Haut ab! Sonderausstellung ab 24.10. im Jüdischen Museum in Berlin

  • Ein langer Leserbrief von Dr. med. Lothar Markus, Leipzig im Sächsischen Ärzteblatt 5/2015 bzgl. der Ausstellung:

    Zitat

    noch: Als „Verstümmelung“ kann man einen beschnittenen Penis sicherlich nicht bezeichnen, denn er ist in seiner Funktion in keiner Weise beeinträchtigt, was der Jahrtausende währende Kindersegen der Juden und Mohammedaner zeigt.

    Adolf Hitler darf in dem Zusammenhang natürlich auch nicht fehlen... :rolleyes:


    Die strikte Unterscheidung der Zirkumzision aus rituellen Gründen von der Beschneidung der Mädchen ist quantitativ unbestritten, qualitative Unterschiede vermag ich zumindest in der Schärfe, wie es zum Beispiel Kollege Markus und viele Religionsvertreter sehen, nicht mittragen. Bei beiden Eingriffen wird blutig am Genitale manipuliert, ein sensibler Bereich, nicht etwa nur ein Ohrloch gestochen oder am Unterarm geritzt.
    ...
    Wie die vom Bundestag geforderte Schmerzfreiheit in der Praxis zu realisieren ist, bleibt mir schleierhaft.


    Die hat der Bundestag leider nie gefordert. Der hat viel mehr Wischi-Waschi herumgedruckst und geschwurbelt.

    Zitat von Dr. med. Ingrid Thümmel, Radebeul

    Durch Seelsorge sowie andere religiöse Handlungen werden unsere Heilverfahren unterstützt.

    Wasser aus Lourdes?

    Zitat von Dr. med. Ingrid Thümmel, Radebeul

    Wir als Ärzte wissen, dass auch unser Handeln an Grenzen stößt, die nur über die Religion erfahrbar und überwindbar sind.
    Die Ausübung religiöser Riten und Freiheiten ist uns durch das Grundgesetz gesichert.


    Welche Krankheiten werden denn nun durch den Ritus der GM geheilt?

    http://www.slaek.de/media/dokument…06/0615_237.pdf


    http://www.slaek.de/media/dokument…06/0615_237.pdf

    There is no skin like foreskin

    Einmal editiert, zuletzt von Selbstbestimmung (28. August 2015 um 22:06)

  • Die einschlägig bekannte Yasemin Shooman et al:

    Zitat von Yasemin Shooman

    Wir wollen heute Abend nicht die Beschneidungsdebatte in Gänze noch einmal aufrollen, lassen deswegen auch nicht Beschneidungsbefürworter und -gegner gegen einander antreten...

    Vor allem die Gegner nicht. Eigentlich nur die Gegner nicht.
    Und im folgenden werden dann auch nur die typischen Argumente pro BGM heruntergeleiert...

    Zitat

    ...sondern wir wollen eine spezifische Perspektive beleuchten, nämlich die der Betroffenen.
    Damit sind übrigens nicht nur jüdische und muslimische Männer gemeint...
    sondern auch Frauen setzen sich z.B. als Mütter mit der Frage beschneiden, ja oder nein auseinander...


    Nichtmuslimischoderjüdische Männer sind nicht von VA betroffen?

    Zitat

    Weltweit ist ein ...Drittel der Bevölkerung...beschnitten.

    Zitat

    "Die kollektive Erfahrung des Massenmords an den europäischen Juden motiviert viele von ihnen, ihre jüdische Herkunft unmissverständlich zu betonen, was sich auch an der Haltung zur Beschneidung zeigt.


    Äh - wäre es dazu nicht sinnvoller, eine Kippa aufzusetzen, oder einen Anhänger mit Davidstern zu tragen? Es läuft doch niemand mit offener Hose herum, inwiefern betont eine unsichtbar entblößte Eichel irgendwas?

    Und, wenn sich Erwachsene Männer "beschneiden" lassen um irgendwas zu betonen, da hat doch keiner ein Problem mit - bloß - sind sie erst mal intakt erwachsen, dann wollen die das in aller Regel nicht, wie man das an den "Kontingentflüchtlingen" sieht. Dann wissen sie, dass ein intaktes Genital eine feine Sache ist.

    Zitat

    Andererseits sind die Juden in den meisten Ländern der westlichen Welt keinem virulenten Antisemitismus mehr ausgesetzt, sondern in säkulare und multi-ethnische Gesellschaften integriert, deren Poltik keinen Anspruch mehr auf herkunftsbedingte Exklusivität erhebt.
    Diese Situation bietet gute Voraussetzungen für die Neubewertung grundlegender Religionsgesetze und Bräuche.

    Welche Gesellschaft ist denn "säkular"? In D ist eine klare Mehrheit religiös. In den USA sind es ca. 90%. Multi-ethnisch ist die USA sicherlich und dass Juden dort einem virulenten Antisemitismus ausgeliefert waren in den sagen wir letzte 70 Jahren kann man doch kaum sagen, oder? Auch in den meisten Ländern Europas nicht. Wo sind also die Früchte der "guten Voraussetzungen"?

    Die Früchte scheinen zu sein, dass wie auch bei Shoomann gleich am Anfang des Vortrages bei jeder Gelegenheit betont wird, dass die BGM essentiell, existenziell, unabdinbar, unverzichtbar sei, genau wie Graumann und Kramer 2012.


    Und natürlich wird sich aus dem Kölner Urteil zielsicher die einzige Schwachstelle herausgepickt, alles andere wird unterschlagen.


    Und dann folgt 1,5 Std: "wir erwachsenen Juden und Muslime, die armen Opfer der "Beschneidungsdebatte"!"


    Zitat von Kerem Öktem

    Es gibt durchaus Gründe für eine solche Auseinandersetzung, aber warum findet sie ausgerechnet in Deutschland statt? - das war die Frage, die wir in England uns gefragt haben.


    Tätä! :thumbup:
    Ach, in den USA, in Skandinavien findet die nicht statt? Und in England auch, schon lange "Fate of the Foreskin"

    Klar, dass kann doch nur an den ewig pösen Kartoffeln liegen!

    Zitat

    Vor allem zu verstehen versucht, wie sich ausschließende öffentliche Debatten...auf die Rezipienten dieser Debatte auswirken, Auf das individuelle Sicherheitsempfinden der Befragten...


    Wie wirkt sich Genitalverstümmelung denn auf das Sicherheitsempfinden der ungefragten kleinen Jungen aus?

    Zitat

    Das war eine explorative Studie mit 29 Personen aus dem öffentlichen Leben...

    LOL! Bestimmt aber "randomisiert"! :) Wenn negativ-Betroffene über VA reden, dann wird immer gesagt - "haha, das ist doch alles nur anekdotisch!"


    "Unser Ziel war, eine Bandbreite von Meinungen zu zeigen...", na, das ist ja dann voll in die Hose gegangen.

    Zitat

    Die Debatte... die unter der Deutungsgewalt der Mehrheitsgeselslchaft stattgefunden hat.

    GEWALT! Uns wurde Gewalt angetan! Durch die pösen Kartoffeln! Schon wieder, sie können's net lassen! Nicht mit dem Messer, nein viel schlimmer! Die stellen doch einfach Genitalverstümmelung in Frage!

    Zitat

    Und es waren dann meistens öffentliche Debatten oder TV-Diskussionen usw, wo Juden und Muslime sich verteidigen mussten..


    Verteidigen mussten? Wurden die angegriffen? Im Fernsehen? Skandal! Schon wieder GEWALT!
    Aber die Angreifer sind doch bestimmt verhaftete worden, oder?

    Oder haben da Juden oder Muslime evtl. die Genitalverstümmelung von wehrlosen Jungen verteidigt bzw. das Recht von kleinen Jungen auf körperliche Unversehrtheit angegriffen, na? Und - MUSSTEN sie das? Wer hat sie dazu gezwungen?

    Zitat

    ...und gleichzeitig auch ihr "Deutschsein" immer beweisen mussten, aber das reicht natürlich nicht, dieser Beweis...


    Hä? Habe ich was verpasst? Deutschsein beweisen? Wer hat das verlangt? Ich dachte ich habe 2012 die Debatte recht gut verfolgt.
    Wo wurde das irgendwas bewiesen, was dann "nicht reichte"?

    Und natürlich, Menschenrechtliches, Kinderrechte man kann das diskutieren, aber...

