Alternative Behandlung statt kortisonhaltige Salbe -> Weihrauchsalbe eventuell ergänzt mit Schwarzkümmelsalbe -> Erfahrungen?

  • Hallo,

    mein 10 jähriger Sohn hat vom Hausarzt und einem Kinderchirurgen die Diagnose einer hochgradigen Phimose bekommen, so dass eine Operation medizinisch indiziert wäre.

    Da Kortison nicht gerade nebenwirkungsfrei ist, ist mein Ansatz mit dem natürlichen biologischen Pedant d.h. Weihrauch es zu versuchen ähnlich gute Ergebnisse zu erzielen. Mit Schwarzkümmel in Kombination soll Weihrauch noch besser wirken. "Tipp: Kombinieren Sie Boswellia serrata mit Schwarzkümmelöl, um die besten Ergebnisse zu erzielen." Quelle: http://mit-phytaminen-heilen.com/heilpflanzen/boswellia.html


    http://www.phytodoc.de/naturheilkunde…zliche-cortison
    https://weihrauch-experten.de/weihrauch-als-cortison-ersatz/#


    Hat jemand schon diesen Ansatz versucht? und Erfolge verzeichnet?
    https://www.amazon.de/Weihrauch-Crem…=weihrauchsalbe
    https://www.amazon.de/Das-Gute-aus-I…%C3%BCmmelsalbe

    Ich werde versuchen, diesen Ansatz mit meinem Sohn in den nächsten Wochen und hoffentlich nicht Monaten zu verfolgen, um die Phimose auf alternative Weise zu überwinden. Über Tipps freue ich mich.


    Viele Grüße

  • mein 10 jähriger Sohn hat vom Hausarzt und einem Kinderchirurgen die Diagnose einer hochgradigen Phimose bekommen, so dass eine Operation medizinisch indiziert wäre.


    Hallo Rolf,

    schön das Du uns an dem Problem teilhaben lässt und willkommen im Forum. Ich habe oben diesen Satz zitiert, da ich dort ein kleines deja-vu habe. Zuerst möchte ich erwähnen, dass eine hochgradige Phimose keinen medizinischen Eingriff indiziert. Es gibt zwei Arten von Phimosen: Die kindliche Phimose und die krankhafte (Narben-)Phimose. Erstere ist ein völlig normaler Zustand bei Kindern, der zweite könnte eine Beschneidung rechtfertigen. Der Begriff hochgradige Phimose differenziert leider nicht zwischen natürlich/angeboren und krankhaft/erworben.

    Das schlimme ist, viele (Fach-)Ärzte wissen nicht einmal das es dort einen Unterschied gibt. Darum auch nur hochgradige Phimose, ich habe von einem deja-vu gesprochen, vor 15 Jahren haben sie mich als Kind mit der selben fadenscheinigen Indikation verstümmelt und dabei hatte ich nachweislich eine kindliche, nicht behandlungsbedürftige Phimose (weshalb jetzt auch der Rechtsanwalt dort tätig ist). Die Kinderärzte schicken die Kinder reihenweise zu den Urologen, Kinderchirurgen, usw. Und wenn die Eltern dann fragen, ob es denn dort ein Problem gibt, braucht der Doc nur noch ja zu sagen und die Kasse klingelt. Das kommt auch heute noch VIEL zu häufig vor.

    Nach dem was du schilderst gehe ich davon aus, dass dein Sohn eine kindliche Phimose hat. Solange der jetzt Zustand deinen Sohn gegenwärtig keine Probleme oder Schmerzen bereitet, darf dieser Zustand sogar auch noch ein paar Jahre länger existieren.

    Hat dein Sohn denn über Probleme geklagt, oder gibt es nur einen Arzt der euch einreden will, das er Probleme bekommen könnte?Trifft letzteres zu, würde ich einen weiten Bogen um den Arzt machen.

    Ihr könnt versuchen mit einer Salben Therapie die Engstelle zu erweitern, alle "Manipulationen" sollten aber ausschließlich durch deinen Sohn durchgeführt werden. Ich muss gestehen, ich kannte bisher nur Cortison, vielleicht kennt sich hier im Forum noch jemand besser bei dem Thema Salbentherapie aus.

