Erneute Op?? - Narbenring nach Beschneidung

  • Habe heute nochmal mit unserem Kleinen gesprochen. Er macht es ganz toll und ich bin echt stolz auf ihn. Durch die Cortisoncreme ist es auch schon besser geworden.

    Liest sich für mich, als würde nun doch mit der Kortisonsalbe weiter gearbeitet.
    Ich wurde am Samstag darum gefragt und habe davon abgeraten, weil meiner Meinung nach eben bei einem 4-Jährigen eine Kortisonbehandlung viel zu früh ist (der ganze Körper ist ja noch gar nicht so weit dass die Vorhaut auf ginge - deswegen ja letztendlich auch die "Diagnose" Phimose) und weil die Haut eben durch die überflüssige OP ohnehin schon genug gestresst und malträtiert wurde.

    Vielleicht bringt da ja eine Antwort nochmal Licht ins Dunkel. Aber ich fände es schon ziemlich bescheiden, 4 Seiten lang Tipps und Rat nieder zu schreiben, und dann wird's doch nach eigenem Credo anders gemacht. :-/

  • Ja wir verwenden die Creme jetzt doch weiter und zwar wegen dem Narbengewebe.
    Aber wir tragen die Salbe nur auf den Schnürring auf, der sich gebildet hat. Dafür muss unser Sohn die Vorhaut nicht weit zurück machen. Geht ja eh nicht. Er macht es ganz alleine und ohne Schmerzen.

    Und für die Tipps bin ich sehr dankbar. Das ist Quatsch, dass sie umsonst waren.

  • Verstehe... aber bei aller Liebe und aller Anerkennung für die Bemühungen, das beste für den Kleinen zu machen: Das bringt nichts.

    Die Kortisonsalbe ist dafür da um normales Hautgewebe weich und elastisch zu machen, um anschließend durch mechanische Einwirkung (Zurückziehen bis zur Spannungsgrenze) die Vorhaut an dieser Stelle zu dehnen, ohne dass das Hautgewebe dabei mikrofeine Einrisse bekommt.
    Einfach nur auftragen ohne irgendwas weiter zu machen bringt nichts. Das ist wie wenn Sie im Wasserkocher Wasser heiß machen, um sich dann doch keinen Tee aufzubrühen, und sich dann wundern, warum der Tee später mit dem (wieder abgekühlten) Wasser nichts wird.
    Das Dehnen selbst hat aber erst Sinn, wenn der Körper hormonell so weit fortgeschritten ist, dass sich das Gewebe dauerhaft lockert (und quasi einfach nur etwas "Nachhilfe" dafür braucht). Das ist bei Ihrem Sohn aber noch nicht der Fall, sonst hätte man die "Diagnose" Phimose ja nicht gestellt. Das heißt, selbst WENN Sie die Vorhaut jetzt mittels Salbe und täglichem "üben" gedehnt bekämen, sie würde sich nach Absetzen der Salbe wieder zusammen ziehen und das ganze Bohei wäre für die Katz' gewesen.

    Und bei aller positiver Wirkung und tatsächlich fast durchweger OP-Vermeidung durch die Anwendung der Salbe:
    Es ist trotzdem Kortison, was im Körper Wasser einlagert und das Hautgewebe beeinflusst (sonst wäre die Dehnung ja gar nicht möglich). Das ist nichts, was man "einfach mal so" tagtäglich anwenden sollte/müsste. Erst recht nicht wenn man weiß, dass es zum gegenwärtigen Zeitpunkt gar keinen Sinn hat, und man es sowieso mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nochmal benötigt. Dann kann man sich das jetzt auch sparen. Wozu muss der Kleine die Vorhaut jetzt zurückziehbar haben? Hätte Ihr Arzt Sie damit nicht genervt, hätte das vermutlich gar keinen gekümmert - und so wäre es auch richtig gewesen.

