Und ich dachte immer es liegt an mir...

  • @ Theresa
    Ja die Aufklärung hat nicht nur Konsequenzen für den Mann, sofern er offen dafür ist, sondern auch für die Beziehung.
    Wir dürfen aber nicht vergessen, daß die Erwachsenen von heute auch mal Kinder waren. Die Kinder haben nicht die Macht sich selber Rechte zu geben, das müssen Erwachsene machen, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
    Und letzendlich wollen wir etwas verhindern, was in der Kindheit geschiet, damit der später Erwachsene eine sexuelle Selbstbestimmung hat. Und Religionsfreiheit. Und körperliche Unversehrtheit.
    Ich empfehle zwar, sich den eigenen Problemen bewusst zu stellen, denn so findet die stärkste Entwicklung statt.
    Erzwingen kann ich es aber nicht, denn verantwortlich ist da jeder selbst, nach Abwägung des persönlichen Verhätnisses zwischen Schaden und Nutzen.

    Hier eine kleine Aufklärungsseite meiner Seits:
    https://www.facebook.com/photo.php?fbid…f_t=photo_reply

    Alles Gute

  • Ich stimme Guy absolut zu
    Liebe Teresa, ich kann dir leider nicht viel Hoffnung machen. Es ist dir Crux mit der Beschneidung, dass man Beschnittenen, die kein subjektives Mangelempfinden haben, nicht erzählen kann, sie seien versehrt oder verstümmelt. Die Diskussion kann abgleiten in folgende Reaktion: "und wer sagt, dass nicht du frigide bist? Bei mir hat sich noch keine beschwert."
    Wenn Du ihm was vorlegen willst, dann die Studien über die Messung der Empfindlichkeit.
    Die Sorrells Studie - Beschneidung

    Doch das könnte man einem Mann den Unterschied zu erklären versuchen, indem man dem beschnittenen Mann erklärt bzw. fragt: "Was denkst du wie intensiv kann ein Mann, der mit 7 Jahren nur ca. 40% seines Sehvermögens hat die Farben wahrnehmen?" Das könnte man auf den Verlust der Vorhaut und der daraus folgenden Desensibilisierung der Eichel übertragen. Oder eben auch den Test mit der Zahnürste am Gaumen und mit einer Zahbürste die Eichel "bearbeiten".

    So könnte ein als Kind beschnittener event. ahnen, was er an Sensibilität verloren hat bzw. so hätte er den direkten Vergleich!

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

    2 Mal editiert, zuletzt von Aphrodite (10. November 2012 um 16:28)

  • Theresa ist ja offensichtlich etwas ratlos, wie man einen Mann zur "Erleuchtung" bringen kann. Ob es ihr wohl helfen kann, wenn die betroffenen Männer erzählen, wie sie selbst zur " Erleuchtung" gekommen sind?
    TayfunAksoy spricht z.B. davon, dass seine Partnerin nicht mehr "aus Mitleid" mit ihm schlafen wollte. Ich frage mich, warum er die nicht umgehend niedergemacht hat...:)

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Es sei denn ihr meinst mit Website nicht das Forum, sondern BVJ.de

    Ja natürlich. Es geht ja erst einmal um Information.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Damit wäre ich sehr vorsichtig. Einerseits gibt es für ihn kein Problem, das Problem ist also - in seinen Augen - von dir "erfunden",

    Er sagt vielleicht, es gäbe für ihn kein Problem. Er nimmt es dann nur nicht wahr. Das Problem existiert, weil es Theresa so empfindet. Wenn er gereizt auf das Thema reagiert, dann ist das kein Ausdruck dafür, dass er an diesem Punkt mit sich im Reinen ist. Sonst könnte er gelassen damit umgehen. Also ist da was. Die Frage bleibt für Theresa: versuchen aufzudecken oder zuzudecken. Das wird davon abhängen, ob sie in ihrer Beziehung andere Seiten in von Vordergrund stellen kann, aber eventuell auch von ihrer Leidensfähigkeit.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Zitat von »Guy«

    Es sei denn ihr meinst mit Website nicht das Forum, sondern BVJ.de
    Ja natürlich. Es geht ja erst einmal um Information.

