Ferda Ataman zur Antidiskriminierungsbeauftragten gewählt

  • Irgendwas war da, ja (wobei es wohl angeblich etwas falsch interpretiert wurde). Sie bezeichnet sich selber als "Diversity-Expertin". Gehört zu ihrer Vorstellung von Diversity auch ein in der Kindheit zwangsweise beschnittener Penis?

    Einmal editiert, zuletzt von Rush (7. Juli 2022 um 20:10)

  • Irgendwas war da, ja (wobei es wohl angeblich etwas falsch interpretiert wurde). Sie bezeichnet sich selber als "Diversity-Expertin". Gehört zu ihrer Vorstellung von Diversity auch ein in der Kindheit zwangsweise beschnittener Penis?

    für was es heute alles "experten" gibt ist auch der Wahnsinn

  • Die "nicht binären" haben es besser. Denen darf die Vorhaut nicht abgesäbelt werden. Dank §1631e BGB.


    Zitat von Gesetzentwurf

    bb)
    Beschneidung bei Jungen
    Die Beschneidung der Vorhaut von Jungen ist in § 1631d BGB speziell geregelt. [sehr speziell sogar]
    Auf die Beschneidung der Vorhaut eines Kindes, das nicht männlich im Sinne des § 1631d BGB ist (also auch eines Kindes mit einer Variante
    der Geschlechtsentwicklung), ist § 1631d BGB dagegen nicht anzuwenden.

    Glück gehabt!

    Drei Arten Vorhäute, drei verschiedene Schutzlevel. Und das ist lt. Anna-Sophia Weber keinesfalls bizarr.

    There is no skin like foreskin

  • Ferda Ataman hatte ihren ersten öffentlichen Auftritt. Sie beklagt natürlich ganz doll Diskriminierung (dafür wird sie ja bezahlt), natürlich auch wegen des Geschlechts (natürlich nur bei Frauen!).

    So sollten die Fristen für Beschwerden verlängert werden - von den bisher geltenden acht Wochen sei ein Jahr. Denn zum Beispiel bräuchten Frauen, die sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz erlitten haben, oft etwas länger, um den Vorfall zu melden.

    Ja und erst mal Männer, die wegen ihres Geschlechts

    Zitat von §1631d BGB

    Beschneidung des männlichen Kindes

    genital verstümmelt wurden - klare Diskriminierung! - die können nicht "innerhalb von acht Wochen" Beschwerde einlegen. Die können da z.T noch gar nicht sprechen.
    Aber ob sich Ataman (Die Familie ihres Vaters ist jüdisch-sephardischer Herkunft, die Eltern wanderten 1983 aus der Türkei ein) über diese Diskriminierung auch nur einmal nachgedacht hat?

    Googelt man nach "ferda ataman" "beschneidung" findet man anscheinend nicht eine Aussage zu BGM. Und "keine Aussage" kann auch eine Aussage sein.

    Ataman sollte sich für eine nicht-diskriminierende Frist einsetzen. Dass Männer auch - wie Frauen (§226a StGB) - noch Jahrzehnte nach ihrer Verstümmelung - nicht nur "Beschwerde" einlegen könnten.

    There is no skin like foreskin

  • Genau, keine Aussage ist eben auch eine Aussage. Zudem hat sie neulich etwas von der Amadeu Antonio Stiftung retweetet. Zeigt wahrscheinlich wes Geistes Kind sie ist, zu der Stiftung gab es hier auch mal Posts.

  • Für viele Anthropologen ist eigentlich so ziemlich alles OK und schützenswerte "Kultur", was irgendwelche Ethnien mit den Körpern von Kindern ver[an][un]stalten. Auch mit Mädchen, und nicht nur mit den Genitalien.
    Ist doch VIELFALT!

    Das übliche Gesabbel. Eintreten für Kinderrechte sei ein "Ressentiment". Wer hat den eine Ressentiment gegen das vollständige Jungen-Genital?

    There is no skin like foreskin

  • Juden leben in Deutschland natürlich in der Minderheit, sie leben in der Diaspora insgesamt in der Minderheit, sie sind allerdings hochgradig integriert.

    Ein Teil der Juden bestimmt. Aber wer Jungen genitalverstümmelt ist zumindest in Hinsicht auf das Grundrecht auf körperliche Unversehrtheit hier nicht integriert, schon gar nicht "hochgradig". Ganz egal, ob er Jude oder Muslim oder sonst was ist.
    Genitalverstümmelung von Kindern wird von einer überwältigenden Mehrheit der Deutschen strikt abgelehnt. Nicht nur die von Mädchen, auch die von Jungen.

    There is no skin like foreskin

  • Mit Josef Schuster vom Zentralrat der Juden hatte sie jetzt wohl auch ein gutes Gespräch und freut sich auf gute Zusammenarbeit (siehe Twitter). Klingt nach wenig Hoffnung für die Vorhäute der männlichen Kinder in Deutschland.

  • Also ich glaube das es leider aus Eigenschutz eine Jüdische Parallelgesellschaft gibt bzw. sich seit dem Anschlag auf ein Jüdisches Altenheim in München 1970 bei dem 7 Menschen ums Leben kamen entwickelt hat.

    Schaut euch einfach das gesicherte Schulgebäude am Anfang an.

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  • Dass mehr als 25% der Bevölkerung "antisemitisch" ist glaube ich nimmer. Bei Lamya Kaddor sind es dann schon 30%, immer feste druff, da geht doch noch was!
    Es wird aber nie gefragt, wie viel % der Juden "antigoiistisch" sind. Oder der Muslime "Anti-Kufr".
    Könnte es ja auch geben. Alles drei ist Mist.