    Ich kann mich nur wiederholen - aber letztendlich ist es Ihre Sache, was Sie draus machen:
    Lassen Sie das "gute Stück" jetzt mal völlig in Ruhe (außer für den "normalen Gebrauch" ;) ). Keine medizinisch wirksame Creme, kein Ziehen, kein "nachgucken" mehr, ob es nicht vielleicht doch schon etwas weiter geht, kein Bohei mehr drum. Einfach ganz normal behandeln, als wäre nie was dran gewesen. So ist's auf kurz und mittelfristig das Beste. Alles andere kann Ihr Sohn dann später selber untersuchen lassen, wenn wirklich noch was sein sollte und er's geregelt haben möchte. Mit 13 kann er ja auch mit eigener Krankenkassenkarte und ohne Sie zum Arzt gehen, wenn er das denn möchte. Und wenn nicht, dann kommt er mit seiner Phimose (so dann noch vorhanden) problemlos klar. Genug Männer haben eine und leben damit vollkommen zufrieden.

    Einmal editiert, zuletzt von Etwas (20. Januar 2017 um 22:38)

  • Normalerweise sehe ich das gleich, Etwas, eine beschwerdefreie Phimose in dem Alter schon mit Kortison behandeln sehe ich auch als fraglich, soll der Junge selber machen wenn er alt genug ist und Eigeninteresse daran besteht.

    Aber hier wurde schon operiert, eine Teilbeschneidung (zum Glück)...aber wenn dieser Narbenring nicht konsequent gedehnt und bewegt wird ist eine weitere Beschneidung, bei der dieser Narbenring entfernt werden muss, wahrscheinlich unumgänglich.

    Das Geheimnis, warum radikale Beschneidungen zu keinen Rezidiven führen, ist das die Narbe immer HINTER dem Eichelkranz ist, und somit bei JEDER Erektion automatisch gedehnt wird. Bei Erweiterungsplastiken oder Teilbeschneidungen muss man dies aktiv selber machen, und wenn das nicht konsequent gemacht wird, kann sich dieses Narbengewebe zusammenziehen, erneut verengen...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Da ich kein Arzt bin, werde ich niemals einfach so raten, ein Medikament abzusetzen. Zumal wenn man in einer Klinik war, die weiß was getan werden muss.

    [...]


    Heute weiß man, dass große Mengen Kortison nur für kurze Zeit unbedenklich sind. Für Langzeitbehandlungen werden deshalb nur noch sehr geringe Dosen eingesetzt. Die körpereigenen Glucocorticoide wurden außerdem in den letzten Jahren immer wieder verändert und weiter entwickelt. Ihre Nebenwirkungen sind wesentlich geringer ausgeprägt als die der Kortisone früherer Jahre. Durch die neuen lokalen Anwendungsformen, wie Gele, Cremes, Salben, Augentropfen, Nasensprays und Inhalatoren wirkt das Kortison nur noch dort, wo man es braucht, nicht mehr im ganzen Körper. Nebenwirkungen fallen dementsprechend gering aus. Inzwischen gibt es sogar Salben oder Nasensprays mit Kortison, die Sie ohne Rezept in der Apotheke kaufen können.


    [...]

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Danke noch Kirsten für die Rückmeldung, was dir die Ärzte rieten, und das deinem Sohn eine weitere Op erspart bleiben kann.

    Vielleicht noch ein Rat von mir, für zukünftige Arzttermine, bzw. deren Op Empfehlungen: hör immer auf dein Bauchgefühl!!!

    Meine Frau ist da bezüglich unserer Kinder Spitze. Die Mehrzahl unserer Kinder wär auf ärztliches Anraten schon ohne Mandeln und einer wäre schon am Ritalin futtern. Aber sie ging dann immer zu anderen Ärzten, die das ohne Op hinbrachten...

    Falls du auf die Ärzte wütend bist, die dir zu der Beschneidung deines Sohnes, du vielleicht auch wissen möchtest ob der Eingriff bei deinem Sohn med. notwendig war, lass dir die Akte geben. Oder setz dein Krankenkasse darauf an, die zahlen nicht gern für Behandlungsfehler.

    Und diese Ärzte bekommen, wenn nicht indiziert, vielleicht eine auf den Sack und operieren beim nächsten kleinen Patienten vielleicht nicht mehr so leichtfertig...

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Urolüge:


    Aber hier wurde schon operiert, eine Teilbeschneidung (zum Glück)...aber wenn dieser Narbenring nicht konsequent gedehnt und bewegt wird ist eine weitere Beschneidung, bei der dieser Narbenring entfernt werden muss, wahrscheinlich unumgänglich.