    Vielleicht ist es sogar besser, wenn man den betroffenen Partnern der Frauen zuerst sogar dieses Forum zeigt. Was gibt es Glaubwürdigeres und Authentischeres als die Berichte und die Diskussionen von direkt betroffenen?

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Dann stellt ihr Mann aber die Vertrauensfrage...
    Soll dieses Thema in die Quarantäne, Theresa?

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Er sagt vielleicht, es gäbe für ihn kein Problem. Er nimmt es dann nur nicht wahr.


    Das ist das Hauptproblem. An diesen Punkt muss man(n) erst mal kommen. Bei mir war das ein sehr langer und schmerzvoller Weg und ich hab vollstes Verständnis für jeden beschnittenen Mann, wenn er nicht glauben kann und will, dass er nicht der perfekte Liebhaber ist. Diese Märchen von der Hygiene, vom besseren Aussehen und von der unübertroffenen Standhaftigkeit brennen sich tief ein, glaubt mir.
    Quasi von "aussen" gesagt zu bekommen, dass das nicht stimmt, nützt da wenig.
    Ein Mann muss das selber merken.
    Als mein Sohn beschnitten werden sollte, war ich sofort dafür. Meine Frau jedoch dagegen. Wieso?
    Als ich meinen Sohn in der Badewanne mit dem Waschlappen gewaschen habe zuckte er vor Schmerz zurück. Warum?
    Als ich meine Eichel mit Gesichtspeeling bearbeitet hab, spürte ich nichts. Das Denken und Hinterfragen setzt langsam ein. Stück für Stück.
    Und so einen Weg der Erkenntnis muss jeder selbst gehen. Der kann so umständlich sein wie bei mir oder auch anders, einfacher.
    Aber indem er gesagt bekommt: "Du bist ein Sexkrüppel" wird kein beschnittener Mann nachdenken.
    Leider.

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • "Du bist ein Sexkrüppel"

    Das wäre auch die Holzhammermethode. Und in Anbetracht der erlittenen Verletzung auch völlig unangemessen. Da könnte nur Widerstand kommen, aber keine Einsicht. Ich denke schon, dass die Situation viel Einfühlungsvermögen benötigt. Aber das ist m.E. mit anderen innerpersönlichen Konflikten, die auf ein andersartiges Trauma zurückgehen und zu Beziehungsstörungen führen, nicht anders. Und es stellt sich jedesmal für den Partner die gleiche Frage: damit leben und nicht dran rühren, weil es dann konfliktarm läuft, oder die Belastungen sind so groß, dass nur eine Aufarbeitung eine glückliche gemeinsame Zukunft ermöglicht. In diesem Fall wird es nicht ganz ohne einen gewissen Leidensdruck gehen: ohne diesen besteht keine Veranlassung etwas zu ändern. Für diesen Leidensdruck kann es schon genügen, wenn einer der Partner beharrlich und geduldig und ohne Vorwürfe das Gespräch sucht.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

  • Das wäre auch die Holzhammermethode. Und in Anbetracht der erlittenen Verletzung auch völlig unangemessen. Da könnte nur Widerstand kommen, aber keine Einsicht. Ich denke schon, dass die Situation viel Einfühlungsvermögen benötigt. Aber das ist m.E. mit anderen innerpersönlichen Konflikten, die auf ein andersartiges Trauma zurückgehen und zu Beziehungsstörungen führen, nicht anders.

    O ja, es braucht viel Fingerspitzengefühl mit dem Mann, den man liebt, über die Sexualität zu reden, bzw. über sexuelle Störungen zu reden und sehr wahrscheinlich wird die Frau auf taube Ohren stossen.
    Aber so kann die Partnerschaft nicht weitergeführt werden, vor allem wir Frauen hier, die begonnen haben zu überlegen, warum etwas anders ist!

    Jüdische und muslimische Frauen, welche meistens einen Mann aus ihrem eigenen Kulturkreis und Religion heiraten, haben keine Vergleichsmöglichkeiten und wissen nicht, wie die Sexualität mit einem intakten Mann ist! Aber Europäerinnen haben gute Vergleichsmöglichkeiten und merken manchmal einen deutlichen Unterschied zu ihrem Nachteil.