    Aber was? Aber es darf kein Schutz von Jungen vor Genitalverstümmelung dabei herauskommen! Das nun nicht!

    Zitat

    Was auch interessant ist, dass sich die Debatte natürlich auch internationalisiert hat, und ich glaube, es ist gerade dieser Internationalisierung geschuldet, dass dann so eine schnelle politische Entscheidung gekommen ist..


    Durch Druck aus dem Ausland? Aus den USA, Israel, der Türkei? Ja, da ist einiges gelaufen...

    Ist da OK, wenn deutsche Gesetze auf die Art entstehen, ist das demokratisch?


    Zitat

    in einigen europäischen Ländern bestürzt darüber, nicht notwendigerweise über den Inhalt der Debatte, sondern, darum, dass sie in Deutschland eben stattfindet.

    Ja, wie, sind die Deutschen das einzige Volk, das nicht debattieren darf?

    Zitat

    "Aber auch interessant ist, dass sie [die Debatte] letztlich wirkungslos geblieben ist, weil die politische Entscheidung dann eben relativ schnell kam..


    Im Schweinsgalopp, in einem unsäglichen, demokratieschädlichen Verfahren

    Wirkungslos war sie nicht, weil sie nachwirkt.

    Zitat

    ..und relativ aufgeklärt war durch die Rechtssicherheit, die durch die Entscheidung des Bundestages dann festgehalten wurde.

    Aufgeklärt? Die grundgesetzwidrige Legalisierung eines bronzezeitlichen Verstümmelungsrituals soll ausgerechnet AUFGEKLÄRT sein? Geht's noch?


    Rechtssicherheit? Durch den 1631d sind alle Jungen in Deutschland ent-rechtet worden!.


    Zitat von Kerem Öktem. freudestrahlend:

    Ich denke, aber dass diese Debatte wirklich ein Scheitern der Mehrheitsgesellschaft darstellt.


    Nein, nicht ein Scheitern der Mehrheitsgesellschaft, die mit 70% BGM ablehnt, ein Scheitern der repräsentativen Demokratie, auf ganzer Linie. Und ein Scheitern von Minderheiten, sich im Laufe von Jahrhunderten zu modernisieren, zu reformieren. Ein Scheitern auf Kosten der Jungen.

    Oder hatten Union, SPD und Grüne vor der Wahl 2009 verkündet: "Wenn wir gewählt werden werden wir uns nicht etwa gegen die Genitalverstümmelung von wehrlosen Jungen einsetzen, sonder ein Extrawurstgesetz verzapfen das diese sogar noch legalisiert"?
    Nein, die haben das einfach so gemacht - gegen den Willen einer großen Mehrheit. Demokratie ist etwas anderes.

    Zitat

    Und der Moment, wo die Kanzlerin dann gesagt hat, dass sich Deutschland hier unmöglich macht.


    Wer hat sich unmöglich gemacht? Die große Mehrheit der Deutschen, oder Merkel? Eine Geisterfahrerin oder 60 Millionen?

    Zitat

    Dass besonders bei der Beschneidungsdebatte viel verbrannte Erde hinterlassen wurde.


    Ja das stimmt. Besonders viel Politikverdrossenheit.

    Wenn man Öktem so reden hört könnte man fast meinen, die Deutschen müssten sich jetzt für die "Beschneidungsdebatte" untertänigst entschuldigen, und überlegen, was sie an Wiedergutmachung leisten können...

    Ich frage mich, was Yasemin Shooman wohl sagen würde, wenn ihr als Baby "da unten" 50% der sensiblen Oberfläche aus essentiellen, traditionellen, kulturellen, identitätstiftenden religiösen unverzichtbaren Gründen abgeschnitten worden wäre.
    Ich vermute, nichts anderes. ;(

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    PS: Siehe auch:

    Haut ab! Sonderausstellung ab 24.10. im Jüdischen Museum in Berlin

    There is no skin like foreskin

  • Im weiteren Verlauf dieser Veranstaltung tun sich Abgründe auf.

    Da macht also jemand eine "Studie", indem er Leute befragt, von denen er schon weiß, das sie schon "das richtige" sagen werden. Und dann gibt es eine "Diskussion", zu der nur Leute eingeladen werden, von denen man weiß, das sie "den richtigen" Standpunkt haben.

    Und was kommt? Fröhliches gegenseitiges Auf-die-Schultern-klopfen.

    Und wir müssen diesen Schmuh, diese Kinderverstümmelungspropaganda mal wieder mit unseren Steuergeldern finanzieren.

    Zitat von Öktem

    Wo man dann über so intime Stellen persönlich Auskunft geben muss und darüber reden muss


    Wer MUSSTE über seinen Penis Auskunft geben? Ist in irgend einer Talkshow, in irgend einem Interview ein Mann gefragt worden: "Und nun mal Tacheles, wie steht es denn ihrem Dödel"? :rolleyes:

    Zitat

    "Wenn ein beschnittener Penis sozusagen dann zum Benchmark gelungener Integration wird, dann sind Juden und Muslime von Anfang an ausgeschlossen, sie können gar nichts mehr dran machen."


    Vermutlich meinte Öktem "intakter" oder "misslungener"?

    Aua, das tut ja weh! Da wird der Zustand mit der Tat verwechselt, und ich vermute, nicht ohne Absicht.
    Durch reden von dem Zustand (für den ein in der Kindheit vorhautamputierter Mann nicht verantwortlich ist) von der Tat (für die die Eltern verantwortlich sind) ablenken, wie billig.
    Warum sollte man einen vorhautlosen Moslem oder Juden als schlecht integriert ansehen, wenn er seine Söhne intakt lässt?

    Zitat von Öktem

    Ein Zitat, was ich da auch sehr vielsagend finde [von einem Moslem]: "Ich habe schon gewartet wann sie [gemeint sind offenbar "die Deutschen"] anfangen, an unserem Zipfel zu ziehen"


    *Kinnlade runterklapp* :FP01

    Wer zieht am Zipfel? Wer? Na? Der "Beschneidungsspezialist", bevor er die Vorhaut abschneidet - und sonst niemand. Diese Sprüche haben ja schon was drolliges, Realsatire.

    Aber es kommt noch "besser":

    Zitat

    "Das war ja auch das einzige Tabugebiet, wo sie uns nicht angefasst haben. Uns jetzt wollen sie solange an der Vorhaut unserer Jungs reißen oder ziehen, bis das einreißt!


    *Kinnlade im Keller angekommen* X/

    Und da wird denn Kinderrechtlern immer unterstellt, sie hätten "Kastrationsängste"
    Das muss aber ein krasses Missverständnis sein, "sie" wollen einfach nur, dass die Vorhäute IN FRIEDEN gelassen werden (überhaupt alle Kindergenitalien)


    Zitat von Öktem

    Ich meine, da ist natürlich auch diese Körperlichkeit dieser Diskussion wirklich ganz wichtig, weil es geht eben hier um den Körper der Menschen

    Potzblitz! Ja, es geht um den Körper von kleinen, wehrlosen Jungen. Nicht um Körper von Erwachsenen. Noch viel körperlicher als die Diskussion ist die Amputation selbst. Und sie führt zu einem Verlust von "Körperlichkeit"

    Zitat von Öktem

    Gut, die Beschneidunsdebatte ist natürlich erst ein mal vorbei.

    Da hätte Öktem wohl gerne, aber das ist Wunschdenken. Die Debatte ist unter dem Teppich, unter den sie die öffentlich-rechtlichen und die wenigen großen privaten Medien-Kraken gekehrt haben - in Foren und sozialen Netzwerken, und da geht sie munter weiter. So ein Pech aber auch!

    Zitat

    Ich denke aber wirklich, dass die Beschneidungsdebatte exemplarisch ist für das Scheitern... einer liberalen Auseinandersetzung mit Andersartigkeit und ungewohnter Kulturpraxis, die eigentlich auch notwendig ist.

    Eigentlich auch notwendig, aber nur, wenn die blöden Kartoffeln am Ende endlich kapieren, dass Genitalverstümmelung voll OK ist.

    Hannah Tzuberi (auch aus der unsäglichen Böll-Runde wohlbekannt), beschäftigt sich mit rabbinischer Literatur, feministischer Theorie und zeitgenössischen Diskursen zur jüdischen und muslimischen Identität

    Die "Beschneidungsdebatte ist sogar eines ihrer "Lieblingsthemen"!