    Bei allem Respekt, aber da bist du im Irrtum. Narbengewebe dehnt sich ganz genauso mit (sonst würde ja jede Kindheitsnarbe beim Wachstumsschub reißen). Davon ab: Narbengewebe mit Kortisoncreme dehnen geht sowieso nicht. Wenn, dann bräuchte es dafür eine Salbe auf Heparin-Basis, aber das ist ja noch schlimmer.

    Leute, der Junge ist 4!!! Warum kann man das Teil nicht endlich mal in Ruhe lassen? Da jetzt dran herum zu reißen ist doch totaler Quatsch. Nochmal: Wozu muss ein 4-Jähriger die Vorhaut zurückziehen können?
    Und wie sich die Vorhaut - auch mit dem Narbengewebe - in 5/6/7/8 Jahren entwickelt, das weiß doch jetzt noch gar keiner. Das ist doch Unsinn, das jetzt schon unbedingt und mit allen Mitteln und nach dem ganzen Stress "auf Maß bringen" zu wollen. Wenn das Narbengewebe nämlich tatsächlich so stur wäre wie du beschreibst, müsste man ohnehin beim ersten Wachstumsschub des Penis nochmal zu dehnen anfangen.
    Warum also dann nicht gleich bis dahin warten und schauen, ob's dann überhaupt noch notwendig ist und - und davon reden wir hier doch immer so groß - der Junge es überhaupt will???

    Aber bitte, wenn wir hier schon anfangen zu diskutieren, dann hat unsere ganze Beraterei keinen Wert, denn was sollen sich die Eltern denn dann hier rausziehen?

    Also bitte, macht was ihr wollt, ist ja letztlich auch nicht mein Kind. Ich kann nur raten und an den logischen und gesunden Menschenverstand appellieren. Wenn man unbedingt weiter an einem 4-Jährigen rumdoktern will, obwohl das zum jetzigen Zeitpunkt völlig sinnlos ist, dann bitte...

    @Bela2012


    Da ich kein Arzt bin, werde ich niemals einfach so raten, ein Medikament abzusetzen. Zumal wenn man in einer Klinik war, die weiß was getan werden muss.


    Das ist - nach all den Geniestreichen der Ärzte, von denen wir hier tagtäglich lesen - aber nicht wirklich dein Ernst, oder?
    Ganz davon abgesehen: Wir reden hier doch nicht von einem lebenswichtigen Herzmedikament! Wir reden hier von einer überflüssigen medikamentösen Einwirkungen auf den Penis eines 4-Jährigen, der einfach endlich mal die Chance erhalten sollte, einfach mal ganz normal seine Funktion zu erfüllen, anstatt dass permanent und ohne Unterlass dran herumgedoktert wird. Schlimm genug was schon gelaufen ist, aber warum kann man's denn jetzt nicht endlich mal in Ruhe lassen? Es hat doch gegenwärtig eh keinen Sinn.

  • Aber bitte, wenn wir hier schon anfangen zu diskutieren, dann hat unsere ganze Beraterei keinen Wert, denn was sollen sich die Eltern denn dann hier rausziehen?


    Wenn gewisse Ratschläge nicht deinem Gusto entsprechen, dann bist du so nett und nimmst es einfach mal so hin.

    den logischen und gesunden Menschenverstand


    Genau der findet sich sowohl in deiner Argumentation (die zunächst auch meine war) als auch in der, dass Narbengewebe eben nicht normales, sondern tendenziell unflexibleres Gewebe ist, das man anregen sollte.

    Die lokale Anwendung von Kortison erscheint mir eher positiv, in der Abwägung von Risiko zu Nutzen.

    Kirsten kann jetzt das Für und Wider abwägen. Genügend Input hat sie ja jetzt und wie wir wissen sind Medizin und Heilungsverläufe keine exakte Wissenschaft.

    Eine Metadiskussion über die unterschiedlichen Sichtweisen der Protagonisten wäre sogar an dieser Stelle OT.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • @Bela2012

    Da ich kein Arzt bin, werde ich niemals einfach so raten, ein Medikament abzusetzen. Zumal wenn man in einer Klinik war, die weiß was getan werden muss.


    Das ist - nach all den Geniestreichen der Ärzte, von denen wir hier tagtäglich lesen - aber nicht wirklich dein Ernst, oder?