    Grüße Yelock

    Einmal editiert, zuletzt von Yelock (24. August 2017 um 23:19)

  • Hallo Yelock, Ja mein Sohn hat wohl eine kindliche Phimose, denn wir diskutieren dies Thema seit mindestestens 4 Jahren. Das Thema wäre gar nicht aufgekommen wäre er nicht zur U10 Untersuchung gegangen und vor 4 Jahren zur U6 Untersuchung. Mein Sohn hat keine Probleme, keine Schmerzen nichts. Wir waren auch bei einem zweiten Kinderchrirugen, der mit 5,0 Sternen bewertet ist. Er hat nur darauf gesehen und gleich den Bogen zur Operation gezückt, wobei er meinte erwürde nicht operieren, wenn die Eltern verschiedener Meinung sind. Ferner meinte der zweite Kinderchirurg er würde an der Operation höchstens 10€ verdienen und es nicht wegen des Geldes machen. Seit dieser Aussage ist der zweite Kinderchirurg auch bei mir nicht mehr glaubwürdig. Mag sein, dass er nur 10€ verdient, weil er mit den restlichen Einnahmen seine Praxis und Angestellten finanzieren muß.

    Ferner empfahlt er meiner (Ex)-Frau, da wir geschieden sind, wegen dem Thema nicht zum Familiengericht zu gehen. Nun ist sie doch gegangen. Zuerst hat Sie es mit einer einstweiligen Verfügung versuchen wollen. Das hat aber nicht funktioniert, weil keine Eilbedürftigkeit vorlag. Bin gespannt wie es weiter geht. Mein Sohn hat nun einen Verfahrensbeistand und gestern habe ich mit der zuständigen Frau vom Jugendamt gesprochen, die auch mit sprechen darf. Die zitierte eine Krankenschwester, dass eine (kindliche) Phimose sofort behandelt werden müßte, wenn diese medizinisch indidiziert sei.

    Die Kinderpsychologin, die mein Sohnen 2,5 Jahre betreut hat, rät seit 4 Jahren von einer Beschneidung aus wohl auch deinen oben besagten Gründen ab.

    Der Verfahrensbeistand will sich alle Personen anhören, er meinte notfalls wird ein Gutachten erstellt. Für alternative Behandlungsmethoden war er offen.

    Viele Grüße

  • Hallo Rolf,

    ich würde mir nicht so viel Sorgen wegen der Nebenwirkung des "Cortisons" machen.
    Natürlich, ich kann die Skepsis gegenüber Cortison schon verstehen, Menschen, die z.B. wegen einer chronischen Erkrankung Glucocorticoide "Cortison" in Tablettenform in hoher Dosierung über lange Zeit einnehmen müssen haben oft schwere Nebenwirkungen.

    Das ist aber auch eine ganz andere Anwendung!

    Bei der üblichen Phimosebehandlung kommt eine Creme mit nur 0,05 % Betamethason lokal auf der Haut zum Einsatz, und nur eine sehr begrenzte Zeit.
    Schwere oder dauerhafte Nebenwirkungen sind da nicht zu erwarten. Und die Erfolgsquote ist sehr hoch.

    Ich würde einen Arzt suchen der Erfahrung mit der konservativen Behandlung von Phimose hat. Der kann auch klären, ob überhaupt eine Behandlung notwendig ist. Das kann sich auch durch den in der Pubertät einsetzenden Hormonschub noch auswachsen.

    Die Wirkung der Betamethason-Salbe ist u.a. , dass sie die Haut dehnbarer macht. Eine Salbe, die allein entzündungshemmend wirkt kann das nicht.

    There is no skin like foreskin

  • Servus Rolf, auch von mir ein herzliches Willkommen,

    wie mir scheint, ist da nicht die Phimose das Problem, sondern mehr deine Ex, die Mutter deines Sohnes?

    Die will diesen Eingriff, und du nicht? Will sie dir eins auswischen, hat die einen kulturellen Hintergrund oder warum will sie euren Sohn unbedingt beschneiden lassen?