    Zitat von Tzuberi

    Es [die "Beschneidungsdebatte] ist aber auch ein Angriff auf das Individuum, oder noch weiter, auf den Körper, auf den tatsächlichen Körper, ein Gefühl der Bloßstellung, des Ausgezogenwerdens


    Wer wird tatsächlich ungefragt ausgezogen, wessen Eichel wird für immer und ewig bloßgestellt? Wer?Wessen Körper wird angegriffen, sogar mit einem Messer?

    "Eltern greifen so oft in das Leben ihrer Kinder ein".... klar, die schneiden ja auch schon mal die Ohrläppchen oder das eine oder andere Zehenglied ab. was soll's?

    Die übliche Leier: Impfung, Zahnspangen, Ohrlöcher...

    "Das Kindeswohl ist in der Debatte viel zu kurz gekommen" (das definieren ja die Eltern)

    "wenig Toleranz" ja, gegenüber dem gesunden und vollständigen Körper eines Kindes

    *achselzuckend* - "von mir aus gibt es auch Studien, die sagen, das führt zum Trauma, oder so was"

    ist ja auch schietegal, wa?

    Zitat

    "Wollen wir hier in Deutschland unterschiedliche religiöse Gemeinschaften inkl. ihrer auch nicht mehrheitsgesellschaftlich selbstverständlich akzeptierten Traditionen bei uns haben, ja oder nein?
    Und in dem Moment war für mich das "ja" selbstverständlich, oder hätte ich mir gewünscht, dass das ja selbstverständlich gewesen wäre.


    Ja, das hätten sich die kinderprügelnden "Zwölf Stämme" auch gewünscht. Oder diejenigen Zeugen Jehovas, die Blutkonserven selbst bei Lebensgefahr für ein Kind ablehnen.
    Oder die Bohra, die jetzt in den USA vor Gericht stehen, wegen Vorhautbeschneidung. Mit dem kleinen Unterschied, dass es um die Klitorisvorhaut geht.
    Und Indonesische Muslime wünschen sich eine solche Haltung bestimmt auch falls sie demnächst nach Deutschland immigrieren, denn Deutschland soll doch bunter und vielfältiger werden und dann ihre Töchter "beschneiden" lassen wollen, das muss einer Feministin doch einleuchten, oder?

    Nein, Tzuberi meint, GGM wäre ganz total was anderes als BGM.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von Öktem

    Aber erst im Rahmen der Debatte... ist mir klar geworden, dass die FRAGEN von Beschneidungsgegnern durchaus ernst genommen werden müssen.

    Ach was! Echt jetzt? Vorher mal drüber nachdenken saß nicht drin?

    Und dann? Nur die Fragen, und keine Konsequenzen?

    Und natürlich Antisemitismus, Antisemitismus, Antisemitismus aller Orten...

    Zitat von Mounir Azzaoui

    "Mein Sohn ist ja auch in Marokko beschnitten worden"


    Wurde davor nicht 2012 immer eindringlich gewarnt? "Wenn wir die "Beschneidung" nicht legalisieren, dann gehen die ins Ausland, und da läuft das dann unter viel schlechteren Bedingungen?"

    In Deutschland die Uros sind ja auch sauteuer!
    Hm...mit oder ohne? (Betäubung)? Ohne soll ja noch günstiger sein.


    Zitat von Tzuberi

    "ich fand die ganze Debatte eigentlich als verletzend"

    Verletzend ist vor allem wenn einem ein Messer durchs Fleisch gezogen wird. Was Tzuberi kaum passieren kann.

    BTW, "eigentlich" und "irgendwie" oder "sozusagen" ist fast alles bei Tzuberi... :wacko:

    Zitat von Tzuberi

    "Ich muss sagen, ...dass sich mit nichtjüdischen Freunden eigentlich vermeide darüber zu sprechen"

    ...es bewegte sich wirklich eher unter den jüdischen und muslimischen Freunden, die ich hatte - oder auch nicht jüdische nicht mulimische, von denen ich aber vorher schon wusste, dass die irgendwie, ähm, äh dass die einen vielleicht nicht mehrheitsgesellschaftlichen Blick auf die Dinge haben.


    Aha, da ist ja enorme Dialogbereitschaft mit der "Mehrheitsgesellschaft". Bloß nicht das Risiko eingehen, dass man Kontra bekommen könnte! (ist man ja bei der Diskussionsrunde vorsichtshalber auch nicht)


    Shoomann: "ich habe während der Debatte gedacht: hoffentlich kriege ich nie einen Jungen, hoffentlich nur ein Mädchen. "

    Ganz im Vertrauen: was frau denkt, da nach richtet sich der Embryo nicht. Nach der Meiose ist die Kiste gelaufen.

    Aber warum hat sie das nur gedacht? Jungen sind doch genau so prima wie Mädchen!
    Hauptsache gesund!


    Zitat von Tzuberi

    ich bin selber in einem nicht jüdischen Kontext aufgewachsen...

    Und wie kommt man dann auf den Dreh, von Jungen 50% der sensiblen Oberfläche des Penis abschneiden zu wollen?


    Zitat von Tzuberi

    Die meisten Mütter - also eine Woche nach der Geburt hat man andere Sachen zu tun, als jetzt irgendwie Mohel organisieren und das Kind dann irgendwie - oh Gott! Das ist jetzt wirklich nicht das, wo die meisten so freudetanzend irgendwie rangehen.
    Und gerade deshalb war die Debatte auch schlimm, weil das genau da angesetz hat, weil ein ganz verwundbarer Punkt in dem Moment angegriffen wurde, weil das natürlich irgendwie für 'ne Mutter oder 'ne werdende Mutter SCHWER IST - und bleibt
    Paradoxerweise denke ich, dass diese ganze Debatte irgendwo mich eigentlich gestärkt hat da drin, dass also die Wichtigkeit und die Einzigartigkeit der Beschneidung irgendwie besser zu verstehen, klarer im Kopf zu haben.

    Ja das ist wirklich sehr paradox.
    Und natürlich, das eigentliche Opfer ist die Mutter, nicht der Junge. Das ist Täter-Opfer-Umkehr und genau nix anders.

    Ein ganz verwundbarer Punkt ist der weiche, zarte Penis eines Jungen. Da ist keine dicke Hornhaut oder gar ein Schutzpanzer drum. Der ist auch deshalb so verwundbar, weil der Junge sich überhaupt nicht wehren kann. Irgendwie unfair, oder?
    Und so klein wie er auch ist, ist er sehr sensibel und schmerzempfindlich - aber nee, ist schon klar - es leidet ja nur die Mutter!
    Die alles Leiden ganz leicht verhindern könnte, in dem sie sich einfach schützend vor ihr Kind stellte und NEIN! brüllte. Das ist ein ganz natürlicher Instinkt, den Eltern haben, nicht nur beim Menschen, auch bei Tieren - den Nachwuchs vor Verletzungen zu schützen.
    Deswegen machen Eltern das nicht wirklich freiwillig, sie machen das nur, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Von ihren Eltern, von der Verwandtschaft, oder von einer Ideologie..
    Von selbst kommt keine Mutter und kein Vater auf so eine behämmerte Idee, vom Kind ein Stück abzuschneiden.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von Shooman

    [zu Azzaoui]: ...also da war jetzt jetzt auch nichts bei der Beschneidung deines Sohnes wo du gedacht hast, die Debatte bringt was auf,
    also ich sag' mal was bei mir z.B. ein Zeitungsartikel - ich hatte eigentlich auch gedacht, ich hätte eine klare Position dazu - dann habe ich einen Artikel gelesen wo ein Mann,...sich auch aus nicht-medizinsichen Gründen, sondern der war eine Beziehung mit einer Jüdin eingegangen - als Erwachsener hat beschneiden lassen, und der berichtete dann, und zwar in einem ziemlich unaufgeregten und unhysterischen Tonfall, deswegen fand ich das auch um so glaubwürdiger, sozusagen subjektiv, dass er die auswirkungen auf Sexualität darin beschrieb, da sagt er vor- und nach- er hat sozusagen den Vergleichsmoment, wenn man so will.
    Und er sagte dann, also diejenigen, die als Kinder oder Säuglinge beschnitten worden sind die haben diese Perspektive.. nicht
    Das war mal so ein Moment, wo ich dachte - aha! Also irgendwie ein kurzes Innehalten, was sozusagen diese Haltung dazu angheht

    Es könnte sich um den Artikel von Nils Juel in der taz gehandelt haben?

    http://www.taz.de/!5084054/

    Kurzes Innehalten, und dann weiter Volldampf voraus? Einfach beiseite schieben, dass das sexuelle Empfinden eines Mannes durch die VA gestört, vermindert werden kann?


