Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

  • Broder hat noch gar nicht alle "Beauftragten" erwähnt. (allerdings ist Broder uns in Sachen BGM noch in unguter Erinnerung)
    Auch NRW hat eine Antisemitismusbeauftragte, sie ist uns noch in leidvoller Erinnerung:


    Wie ist Ihnen Antisemitismus schon mal begegnet?

    Unmittelbar betroffen war ich noch nie. Aber vor etwa sechs Jahren hat ein Gericht in Köln die Beschneidung verboten und als Körperverletzung geahndet.

    Das Kölner LG kann nichts verbieten, ein Gericht ist nicht der Gesetzgeber. Das Gericht hatte lediglich geltendes Recht angewendet. Das sollte man als Ex-Justizministerin eigentlich wissen.

    SLS hat sich vorgenommen sie will "Jeder Religionsfeindlichkeit energisch entgegentreten" - und man ahnt - Schutz von männlichen Kindern vor Genitalverstümmelung ist für sie genau das: Religionsfeindlichkeit.

    Diese Frau war mal im Vorstand der "Humanistischen Union", was für ein Hohn!


    Zitat

    Ein erklärtes Gründungsziel war die „Befreiung des Menschen aus den Fesseln obrigkeitsstaatlicher und klerikaler Bindungen“. Das Prinzip der „geistigen Bevormundung“ durch Staat und Kirche sollte dem Grundsatz der Selbstverantwortung und Selbstverwirklichung des Einzelnen weichen


    Tja, so mancher hätte gerne seine über seine VA selbst entschieden, aber dank SLS wird ihm die die eigene Entscheidung verunmöglicht.


    Sie hat sich in vorderster Front schuldig gemacht, hat Genitalverstümmelung legalisiert - klar dass sie das jetzt mit Zähnen und Klauen verteidigen wird. Das ist schlichtweg Selbstverteidigung.

    There is no skin like foreskin

  • Über die AfD zu schimpfen fällt nicht schwer, aber:

    Zitat

    Die Beschneidung sei aber, so Klein, "unabdingbare Voraussetzung für jüdisches Leben"...


    Jüdisches Leben sei "integraler Bestandteil der deutschen Kultur", sagte Klein.

    Sagenhaft. Der Mann definiert Genitalverstümmelung als "integralen Bestandteil der deutschen Kultur"

    Ich wusste es doch.

    Antisemitismusbeauftragter Felix Klein

    Und all die vielen jüdischen Männer in Deutschland (manche behaupten es wäre die Mehrheit) mit intakten Genitalien - sind die kein "jüdisches Leben"?

    There is no skin like foreskin

  • Einfach nur nachgesabbeltes Blablabla... hat mit der Realität vieler jüdischer Menschen nix zu tun.
    Außerdem sind Anträge auf Forderung nach einer Rückkehr zum uneingeschränkt geltenden Recht auf gewaltfreie Erziehung für Kinder schon zwei Mal auf Bundesparteitagen gescheitert. Nur zuletzt im Bayern-Wahlprogramm stand es.
    Ich möchte da an sehr kluge Sätze von Michael Schmidt-Salomon erinnern:
    Man bekämpft die AfD nicht in dem man Lügen über sie verbreitet und auch nicht in dem man Richtiges als falsch bezeichnet, wenn es die AfD auch sagt.
    Es bleibt wirklich genug übrig an dieser Partei, was man kritisieren muss!

    Herr Klein soll seinem Job machen und sich darum kümmern, dass jüdische Menschen überall in Deutschland sicher sind, Hass und Menschenfeindlichkeit überall bekämpft wird und Spaltungen entgegen wirken.
    Und nicht solchen Müll verbreiten, der der Arbeit zahlreicher NGOs, die sich für Kinderrechte engagieren, rechten Dreck unterstellt.
    Damit macht er genau das Gegenteil: Spalten und zündeln. Ich finde das sehr gefährlich, weil ich a) gesellschaftliche Spaltungen und b) die AfD als sehr gefährlich erachte.
    Vielleicht hat Herr Klein einfach noch nicht den Ernst der Lage gecheckt.

  • Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.
    Im Grunde haben viele im Bundestag ein schlechtes Gewissen wegen des 1631d. Sie möchten da nie mehr dran erinnert werden. "Bloß keine neue Beschneidungsdebatte!!!"

    Sie wollen nicht als das dastehen, was sie sind: als Kinderverräter.

    Und so kommt ihnen ein von ihnen Beauftragter, der Genitalverstümmelung als integralen Bestandteil deutscher Kultur und somit etwas ganz Selbstverständliches verklärt gerade recht.

    Durch ständige Wiederholung soll es in die Gehirne einfließen. Und durch BGM-Propaganda in den Schulen.

    Die Medien ziehen mit, nichts davon wird irgendwie kritisch hinterfragt, alle auf Tauchstation. Denn man hat Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf. Die ständige Gleichsetzung von BGM-Kritik und "Antisemitismus" hat schon gewirkt. Wie lange kann das Schema funktionieren?
    Ist es unter diesen Gegebenheiten verwunderlich, dass die Politikverdrossenheit so groß ist, dass die Rolle der wenigen Medien-Großkonzerne und des zwangsfinanzierten Staatsfunks immer kritischer gesehen wird?

    There is no skin like foreskin

  • Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.


    @Selbstbestimmung

    Du hast gefragt, was die Rede von Frau Knobloch vorm bayerischen Landtag mit dem Thema Zwangsbeschneidung zu tun hatte. Dann möchte ich mal die provokante Gegenfrage stellen, was die Ziele der Bekämpfung des Antisemitismus sind bzw. um welche Aufgaben sich hier ein Bundesbeauftragter kümmern muss.

    Hauptanliegen bzw. oberstes Ziel soll und muss es sein, jegliche Form von Anfeindungen oder gar die gewaltsamen Übergriffe gegenüber Menschen jüdischen Glaubens zu verhindern bzw. gegen diese entschieden vorzugehen, welche hier gegen das Gebot der Toleranz verstoßen. Wenn es um den zugewanderten Antisemitismus geht, werden hier ethische Fragen aufkommen, wie man zwischen dem Recht auf Religionsfreiheit und dem Recht auf Asyl entscheiden will.

    Herr Felix Klein besitzt zwei Aufgaben. Er soll jüdisches Leben in Deutschland schützen und gegen den Antisemitismus ankämpfen. Letzteres wäre in einem funktionierenden Rechtsstaat eigentlich eher die Aufgabe des Innenministeriums. Menschen jüdischen Glaubens sind Bürger, die in ihrer Religionsfreiheit vom Staat geschützt werden müssen und es ist daher eine Kernaufgabe der Exekutiven und der Judikativen hier entsprechend gegen Gewalt und Beleidigungen vorzugehen.

    Aber jetzt kommt hier noch etwas seltsames hinzu. Er soll jüdische Leben schützen, was offensichtlich nicht mit dem Recht der freien Religionsausübung oder anderen Grundrechten gedeckt zu sein scheint.

    "Beauftragter der Bundesregierung für jüdisches Leben in Deutschland und den Kampf gegen Antisemitismus Dr. Felix Klein"

    https://www.bmi.bund.de/DE/ministerium…us-artikel.html

    Aus meiner Sicht hat der Begriff "Antisemitismus" zwei verschieden Bedeutungen. Einerseits beschreibt er den zu Recht strafbaren Umstand, jemanden aufgrund seiner religiösen Einstellung zu benachteiligen, ihn ungerecht zu behandeln oder noch schlimmer, ihm Schaden zuzufügen. Dann gibt es aber je nachdem wer diesen Begriff verwendet auch eine andere "Bedeutung", die man am besten als Antisemitismus-Keule bezeichnen könnte. Hier wird dann jeder mit dem Brandzeichen des Bösen markiert, der für Menschen- oder Tierrechte und damit in Teilbereichen auch gegen jüdische bzw. auch muslimische Rituale Stellung bezieht. Mit anderen Worten wird hier gnadenlos pauschalisiert und alles in einen Topf geworfen, bis der Begriff so breit gewälzt ist, dass man damit jeden und alles angreifen kann, was sich einem zu Recht oder zu Unrecht in den Weg stellt.

