Quarks (WDR): "Ist eine Beschneidung für Jungs medizinisch sinnvoll?"

  • Der WDR hat mit Quarks neulich ja einen kleinen Beitrag über die Beschneidung veröffentlicht, der ganz in Ordnung war.
    Warum auch immer wurde jetzt auf Facebook ein Post veröffentlicht, der die Nachteile und vermeintlichen Vorteile der Zirkumzision bei Jungen (!) darstellen soll.
    Dieser ist leider absolut unterirdisch:

    Als Vorteil wird wieder mal das Hygieneargument angeführt, es würde sich weniger "Schmiere" an der Eichel bilden.

    Auch solle die Beschneidung ja bei manchen Erkrankungen nötig sein, wie z.B. Harnwegsinfekten. Das ist zum einen so Allgemein natürlich falsch (steht auch in der zitierten Leitlinie). Zudem ist es einfach eine gängige Unsitte, es als generelles Pro-Argument verkaufen zu wollen, dass der Eingriff in (seltenen) Fällen medizinisch nötig ist. Analog würde es ja auch dafür sprechen den Blinddarm bei Jungs zu entfernen, da hier auch "Bestimmte Erkrankungen bei Jungs gelindert werden können".

    Vollkommen absurd und hirnrissig ist auch dieses Pro-Argument:

    Wenn es soweit ist: kein schmerzhafter Geschlechtsverkehr bei einer zu enger Vorhaut

    Zitiert wird neben den Leitlinien und Stehr (wohl nicht richtig durchgelesen) u.a. auch Morris.

    Dieser Post ist eine absolute Frechheit von einem vermeintlichen "Wissenschaftsmagazin", finanziert durch Zwangsbeiträge.
    Das darf eigentlich nicht so stehen gelassen werden

    Quelle

  • Das dieser Artikel mangelhaft ist steht fest.
    Allerdings was man positiv sehen muss ist wie viel Contra da zu in den Kommentaren stattfinden auf Facebook und Instagram.

    Und was die zwangsgebühren Angeht:

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    WDR 5 Quarks: "Beschneidung: Ist sie medizinisch sinnvoll?"

    zur Info: Sendung zum Thema "Jungenbeschneidung" auf Arte am 23.07.

    Auch alles Gebührenfinanziert pro Vorhaut.

    Was ich mich Frage ist ob die Quarks Radio Redaktion mit der Social Media Redaktion identisch ist.
    Die haben ja einen relativ guten Radiobeitrag gemacht.

  • Auch alles Gebührenfinanziert pro Vorhaut.

    Ausnahmen bestätigen die Regel. Es gibt eine lange Liste von Gegenbeispielen. Ich erspare es mir jetzt, die alle aufzuzählen. Am schlimmsten war es zu dem Zeitpunkt als die Würfel gefallen sind: im Jahre 2012.
    Aber auch danach. Nur ein Beispiel, noch gar nicht so lange her, beim skandalumwitterten rbb:

    Unglaublich: der rbb macht kostenlose Reklame für "professionelle" Beschneidung mit EMLA-"Anästhesie"!

    Dass die Legitimität der religiös oder traditionsmotivierte Genitalverstümmelung von Jungen (von Mädchen wird ja laufend) beim ÖRR in Frage gestellt wird - oh-oh! Tabu, da kann man sich ja nur die Finger verbrennen!

    There is no skin like foreskin

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