    Doch sicher ist das mein ernst. Ich kann als Nichtmediziner raten, aber dabei sollte man nicht aus den Augen verlieren, das Ärzte nicht alle falsch beraten und das eine ignorierte Ärztliche Behandlung genauso falsch sein kann. Hinzu kommt, das eine kurzzeitige Anwendung einer Kortisonhaltigen Salbe nicht oder nur sehr selten Nebenwirkungen hat. Da das Kind in einer Klinik begutachtet wurde die auf unserer Linie ist, ist man da auf der sicheren Seite. Das Kind trägt die Salbe selber auf. Es gibt gar keinen Grund hier anders zu verfahren.

    Wir reden hier von einer überflüssigen medikamentösen Einwirkungen auf den Penis eines 4-Jährigen, der einfach endlich mal die Chance erhalten sollte, einfach mal ganz normal seine Funktion zu erfüllen, anstatt dass permanent und ohne Unterlass dran herumgedoktert wird. Schlimm genug was schon gelaufen ist, aber warum kann man's denn jetzt nicht endlich mal in Ruhe lassen? Es hat doch gegenwärtig eh keinen Sinn.

    Eben, da schon teil beschnitten wurde, ist es unbedingt wichtig, das die Nachsorge richtig gemacht wird, sonst endet das ganze eventuell so, wie wir es verhindern wollen. Wie ich schon sagte, Die Klinik ist auf unserer Seite ...
    ... das Kind "doktert" selber

    ... es ist trotzdem Kortison, was im Körper Wasser einlagert ...

    Soviel ich weiß besteht ein sehr großer Unterschied darin ob Kortison oral genommen wird oder als Creme aufgetragen wird. Aufgetragen sind Nebenwirkungen bei kurzzeitiger Anwendung eher selten. Etwas Vertrauen sollte man den Ärzten dann doch entgegen bringen, Panik zu verbreiten, hilft nicht. Kortison bewirkt das die Haut erstmal geschmeidig wird, zuviel davon und sie wird dünn, aber wie gesagt, die Klinik ist auf unserer Seite es sind nicht alle Ärzte schlecht.

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Darf ich das selber entscheiden? Oder ist das eine Anordnung?


    Ja, gerne! Aber eben doch nicht bei einem 4-Jährigen. Mann Mann, es geht mir doch nicht darum, eine Behandlung generell abzulehnen wenn sie denn geboten (und auch sinnvoll) ist. Aber bitte doch nicht bei einem 4-Jährigen...
    Außerdem HAT sich die Narbe doch längst zusammen gezogen, sonst könnte man die Vorhaut ja zurückziehen. Also ist es wenn dann sowieso schon "zu spät". Ist auch logisch, nach 4 oder mittlerweile schon 5 Wochen ist das doch definitiv verheilt. Und da's nicht zurückgezogen wurde, eben mit dem Durchmesser VOR der Eichel.
    Wenn's also darum geht, die Narbe dazu zu bringen, im Durchmesser der Eichel abzuheilen, ist das Kind also schon in den Brunnen gefallen. Also kann man's jetzt auch endlich mal in Ruhe lassen und abwarten, wie es sich im Wachstum entwickelt und DANN behandeln wenn a) es dann überhaupt noch nötig wäre und b) der Junge es überhaupt will. Und nicht jetzt schon, wo wir uns alle einig sind, dass kein 4-Jähriger eine zurückziehbare Vorhaut braucht!

    Ach was red' ich...
    Was müssen mich eigentlich die Vorhäute wildfremder Kinder interessieren? Ich hab' 15 Jahre Stund' um Stund' erst für meinen eigenen, dann für' ander' Leute Söhne am Computer dran gegeben und mich oft genug dafür teilweise aufs übelste beschimpfen lassen, und jetzt kommt das Feuer auch noch aus den eigenen Reihen, wenn man dort mal nicht mit den Wölfen heult.

    Na danke auch...

    Macht doch alle was ihr wollt...