    Die ist echt schon vor Gericht, um diesen Eingriff auch ohne deine Zustimmung machen lassen zu können?

    Mein Sohn hat nun einen Verfahrensbeistand und gestern habe ich mit der zuständigen Frau vom Jugendamt gesprochen, die auch mit sprechen darf

    Für diese beiden, druck denen den "Mann oh Mann" Flyer vom BVKJ aus:
    https://www.kinderaerzte-im-netz.de/fileadmin/pdf/bvkj/oh-mann.pdf

    Ärzte, an die ich mich an deiner Stelle direkt wenden würde (von denen ich mir sicher bin, dass sie da in deinem Sinne helfen können)

    Dr. Thomas Kreutzig-Langenfeld (den kannst du direkt auf onmeda im Forum Männergesundheit dazu befragen)
    Dr. Bühmann
    Prof. Maximilian Stehr
    Dr. Christoph Kupferschmid


    Der Verfahrensbeistand will sich alle Personen anhören, er meinte notfalls wird ein Gutachten erstellt

    Hör mir mit Gutachten auf...und falls der Fall (wie bei mir) von einem Urologen begutachtet werden sollte, der auch Beschneidungen aus kultureller Indikation anbietet...dann bin ich mir sicher--->OP...und zwar radikal, dass einzige was sicher hilft...

    Und nun zum Kleineren Problem, die Phimose deines Sohnes: in vielen Fällen reicht schon eine Badewanne mit warmen Wasser, und da soll dein Sohn regelmäßig üben und dehnen, vor sonstigen Salben...

    Was das ganze mit deinem Sohn macht, ein Körperteil von ihm als Zankapfel, lauter Ärzte die an seinem intimsten rumfummeln, ein Verfahrensbeistand, Jugendamt...wegen so was banalem und normalen...ich kann mich da nicht reinfühlen, den bei ganz üblen Sachen, da kickt es mich raus...

    Vielleicht kann auch die Kinderpsychologin deines Sohnes da schauen, dass da schnell ein Deckel raufkommt, damit er schnell aus dem ganzen rauskommt?

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Liebe Forumsteilnehmer,

    danke für die Tipps! Den Flyer "oh mann" habe ich bereits am Mittwoch dem Verfahrensbeistand persönlich übergeben. Wirklich super der Flyer und gut das es so etwas gibt! Großes Lob an die Herausgeber dazu!

    Meine Prozessbevollmächtige RAin wollte den Flyer ins Verfahren noch nicht einbringen ebenso die 4 oder 5 Praxisberichtsbücher zu dem Thema, sondern erst in der mündlichen Verhandlung gegebenenfalls verteilen.

    Den Flyer habe ich natürlich auch meiner Ex Frau per email geschickt.

    Hier ist eher das "kulturelle" Problem, dass die Familie der Mutter meines Sohns, noch nicht den "kulturellen" Wandel der Ärzte mitvollzogen haben, d.h. "vom primären, langfristigen Wohl des Menschen hin zum primären Wohl des kapitalgesunden Ärztesystems und sekundärem Wohl des kurzfristig denkenden Menschen". Mit anderen Worten auch der Schwiegervater (mit ihm habe ich eine ca. 30 min. Diskussion dazu gehabt) und die Mutter sind beide überzeugt, man solle "blind" dem Fachmann, d.h. dem Kinderarzt und der Empfehlung des Kinderchirurgen glauben und folgen. Diese Ansicht vertritt ja auch die Vertreterin des Jugendamts und zunächst auch der Verfahrensbeistand meines Sohnes, sowie der Prozessbevollmächtigte RA meiner Ex-Frau. Meine Ex-Frau hat keinen religiösen Hintergrund um die angebliche Phimose chirurgisch behandeln zu müssen.

    Die Ärzte sind die Fachleute, und wir sind die "dummen", nicht-wissenden Laien und deshalb dürfen die Ärzte sich in Ihren "Geschäftsmodellen" austoben. Die Befürchtung und Wahrscheinlichkeit, dass ein Gutachten nicht Vorhaut-erhaltend ausfallen könnte ist natürlich sehr hoch, wenn es ein Kinderchirurg ausführt, denn er wird nicht das Geschäftsmodell seiner Kollegen beschneiden wollen.