    Das war eigentlich der spannendste Punkt in dieser Schulterklopfrunde.
    Wer geht darauf ein? Wer?
    Niemand! Niemand in der ganzen Runde! Niemand geht darauf ein, dass die VA einen spürbaren Verlust an Sensibilität verursachen kann. Es gibt offenbar ungeschriebene Denk- oder Sprechverbote.
    Also schlossen sie messerscharf, das nicht sein kann, was nicht sein darf.

    Und was lernen wir daraus? Berichtet ein Opfer in aufgeregtem Tonfall von der "Beschneidung" uns ihren Folgen, dann ist es kaum glaubwürdg... :FP01

    There is no skin like foreskin

  • Es läuft doch niemand mit offener Hose herum, inwiefern betont eine unsichtbar entblößte Eichel irgendwas?

    Ich denk mir aber oft, dass das recht praktisch wäre. Auf meiner online-Sexpartnersuche muss ich oft danach fragen, weil eben nur naturbelassene Penes mit meiner naturbelassenen Sexualanatomie kompatibel sind. Und da denke ich mir oft, es wäre doch viel einfacher, wenn alle Männer mit offener Hose herumlaufen würden. Dann würde ich es mir ersparen zu fragen, ob genital eh alles in Ordnung ist.

    Wie wirkt sich Genitalverstümmelung denn auf das Sicherheitsempfinden der ungefragten kleinen Jungen aus?

    Katastrophal. Es ist ein Leben in Angst.

    Wer MUSSTE über seinen Penis Auskunft geben? Ist in irgend einer Talkshow, in irgend einem Interview ein Mann gefragt worden: "Und nun mal Tacheles, wie steht es denn Ihrem Dödel"? :rolleyes:

    Diese Frage muss mir jeder Mann beantworten, mit dem ich Sex will.
    Einmal war es schon zu spät, die Anbahnung war schon zu weit fortgeschritten, da habe ich auch einmal mit einem beschnittenem Mann Sex gehabt. Und ich habe wieder was dazugelernt, was in den Debatten noch nie so genau geschildert wurde. Und zwar dass weniger empfindliche Männer stimulativ auf die Engstelle direkt nach dem Scheideneingang angewiesen sind, so dass ihr Schambein nie die Klitoris der Frau berührt. Ein intakter Mann ist ja so weit drin, dass sein Schambein während des gesamten Geschlechtsakts die Klitoris der Frau massiert. Und dieser Effekt bleibt dann aus.

    Das ist ein ganz natürlicher Instinkt, den Eltern haben, nicht nur beim Menschen, auch bei Tieren - den Nachwuchs vor Verletzungen zu schützen.
    Deswegen machen Eltern das nicht wirklich freiwillig, sie machen das nur, wenn sie unter Druck gesetzt werden. Von ihren Eltern, von der Verwandtschaft, oder von einer Ideologie..
    Von selbst kommt keine Mutter und kein Vater auf so eine behämmerte Idee, vom Kind ein Stück abzuschneiden.

    Das habe ich mir auch einmal gewünscht, aber es ist nicht so. Fast niemand beklagt sich darüber, sein Kind sexuell verstümmeln zu müssen oder unter Druck gesetzt zu werden. Die machen das freiwillig. Und ich habe darüber nachgedacht, warum. Und ich bin zu einem Ergebnis gekommen:
    Verstümmelte Männer ertragen keinen intakten Mann neben sich, nicht einmal, wenn es ihr eigener Sohn und noch ganz klein ist.
    Frauen wollen sich für schmerzhaften, anorgasmischen Sex rächen, der ihnen dieses kleine Büblein beschert hat.
    Es ist also ein ewiger Kreislauf.

  • Zitat von Öktem

    Solche Fragen können diskutiert werden. ABER.....und deswegen gilt es das zu verteidigen.

    Aha, diskutieren kann man schon - aber nur nach dem Motto: "schön, dass wir mal drüber geredet haben"

    Also dann kann man sich das Diskutieren auch sparen, wenn seit Jahrtausenden diskutiert wird und für Jungen nie was dabei rausgesprungen ist, was für eine Farce.

    Zitat von Öktem

    Wenn ich in Deutschland leben würde und einen Sohn hätte, dann würde ich ihn beschneiden.

    Ist er denn religiös vorgesehener "Beschneider"? Und hat die Mutter des Sohnes gar nichts zu melden?

    Wenn-wenn, zweifach konditional, man kann sagen: "hypothetisch"


    Zitat von Öktem

    Wenn ich in der Türkei leben würde würde ich wahrscheinlich zu den Liberalen gehören, die das nicht machen, weil sie das nicht notwendig finden

    Ja super! Genitalverstümmelung als Trotzreaktion gegenüber der "Mehrheitsgesellschaft"? Geht's noch?
    Warum muss der Sohn das ausbaden, dass Papa "sich positionieren" will?

    Soll man an dieser Stelle lachen oder weinen? Wer glaubt, dass der "Professor für moderne Türkei" in Erdowahns "liberale, moderne" Türkei ziehen würde?
    Und wenn er dann seinen fiktiven Sohn dort nicht verstümmeln lassen würde, würde der von der "peer group" solange verhöhnt, verspottet, gemobbt, bis er um sein "Beschneidung" betteln würde. Dazu gibt es Berichte genug. Spätestens beim unvermeidliche Militärdienst würde es "schwierig".


    Zitat von Öktem

    Und es gab ja auch Zeiten, wo Kinder genau auf Grund dieser Beschneidung selektiert und abtransportiert wurden und so weiter und da denke ich dann einfach, das lassen wir uns nicht nehmen.

    ????? Spricht wer? Kein Jude, nein, ein Sohn türkischer Arbeitsmigranten - "das lassen wir uns nicht nehmen"
    Nein, Godwin darf nie fehlen, und aus dem Munde eines "Türken" kommt das Argument, dass man Kinder wegen des Holocausts verletzen sollte besonders bizarr rüber.

    Äh, die Möglichkeit dass Menschen auf Grund vorhandener oder nicht vorhandener Vorhaut ermordet werden -das gab es nicht nur (ohne die ordentliche Prise Holocaust geht es ja nie) in der Nazi-Zeit, sondern auch z.B. im Libanonkrieg und anderen Konflikten - die spricht gerade auch noch dafür, Kinder zu "markieren"???

    (Ich bin ja bekanntlich kein Freund von mehrfach-Frage- und Ausrufezeichen, aber irgendwann kann ich dann auch nicht mehr anders...)


    Zitat von Öktem

    Ich bin nicht religiös, ich bin säkular, und von daher weiß ich nicht, ob man diese Rituale immer braucht...


    Aber in Deutschland muss man seinen Sohn verstümmeln lassen, um sich zu "positionieren"?
    In was für eine Position denn?

    Warum lässt Öktem nicht sich "Ich bin anders als ihr Kartoffeln!" oder etwas vornehmer "ihr Bio-Deutschen" oder "ihr Mehrheitsgesellschaft, damische!" auf die Stirn tätowieren, oder "ich bin Türke, kapiert?!" Sein fiktiver Sohn könnte sich doch selbst überlegen, ob er sich durch Amputationen "positionieren" möchte!
    Öktem wird immer peinlicher, und merkt es gar nicht.


    Zitat von Öktem

    Aber HIER geht es dann letztendlich in gewisser Hinsicht um äh um ein Anerkennungs- oder auch "überlegungskampf" [habe ich so gehört, 55:45 meint der "Überlebenskampf"?]
    ...Sich zu behaupten und in seiner Andersartigkeit akzeptiert zu werden.


    Also etwas "Andersartiges" machen allein um dann in der "Andersartigkeit" akzeptiert zu werden?

    OK; das habe ich auch mal gemacht, als Schüler. Durch eine "besondere" Kleidung, die die Lehrer in Wut brachte, was ich genossen habe. :D
    Ich wäre aber nicht auf die Idee gekommen andere körperlich anzugreifen um zu beweisen, dass ich "anders" bin. Und inzwischen bin ich erwachsen und aus der Klassen-Kasperle-Zeit heraus.