    Wenn manche beschnittene Männer an vorzeitigem Samenerguss leiden, so können die Frauen kaum Schmerzen spüren, denn es ist schon vorbei, bevor es richtig begonnen hat!
    Es wäre aber auch eine Erpressung, wenn die Frau dem Mann sagt, wenn du nicht mit mir darüber reden möchtest und mit mir gemeinsam eine Lösung suchen möchtest, dann nehme ich mir einen Intakten. Hier in Europa ist es für uns Frauen einfacher!

    Reicht aber den beschnittenen Männern die Tatsache nicht aus, dass sie intakt geboren wurden, um sich selber die Frage zu stellen: "was wäre anders oder wie würde ich sexuell empfinden, wenn ich die Vorhaut noch hätte?"

    Jeder als Kind oder schon als Säugling Beschnittene, erkennt früher oder später, dass ihm "etwas" abgeschnitten wurde, dass ihm die Vorhaut nicht von alleine abgefallen ist!
    Wann habt ihr das erkannt Männer und verdrängen die meisten -ausser ihr hier - das Trauma?

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • O ja, es braucht viel Fingerspitzengefühl mit dem Mann, den man liebt, über die Sexualität zu reden, bzw. über sexuelle Störungen zu reden und sehr wahrscheinlich wird die Frau auf taube Ohren stossen.
    Aber so kann die Partnerschaft nicht weitergeführt werden, vor allem wir Frauen hier, die begonnen haben zu überlegen, warum etwas anders ist!


    Da hast Du recht!

    Bei uns ist es nur so, wir leben damit schon 20 Jahre. Unser Glück ist, dass wir so gut zusammenpassen. So wie ich ihn einschätze würde er die Seite nicht lesen, wenn ich sie ihm zeig, er müsste selbst darauf kommen.

    Er ist jetzt mitte 40 und ich merke, wie er anfängt nachzudenken, dass mit ihm was nicht stimmt, aber seine Gedanken gehen richtung impotenz durch das älterwerden, wenn er noch mal sowas erwähnt, werde ich nächstes mal fragen ob es nicht an der Beschneidung liegen könnte, dann merke ich gleich, wie er darauf reagiert.

  • Das ist ein guter Ansatz. Ein Gedanke ist dann überzeugend, wenn er von einem selbst kommt. Bring ihn in die richtige Richtung, aber stoß ihn nicht direkt drauf. Wenn er selber nachdenkt und zu diesem Schluss kommt, dann ist er auch überzeugt davon!

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • "Wegen dir hab ich ein schlechtes Gewissen" "Ich schlaf doch nicht aus Mitleid mit dir"
    Und da hat meine Partnerin völlig Recht. Die einzige Lösung ist die Trennung bei mir, denn ich werde bis zum Tod den Anspruch auf ein intaktes Genital nicht aufgeben.
    Und diese Einstellung hat nunmal konsequenzen für die Psyche und die Sexuelle Wahrnehmung.

    Wenn ihr eure Männer zwingt sich damit auseinanderzusetzen, werden sie auch Konsequenzen bekommen. Ich zähle mich zu den schmerzhaft "Erleuchteten", denn ich kenne die Wahrheit, verdränge sie nicht und sie schmerzt und wirkt.
    Wir sollten diesen Schmerz verbreiten und somit dafür sorgen, daß wir die letzte Generation sind, die MGM Male Genital Mutilation legal betreiben. Unsere Nachfolger können weiblich wie männlich aber vorerst in Deutschland: Genital unberührt intakt und wirklich Selbstbestimmt aufwachsen.