    "Die Schüler sind fast alle jüdisch" So was ähnliches kenne ich aus meiner Jugend. Hier die Katholen, da die Evangelen.
    Dass man die Kinder von einander trennt ist ein großer Fehler. So entstehen die ganzen Vorurteile.
    Da gibt es dann gegenseitiges Mobbing, habe ich selbst erlebt.
    Später wurden wir gemischt, wurde die Trennung aufgehoben - das war viel besser.
    Ob man evangelisch oder katholisch war spielte keine Rolle mehr, sondern, wer mehr Tore beim Fußball geschossen hat.
    Dann kommt es natürlich auch zu Freundschaften mit welchen von "den anderen". Dann sieht man, dass die im Grunde gar nicht anders sind.

    "Auch offen für Kinder anderer Religionen" - da würde einen mal interessieren wie viel % Muslime und Christen an dieser Schule sind.

    "Der Schulleiter möchte die Kinder darin bestärken, selbstbewusst jüdisch zu leben" "Er möchte sie in ihrer Identität stärken" Die muslimischen und christlichen Kinder der "offenen" Schule?

    "Wir feiern die jüdischen Feiertage, wir feiern keine christlichen Feiertage" - das hört sich ja verdammt "offen" an. Warum sollten christliche oder muslimische Eltern ihre Kinder an eine solche Schule schicken?


    Zitat von Yael

    Zum Beispiel früher, als ich klein war, war ich immer an Geburtstagen und es gab immer chicken nuggets und ich war immer voll traurig, weil ich keine essen konnte, ich war eine der einzigen.


    Das ist eben auch eine Form von "Abgrenzung", von Selbst-Abgrenzung. "Furchtbar traurig" - ja, das ist grausam, wenn man mit ansehen muss, wie alle anderen die chicken mit größten Genuss essen.


    Mich macht das auch traurig. Weil ich das aus meiner Kindheit noch kenne. "Freitags darf man auf keinen Fall Fleisch essen!"
    Und dann ist man als kleiner Junge an einem Freitag in der großen Stadt, hat furchtbaren Hunger, und dann duftet es von einem Imbiss so köstlich nach Bratwurst und dann wird der kleine Junge schwach und gibt sich der "Sünde" hin, und die Wurst schmeckt so richtig lecker und der Junge hat anschließend ein ganz furchtbar schlechtes Gewissen... ?(

    "Groß zu werden, da gehört Spaß dazu" Zum Beispiel mit großen Augen zuzuschauen, wie die anderen sich die nuggets reinhauen. ?(

    Und das ist dann der "Vorteil" einer religionsspezifischen Schule, dass man dort mit solchen Leckereien (chicken nuggets) erst gar nicht konfrontiert wird.

    "Wenn Juden immer so abgegrenzt werden von den anderen"

    Ob sich vielleicht auch manche Menschen selbst abgrenzen von den anderen? Und gerade religionsspezifische Schulen dazu beitragen?


    Zitat

    Unter ihnen ist auch Lamya Kaddor. Eine bekannte liberale Muslimin.

    Also "liberal" im Sinne von "leben und leben lassen" (die Vorhaut) ist die jetzt nicht gerade.


    Es wird darauf zu achten sein, dass der Bau eines Spielplatzes nicht automatisch den Vorzug erhält, Eltern weiterhin die Entwicklung ihrer Kinder bestimmen dürfen und die Religionsfreiheit gewahrt bleibt. Bei Letzterem wird insbesondere die rituelle Beschneidung von Jungen im Judentum und im Islam wieder ins Zentrum rücken. Deren Gegner spitzen bereits die Federn.

    Die Gegner der Jungen-Vorhaut wetzen zigtausend mal pro Jahr ihre Messer. Dann doch besser Federn spitzen.

    Frau Kaddor kämpft ja bekanntlich gegen "den Unsympath namens Volk". Anti-Germanismus?

    Aber um auf den Punkt zurück gekommen: Verlust der Vorhaut schützt vor Anschlägen nicht. Kein bisschen.
    Die Genitalverstümmelung von Kindern ist auch ein Mittel der Abgrenzung. Ein irreversibles.

    Dass es solche Anschläge auf jüdische Einrichtungen gab und weitere zu befürchten sind ist furchtbar traurig und macht einen wütend.

    There is no skin like foreskin

  • 2012 hat Frank Schwabe für das Beschneidungsgesetz gestimmt.


    Mir war dieser Mann bis jetzt nicht wirklich bekannt. Als ich mich nun über ihn schlau gemacht habe bin ich auf einen interessanten Aspekt gestoßen:

    Beschneidung war das Thema, das mich so sehr umgetrieben hat, wie kaum eines in den letzten 7 Jahren. Ich habe immer wieder hin und her überlegt und abgewogen. [...] Ganz am Ende hat bei einer so wichtigen Frage, die tief in die persönliche Situation von Kindern und Familien eingreift, auch meine Lebensgefährten einen entscheidenden Impuls gegeben.

    Ich selbst bin evangelischer Christ, der sich in den vergangenen Jahren im Glauben weiterentwickelt hat. [...] . Geändert hat sich das erst durch meine Frau. Sie stammt aus Nigeria. Für sie spielt der Glaube eine zentrale Rolle im Leben. Allerdings kommt sie von einer anderen Form von Religionsausübung, auch durch anders praktizierte Gottesdienste. Auf dieser Ebene mussten wir erst zusammenfinden – aber es ist gelungen.

    Ich lasse das jetzt mal unkommentiert;)

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