    Sorry, mag jetzt "zickig" erscheinen, aber irgendwann ist mir das echt zu doof, alles mögliche außer dem Interesse am Schicksal des "Klienten" unterstellt zu bekommen. Wie gesagt, seit 15 Jahren beschäftige ich mit mit dem ganzen Mist, teilweise aufs intensivste. Ich möchte behaupten, ich weiß wovon ich rede. Womöglich länger als sich manch anderer hier Gedanken darum macht/gemacht hat. Ich hab selber 'nen betroffenes Kind großgezogen und behandelt, ich hab's bei anderen mitbekommen etc.
    Aber nein, jetzt muss ich mich für meine Ansichten schon in den eigenen Reihen rechtfertigen und "korrigieren" lassen - nach 15 Jahren Ar*** aufreißen für dieses Thema.

    Nee, echt nicht.

  • Es gibt einen Moment, da sind Argumente ausgetauscht und man braucht sie dann nicht endlos wiederholen. Dadurch werden sie nicht richtiger.

    Die von dir unterstellten Unterstellungen existieren nur in deiner Vorstellung.
    Im vorliegenden Fall, würde ich eher zur Vorsicht tendieren, wie Du, aber das Argument, dass vernarbtes Gewebe trainiert gehört, kann man auch hören und gelten lassen.

    Ich stehe nicht zu Deiner Verfügung als Projektionsfläche für die Dinge, die du dir anderweitig anhören musstest, damit du sie jetzt als "Feuer aus der eigenen Reihe" bezeichnest. Auch muss sich hier, im vorliegenden Fall, niemand rechtfertigen und korrigieren lassen, auch die nicht, die deine Meinung nicht teilen. Du natürlich auch nicht.

    Nach dem, was Kirsten82 widerfahren ist (besser gesagt ihrem Sohn), kann sie sich selbst eine Meinung bilden und vor allem dem Arzt vertrauen, der für sie vernünftig klingt.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Ich finde es schade das sich hier so gestritten wird. Das Etwas, Stardust, Markus M. und der admin von Phimose-info.de haben über Jahre ehrenamtlich hervorragende Arbeit geleistet.

    Wir haben hier alle gemeinsames Ziele:
    Eltern, Jugendliche und Männer darüber zu informieren das es aus den meisten Medizinischen Gründen kein Grund für eine Beschneidung gibt.
    Das die Beschneidung aus nicht-medizinischen Gründen bei Jungen verboten wird.


    Ich hab mir auch Gedanken um Kirsten82 und ihren Sohn gemacht. Ich habe mir auch ihre posting bei phimose-info.de durchgelesen.
    Wäre jetzt nie irgendetwas an der Vorhaut gemacht worden würde ich auch sagen: Abwarten und der Natur ihren Lauf lassen.

    Aber es wurde operiert.

    (Komischerweise in einem verfahren was einer Teilbeschneidung entspricht und von dem die meisten Ärzte wegen der Verengungsgefahr durch die Narbe abraten. Wie oft habe ich in den letzten 10 Jahren gelesen das wenn eine Beschneidung empfohlen wird gleichzeitig von einer Teilbeschneidung abgeraten wird.)

    Gehen wir jetzt also mal davon aus die Verklebung zwischen Vorhaut und Eichel gelöst wurde. Es besteht also die Gefahr das was vorher verklebt war jetzt zusammenwächst. Und da macht für mich doch schon eine Salbenbehandlung Sinn um das zu verhindern.

  • Gehen wir jetzt also mal davon aus die Verklebung zwischen Vorhaut und Eichel gelöst wurde. Es besteht also die Gefahr das was vorher verklebt war jetzt zusammenwächst. Und da macht für mich doch schon eine Salbenbehandlung Sinn um das zu verhindern.

    Sorry BD, aber das ist doch jetzt zusammenhanglos.

    Fakt 1: Die Vorhaut wurde teilbeschnitten.
    Fakt 2: Die Vorhaut ist jetzt - seit mittlerweile 6 Wochen - verheilt und geht noch immer nicht/nicht mehr zurückzuschieben.

    Das heißt:
    - Entweder hat man nicht genug beschnitten und die ursprüngliche Engstelle ist immer noch da,
    - oder die Beschneidungsnarbe hat sich bereits zusammen gezogen bzw. den Durchmesser VOR der Eichel liegend angenommen

    In jedem Fall ist es JETZT für eine Salbenbehandlung, die die Vorhaut weiten soll, definitiv der falsche Zeitpunkt.

