnose "Phimose" der Solidargemeinschaft aufgedrückt werden]
Die große Mehrheit seiner "Patienten" [eines syrischen Beschneidungsarztes] sind Säuglinge.Einerseits wachsen beim Neugeborenen Nervenenden noch nach, so dass sie weniger Schmerzen empfinden andererseits wachsen die Zellen geradezu in Turbo-Geschwindigkeit so dass die Heilung schneller geht.