    Die Partei, welche von Frau Knobloch im Landtag verbal angegriffen wurde, vertritt aus meiner Sicht nicht die Menschenrechte, wenn diese Partei hier für ein Verbot der Beschneidung oder des Schächtens eintritt. Am Ende des Tages wird aber in der öffentlichen Meinung dann kaum noch unterschieden, wer warum für ein Zwangsbeschneidungsverbot ist. Und genau deshalb ärgere ich mich über derart unüberlegte Reden, die davon abgesehen nach meinem Empfinden einen unanständigen Missbrauch von Opfern des Nationalsozialismus für politische Ziele darstellt.

    BTW: Am Sonntag ist Holocaust-Gedenktag, wo wir den Opfern durch unser Gedenken Respekt erweisen können.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Du hast gefragt, was die Rede von Frau Knobloch vorm bayerischen Landtag mit dem Thema Zwangsbeschneidung zu tun hatte.

    Indirekt hat das auf alle Fälle mit einander zu tun, da gebe ich dir Recht. Knobloch sieht bekanntlich rot, wenn jemand die Jungenverstümmelung in Frage stellt, und das haben Teile der AfD getan.
    Es ist höchst fraglich, ob Knobloch die AfD in der Form vor dem Landtag angegriffen hätte, wenn die nie ein Wort zu "Schächten" und "Beschneidung" gesagt hätten. (Nicht, dass es nicht viele tatsächliche Kritikpunkte zur AfD gäbe)

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von NoCut

    Herr Felix Klein besitzt zwei Aufgaben

    Du musst unterscheiden zwischen den Aufgaben, die NoCut sieht, den Aufgaben, die in seiner Aufgabenbeschreibung stehen, und den Aufgaben, die die Politik von ihm implizit erwartet. Und ich sage: die Kinderverräter im Parlament haben im Hinterkopf einen Schuldkomplex. Und sie müssen immer wieder reingewaschen werden, so rein, reiner geht nicht.

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  • Und ich sage: die Kinderverräter im Parlament haben im Hinterkopf einen Schuldkomplex. Und sie müssen immer wieder reingewaschen werden, so rein, reiner geht nicht.


    Für einen "Persilschein" werden unsere Abgeordneten nicht alt genug sein. Aber es sind die Kinder der Kriegsgeneration.

    Der Unterschied zwischen Dogmatikern und Aufklärern besteht bei der Beschneidungsdebatte darin, dass die einen kindliche Vorhäute und die anderen alte Zöpfe abschneiden wollen. (Quelle: NoCut)

  • Ich finde, dass dieser Thread viel zu sehr abgleitet.

    Der Thread dreht sich doch um Herrn Klein. Jetzt gibt es hier auf einmal Beiträge über Charlotte Knobloch und ihre Aussagen zur AfD sowie lauter Verlinkungen zu Artikel von bzw. über beschneidungskritische Juden.

  • Der Thread dreht sich doch um Herrn Klein

    Ich weiß nicht, was du da für ein Problem hast.
    Wenn es um den Herrn Klein geht, wird man sich doch wohl mit den Aussagen jenes Herrn beschäftigen dürfen, und darauf hinweisen dürfen, dass es durchaus Juden gibt, die das ganz anders sehen!