    Wir werden sehen, wie der Fall weiter geht. Warme Badewanne und baden ist vielleicht ein guter Tipp. Wir bräuchten Vorhaut-Freundliche Kinderärzte und Kinderchrirurgen im Raum Süd-Osten Deutschlands, nicht Hessen, Rheinland-Pfalz oder Baden-Würthemberg sondern Bayern. Vielleicht läßt sich ja hier eine Liste dazu veröffentlichen.

    Viele Grüße

  • Warum hat den Sohn mit 10 Jahren nichts mitzureden?!

    Das frag ich mich auch...was meint der zu der ganzen Sache? Möchte er, dass man ihm einen Teil seines Körpers entfernt, obwohl er absolut kein Problem damit hat, sondern nur die Erwachsenen, die meinen das müsse gemacht werden? (was ich mir vielleicht auch vorstellen kann...er sagt das man es machen soll, damit endlich wieder Ruhe ist...)


    Der Verfahrensbeistand will sich alle Personen anhören

    Der soll sich zuerst mal deinen Sohn anhören...

    Mit anderen Worten auch der Schwiegervater (mit ihm habe ich eine ca. 30 min. Diskussion dazu gehabt) und die Mutter sind beide überzeugt, man solle "blind" dem Fachmann, d.h. dem Kinderarzt und der Empfehlung des Kinderchirurgen glauben und folgen. Diese Ansicht vertritt ja auch die Vertreterin des Jugendamts und zunächst auch der Verfahrensbeistand meines Sohnes, sowie der Prozessbevollmächtigte RA meiner Ex-Frau.

    Boahh...da hast du ja ganz schön zu kämpfen...gegen einen Haufen Leute, die nicht auf ihre Gefühle hören und nicht eigenverantwortlich denken wollen, sondern die ganze Verantwortung an "Fachleute" abgeben und sie somit keine Schuld haben?

    Und diese "Fachleute"...die haben nie etwas über Aufbau, Funktion und Wichtigkeit der männlichen Vorhaut gelernt, sondern nur wie man sie entfernt, haben dies schon unzählige male gemacht, und sind somit gar nicht mehr fähig zu hinterfragen, andere Sichtweisen zuzulassen...


    Meine Meinung...was dein Sohn braucht, ist keine Behandlung der Phimose...sondern das er als Mensch ernst und wahrgenommen wird, seine Wünsche gehört werden, Anerkennung und Respekt...

    (warum dein Sohn schon längerem psychologische Hilfe braucht, weiß ich nicht, aber wenn ich die Denkweise deiner Schwiegerfamilie so höre...warum schreit eine so kleine Kinderseele schon nach Hilfe...)

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Lieber Guy, lieber Uro-Experte, lieber Forumsteilnehmer,

    dass Prof. Stehr in Nürnberg ist, habe ich gestern auch entdeckt ich hatte Ihn bislang in Hessen verortet. Bleibt zu hoffen, dass im Falle eines Gutachtens, was ich nicht hoffe, dass es soweit kommt, Herr Prof. Stehr gehört wird. Wer das Gutachten erstellt entscheidet scheinbar das FamGericht. Herr Prof. Stehr ist trotzdem noch ca. 200 km entfernt, wir suchen einen Facharzt-Experten im Süden von Bayern oder besser gar keinen und lösen die Phimose durch das Entwicklungswachstum von selbst, mit Baden und gegebenenfalls Cremen.

    Der 10-Jährige Sohn ist mit der Beschneidung einverstanden und wird von seinem 2 Jahre älteren Bruder sogar darin bestärkt. Der ältere Bruder leidet unter keinen Phimose, das wollte sofort auch der Verfahrensbeistand wissen. Der 2 Jahre ältere Bruder will auch, dass und freut sich, wenn das FamGericht dem Antrag der Ärzte und der Mutter stattgibt. Tatsächlich wissen beide Söhne nicht welche Folgen das haben wird, weil sie ja beide die Situation noch nicht überblicken können und die langfristigen Folgen noch gar nicht abschätzen können.

