Schräge naht nach Beschneidung

  • @bastian1978 Schmerzhaft war die gesamte Operation in Lokalanästhesie denn ich habe samt Höchstdosis an Betäubungsmittel alles gespürt 30 Minuten Qual Betäubung total wirkungslos gewesen. Also schlimmer kanns nicht mehr werden. Wenn es nicht mehr zu restaurieren geht dann muss ich zumindest ordentlich für den Pfusch entschädigt werden. Ich wünsche mir das ich wenigstens wieder normal zumindest halbwegs normal Spaß haben kann mit dem Ergebnis.

  • Den Spaß wirst Du Dir leider mittel- bis langfristig abschminken können, ich spreche aus über 40 Jahren Erfahrung mit einer radikalen Genitalverstümmelung, die ja nicht mal ganz so radikal war wie Deine.

    Nach wie vor ist so etwas Krasses bei Deiner Diagnose sicherlich nicht indiziert gewesen. Das gilt es herauszuarbeiten und Schmerzensgeld für lebenslange sexuelle Beeinträchtigung zu fordern. Eine schiefe Naht ist, wie mehrfach betont, sicherlich nicht Dein Hauptproblem. Bedenke das unbedingt, falls Du rechtliche Schritte einleiten solltest.

  • @bastian1978 ich wünsche du hast unrecht aber fürchte das es so kommt wie du sagst. Nun gefallen lassen werde ich mir das sicher nicht . Die Patientenombudsstelle ist schon dabei und sie Ärztekammer Schiedstelle wird als nächstes Aktiv werden wenn die Ombutsstelle nichts erreicht und falls auch dort nichts raus komnt bzw. Der Sachgutachter keinen Fehler sehen möchte werde ich mit ziemlicher sicherheit einen Anwalt einschalten. Allerdings bin ich am überlegen ob ich nicht gleich den Anwalt mobilisieren sollte da mir eventuell ein negatives Sachgutachter Befundung die Chancen nehmen für den Anwalt? Ich meine ich musste ja dem operierenden Arzt vertrauen das er eine ordentliche Operation macht und jetzt wird der sex verunmöglicht da ich jedesmal Schmerzen habe. Eine Erektion ist fast nicht möglich da es so spannt das ich jedesmal Microrisse habe, ich bin echt verzweifelt und muss sagen ich bin mittlerweile was das angeht psychisch mitgenomnen da ich meine Frau nicht so beglücken kann wie es sein soll

  • Es spannt deswegen, weil Dir alles abgeschnitten wurde, NICHT wegen einer schiefen Naht. Und das kann man auch durch weitere Operationen nie wieder korrigieren. Eventuell, wenn es weiter abgeheilt ist, kannst Du mit Hautdehnung zumindest soviel Beweglichkeit erreichen, dass Du schmerzfreie Erektionen hast. Aber von allein wird das nix mehr. Das Gefühl wird jedenfalls nie wieder wie früher, da die wesentlichen Nerven und Tastkörperchen in genau den Teilen saßen, die man Dir amputiert hat.

    Wie gesagt, es tut mir so leid für Dich, dass ich Dir nichts besseres sagen kann. Aber hier rein positiv zu labern, damit Du dich besser fühlst, hilft Dir auch nicht und vor allem nicht zukünftigen Opfern, die vielleicht dieses Forum entdecken, BEVOR sie ohne Not (!) an sich herumschneiden lassen.

