14. August - 22.45 Uhr im Ersten / Menschen bei Maischberger

  • Menschen bei Maischberger

    Thema - Der Beschneidungsstreit: Wie weit dürfen religiöse Rituale gehen?


    Zu Gast:

    Dieter Graumann (Vorsitzender des Zentralrats der Juden)
    Bilkay Öney (SPD, Integrationsministerin Baden-Württemberg)
    Christa Müller (kämpft gegen Genitalverstümmelung)
    Necla Kelek (Soziologin und Islamkritikerin)
    Dr. Sebastian Isik (Allgemeinmediziner)
    Dr. Wolfgang Bühmann (Urologe)


    Dienstag 14. August - 22.45 Uhr im Ersten

  • Ich sage, er tuts nur zweimal. Aber dass jüdisches Leben dann auf deutschem Boden unmöglich wird und die Juden dadurch vertrieben werden, den werden wir mindestens dreimal hören...

    Wenn aus Recht Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht! (Bertold Brecht)
    Bräuche und Traditionen können den Menschen an jegliche Abscheulichkeiten gewöhnen (G.B. Shaw)
    Nicht unseren Vorvätern wollen wir trachten uns würdig zu zeigen - nein: unserer Enkelkinder! (Bertha von Suttner)
    https://tredition.de/autoren/clemen…aperback-44889/

  • Ob Dr. Bühmann in seiner Praxis auf Sylt so viele Beschnittene über den Weg laufen? Wie wäre es mit einem nicht-religiösen Arzt aus einem Ballungszentrum gewesen? Naja mal schauen, wie er sich schlägt...

    Ich hätte dann noch gern eine Wette über die Begriffe "antisemitisch" und "islamophob". Außerdem für alle zum Mitspielen: das "Beschneidung Bullshit Bingo":

    http://m.facebook.com/photo.php?fbid…100004103709397

  • Habe nach 20 Min den Fernseher ausgemacht. Das war ja klar, dass dieser Sylter Edelarzt Dr. Bühmann vom Thema nicht ausreichend Ahnung hat. Als sei die Vorhaut nur in den ersten 3 Lebensjahren als Schutz in der Windel gut. Setzen, sechs.

    Tja, auf Sylt kennt man sich wohl... Gut das ist jetzt eine Unterstellung, aber warum wurde nicht mindestens Dr. Stehr eingeladen, der mit Putzke zusammen wissenschaftlich am Thema Beschneidung gearbeitet hat? Oder andere kritische Ärzte, die zureichende Untersuchungen vorgenommen haben? :cursing:

    Es gibt noch viel zu tun...

  • Talkshowgäste

    Dieter Graumann (Vorsitzender des Zentralrats der Juden)

    Bilkay Öney (SPD, Integrationsministerin Baden-Württemberg)

    Christa Müller (kämpft gegen Genitalverstümmelung)

    Necla Kelek (Soziologin und Islamkritikerin)

    Dr. Sebastian Isik (Allgemeinmediziner)

    Dr. Wolfgang Bühmann (Urologe)

    __________________________

    Mein Résumé dieser Sendung

    Dieter Graumann in gewohnter Arroganz. Bilkay Öney wusste nicht so genau was sie denn nun reden soll. So kam es zu dem ein oder anderen unqualifizierten Kommentar. Christa Müller kam nicht auf den Punkt und man schlief fast ein wenn sie loslegte, obwohl sie gute Arbeit leistet. Necua Kelek kämpfte im Grunde alleine gegen diesen Haufen. Sebastian Isik wollte wohl den Unterhaltungswert der Sendung etwas aufwerten und hat sich zum Komiker echauffiert. Von Wolfgang Bühmann war ich jedoch am meisten enttäuscht. Von der medizinischen Qualität seiner Aussagen mal abgesehen, diese waren ohnehin bodenlos. Er hat in meinen Augen auf ganzer Ebene versagt. Als Mediziner, Kritiker und Talkshowgast. Er hat sich regelrecht angebiedert um bloß keine Stellung beziehen zu müssen. Man hat förmlich gesehen wie er mit dem Fortschreiten der Sendung in das Hinterteil von Graumann eintaucht und noch kräftig dessen geistige Ergüsse ableckt. Im Grunde, hätten für die Sendung meiner Meinung nach, Dieter Graumann und Necla Kelek gereicht. Sie vermittelten die inhaltlichen Stellungen beider Lager. Die anderen Kommentare empfand ich eher als störend und zu unsachlich.