    Denn WENN sich die Beschneidungsnarbe zusammen gezogen hat, dann kommt man mit der von außen aufgetragenen Kortisonsalbe auch nicht an den Bereich zwischen Vorhaut und Eichel, der womöglich bei der OP gewaltsam voneinander gelöst wurde und nun zusammen zu wachsen droht, heran (denn wir erinnern uns: Die Vorhaut ist ja aktuell nicht zurückziehbar!).

    WENN sich die Beschneidungsnarbe zusammen gezogen hat, ist es jetzt für eine Salbenbehandlung, um das zu verhindern, ebenfalls zu spät. Denn, wie gesagt, die OP ist 6 Wochen her, eine Beschneidungsnarbe längst verheilt und der Durchmesser der Narbe erstmal "fix". JETZT mit einer Behandlung anzufangen um zu verhindern, dass sich die OP-Narbe zusammen zieht.. der Zug wäre jetzt abgefahren (und war es vor 2 Wochen auch schon - nicht umsonst steht in der OP-Aufklärung normalerweise drin, dass das schon ab dem Tag NACH DER OP begonnen werden muss).

    WENN die Ärzte aber einfach nur zu wenig Haut abgeschnitten haben und es halt immer noch die ursprüngliche Engstelle ist, die jetzt das Zurückziehen der Vorhaut verhindert, dann ist das ganze Bohei um die Vorhaut DESWEGEN überflüssig und es träte das ein, was du vorher geschrieben hast, nämlich dass man der Natur ihren Lauf zu lassen hätte, da eine Verengung in dem Alter da hin gehört.

    In JEDEM Fall aber gilt eines, und das wiederhole ich jetzt wirklich zum letzten Mal:
    Der Junge ist 4 Jahre alt. Das heißt, er braucht zum gegenwärtigen Zeitpunkt und in naher Zukunft KEINE zurückziehbare Vorhaut! Das heißt, eine Behandlung der Vorhaut zum JETZIGEN Zeitpunkt ist - egal mit welchen Voraussetzungen - gegenwärtig nicht erforderlich und nicht sinnvoll. Entweder hat sich die Narbe schon zusammen gezogen, dann ist es eh schon zu spät und man muss das Wachstum von Vorhaut(narbe) und Penis abwarten und DANN behandeln (wenn es dann noch nötig wäre und der Junge das will!), oder aber die Vorhaut ist eben noch natürlicherweise eng, dann kann und soll man sie DESWEGEN in Ruhe lassen.


    VERHINDERN, ABHELFEN, etc. ist jetzt - egal wie - nicht (mehr) möglich. Man manipuliert nur noch mehr herum und im günstigsten Fall macht man's umsonst und es tut sich gar nichts, im schlimmsten Fall aber stresst man das ohnehin schon "misshandelte" (weil operierte) Hautgewebe noch mehr und schafft womöglicherweise erst den Herd für Probleme, die man sonst gar nicht bekommen hätte.
    Denn permanent auf die Haut aufgetragenes Kortison über Tage und Wochen reizt die Vorhaut auch. Da nicht zu erwarten ist, dass sie sich dadurch weitet, wird die Vorhaut also in diesem gereizten Zustand eng gelassen. DAS schafft dann womöglich wirkliche Probleme (mikrofeine Einrisse durch vergebliches Dehnen, gereizte Haut in einem Milleu, wo möglicherweise (auch geringe) Urinreste nach dem Pipi machen (und in so einem kleinen Alter läuft das nunmal nicht immer 100% hygienisch ab) zurück bleiben können usw. usf.

    Also kommt doch - zumindest für diesen Fall - bitte mal von diesem "naja, mach mal, kann schon nicht schaden"-Standpunkt runter. DOCH, zu viel ist genauso Mist!


    So, das war nun wirklich nochmal die letzte "Analyse". Wer jetzt immer noch meint "ach, behandelt mal schön weiter", der muss das glauben. Es ist und bleibt in der vorliegenden Konstellation zum JETZIGEN Zeitpunkt überflüssig. Und ja, man kann auch mit der "guten" Behandlungsmethode "zu viel des Guten" betreiben!

  • hallo.
    Ich kann leider nicht mehr beim ersten Eintrag schreiben.