  • Hallo Hulk, wenn ich dein letztes angefügtes Bild (20250129-222220) ansehe, dann kann ich bestätigen, dass die corona glandis tatsächlich verletzt wurde. Wenn ich das Bild heran zoome, sogar eine richtig tiefe Kerbe. Daher darf ich meine Aussage in meinem letzten Post oben korrigieren. Diese Verletzung bestätigt nämlich auch ein anders Bild von dir (20250106-170908), wo man noch eine rote Stelle von der Abheilung erkennen kann. Hier darf zurecht die Frage gestellt werden, ob der Arzt beim Ablösen der damals bestandenen Verklebung mit seinen Werkzeugen nicht wesentlich zu unvorsichtig umgegangen ist. Es gibt einige Ärzte bzw Schönheits-Chirurgen, die deiner Eichel wieder ihre alte Form geben können, dazu gibt es ein paar unterschiedliche Methoden. Auch wenn du es nicht machen lässt, kann bei einer Klage zumindest beantragt werden, das Geld hierfür mal zu berücksichtigen (es kommt aber immer auf den Richter, und vor allem die Gutachten an, ob die Ursache notwendig war, und wie das Ausmass des Schadens eingestuft wird). Zu deiner Frage, ob ein negatives Sachgutachten deine Chancen vor Gericht verringert, möchte ich dir gerne so antworten: Vor Gericht kannst du frei entscheiden, welche Gutachten du vorlegst, und welche du nicht vorlegen möchtest. Ein Gutachten ist nichts anderes, als eine Meinung bzw Beurteilung eines Arztes, die du vor Gericht anführen kannst, oder auch nicht. Es kann aber sein, dass die Gegenseite oder der Richter dir vorschreibt, dich von einer ganz bestimmten Stelle begutachten zu lassen. Hier kann dann sein, dass dein Gutachten bereits vorliegt, und dann wird dieses deshalb für die Beurteilung herangezogen werden. Sollte ein unerwünschtes Gutachten vor Gericht vorgelegt werden, hast du die Möglichkeit, ein oder mehrere Gegen-Gutachten vorzulegen, falls du ein solches von einem anderen Arzt erhalten kannst.
    Wenn ich schon am Analysieren bin, weshalb hat denn deine Betäubung nicht gewirkt? Kann es sein, dass dein Arzt die Betäubungsspritze falsch gesetzt hat (zu tief, zuwenig tief, oder falsche Stelle), sodass das Narkosemittel nicht dort plaziert wurde, wo es hingehört hätte?
    Und jetzt schreibe ich mal die Fakten zusammen: Betäubung möglicherweise falsch gesetzt (extreme Schmerzen während der OP), Eichel verletzt und daher in ihrer Form teilweise verändert, grob fahrlässige Aufklärung zur Nachsorge, daher neue Verwachsungen entstanden, eventuell bisherige Verwachsungen nicht vollständig gelöst, ausgebliebene Hilfeleistung weil trotz Nichtvorhandenseins eines Termins bei einem Urologen wurdest du nicht weiter betreut. Das Ziel der Operation wurde auch nicht erreicht, sondern sogar verschlimmert, weil jetzt auch noch Schmerzen und permanent auftretende Probleme dazugekommen sind, die vorher nicht vorhanden waren. Wer möchte die Liste fortführen?
    Aus eigener Erfahrung aber weiss ich, wie man mit Ärzten nicht reden sollte, nämlich dass jemand einen Pfusch bestätigen soll. Ich hatte durch so eine Vorgehensweise einen Begutachter heftig wütend erlebt. Heute würde ich hingehen, und anfangs mit den Problemen anfangen (Schmerzen, Blutungen, Einrisse), um eine vertrauensvolle Atmosphäre herzustellen, dann kann man ja mit den weiteren Details und Fotos nachrücken. Mit all diesen Argumenten kann nur mehr ein Ignorant nichts sehen. Dann aber gibt es zum Glück noch weitere Stellen zur Begutachtung.
    Darf ich fragen, weshalb man auf deinen Bildern die Fäden der OP nur auf der rechten Seite sieht? Musstest du nochmal genäht werden auf der rechten Seite, oder haben sich dort die Nähte langsamer aufgelöst, als auf der linken Seite?

    Edited 16 times, last by Manulein (January 30, 2025 at 2:33 AM).