    Links dazu

    http://www.welt.de/fernsehen/arti…des-Mannes.html

    http://www.rtntvnews.de/news/6223/Besc…i-Maischberger/

    http://nachrichten.t-online.de/zentralratsche…1770/index?news

    13 Mal editiert, zuletzt von Nephalim (22. August 2012 um 20:56)

  • Es wird Zeit, daß einige der kaputt-gemachten, beschnittenen Männer aus diesem Forum, persönlich bei Bilkay Öney vorsprechen und ihr bestes Stück auf ihren Schreibtisch legen. Aber vermutlich glaubt Sie's dann noch immer nicht.

    Die tat doch gestern gerade so, als müssten die Verstümmelten mit einem Schild um den Hals und offenem Hosenladen herumlaufen, um Zeugnis abzulegen.

    Die Kaltschnäutzigkeit, mit der sie die Existenz von Problemen läugnet, ist erschreckend.

  • Die Religiösen sind m.E. nicht die richtigen Adressaten. Auch dann nicht, wenn sie in die Politik gehen. Ihre Welt basiert auf Glaube und Traditionsbewusstsein, aber keineswegs auf Wissenschaft oder Rechtsstaatlichkeit. Zu dieser Kategorie gehört auch Isik, der war immerhin sehr unterhaltsam. "Unterhosenfusselstelle", nee ist klar. Da braucht man sonst keine weitere Satire mehr. Ruhig bleiben und Chips weiteressen.

    Wir müssen m.E. strategisch vorgehen, also potenzielle Unterstützer impfen. Medienvertreter sollten auf dieses Forum aufmerksam gemacht werden; in den Kommentaren der Online-Ausgaben kann man Leidensgeschichten posten und Links setzen; nicht religiöse Politiker, die einen gewissen Einfluss haben könnten, sollten angeschrieben werden. Auch der Deutsche Richterbund ist eine gute Adresse, ebenso wie juristische und medizinische Fakultäten an Unis (die Wissenschaftler dort haben nicht selten Zeit und Lust, sich mit solchen Themen vertieft zu beschäftigen. Deren Ergebnisse werden dann in Fachzeitschriften veröffentlicht). Von dort aus werden nicht selten Wissenschaftler in die Expertenkommissionen der Politik entsendet (sehr wichtige Gremien) und von dort aus werden die Impulse kommen, die für die zu erwartende Verfassungsgerichtsentscheidung von Bedeutung sein können. Die medizinischen und sexuellen Beeinträchtigungen spielen eine erhebliche Rolle bei der Anwendung und Auslegung von Grundrechten. Auch für Ärzte ist das Thema von Interesse; viele sind nicht böse, sondern unwissend. Also, m.E. gilt es, sich Verbündete zu schaffen statt Unbelehrbare anzuschreiben. Nur mein persönlicher Vorschlag, versteht sich... 8)

  • Also, m.E. gilt es, sich Verbündete zu schaffen statt Unbelehrbare anzuschreiben.

    Schließe mich dem an. Was will man argumentieren gegen "4000-6000 Jahre Tradiiton" oder überhaupt gegen die "Argumente" von Herrn Graumann, gestern Abend? Das ist wie eine Kontroverse mit einem Kreationisten: vergebene Liebesmühe!

  • Sorry ich hatte versucht, einen Link zum Post "Wascht Euch!" herzustellen, in dem ein schönes Bild von Herrn Isik mit seinen unschlagbaren Argumenten zu sehen ist. Auch die Kommentare darunter sind toll. Habe den Link grad nochmal geändert...