    Ja so muss es sein, man(n) muss den Schmerz verarbeiten, stimme dir voll und ganz zu! Es braucht ein "Wachrütteln" von anderen, immer von anderen indirekt Betroffenen und das sind die Partnerinnen. Danke für dein schönes Statement und für deinen Mut, dich öffentlich bei Facebook, dazu zu äussern! Respekt von meiner Seite! :thumbup:

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Zitat

    Damit wäre ich sehr vorsichtig. Einerseits gibt es für ihn kein Problem, das Problem ist also - in seinen Augen - von dir "erfunden", Teresa

    Nun ich würde ihm als Frau sagen, ich habe nichts erfunden, was nicht schon da ist! Oder habe ich all die wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien selber gemacht, welche die Spätfolgen der Beschneidung schwarz auf weiss dokumentieren? Ich habe mich nur vor den PC gesetzt und recherchiert. Abgesehen davon würde ich ihm die Frage stellen: "Glaubst du ein Mann mit Vorhaut und ohne Vorhaut fühlt das Gleiche?" oder "Wer glaubst du bekommt schneller Hornhaut an den Füssen, ein Mann der immer barfuss läuft oder einer der immer Schuhe trägt und welcher von diesen zwei ist kitzliger an den Fusssohlen?". Wenn sie ihm noch diese Bilder zeigt...Vergleich: Beschnitten vs Intakt - Beschneidung von Jungen
    ...dann kann er glaube ich nichts mehr sagen oder zumindest wird er beginnen sich im stillen Kämmerlein Gedanken zu machen.

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Dann stellt ihr Mann aber die Vertrauensfrage...
    Soll dieses Thema in die Quarantäne, Theresa?

    Die Antwort darauf könnte sein: "Ist dir denn lieber, wenn ich öffentlich über meine Erkentnisse spreche, welche sexuellen Probleme wir wegen der Beschneidung haben ODER ist dir lieber, wenn wir das in der Quarantäne (anonym und unter uns) besprechen? Oder ist dir gar lieber, wenn ich dich verlasse und mir einen intakten Mann suche?"

    Sorry Guy, aber wir Frauen sind nicht verpflichtet unser einziges Leben mit einem beschnittenen Mann zu verbringen, der sich weigert hinzuschauen und das Aussmas des ihm zugefügten Leids zu erkennen! Nein, Guy ich halte nichts davon, den Kopf in den Sand zu stecken und so tun als wäre unser Sexualleben das perfekteste auf der Welt! Den Mann mit den knalharten Fakten (deine empfohlene Links sind wohl die Richtigen!) zu konfrontieren ist zwar ein zweites Trauma und Schlag ins Gesicht aber nur so kann der seelische Heilingsprozess einsetzen. "Weguer" hat mal geschrieben die Wunden sind nur zugedeckt aber sie sind nicht wirklich verheilt. Recht hat er! Die muss man abdecken, damit sie heilen können. Das machen auch Therapeuten in einer Traumatherapie!

    Informationen zum Entstehen und der Behandlung psychischer Traumata

    http://de.m.wikipedia.org/wiki/Psychotraumatologie#section_3

    Mit Warten und das Problem unter den Tepich kehren, wird das Sexualleben nicht schöner, sondern im Laufe der Jahre noch schlechter. Einmal ist genug und einer Frau platzt der Kragen! Und ich dachte dieses Forum redet Tacheles über die Beschneidung und sagt was Sache ist: sie ist eine Genitalversümelung mit lebenslangen psychosexuellen Folgen und keine Lappalie! Wir Frauen sind auch mitbetroffen und haben das Recht das Problem gemeinsam zu lösen!!!

    "Man muss das Unmögliche versuchen, um das Mögliche zu erreichen" (Hermann Hesse)
    "Die schönste Frucht der Gerechtigkeit ist Seelenfrieden" (Epikur)

  • Zitat


    Nun ich würde ihm als Frau sagen, ich habe nichts erfunden, was nicht schon da ist! Oder habe ich all die wissenschaftlichen Untersuchungen und Studien selber gemacht, welche die Spätfolgen der Beschneidung schwarz auf weiss dokumentieren? Ich habe mich nur vor den PC gesetzt und recherchiert. Abgesehen davon würde ich ihm die Frage stellen: "Glaubst du ein Mann mit Vorhaut und ohne Vorhaut fühlt das Gleiche?" oder "Wer glaubst du bekommt schneller Hornhaut an den Füssen, ein Mann der immer barfuss läuft oder einer der immer Schuhe trägt und welcher von diesen zwei ist kitzliger an den Fusssohlen?". Wenn sie ihm noch diese Bilder zeigt...Vergleich: Beschnitten vs Intakt - Beschneidung von Jungen
    ...dann kann er glaube ich nichts mehr sagen oder zumindest wird er beginnen sich im stillen Kämmerlein Gedanken zu machen.