  • Die Frage die ich mir jetzt stelle ist, kann da überhaupt was gelöst werden an Verklebung oder ist das gar keine Verklebung sondern schlicht zu knapp auf der Eichel genäht so das man da nichts machen kann? Ich meine eine korektur Operation von seiten der Klinik?

  • Vielleicht solltest du damit lieber nochmal zu anderen Ärzten gehen und evtl. z.B. in Foren posten, wo auch Ärzte antworten. Ich denke, da scheint auf jeden Fall etwas falsch gelaufen zu sein und wir können dir hier nur begrenzt unsere Sicht darstellen (ich weiß auch nur von 1-2 Ärzten im Forum hier).

  • Die Frage, ob eine Verwachsung besteht, oder ob der Arzt nur extremst nahe an die Eichel genäht hat, ist anhand von Fotos über die Ferne oft nur schwer zu beurteilen. Am besten gelingt dies, wenn man sich die Unterseite der Glans anschaut. Dort muss nämlich die Schnittlinie der Zirkumzision sichtbar sein, entweder als gerade Linie, oder leicht V-förmig. Ich habe mir erlaubt, das von Hulk mit uns geteilte Foto zu bearbeiten, und mit einem Beispiel-Foto zu vergleichen. Links befindet sich das Beispiel-Foto, auf dem man Folgendes gut erkennen kann: Klar definierte Eichel, ein paar Millimeter innere Haut, eine gerade und gut erkennbare Schnittlinie der Zirkumzision, und ein abstrakter Übergang zur Schafthaut. Das Foto von Hulk auf der rechten Seite zeigt für mich eben keine klar abgesetzte Eichel, keine klar erkennbare Schnittlinie, sondern eher ein ungleichförmiges Gebilde an Haut, das den Ansatz der Eichel etwas zu überdecken scheint. Für mich deutet dies, zumindest aus der Ferne, auf eine Verwachsung hin. Natürlich kann der Zustand in der Realität ganz anders sein, aber ich wollte mit diesem Beitrag zumindest die Unterschiede erklären und auf eine mögliche Verwachsung hindeuten.


    Bild auf Wunsch des Users gelöscht.

    Edited once, last by Manulein (January 30, 2025 at 2:49 PM).

  • Hallo Hulk, ich glaube, dass ein vielbeschäftigter Arzt bei nur einem ganz kurzen flüchtigen Blick auf dein letztes Bild wahrscheinlich sagen würde, super, alles gut verheilt. Denn verheilt sieht es oberflächlich gut aus. Man müsste versuchen, die Haut nach hinten zu schieben, damit der Rand der Eichel mehr sichtbar wird. Erst, wenn dies nicht gelingt, wird auch der Arzt ein Problem anerkennen müssen.
    Gilt eigentlich noch das Angebot deines operierenden Arztes, dass wenn in 2 Monaten die Verklebung noch immer nicht gelöst wäre, er das lösen würde? Da hast du, glaub ich, mal etwas kurz erwähnt?
    Auf jeden Fall möchte ich dich ermutigen, deine Pflege mit Pflegeprodukten fortzuführen, und auch bei den Ärzten nicht locker zu lassen. Würde mich freuen, wenn du uns weiterhin auf dem Laufenden hältst.

  • Hallo bastian1978, wie würdest du das letzte Bild vom Hulk einschätzen? Für mich sieht es so aus, als wären die sichtbaren 2mm innere Vorhaut etwas erhöht. Ich frage mich, ob hier eine Verklebung mit der Eichel besteht. Dann könnte man wirklich nichts mehr nach hinten schieben. Sollte die Verklebung nicht bestehen, wäre vieleicht ein Verschieben nach hinten um weitere 1-2mm möglich, damit die corona glandis etwas mehr sichtbar wird. Ich dachte, dass man damit testen könnte, ob nun eine Verklebung vorhanden ist, oder nicht.
    Wie würdest du den Arzt auf eine Verklebung hinweisen, wenn er meint, alles wäre super und schön verheilt?

Participate now!

Don’t have an account yet? Register yourself now and be a part of our community!