    Ich wollte euch nur berichten, dass unser Sohn seit 3 Tagen seine Vorhaut zurückziehen kann. Er saß in der Badewanne und sagte auf einmal, dass die Haut zurück ist. Er hat es ganz alleine gemacht und von sich aus.

    Ich weiß nicht, ob es von der Cortison Creme kommt oder nicht. Aber die Vorhaut geht von Tag zu Tag weiter auf. Die Ärztin im Elisabeth Krankenhaus hat gesagt, dass man mit der Creme nichts falsch machen kann, weil es nur ganz dünn aufgetragen wird und daher anders ist als eine orale Einnahme.

    Ich habe mich ziemlich erschrocken als die Vorhaut zurück war. Die Fäden sind noch drin und es ist ziemlich dick und wulstig. Aber ich habe ein Foto der Ärztin geschickt und sie meint es wäre normal.

    Also hoffe ich mal, dass es sich weiter gut entwickelt. Unser Sohn macht es toll und zieht die Vorhaut selbst zurück, damit ich Cremen kann. Und das macht er nur soweit er es ohne Schmerzen kann.

    Vielen Dank für eure Bemühungen.

  • Ich kann leider nicht mehr beim ersten Eintrag schreiben.


    Ich habe das Thema wieder geöffnet, alleine damit Du uns in einiger Zeit berichten kannst, ob sich dieser Erfolg stabilisiert.

    Vielen herzlichen Dank für die positive Erfolgsmeldung.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)

  • Ich wollte euch nur berichten, dass unser Sohn seit 3 Tagen seine Vorhaut zurückziehen kann. Er saß in der Badewanne und sagte auf einmal, dass die Haut zurück ist. Er hat es ganz alleine gemacht und von sich aus.

    Ich weiß nicht, was eure Ärztin dazu sagt, aber vielleicht sollte Dein Mann eurem Sohn beibringen, beim Pinkeln die Vorhaut immer zurückzuziehen. Davon mal ab, daß dadurch die "Treffsicherheit" erhöht ist, bleibt die Haut auch stets in Bewegung.

    Gruß
    Hickhack

  • Ich weiß nicht, was eure Ärztin dazu sagt, aber vielleicht sollte Dein Mann eurem Sohn beibringen, beim Pinkeln die Vorhaut immer zurückzuziehen. Davon mal ab, daß dadurch die "Treffsicherheit" erhöht ist, bleibt die Haut auch stets in Bewegung.

    Willkommen im 21. Jahrhundert, wo sich hierzulande üblicherweise und rücksichtnehmenderweise zum Pinkeln HINGESETZT wird, so dass das Zurückziehen der Vorhaut dafür ziemlich kontraproduktiv ist (weil's dann u. U. unter der Klobrille hindurch schießt) und außerdem im sitzen kaum funktioniert, erst recht nicht, wenn man sich im Kinderalter in aller Regel auch noch mit den Händen am Klo festhalten muss.

    Man kann's jetzt auch echt übertreiben mit den "Maßnahmen"...

    Übrigens ist mir die Aussage, das immer noch Vorhandensein von (üblicherweise selbstauflösenden) Fäden sechs Wochen nach der OP sei normal, absolut unverständlich! Spätestens nach 2 Wochen sollten die alle sich in Wohlgefallen aufgelöst haben, erst recht wenn sie doch tagtäglich noch mit Flüssigkeit (Urin) umspült werden. 6 Wochen und noch immer Fäden drin ist viel zu lange. Und ich könnte die Hände über dem Kopf zusammen schlagen bei dem Gedanken, dass auf diese Konstellation auch noch Kortisonsalbe aufgetragen wird, denn noch Fäden drin heißt, die Haut ist noch nicht vollständig verheilt bzw. es befinden sich noch Fremdkörper darin, und auf nicht 100%ig intakter Haut, Schleimhaut etc. hat Kortison NICHTS verloren (steht übrigens sogar in der Packungsbeilage). Genau deshalb hat Kortisonsalbe zur Vorhautbehandlung wenn dann ohnehin nur von AUßEN auf die Engstelle der Vorhaut und nicht bei (halb) zurückgezogener Vorhaut innen auf die innere Vorhautschleimhaut aufgetragen zu werden.


    Alles Gute.

    Einmal editiert, zuletzt von Etwas (26. Januar 2017 um 18:37)

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