Sexuelle Empfindlichkeit nach Frenulotomie verändert

  • Hallo Larscool,
    das sind Deutsch Urologen,
    man will schnell und umfassend schneiden.
    Eine gelungene OP ist abgeschnitten und zugenäht.
    Was an Folgen auf den Patienten zukommt ist nicht Sache des Operateurs.
    Ein Schuldbewustsein wird nicht gelehrt und man lässt sich JEGLICHE erforderliche Maßnahme, im Vorraus, vom Patienten (Opfer) absegnen.

    Man hat Dich nicht über Alternative Behandlungen aufgeklärt.
    Man hat Dir das Bändchen nicht durchschnitten sondern entfernt.
    Man hat optimalen Gewinn aus Deinem Problem gezogen.
    Jedes weitere Gespräch über Folgen wird abgelehnt, da solche Folgegespräche nicht bezahlt werden.

    Für eine gerichtliche Auseinandersetzung brauchst Du einen Arzt, der Deine Sicht bestätigt.
    Findest Du einen verliert Dein Urologe viel Geld.
    Nur eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.

    Ich wünsche Dir alles Gute mit Deinen Problemen

  • Hey Jupidu,

    auch Dir danke für deine Worte. Ich glaube in deinen Worten steckt viel Wahrheit auch wenn ich das ganze noch nicht für wahr glauben möchte.
    Ich glaube das mir nicht das ganze Frenulum entfernt wurde da ich noch eine dünne Frenulumlinie habe (wie du im vorherigen Post am Foto sehen kannst). Ich glaube das er einfach die 6mm Gewebe entnommen hat um eine Weiterbehandlung machen zu können für den Fall das sie was entdeckt hätten (das gibt natürlich Geld). Nichtsdestotrotz legitimiert das nicht Ansatzweise das Verhalten was an den Tag gelegt wurde.

    Ich habe Ärzten wirklich vertraut und hatte nie schlechte Erfahrungen. Würdest du/ihr sagen das das eine Urologen typische Sache ist? Ich hatte einfach Pech bei dem Urologen, denn die weiteren die ich gesehen habe meinten "Ja also ich hätte Salbe drauf getan und beobachtet nicht direkt geschnitten". Und das obwohl der Urologe um den es geht sehr gute Bewertungen bei Jameda hat... :(

    Ich glaube ich entscheide mich dazu die KV über den Fall zu informieren und würde euch sicherlich nochmal Bericht erstatten.

  • Hallo Larscool,
    hinterher ist jeder schlauer und hinterher kann jeder behaupten es so nicht gemacht zu haben.
    Ich stand vor der Beschneidung und alle Urologen die ich aufgesucht haben wollten Radikal Beschneiden, ohne Ausnahme.
    Allein meine Sturheit hat mich davor bewahrt.
    Erst als ich den Termin schon vereinbart, alle Untersuchungen erledigt, alle Formulare unterschrieben hatte, am Tag vor der OP,
    habe ich einen Urologen gefunden der nicht abschneiden wollte.
    Das war letzten Montag 22.01.2018

    Ich habe eine schlechte Meinung von deutschen Urologen, deshalb versuche ich nicht so negativ rüber zu kommen.
    Aber was ich in den letzten 4 Monaten erlebt habe will ich niemandem zumuten.
    alles Gute
    jupdidu

  • Ich glaube das mir nicht das ganze Frenulum entfernt wurde da ich noch eine dünne Frenulumlinie habe

    sorry ich sehe da nur eine Narbe, im Bereich der Eichel wurde bestimmt alles entfernt und dann vernäht.
    Weiter unten denke ich heilt die Haut auch besser, wenn kein Rest von anderem Gewebe dazwischen ist.

  • Wenn ich dich da kurz korrigieren darf. Das man nur eine Narbe sieht ist kein Indikator ob was abgeschnitten wurde und wieviel. Wenn man die Hautbrücke des Frenulums quer durchschneidet und dann längs vernäht kann durchaus alles glatt und nur eine schmale Narbe zu sehen sein und dennoch hat man kein Gewebe verloren weil es eben auseinander gezogen wird. Das Gewebe was vorher die Brücke war ist quasi glatt geworden.

    Das ist ein häufiges Missverständnis was ich bei meiner Recherche um das ganze Thema mitbekommen habe. Viele Reden dann von einer Frenulektomie, aber das ist de facto nicht nachweisbar es sei denn der Arzt sagt es einem.

  • Servus LarsCool, schön wieder von dir zu hören...wenn auch das was du schreibst eher ärgerlich ist, da kann ich dich sehr gut verstehen...