    In Wahrheit geht es regelmäßig darum: der Sohn soll wie der Vater werden. Der Vater ist "unten ohne", also soll der Sohn auch so sein.
    Und in der Hinsicht ist signifikant, dass Öktem die Mutter des fiktiven Sohnes erst gar nicht erwähnt. Da diese nämlich keinen Penis hat, hat sie nichts zu melden. Sie kann ja keine Verstümmelung weitergeben.

    Aber das wäre doch alles kein Problem - wer "Andersartig" sein möchte, der kann sich doch als Erwachsener amputieren lassen, warum darf der Betroffene das nicht selbst entscheiden?

    Wie sagte der Kabarettist Özcan Cosar noch? "...aber vielleicht will ich lieber Österreicher sein?"

    Und jetzt bringt Shooman (m.E. zusammen mit Hasgall die Intelligenteste in der Runde) die Sache auf den Punkt:

    Zitat von Shooman

    Also Beschneidung als Trotzreaktion?

    Zitat von Öktem

    Durchaus

    :thumbup:

    Dagegen spricht überhaupt nichts, wenn sich erwachsene Männer aus Trotz "beschneiden" lassen. Allerdings sollte man in dem Alter eigentlich aus der Trotzphase raus sein.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von Shooman

    ...die Frage der Zugehörigkeit auch, und sich selbst zu markieren, bewußt, gewollt?

    Hallo? Sich selbst, bewußt, gewollt? WTF redet die Frau von? Von Tätowierungen bei Erwachsenen?

    Zitat von Shooman

    [zu Tzuberi:]Vielleicht hast du ja einen Punkt, das wären so die Bedingungen, dass so eine Diskussion gut geführt werden könnte?

    Zitat von Tzuberi


    ... also wenn die Tatsache, ob ich ein Kopftuch aufhabe oder nicht, oder dieses oder jenes Ritual durchführe oder nicht darüber bestimmt, welchen Job ich ausführen kann oder welche Wohnung ich mieten kann - dann sind das ja wirklich Dinge, die ich auf meiner Haut spüre.


    Auf der Haut spürt man was, ja. Das ist eine wichtige Funktion der Haut - spüren.
    Wenn die Haut weg ist, spürt kann man mit ihr nichts mehr spüren.

    Es geht nicht um "dieses oder jenes Ritual" - die meisten Rituale sind den meisten Menschen herzlich egal. Es geht um Genitalverstümmelung und nicht, ob man dann eine Wohnung bekommt oder nicht, sondern darum, dass das nicht rechtens ist.

    Zitat von Tzuberi

    also wenn die Tatsache, ob ich ein Kopftuch aufhabe oder nicht, oder dieses oder jenes Ritual durchführe oder nicht darüber bestimmt, welchen Job ich ausführen kann oder welche Wohnung ich mieten kann - dann sind das ja wirklich Dinge, die ich auf meiner Haut spüre, und nicht nur irgendwie, na ja, ist das jetzt irgendwie medizinisch traumatisierend oder nicht.

    X/

    Genau, mich interessiert doch nur, was ich an meiner Haut spüre.
    Traumatisierung? Na ja, ist doch egal, wa? Da spüre ICH doch nichts von, nur dieser kleine Bengel.
    So ist das also bei manchen Feministinnen mit der Solidarität mit dem anderen Geschlecht.

    There is no skin like foreskin

  • Zitat von Öktem

    Schweinefleich essen wäre natürlich noch besser, von einer assimilatorischen Perspektive...

    Schweinefleisch essen wäre noch besser als Kinder heil und ganz lassen?
    Was für ein Bullshit! Wen interessiert das, ob Schwein oder Rind? Fleisch ist doch sowieso out, entweder man ist Veganer, oder man ist ein Tierschänder! ;) Mann, Mann, Mann!

    Zitat

    Also letztendlich ist Assimilation, also dass hat mir mal ein jüdischer MdB mal gesagt, so nebenher, dass es nach 1945 Assimilation keine wirkliche Möglichkeit, keine Wirkliche Alternative ist in Deutschland.

    In anderen Ländern wäre ein Verzicht auf BGM schon möglich? Und ein solcher Verzicht wäre vor 1933 Jahrtausende lang eine Alternative gewesen, aber irgendwie hat es immer nicht geklappt?

    Zitat von Öktem

    ...weil die historische Erfahrung hat eben gezeigt, dass fast Vollassimilation nicht geschützt hat.

    Das sagt der, der eben noch den Vorhautstatus als Selektionsmerkmal betont hat! Logik?

    Soll das jetzt heißen In Deutschland "lohnt" sich ein Verzicht auf die BGM nicht, weil "im Land der Mörder" wird man doch eh über kurz oder lang ermordet, ob mit oder ohne Vorhaut?

    Zitat

    Und dann essen wir Schweinefleisch, und dann bleibt irgend wann nichts mehr übrig, aber selbst dann, wenn man alles aufgegeben hat wird man immer noch anders dastehen.

    *Ächz*, der Öktem immer mit seinem Schweinefleisch, was soll das? Juckt doch keine Sau. ^^

    "...immer noch anders dastehen."

    Warum? Warum sollte jemand, der sich an das Grundgesetz hält anders dastehen als alle anderen, die sich daran halten?

    Im Grundgesetz steht nicht: "Jeder hat die Pflicht Schweinefleisch zu essen"

    Im Grundgesetz steht tatsächlich: "Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit"

    Im übrigen - einfach mal probieren, so ein schönes Nackenstück vom Iberico-Schwein. Da kann man auf den Geschmack kommen! Es gibt Schweinefleisch und (häufig!) widerliches billig-Schweinefleisch, vielleicht hat der "säkulare" Öktem da mal Pech gehabt (oder nie das verteufelte Fleisch probiert).

    Zitat

    ...das sind dann natürlich Fragen, die sich die deutsche Mehrheitsgellschaft stellen muss, nicht, wo gibt es da Möglichkeiten, das zu ändern


    Ach so, die Minderheiten brauchen sich keine Fragen stellen, bzw. die stellen sie sich ja angeblich selbst seit Jahrtausenden Fragen, aber finden keine Antwort ... aber das eigentliche Problem liegt doch, wie kann es anders sein, bei den pösen Teutonen!


    Zitat von Tzuberi

    OK, wir haben da so ein Ritual, da kommt man nicht drumrum, das macht man seit 3000 Jahren oder wann und das machen 99,9% aller Juden...take it or leave it!

    99,9%, LOL!
    Die Babys würden bestimmt gerne "leaven", aber die werden ja festgeschnallt.


    Zitat von Tzuberi

    ..und wenn wir [Juden] in der Zukunft, jetzt nicht nur 70 Jahre nach der Schoa, sondern auch noch in den nächsten 200 Jahren irgendwie die Möglichkeit haben wollen hier in Sicherheit zu leben, hier noch mit denen [den Muslimen] auch weiterhin in einem Boot sitzen.

    Aha, die Muslime retten die Juden vor der teutonischen Mörderbande, Prost Mahlzeit!

    Zitat von Tzuberi

    jetzt nicht, weil wir die [Muslime] so wahnsinnig nett finden

    *prust*!

    Das wird die Muslime aber sehr freuen!

    There is no skin like foreskin

  • Und am Ende konnten doch tatsächlich auch aus dem Publikum Fragen gestellt werden:

    Zitat von Ein Jurist

    Meine Frage: glauben sie, dass sich die Mehrheit des Deutschen. Bundestages sich in der deutschen Gesellschaft in der Minderheit befindet?


    Und die zweite Frage bezieht sich auf das Scheitern. Ich vermute sie beziehen sich mit dem Scheitern darauf, dass eben dieser Rechtfertigungsparagraph verabschiedet wurde, hier möchte ich ein wenig Wasser in den Wein gießen, denn es gibt erste Rechtsprechung in Berufung oder Anwendung dieser Rechtsvorschrift, die ich eben zitiert habe wegen des besorgte Kindeswohls Beschneidung untersagt hat

    Zitat von Öktem

    ...dass die dt. Mehrheitsgesellschaft gescheitert ist an der Herausforderung eben eine liberale, entspannte, humanistische, wie man das auch immer das benennen mag eben daran gescheitert ist, eine solche Diskussion zu führen.