    Ich wußte auch nicht als ich mit 10 Jahren und meine entscheidungsbereite Mutter nicht mit einer Phimose bei mir, sondern mit einem anderen, damals üblichen Ärzte-Geschäftsmodell konfrontiert wurden und wir damals "der Beschneidung" von anderen Körperteilen dem Facharzt zugestimmt haben. Heute jedenfalls leide ich am Verlust dieser Körperteile seit Jahrzehnten meiner Ansicht mehr oder weniger, von Zeit zu Zeit, was die restlichen Körperteile auch negativ beeinflusst. Damals wurde auch argumentiert im Alter von 10 Jahren, es wäre kein Platz da, deshalb müßten die weg, obwohl die körperliche Entwicklung im Alter zwischen 10 und 16 oder 18 Jahren immens ist.

    Natürlich schreit die kleine Kinderseele nach Hilfe, doch wer hört Sie? Die Mutter jedenfalls nicht, die meint sie macht oder versucht alles richtig zu machen und den Expertenrat zu folgen und dem Vater möglichst nichts zu geben. Das Jugendamt haut zusammen mit dem FamGericht seit Jahren auf die Kinder ein, entscheidet nach Willkür, erwartet, dass Widersprüche nach der Rechtebeschneidung des Vaters eingereicht werden, behandelt die Widersprüche nach 4 oder mehr Monaten oder Jahren erst, so dass die Rechtebeschneidungen auf die Kinder sich vollständig ausgewirkt haben. Die kinderpsychologische Hilfe ist eingestellt bzw. abgebrochen worden, nachdem die Folgen des FamGerichts dem FamGericht und vor allem dem Verfahrensbevollmächtigten RA der Mutter bekannt wurden. Auch hat die Kinderpsychologin das harte "MachtSpiel" der Mutter erkannt und somit einen Stimmungswandel eingeleitet. Ich weiß auch nicht wie man das Schreien der kleine Kinderseele zu Rechten verhelfen könnte. Die Angst der kleinen Kinderseele sich gegen die Mutter aufzulehen ist zu groß (noch)!

    Jedenfalls zeigt mein Sohn indirekt durch Äußerungen, dass die Haltung des Vaters ihn in den letzten Monaten gestärkt hat, was mir auch seine Klassenlehrerin bestätigen konnte.

    Bleibt zu hoffen, dass die Experten einsichtig werden, Kindern eine Entwicklung zuzugestehen und ihre monetären, berufsmäßigen Interessen zurückstecken.

    Vielen Dank für die Anteilnahme und die guten Tipps.
    Viele Grüße

  • Ergänzen wollte, ich der Schwiegervater geht irrigerweise von einer Teilbeschneidung aus. Der 5-Sterne Kinderchirurg meinte eine Teilbeschneidung ist heute nicht mehr üblich, es wird eine vollständige, saubere Beschneidung durchgeführt. Ich konnte die Beschneidung um 6 Monate herausschieben, da er sonst eine Woche in der Schule gefehlt hätte und der Übertritt in die weiterführenden Schulen anstand, was die Mutter auch eingesehen hat. Nun ist das vorüber und jetzt will die Mutter die Phimose durch Beschneidung mit der Argumentation der Ärzte lösen.

    Die Argumentation des Kinderarztes lautet: die Op ist dringlich, weil die Verengung keine schmerzlose Erektion zulässt und so die psychosexuelle Entwicklung entscheidend stört. Eine konservative medikamentöse Therapie ist der echten Vorhautverengung mit engem Schnürring nicht zugänglich. Vielleicht kennt Ihr euch aus, was dem entgegenzusetzten wäre, bzw. wie die alternative Behandlung dazu aussehen könnte.