    Im Laufe des Gesprächs ist herausgekommen das er bei der Frenulotomie ca 6mm Gewebe entnommen hat um es zur Pathologie zu schicken. Er hat mir gesagt das die Kassenärztliche Vereinigung das so "möchte"

    Andere mögen mich korrigieren falls ich mit meiner Sicht danebenliege...aber was der dir erzählte ist doch absoluter Bullshit. Eine histologische Untersuchung oder eine Fotodokumentation wird doch nur bei Beschneidungen verlangt, aber bei keiner Erweiterungsplastik oder Frenulumverlängerung, also eingriffen bei denen NICHTS entfernt werden muss. Mit diesen Nachweisen sollte doch eigentlich verhindert werden, dass es "Gefälligkeitsbeschneidungen" bei Kindern gibt, deren Eltern eine Beschneidung ihres Kindes ohne med. Indikation auf Kassenkosten möchten?

    Eine Gewebeentnahme war nicht ausgemacht!!! Und auch med. nicht notwendig!!! (so wie du den Fall schilderst...)

    Ich an deiner Stelle würde als erstes in diese Praxis und eine Kopie meiner Akte verlangen (müssen die dir geben, können aber einen Unkostenbeitrag für die Kopie verlangen...) Da müsste auch eine Kopie des histologischen Befundes drin sein...auch der Op-Bericht, was da genau gemacht wurde...

    Dann würde ich mich an meine Krankenkasse und an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung wenden...und nachfragen...ist das tatsächlich so, dass in dem bei dir gemachten Eingriff eine Gewebeentnahme und Untersuchung derselbigen erforderlich ist? Und dann weiterschauen und weiterbohren...

    Ich frage mich ob ich dagegen vorgehen soll. Es würde nichts am Zustand ändern aber ich finde man kann auch nicht einfach sowas ohne Einstimmung tun

    Hab ich mich auch lange gefragt, ob ich dagegen vorgehen soll in meinem Fall...und ich mache es. Es wird nichts an meinem Zustand ändern...aber ich finde es eine bodenlose Sauerei von Ärzten, eigenmächtig an Patienten nach eigenem Gutdünken rumzuschneiden, OHNE Patienten vollumfänglich über ihr tun und die möglichen daraus resultierenden Folgen aufzuklären...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Hi Urolüge,

    gern komm ich immer mal wieder zurück um Dinge zu aktualisieren. Ich möchte meine Erfahrung und mein Wissen teilen damit es andere davor bewahrt.

    Zitat von Urolüge

    Andere mögen mich korrigieren falls ich mit meiner Sicht danebenliege...aber was der dir erzählte ist doch absoluter Bullshit.

    Das ist korrekt. Andere Urologen haben mir das bestätigt, dass die KV nichts dergleichen verlangt. Auch das die Frenulotomie eben deshalb nicht so invasiv ist weil kein Gewebe entnommen wird.

    Zitat von Urolüge

    Ich an deiner Stelle würde als erstes in diese Praxis und eine Kopie meiner Akte verlangen

    Habe ich bereits. Diagnose: Frenulum breve; OP Bericht besagt: Inzision erfolgreich durchgeführt und mit selbstauflösenden Fäden xy vernäht. Kein Hinweis auf Gewebeentnahme. Er hat mir jedoch unter mein beharrliches Fragen dann einen Zettel gezeigt wo die Pathologie bestätigt hat das sie Gewebe von mir bekamen.

    Zitat von Urolüge

    Dann würde ich mich an meine Krankenkasse und an die zuständige Kassenärztliche Vereinigung wenden

    Da bin ich momentan noch hin und hergerissen, da ich Sorge habe das er mit Belästigungsvorwürfen zurück feuert, da ich sein "Ich behandele Sie nicht weiter" nicht akzeptiert habe. Und seine Arzthelferinnen werden Ihm sicher den Rücken stärken.

    Also ganz klar stimmt hinten und vorne etwas nicht. Fakt ist jedoch das ich mich entscheiden muss das ganze weiter Nachzugehen oder meinen inneren Frieden mit der Situation abschließe.

  • Ich fürchte, das mit dem inneren Frieden klappt nicht, so lange du immer wieder daran erinnert wirst, dass dir jetzt unnötigerweise etwas fehlt.

    Den Wisch von der Pathologie solltest du unbedingt (am Besten schriftlich) einfordern. Dass er den "vergessen" hat, zeigt ja m. E. schon, dass er ein schlechtes Gewissen hat. Wenn er den nicht rausrückt, macht er sich schon mal strafbar. Dann kannst du den aber direkt von der Pathologie anfordern. Wo das ist, sollte herauszufinden sein.

  • Hi Zipfelmütze,

    ich finds großartig das du bei dem Thema so leidenschaftlich mit diskutierst. Es ist ein doppelschneidiges Schwert, da ich natürlich froh bin nun die gesamte Wahrheit zu kennen, aber unglücklicher das jetzt der Gedanke "Mir wurde unnötig was entfernt, auch wenn es nur 6mm sind" mir zu schaffen macht. Fakt ist jedoch das ob ich dagegen vorgehe oder nicht dies nicht mehr zu ändern ist. Ich überlege jetzt halt ob ich vll eher mit der Sache abschließen kann das ich die Energie jetzt in mögliche professionelle Hilfe suche (Psychologen) oder eben KV informiere und den Arzt vor den Pranger stelle.