    Das erinnert daran, wenn der Ehemann bei seinen Kumpels über seine Frau abjammert und parallel die Frau bei ihrer besten Freundin über ihren Mann abjammert. Es ist immer der/die andere an allem Schuld, dieser Schuft, diese Schlange....

    Haben die beiden "Minderheitsgesellschaften denn diese Herausforderung gemeistert, haben sie die Diskussion liberal, entspannt und humanistisch gemeistert? O-Ton Graumann "Dann müssen wir gehen!", "Versprochen ist versprochen!" (also mal pronto!)

    Und wenn man diese Runde als Maßstab nimmt, sieht es ja eher finster aus:

    Zitat

    Shooman:
    "...mich würde aber jetzt trotzdem mal kurz interessieren, wenn wir im Kopf mal so eine Art Rollenwechsel vornehmen, wenn ihr noch mal so Revue passieren lasst, was waren für euch die stärksten Argumente auf Seiten der Beschneidungsgegner, also welches Argument hätte vielleicht sozusagen vielleicht in Ruhe, vielleicht anders, vielleicht in einer nicht-stigmatisierenden Art und Weise diskutiert, wenn man das so ganz kurz.."

    Azzaoui:
    "wenn es ganz kurz geht, wie gesagt, ich hab die Ohren auf Durchzug gestellt [*fettes Grinsen*, Gelächter im Publikum]"

    Shooman:
    " also das heißt, du hast gar nicht zugehört und also auch nicht irgend ein Argument, das dich irgendwie.."

    Azzaoui:
    "...das klingt jetzt nicht sehr dialogbereit, wenn ich das so sage, aber das ist sozusagen die Situation und ich glaube, das ist auch repräsentativ für die Communitiy "

    Das hört sich nicht nur "nicht sehr dialogbereit" an, das ist offensichtlich keine Dialogbereitschaft.


    Zitat von Frau aus dem Publikum

    ...ich habe einen türkischen Freund der leidet wahnsinnig darunter, psychisch und physisch, weil das so schief gegangen ist und hat einen wahnsinnigen Vertrauensverlust in der Familie erlitten und es gibt ja heute neue medizinische Erkenntnisse, was die Vorhaut für Funktionen hat...
    ...und Babys sind beispielsweise nicht zu betäuben


    Auch das ist sehr spannend. Wer geht darauf ein? Wer?
    Niemand! Niemand in der ganzen Runde! Niemand geht darauf ein, dass es Männer gibt, die unter den Folgen der VA leiden.

    Oder war der Einwurf der Frau nicht "unaufgeregt" genug, um den gestrengen Glaubwürdigkeitskriterien von Shooman & Co zu genügen? Oder passte das einfach nicht ins Weltbild, dass alle Muslime und Juden glücklich über ihre "Beschneidung" sind?


    Zitat von Eine Muslima

    ...ich bin ich doch etwas neidisch, dass Männer einen Bund mit Gott schließen können und ich nicht und bin doch etwas traurig, dass ich nicht auf eine andere Art einen Bund mit Gott schließen können...
    ja, wenn du dich da unten immer fleißig sauber machst... die Funktion soll ja sein, so habe ich gelernt Hygiene
    ....aber ich fand das schon als Eingriff in mein muslimisches Leben
    aber ich wusste, sie [gemeint sind wohl "die Deutschen"] werden uns nicht zu sehr angreifen...


    Da schweigt des Dichters Höflichkeit...

    Zitat von Öktem

    ...denn wie gesagt, die Diskussion um Kinderrechte,um die körperliche Unversehrtheit, die ist eine sinnvolle Diskussion, die wird auch in liberalen Rechtskreisen und in der liberalen Philosophie, politischen Philosophie geführt und macht durchaus Sinn, aber das war nicht, wie auch Alexander gesagt hat [*schulterklopf*] das war nicht die Debatte die hier stattgefunden hat.


    Behauptet einfach mal so ein Herr Kerem Öktem.

    Doch, das war genau die Debatte! Der sich die beiden Minderheiten größtenteils entzogen haben mit "Argumenten" wie "Jeans waschen ist schlimmer und man kann auch vom Bus überfahren werden, und die furchtbaren Zahnspangen! und das Waterboarding von Babys bei den Christen"

    Oder sie haben einfach die "Ohren auf Durchzug gestellt" wie der Diskussionsteilnehmer Mounir Azzaoui.

    "...die ist eine sinnvolle Diskussion, die wird auch in liberalen Rechtskreisen und in der liberalen Philosophie, politischen Philosophie geführt und macht durchaus Sinn..."

    Wenn bloß am Ende dabei nicht herauskommt, dass nicht nur Mädchen, sondern auch Jungen vom Gesetz geschützt werden sollen. Aber folgenlos labern darf man von Öktems Gnaden ruhig ohne Ende.

    Zitat

    Die Debatte wurde gehijackt [aua, allein das zu schreiben tut weh!] von ganz anderen Diskussionsinteressen und das war glaube ich das Hauptproblem dabei.

    Hijacking! Eine Entführung! Mit der Pistole in der Hand, oder einer Handgranate!

    Verschwörungstheorie? Welche ganz anderen Diskussionsinteressen sagt Öktem vorsichtshalber nicht.
    Die Urologen, Kinderchirurgen, Kosmetika-Konzerne, Fibroblasten-Labors, Gleitcreme-Produzenten - waren die das mit den "ganz anderen Diskussionsinteressen", z.B. $$$?

    Das bei den Kinderrechtsverteidigern andere Interessen dahintergesteckt haben, das mag im einen oder anderen Fall so gewesen sein, das aber in dieser Pauschalität zu sagen und als Hauptproblem zu nennen ist ein unverschämte Unterstellung gegenüber der "Mehrheitsgesellschaft".

    Zitat von Öktem

    Die Mehrheitsgesellschaft in diesem Fall [grinsend] ist nicht die der Unbeschnittenen [genital vollständigen] ist die christliche und postchristliche Mehrheitsgesellschaft in Deutschland [gibt es die Diskussion nur in D?] und da gegenüber stehen dann eben islamische und jüdische Minderheiten [was ist mit Yesiden, Aleviten, schafiiten, US-Immigranten (mit entsprehendern Tradition), Philippinos, Koreanern, Angehörige gewisser afrikansicher Stämme?]


    Und wieso stehen sich nicht Befürworter eines Rechtes auf genitale Unversehrtheit, (dass Kinder vor Schmerz, Angst, Verlust und weitergehenden Risken geschützt werden) und Gegner derselben gegenüber? Sind z.B. alle Juden Befürworter der "Beschneidung"? Nein!
    Das mit den 99,999999% Blabla ist doch Bullshit, Verarsche, wenn ich alleine inzwischen schon mehrere hier geborene männliche Juden persönlich kenne, die als Kind nicht "beschnitten" wurden. Und in Schweden angeblich 60% der jüdischen Jungen intakt gelassen werden.
    Haben sich nicht auch etliche Leute mit muslimischem Background, oder Ex-Muslime gegen die BGM gewendet?

    Sind alle Christen Gegner des 1631d? Ganz bestimmt nicht, die beiden großen Kirchen haben doch nichts eiligeres zu tun gehabt als die kleinen Jungen im Stich zu lassen, Schande!
    Die sogenannte "christlich-demokratische Partei" hat zu 92% dem Jungenverstümmelungsgesetz zugestimmt.
    Indien, China, Japan sind jetzt nicht unbedingt "christlich" oder post-christlich.
    Öktem bastelt sich da was zurecht, reim dich, oder ich fress dich! Ich mach mir die Welt, widdewiddewie sie mir gefällt...

    Und dann, das anscheinend unvermeidliche, "Herr Lehrer, ich weiß was, ich weiß was!":

    Zitat von Azzaoui

    Es gibt ja auch Studien, dass die Beschneidung hilft seltener krank zu werden, seltener Krebs oder HIV weniger übertragen wird, man darf sich auch nicht so sehr auf den Punkt fokussieren, dass da Schmerz verursacht wird, weil es gibt auch andere Güter, es gibt da Religionsfreiheit, es gibt das Elternrecht [Achtung, 12 Stämme, herhören - Schmerz ist OK!]
    Kinderrechte... das bedeutet ja auch das man dann die Taufe in Frage stellt, weil die Taufe ja auch zu einer Traumatisierung führen kann [LOL, war der schon ein einziges mal bei einer Taufe dabei?]