    Meiner Ansicht nach ist es völlig natürlich, dass bei einer Errektion bis zur Dehnung der Vorhaut immer wieder Schmerzen auftreten können. Auch die Frauen haben bei Geburt zumindest ihrer (ersten) Kinder auch Schmerzen, so dass der Vaginalkanal gedehnt wird. Hier wird durch massive, kostenintensive, steigene Anzahl von Operationen auch wohl nachgeholfen, dass diese Schmerzen bei den Frauen nicht mehr auftreten.

    Die Argumentation der psychosexuellen Entwicklung kann in beide Richtungen geht, wenn man sich dies Forum und auch die 4 oder 5 Bücher mit Praxisberichten ansieht und der Kinderpsychologin folgt.

    Vielleicht wäre es gut, wenn unser Ärztesystem nicht für OPs bezahlt wird, sondern für die möglichst natürliche, konservative Erhaltung der Gesundheit!

    Viele Grüße

  • Da tun sich ja Abgründe auf...

    Also, Schmerzen sollten natürlich nicht sein, in so einem Fall ist die Behandlung mit Hydrokortisonsalbe und Dehnübungen sicher angezeigt. Nebenwirkungen sind da nicht zu befürchten, schließlich gibt es niedrig dosierte / weniger potente Hydrokortisonsalbe seit Jahren auch rezeptfrei zu kaufen.

    Schenk' dem größeren Bruder doch einfach "Mein freches Pimmelbuch" von Mario Lichtenheld. Ist so ab 12 Jahren vorgesehen. Kann ich sehr empfehlen! Vermutlich geht ihm dann ein Licht auf, was er da von seinem Bruder verlangt.
    Das habe ich auch gerade einem fast 12-jährigen Scheidungskind, mit Einverständnis des Vaters, geschenkt. Einfach nur vorsorglich...
    Er fand das toll, so was hat keiner seiner Kameraden.

  • Hallo Rolf,
    Hilft Dir das weiter?
    Dr. Bürst, Deggendorf

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Du schreibst selbst, dass Dein Sohn keine Probleme hat.

    Also auch keine Salbe, gar nix!
    Er soll sich ganz normal entwickeln können, ohne dass sich die Erwachsenenwelt um ihn herum um seinen Penis dreht.

    Also setz Dich da durch!
    Du bist der Vater und hast alle Möglichkeiten, dass Dein Sohn hier nicht physisch und psychisch missbraucht wird.

    Das ist ja ein absoluter Wahnsinn.

    Viel Kraft!

  • Danke, doch Deggendorf, ist fast genauso weit, im Münchner Raum wäre eine passende Empfehlung gut.

    Empfohlen wurde mir vom Münchner Klinikum Dritter Orden der leitende Oberarzt: Dr. Hubert Greger. Hat jemand hierzu Erfahrungen gemacht?

    Meine Ex-Frau wollte nicht mehr auf meine Initiativempfehlung dorthin, nachdem wir beim 5 Sterne Kinderchirurgen bereits waren. Sie wollte lieber beim FamGericht die Rechte durch die beiden "Fach"ärzte gestützt durchsetzen.


    Schmerzen hat mein Sohn mit 10 Jahren ja nicht. Es könnte ja sein, dass Schmerzen aufkommen, deshalb ist eine prophylaktischBeschneidung von den "Fach"ärzten angesagt, ob es eintritt oder nicht weiß ja niemand.

    Vielen Dank

  • Es gibt keine medizinische Indikation "prophylaktische Beschneidung"!

    Bitte, das ist ganz wichtig zu verstehen.

    Statistisch viel wahrscheinlicher als dass er je Schmerzen wg. einer Vorhautenge bekommt, ist, dass diese sich von selbst löst.

    Bitte wende Dich an Dr. Kupferschmid in Ulm, auch telefonisch.

    Deinem Sohn prophylaktisch die Vorhaut zu entfernen wäre ohne jede medizinische Grundlage und fern jeder medizinischen Ethik.

  • Statistisch viel wahrscheinlicher als dass er je Schmerzen wg. einer Vorhautenge bekommt, ist, dass diese sich von selbst löst.