    Hallo Aphrodite,

    für mich ist es jetzt nicht so einen Riesen Problem, dass ich ihn mit aller Gewalt vor den Kopf stoßen muss, auch wenn ich jetzt mit ihm rede, es ändert nichts, er bleibt beschnitten und wird es auch immer sein. Nur falls er mir mal wieder Vorwürfe macht, oder er sich wunder, dass mit ihm etwas nicht stimmt, dann kann ich ihn darauf aufmerksam machen.

    LG Theresa

  • Aphrodite

    Vielen Dank für die Hinweise auf die Traumatherapie.

    In den Artikel werden aber zwei der wichtigsten Aspekte nicht bzw. nicht ausreichend gewürdigt.

    1. Der Traumatisierte muss die Therapie,d.h. die ihn mit der Erinnerung an das Trauma konfrontiert, selbst WOLLEN.

    2. Der Traumatisierte muss ein Höchstmass an Vertrauen zum Therapeuten, der ihn begleitet, haben.

    "Man muss diese versteinerten Verhältnisse dadurch zum Tanzen zwingen, dass man ihnen ihre eigne Melodie vorsingt!" K.M.

  • Reicht aber den beschnittenen Männern die Tatsache nicht aus, dass sie intakt geboren wurden, um sich selber die Frage zu stellen: "was wäre anders oder wie würde ich sexuell empfinden, wenn ich die Vorhaut noch hätte?"

    Jeder als Kind oder schon als Säugling Beschnittene, erkennt früher oder später, dass ihm "etwas" abgeschnitten wurde, dass ihm die Vorhaut nicht von alleine abgefallen ist!
    Wann habt ihr das erkannt Männer und verdrängen die meisten -ausser ihr hier - das Trauma?

    Das war mir irgendwie schon immer klar, zumal ich in einem sozialen Umfeld aufgewachsen bin, in dem Beschneidung nicht üblich ist. Allein schon das Bewusstsein, das mir da was fehlte, was die anden hatten, hat Komplexe verursacht... besonders schlimm war das in der Schulzeit. Ich denke aber, wer in einem kulturellen Umfeld aufwächst, wo die Beschneidung normal ist, dem von seinem Umfeld stets eingeredet wird, dass das hygienischer und gesünder sei, oder sogar zum Mann- sein dazugehört oder zur errebten Religion oder Kultur, für den ist der Weg zur Einsicht, dass da etwas nicht in Ordnung ist , erheblich schwerer und steiniger. Und wenn diese Erkenntnisse dann auch noch von außen herangetragen werden, melden sich erstmal Abwehrrreflexe, vor allem wenn man die Beschneidung selbst nie als problematisch empfunden hat. Die Erkenntnis muss schon irgendwie aus einem selbst kommen. Andererseits: Wer wirklich keine Probleme damit hat, und dessen Sexleben für sich und die Partnerin / dem Partner trotz oder wegen der Beschneidung gut läuft, dem sollte man auch keine einreden...

  • Der Traumatisierte muss die Therapie,d.h. die ihn mit der Erinnerung an das Trauma konfrontiert, selbst WOLLEN.

    um sie zu WOLLEN muss er einen Leidensdruck haben - ohne diesen besteht keine Veranlassung, etwas ändern zu wollen. Wenn jemand mit einem verdrängten Trauma gut lebt, dann ist es Unsinn, ihn mit der Nase darauf zu stoßen. Wenn aber seine Umgebung unter den Wirkungen dieses Traumas leidet, dann kann sich schon die Frage stellen, ob die Umgebung, die/der PartnerIn nicht ein Recht hat, auf eine Änderung hinzuwirken. Der Weg ist dabei das Entscheidende. Es gibt welche, die zu einem Erfolg führen und andere nicht.

    Aufrichtig zu sein kann ich versprechen, unparteiisch zu sein aber nicht. (JWvG)
    Auch für die Religionsfreiheit gilt: "Freiheit ist immer nur die Freiheit des anders Denkenden." (R.Luxemburg)

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