    Hey, da sind wir ja fast schon wieder beim so beliebten "Waterboarding". :thumbup:

    Zitat von Azzaoui

    Da geht es ja gar nicht mehr um dieses Stück Fleisch


    Doch, genau darum geht es! Um inneres und äußeres Vorhautblatt und das Frenulum, um all die Nerven und die Empfindungen.


    Zitat von Hasgall

    Mit viel mehr Aufwand, das man das vielleicht vor zwanzig Jahren hätte tun sollen, mit enorm viel emotionalem, mit sehr vielen Gesprächen, viel Aktivitäten und schließlich ein Gesetz im dt. Bundestag konnten WIR das abwehren.


    Ja, da wurde von der Lobby ernorm ge- und be-arbeitet. Dafür, dass alle Jungen entrechtet werden.
    Jungen haben kaum eine Lobby, leider.
    Und die Propagandamaschine läuft weiter, dieses Video ist ein Teil davon.
    Obwohl es kann sich eigentlich nur nach innen richten, an die "Communities", nach außen ist die Wirkung verheerend. Hochnotpeinlich.
    Eigentlich muss man dem JM noch dankbar sein, dass es das online hält.

    Der Ausblick von Dr. Alexander Hasgall am Ende, verstehe ich so als - die Mehrheitsgesellschaft müsse verstärkt bearbeitet werden, bis sie endlich weichgeklopft ist.
    Dr. Seltsam, oder wie ich lernte Genitalverstümmelung zu lieben.... fast so tragikomisch wie Kubricks Film.

    There is no skin like foreskin

  • Um es noch einmal etwa kürzer zusammenzufassen:

    Zitat von Yasemin Shooman

    Wir wollen heute Abend nicht die Beschneidungsdebatte in Gänze noch einmal aufrollen, lassen deswegen auch nicht Beschneidungsbefürworter und -gegner gegen einander antreten...

    Und dann:
    seltener krank werden, das HIV-Märchen, die Krebs-Panikmache, die "traumatisierende" Taufe, der Holocaust (der uns eigentlich lehren sollte die körperliche Unversehrtheit auch von Kindern zu verteidigen), die Antisemitismus-Unterstellung, die Mütter als die eigentlichen Opfer, die Impfungen (bei denen ja bekanntlich eine erhebliche Fläche sensiblen und funktionalen Gewebes zerstört wird), die Zahnspangen (die heute "hip" und "cool" sind, und herausnehmbar), das Ohrlochstechen, das bei Kleinkindern selbstverständlich verboten gehört, und dessen Legalität noch nicht gerichtlich getestet wurde und die üblichen Relativierungen, dass Eltern doch eh in das Leben ihrer Kinder eingreifen würden.

    Aber nein, man wollte nicht die "Beschneidungsdebatte" noch mal wieder aufrollen. Nur den "Befürworter-Part" Deswegen ließ man nur "Beschneidungsbefürworter" miteinander antreten.
    Sehr praktisch!

    There is no skin like foreskin

  • Für das Jahrtausend-Verbrechen an den Juden tragen einzig und allein die Deutschen und die Österreicher die Verantwortung.

    Deshalb finde ich es sehr grenzwertig, wenn ausgerechnet Deutsche sich gegenüber Juden als moralisch überlegen aufführen und etwas vom Kindeswohl und körperlicher Unversehrtheit schwadronieren.

    Ausgerechnet! Das Tätervolk will das Opfervolk schurigeln, schon wieder.

    Die Nazis haben tausende Kinder umgebracht, grausame Experimente an jüdischen Kindern durchgeführt, Mengele ist nur die Spitze eines gigantischen Eisberges.

    In Ossi-Land liegt Deutschlands größtes KZ, das KZ Buchenwald, in dem Vierjährige umgebracht wurden. Hier ist eine Gedenkstätte eingerichtet worden, deren Besuch sehr lohnend ist und vielleicht zu anderen Einsichten führt.

    Was würdet Ihr denn sagen, wenn jemand Eure Kinder tagelang foltert, sie anschließend tötet und Euch dann noch von hoher Warte moralisch belehren will? Wenn ich Jüdin wäre, ich würde auf keinen Deutschen hören.

    Den Paragraphen bekommt Ihr nicht weg, da könnt Ihr machen, was Ihr wollt. Das ist eben der Fluch der bösen Tat.

    Und was das Maßregeln ANDERER Eltern angeht, da muss man bitte sehr vorsichtig sein. Wir alle modifizieren den Körper abhängiger Dritter. Da sollte man erst einmal selbst in den Spiegel schauen, bevor man sich über andere erhebt.

    Ich denke nur an die angeblich überflüssigen Weisheitszähne, die einem Hollywood-Grinse-Einheitsgebiss im Wege stehen und deren Extraktion den Kieferchirurgen Millionen in die Kassen spült.

    Oder Rauchen und Alkohol während Schwangerschaft und Stillzeit. Oder rauchende Väter, die Kinder zum Passivrauchen zwingen. Oder, oder, oder...

  • Liebe Frau W.,

    was wollen Sie mit Ihren Vorwürfen aussagen, bewirken?

    Das man Unrecht gegen andere Unrechte aufrechnen kann?

    Die Vorwürfe von Ihnen, all das was damals passierte, es darf nie vergessen werden. Aber sollte man daraus nicht auch lernen dürfen?

    Was damals geschah, darf nie vergessen werden, und niewieder passieren, dass Menschen wegschauen, wenn anderen Unrecht angetan undLeid zugefügt wird...selbst wenn Gesetze dies erlauben oder gar fordern...

    Mit den besten Wünschen

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Und was das Maßregeln ANDERER Eltern angeht, da muss man bitte sehr vorsichtig sein. Wir alle modifizieren den Körper abhängiger Dritter. Da sollte man erst einmal selbst in den Spiegel schauen, bevor man sich über andere erhebt.

    Ich glaube noch keinen Körper abhängiger Dritter modifiziert zu haben...und ich erhebe mich trotzdem nie über andere...auch hier nicht...

    Ich denke nur an die angeblich überflüssigen Weisheitszähne, die einem Hollywood-Grinse-Einheitsgebiss im Wege stehen und deren Extraktion den Kieferchirurgen Millionen in die Kassen spült.

    Wenn Erwachsene das freiwillig, aufgeklärt und selbstbestimmt mit sich machen lassen...bitte schön :D

    Menschen wurden erschaffen, um geliebt zu werden. Dinge wurden erschaffen, um benutzt zu werden. Der Grund, warum sich die Welt im Chaos befindet ist, weil Dinge geliebt und Menschen benutzt werden. -Dalai Lama

  • Hallo Frau W.

    ich sehe das etwas anders als sie.

    Deshalb finde ich es sehr grenzwertig, wenn ausgerechnet Deutsche sich gegenüber Juden als moralisch überlegen aufführen und etwas vom Kindeswohl und körperlicher Unversehrtheit schwadronieren.

    Ich fühle mich nicht überlegen. Aber es wiederstrebt mir einzelne Gruppen von Menschen das Recht auf körperliche Selbstbestimmung zu nehmen, weil in der Vergangenheit Gräueltaten verübt wurden. Diese Gräueltaten dürfen sich nie wiederholen. Es sollten alle Menschen dieselben Rechte und Pflichten haben unabhängig von Geschlecht oder Alter.

    Den Paragraphen bekommt Ihr nicht weg, da könnt Ihr machen, was Ihr wollt

    Man soll nie "NIE" sagen. Terre des Femmes, kämpft nun, ich glaube es sind nun 30 Jahre, gegen FGM. So wird es wohl noch etwas dauern bis die Einsicht kommt, aber nie ist mir zu endgültig.

    Sieh Dich hier mal um und lies dich durch die Berichte.

    Und was das Maßregeln ANDERER Eltern angeht, da muss man bitte sehr vorsichtig sein. Wir alle modifizieren den Körper abhängiger Dritter. Da sollte man erst einmal selbst in den Spiegel schauen, bevor man sich über andere erhebt.