    Das sollten die Fachärzte doch wissen, stellen sich aber scheinbar wohl bewusst "dumm" oder stellen ein konträres ärztliches Attest dazu aus, (vermutlich zugunsten des eigenem Kapitalgesundheits-Wohls),

    Scheinbar auch der Verfahrensbeistand meines Sohnes weiß so etwas nicht. denn er teilte mir mit, dass er schon einmal einen ähnlichen Fall hatte, der Junge war vielleicht leicht älter, 12 oder 13 Jahre alt. Sie hätten 6 Wochen eine Salbe ausprobiert, es hatte sich nicht gebessert, der Junge wurde beschnitten, da der Verfahrensbeistand dem zugestimmt hatte. Somit war der Fall erledigt, alle inklusive des Verfahrensbeistands konnten Kasse machen.

    Im Übrgien stimme ich Deiner statistischen Meinung zu und sehe es genauso.

    Wie bringt man es aber der Mutter, dem Schwiegervater, dem Prozessbevollmächtigten der Mutter, dem Kinderarzt, der meinen Sohn ja weiterbehandeln soll, dem Verfahrensbeistand, evtl. dem Jugendamt und dem Richter so eine statistische Meinung bei?


    Ich habe schon entsprechende Studien an den Verfahrensbeistand geschickt von der Seite, die auch sehr gut ist:

    https://www.beschneidung-von-jungen.de/home/medizinis…%3Cp%20class%3D


    Es gibt keine medizinische Indikation "prophylaktische Beschneidung"!


    die Op ist dringlich, weil die Verengung keine schmerzlose Erektion zulässt und so die psychosexuelle Entwicklung entscheidend stört.

    Scheinbar ist in der Medizin eine prophylaktische Beschneidung nicht im Wortlaut erlaubt, aber defacto ist es doch so, wenn ein Kinderarzt, das vorhin, oben zitierte Zitat im Namen des Jungen abgibt, der heute gar keine Schmerzen hat, auch wenn er immer wieder kleine Errektionen heute hat und in der Vergangenheit schon hatte. Hier legt der Kinderarzt meinem Sohn Schmerzen regelrecht in den Mund!

  • Zitat

    weil die Verengung keine schmerzlose Erektion zulässt

    Woher will der Arzt das eigentlich wissen? Hat dein Sohn ihm das gesagt? Dringend würde bedeuten, dein Sohn hat Schmerzen. Alles andere wäre doch Kaffeesatzleserei.
    Ein Zehnjähriger hat keinen vaginalen Sex und Masturbation (die in jedem Alter vorkommt und zur ganz normalen kindlichen Sexualität gehört) muss durch eine nicht retrahierbare Vorhaut nicht behindert sein.


    Zitat

    psychosexuelle Entwicklung entscheidend stört

    Wenn deinen Sohn später etwas stört wird er sich darüber und über Behandlungsmöglichkeiten selbst Gedanken machen können.

    There is no skin like foreskin

  • Wenn deinen Sohn später etwas stört wird er sich darüber und über Behandlungsmöglichkeiten selbst Gedanken machen können.


    Genau! Was die psychosexuelle Entwicklung auch stören kann, vor allen irreversibel, ist ein medizinisch nicht notwendiger Eingriff im Intimbereich.

    Einmal editiert, zuletzt von Yelock (26. August 2017 um 21:51)

  • Liebe Selbstbestimmung, lieber Yelock, liebe Forumsteilnehmer,

    ich stimme ja Euch zu euren oberen Zitaten und Meinungen zu und sehe das genauso.


    Zitat von Rolf

    die Op ist dringlich, weil die Verengung keine schmerzlose Erektion zulässt und so die psychosexuelle Entwicklung entscheidend stört.

    Was haltet Ihr davon sich bei der Landesärztekammer wegen eines solchen Attestes ausgestellt vom Kinderarzt zu beschweren? Würde das den Fall in eine positive Richtung wenden, so dass ein Kinderarzt nicht mehr solche Kaffeesatzleserei berufsmäßig durchführt?

    -> Oder besser 8 Jahre warten und sehen, wie der Fall ausgeht und sich dann in 8 Jahren beschweren über "ungenügende", "irreführende" Atteste!

    Viele Grüße

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