    There is no skin like foreskin

  • Mir scheint es mehr und mehr, dass es eine der Hauptaufgaben des neuen "Bundesbeauftragten" ist, den §1631d BGB zu verteidigen und abzusichern.
    Im Grunde haben viele im Bundestag ein schlechtes Gewissen wegen des 1631d. Sie möchten da nie mehr dran erinnert werden. "Bloß keine neue Beschneidungsdebatte!!!"


    Ich glaube nicht, dass die ein schlechtes Gewissen haben.


    Durch ständige Wiederholung soll es in die Gehirne einfließen. Und durch BGM-Propaganda in den Schulen.

    Die Medien ziehen mit, nichts davon wird irgendwie kritisch hinterfragt, alle auf Tauchstation. Denn man hat Angst vor dem Antisemitismus-Vorwurf. Die ständige Gleichsetzung von BGM-Kritik und "Antisemitismus" hat schon gewirkt. Wie lange kann das Schema funktionieren?

    Die Frage ist immer dieselbe: Was tun wir dagegen?

    Hier im Forum den Status Quo zu beklagen, wird ihn nicht ändern.

  • Die Frage ist immer dieselbe: Was tun wir dagegen?

    Hier im Forum den Status Quo zu beklagen, wird ihn nicht ändern.

    Sokrates, dieses oder ähnliche Formulierungen haben wir nun bestimmt schon 100 mal von dir hier gelesen, das ist schon so eine Art "running gag", man kann darauf wetten.

    Und was bringt das, wenn DU dich hier ständig über dieses Forum beklagst? Hat das den Intaktivismus auch nur ein iota weiter gebracht?
    Ich finde das nicht konstruktiv.

    Du weißt überhaupt nicht, was die Forenten alles unternehmen, auch außerhalb dieses Forums.

    There is no skin like foreskin

  • Dabei sind die "Juden in der AfD" doch mit Felix Klein voll auf einer Linie:


    Die Position der JAfD zur Knabenbeschneidung in aller Kürze: Knabenbeschneidung nach jüdischer Sitte ist erstens unabdingbar für ein jüdisches Leben in Deutschland, für jüdisches Leben überhaupt, und deshalb nicht verhandelbar; zweitens mit keinerlei gesundheitlichen oder auch nur psychischen Schäden oder Gefährdungen verbunden

    Da steht: "nach jüdischer Sitte"
    Daraus könnte man im Umkehrschluss meinen, für die JAfD könnte "Knabenbeschneidung" nach muslimischer Sitte durchaus mit gesundheitlichen psychischen Schäden oder Gefährdungen verbunden sein.

    Nur "die eigene" natürlich nicht.

    Ich bin mir ziemlich sicher, die AfD würde am liebsten nur die "muslimische BGM" verbieten - denn da ist ja das Feindbild - aber das geht halt schlecht. Entweder alles, oder nichts.

    Traut Klein den "Juden in der AfD" denn gar nichts zu?

    Die Juden in der AfD haben ein großes Problem: Als Juden müssten sie eigentlich genau das verteidigen, was ihre Partei verbieten will - zum Beispiel die Beschneidung oder das Schächten

    Offenbar haben die aber gar nicht solche "Probleme"

    Und der "Programmdirektor" der AfD, ein Albrecht Glaser, weist die "Vorwürfe" von Klein "scharf" zurück: der Punkt "Beschneidung" fände im Grundsatzprogramm gar keine Erwähnung.

    Offenbar alles ein großes Missverständnis, man hätte sich eh nicht drüber freuen können, wenn ausgerechnet die AfD...

    There is no skin like foreskin

  • Da steht: "nach jüdischer Sitte"

    Das kennen wir ja zu genüge:

    Juden: "Wie Muslime das machen, ganz schlimm, die sind ja so alt, kriegen alles mit. Wir hingegen ... schmerzfrei, harmlos blablabla "
    Muslime: "Wie Juden das machen, ganz schlimm, die sind ja so jung, kriegen keine Betäubung. Wir hingegen... tolle Feier, freuen sich drauf blablabla".

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