    Ich habe das noch nie getan. Selbst bei medizinischen Eingriffen frage ich immer nach alternativen und vieles kann aufgeschoben werden bis das Kind mitbestimmen kann. Damit bin ich bislang immer gut gefahren. Maßregeln tut hier auch keiner, aber es ist wichtig das die Auswirkungen bekannt gemacht werden, denn viele Menschen wissen nicht was eine Zirkumzision mit manchen Männern macht. Wie es sie psychisch und physisch angreift und wie sie an Empfindungen verlieren. Für viele ist es schmerzlich, denn die Öffentlichkeit verhöhnt Männer oft, die sich negativ äußern. Manche gehen diese Männer so hart an, das sie lieber schweigen. Das ist schlimm und unwürdig. Männer als OPFER zu sehen, fällt vielen sehr schwer, dennoch gibt es sie und die haben ein Anrecht darauf gehört zu werden.

    Wir haben nicht per se was gegen Beschneidung, sie sollte nur selbstbestimmt sein und das geht auch in religiösen Gemeinschaften. Jude ist, wer eine jüdische Mutter hat. Brit Shalom, als Willkommen ohne Blut. Der Koran sieht keine Altersgrenze vor. Was aber in meinen Augen noch viel wichtiger ist, ist, das Ärzte die Zirkumzision nicht immer verharmlosen. Eine bessere Aufklärung über die Funktion der Vorhaut auch bei unseren Ärzten wäre sehr wünschenswert. Vorurteile sollten abgebaut werden und die Tatsache das Sex mitunter schmerzhaft sein kann wenn die Vorhaut fehlt, nicht immer unter den Teppich gekehrt werden.

    Uns ist bewusst das nicht alle Männer leiden, zum Glück ist das so, wofür wir aber diese Aufklärung machen ist, das es eben diese Männer gibt und sie es verdienen gehört zu werden und zwar ohne verhöhnt oder verspottet zu werden.

    Alles in allem geht es nicht um Juden oder Moslems, es geht um die Rechte von Menschen und die, sind unteilbar und für alle Gleich.

    Das ist mein Traum, dafür kläre ich auf, was ich aber nicht tun werde, ist, dieses Recht jemanden abzuerkennen, weil er das falsche Geschlecht hat oder was auch immer.


    Leidensgeschichten beschnittener Männer

    Ich finde es immer etwas gruselig das ein Buch einer Frau gereicht hat um FGM zu verbannen. Ein Einzelschicksal und ein Umdenken findet statt. Zwei Bücher voller Männer die das Schicksal beschnitten zu sein nicht toll finden, keiner der Politiker, Ärzte oder Verantwortlichen wie UNICEF oder WHO interessiert es. Das ist Sexismus pur.

    Falls es Dich doch interessiert

    Ent-hüllt! Die Beschneidung von Jungen - Nur ein kleiner Schnitt?: Betroffene packen aus über - Schmerzen - Verlust von Clemens Bergner


    Unaussprechliche Verstümmelungen: Beschnittene Männer sprechen darüber Taschenbuch – 14. September 2015

    von Lindsay R. Watson (Autor),Ulf Dunkel (Übersetzer)

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Was würdet Ihr denn sagen, wenn jemand Eure Kinder tagelang foltert, sie anschließend tötet und Euch dann noch von hoher Warte moralisch belehren will? Wenn ich Jüdin wäre, ich würde auf keinen Deutschen hören.

    Die Frage ist für manche anscheinend, was qualifiziert einen, sich für andere einzusetzen? Muss man selber eine Behinderung haben, damit man Barrierefreiheit z.B. in öffentlichen Gebäuden und Geschäften fordern kann? Muss man gehungert haben, um in Afrika ein soziales Jahr abliefern zu dürfen? Muss man Vegan leben um in Peru den Andenspringaffen zu schützen, um die Menschen dort zu überzeugen das es falsch ist den Affen zu essen? Muss man selber einen Sohn verloren haben, um Jungen zu schützen und zu versuchen ihnen das Recht auf einen unversehrten Körper zu erkämpfen?

    Nun ich denke, alles was man brauch um diese Dinge zu tun, ist etwas Empathie und das Verantwortungsbewusstsein, das diese Welt nur dann besser werden kann, wenn alle Menschen dieselben Rechte haben, auch kleine Jungen.

    Wenn es aber tatsächlich so sein sollte, das man ein totes Kind in den Armen gehalten haben muss, dann kann ich ja so weiter machen. Ich werde zwar niemals das ganze Ausmaß der damaligen Grausamkeit nachempfinden können, doch wie es ist sein Kind zu beerdigen das weiß ich und ich bin sehr froh das es Krankheit war und nicht eine unnötige OP.

    "Those who cannot remember the past are condemned to repeat it"

    "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen."


    George Santayana (1863-1952)

  • Das ist eben der Fluch der bösen Tat.

    Genitalverstümmelung ist also ein Fluch, schön, dass sie es auf den Punkt bringen! :thumbup:


    Und was ist mit den Dänen? Haben die Dänen nicht die meisten Juden in ihrem Land gerettet? Die Dänen lehnen aber mit großer Mehrheit die Genitalverstümmelung von Jungen (und natürlich auch von Mädchen) ab. Dürften die Dänen oder die Norweger (89% lehnen die BGM ab) ihrer Meinung nach Jungen vor Genitalverstümmelung schützen? Dürften das alle Länder, nur Deutschland und Österreich nicht?
    Ist Deutschland in Sachen Jungen auf ewig "minderschutzberechtigt"?
    Ist ihnen eigentlich klar, dass nur ein winziger Bruchteil der Jungen, die in Deutschland genitalverstümmelt werden Kinder jüdischer Eltern sind? Und dass "der Paragraph" ALLE Jungen entrechtet und gegenüber Mädchen krass benachteiligt? Sollen die 99% muslimischen Jungen als "Kollateralschäden" mitverstümmelt werden?

    Was würdet Ihr denn sagen, wenn jemand Eure Kinder tagelang foltert, sie anschließend tötet und Euch dann noch von hoher Warte moralisch belehren will?


    Also die 70% der Deutschen, die die Jungenverstümmelung ablehnen haben tagelang Kinder gefoltert und anschließend ermordet? Geht es jetzt etwas durcheinander? In Deutschland passieren pro Jahr leider ca. 10-20 Kindermorde, da haut schon rein mathematisch was nicht hin.

    Wir alle modifizieren den Körper abhängiger Dritter.

    Die allermeisten Eltern lassen von ihren Kindern keine gesunden, nicht nachwachsenden und sensiblen Körperteile abschneiden. Normalerweise würde das auch das Jugendamt und die Justiz auf den Plan rufen.
    Der §1631d ist bizarr und völlig einzigartig unter den Gesetzen, in dem er Vorhaut und Frenulum von wehrlosen Jungen (bei erwachsenen Männern würde eine fremdbestimmten Genitalverstümmelung empfindlich bestraft werden), hochsensible und funktionale Körperteile für überflüssig und disponibel erklärt. Es gibt keinen anderen Körperteil, der in einem Extrawurstparagraphen der elterliche Willkür überlassen wird. Er verstößt gegen das Grundgesetz, nach dem JEDER (und nicht nur Erwachsene und Mädchen) ein Recht auf körperliche Unversehrtheit hat)

    Das Grundgesetz "maßregelt" uns alle - das haben Gesetze so an sich. Nur 434 Abgeordnete hatten das leider aus dem Auge verloren und auch das Rechtsempfinden der großen Mehrheit der Bevölkerung.
    Demokratie - die Herrschaft des Volkes - ist das nicht.

    Und als Kollateralschaden des §1631d, der die Vorhaut und ihre Funktionen für überflüssig erklärt fällt es geldgierigen Urologen und Kinderchirurgen jetzt noch leichter, ahnunglose oder schlecht informierte Eltern über den Tisch zu ziehen, und ihnen eine Vorhautamputation ihres Sohnes (der gar keine Beschwerden hat oder wo eine alternative Behandlung zum Erfolg führen wurde) aufzuschwatzen - DAS ist nämlich in Deutschland die häufigste Form von Genitalverstümmelung.

    Zitat

    "Sehen sie doch, der Gesetzgeber hat doch gesagt, das ist OK, das hat "gesundheitliche Vorteile", das ist "elterliche Sorge", und die Juden und Muslime machen das doch auch, also stellen sie sich mal nicht so an, das geht alles auf meine Zeit, ich will 350€ in ein paar Minuten verdienen und mir hier nicht den Mund fusselig reden!"

    There is no skin like foreskin

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