  • Also, m.E. gilt es, sich Verbündete zu schaffen statt Unbelehrbare anzuschreiben. Nur mein persönlicher Vorschlag, versteht sich... 8)

    Ich sehe das genauso.

    Zitat

    Zur Zeit kann das als Propagandafernsehen verstanden werden. Die Gegner der Beschneidung werden in die Unterzahl versetzt oder man lädt eben gleich menschen ein, die das Richtige nicht energisch genug ausdrücken können. Echte Gegner gibt es nicht. Sie werden bewusst nicht eingeladen. Aus Angst, der Sender würde als Rechts einsortiert werden.
    So tragen die Sender dazu bei den Staat zu beeinflussen. Aber nicht nur das Fernsehen trägt dazu bei, auch die Presse. Wieder einmal unangenehm fällt dabei die Berliner Zeitung mit ihrem Schreiber Herrn Christian Bommarius. Er holt sogar die Faschisten-Keule heraus. Was diesen Mann dazu bewegt ständig Partei für Randgruppen zu ergreifen, kann nicht ergründet werden.Trotz seines Alters ist aber auch er nicht in der Lage, einen Willen der Gemeinschaft wenigstens in Betracht zu ziehen. Er benutzt die Zeitung dazu, die Beschneidungsgegner zu Nazis zu stempeln um damit den Gegner auszuschalten. Grund, unbekannt.

    Würdet ihr das genauso sehen. Dass also von Seiten des Fernsehens vorsätzlich versucht wird, die Gegner schlecht dastehen zu lassen.

  • Dass also von Seiten des Fernsehens vorsätzlich versucht wird, die Gegner schlecht dastehen zu lassen.

    Naja, Vorsatz ist ne harte Unterstellung. Zumindest kann man Nachlässigkeit in der Auswahl der Gäste als Vorwurf erheben. Der Sylter Arzt war eine Nullnummer, mit seiner auf den Eid gerichteten Argumentation. Der Dr. Isik war eine Lachnummer; da könnte die Pro-Seite auch unterstellen, daß man extra eine Witzfigur bemüht hat, um die Pro-Argumentation in MIsskredit zu bringen.

    Neben Herrn Graumann (abgesehen von seiner ausgeprägten Arroganz) hat sich die Necla Kelek wirklich gut geschlagen und war auch in der Form sehr überzeugend.

    Insgesamt fand ich die ganze Sendung inhaltlich sehr unter Niveau. Da fehlten der Repräsentant der Muslime und Dr. Putzke, sowie ein seriöser, ruhiger Kontra-Arzt.

    • Toleranz wird zum Verbrechen, wenn sie dem Bösen gilt (Thomas Mann)
  • Zitat aus oben genannter Jüdischen Allgemeinen:

    "»Jemand aus dem Krankenhaus«, sagte Putzke, habe den Fall des beschnittenen muslimischen Jungen der Polizei bekannt gemacht. Handelt es sich womöglich um jemand aus der neoatheistischen Szene? Dass Putzke seine Sicht der Dinge am vergangenen Wochenende in den Räumen der Giordano-Bruno-Stiftung, der Speersitze des deutschen Neoatheismus, darlegte, lässt auf eine Interessenidentität schließen. Die antireligiösen Kräfte schießen zusammen. Antisemitismus wird zum lässlichen Kollateralschaden, nicht intendiert, aber wohl geduldet."

    Die neoatheistische Szene schlägt zu! Terroralarm in Deutschland!

    Vorgestern "Hexenhammer", gestern "Mein Kampf" und heute "Das Grundgesetz"! Ein Standardwerk der Hasspropaganda und der Verfolgung, das von den Terroristen auch mit "GG" abgekürzt wird. Hütet Euch! 8|

    Einmal editiert, zuletzt von Maria Werner (18. August 2012 um 22:41)

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