    Recht haben ist definitiv eine Sache, ob diese sinniger ist als möglichst schnell mit dem Verarbeitungsprozess zu beginnen eine andere.

  • die Energie jetzt in mögliche professionelle Hilfe suche (Psychologen

    Das würde ich dir auf jeden Fall empfehlen...einen guten Psychologen, der dir helfen kann das ganze was geschehen ist, zu verarbeiten und in dein Leben zu integrieren. Aus eigener Erfahrung kann ich nur sagen: umso früher umso besser, da kann sich sonst was verselbständigen...mich hat das bis zu Suizidversuchen gebracht...mitunter weil mir nicht nur Urologen, sondern auch alle Psychologen und Therapeuten die Möglichkeit das meine sexuellen Probleme durch meine Beschneidung kommen könnten abgesprochen, seien alles nur Verlust- und Kastrationsängste...

    KV informiere und den Arzt vor den Pranger stelle.

    Recht haben ist definitiv eine Sache,

    Da musst du hinspüren und für dich entscheiden: kann ich das so stehen lassen und damit abschließen...oder will ich den Arzt anprangern?

    Ich für mich habe entschieden...ich will und werde anprangern bzw. bin ich schon dabei, ich kann und will das so nicht stehen lassen. Ich will gesehen werden von den Ärzten, die mir das antaten, sie sollen sehen, was sie mir damit angetan haben!!! Wird wohl auf eine Klage rauslaufen...meine Chancen? Und Recht und Gerechtigkeit...in diesem Land eh so eine Sache???

    KV informiere und den Arzt vor den Pranger stelle.

    Das habe ich schon gemacht...die KV hat beim MDK ein Gutachten auf Behandlungsfehler in Auftrag gegeben...der Gutachter (ein Urologe) kam zu dem eindeutigen Ergebnis, dass bei mir KEIN Behandlungsfehler vorliege (obwohl ich ein Gegengutachten auf eigene Kosten machen ließ, dass dieseS MDK Gutachten in allen Punkten, alle Behauptungen sachlich und fachlich widerlegte)

    Der MDK Gutachter hat Erweiterungsplastiken und Teilbeschneidungen quasi als gleichwertig dargestellt, da es in beiden Fällen zu einer Verkürzung der Vorhaut komme... Er hat alle sensorischen Einschränkungen, Schmerzen und andere Probleme unter denen ich leide als "psychopathologische Fehlverarbeitung" hingestellt, obwohl in Aufklärungsbögen zur Beschneidung unter den möglichen Folgen und Komplikationen z.T. steht:

    „-Haut-/Gewebe-/Nervenschäden durch die Lagerung undeingriffsbegleitende Maßnahmen (z.B. Einspritzungen, Desinfektionen, Laser,elektrischer Strom) sind selten. Mögliche, unter Umständen dauerhafte F Folgen:Schmerzen, Entzündungen, Absterben von Gewebe, Narben, sowie Empfindungs-,Funktionsstörungen, Lähmungen (z.B. der Gliedmaßen)
    -Verbrennungen an der Eichel durch elektrischen Strom sindmöglich. In der Folge kann es zu störenden/schmerzhaften Narben kommen.“

    „Keine Komplikation, sondern die notwendige Folge einerkompletten Beschneidung ist die bleibende Beeinträchtigung derGefühlsempfindung beim Geschlechtsverkehr, die jedoch selten als wirklichstörend empfunden wird“

    Wenn du es versuchst, den Arzt an den Pranger zu stellen...dann sei dir bewusst, dass da die Böcke zu Gärtnern gemacht werden, und eine Krähe der anderen kein Auge aushackt...

    Aber ich bin mir sicher, dass dir alle hier im Forum nach Möglichkeit helfen werden so einen selbstgefälligen Ar... an den Pranger zu stellen...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Hi Urolüge,

    danke für deine offenen Einsichten. Es tut mir leid was Dir geschehen ist und auch wenn ich glaube das die Psyche eine gewisse Rolle bei der Verarbeitung spielt, glaube ich Dir dennoch alles was du sagst.
    Das Problem ist, dass wir ein Problem haben das eben auf medizinischer Ebene kein Problem ist. Ich habe oft versucht den Ärzten zu erklären das natürlich im Grunde "alles funktioniert", aber eben ohne Lust oder vorheriger Empfindung. Aus medizinischer Sicht versteht man das aber nicht, weil in den Lehrbüchern nunmal steht "Ah der Mann kann eine Erektion bekommen und ejakulieren, na dann ist ja alles in Ordnung".

    Das ist für mich einer der Punkte wo die Medizin versagt, da es einen Unterschied gibt zwischen Funktion und Gefühl.

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